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Hase von den Qualen erlösen?

G

Gast

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Hallo zusammen,

Ich habe zwei grosse, weibliche Hasen. Ein Hase kann seit ein paar Monaten nicht mehr hoppeln, denn die Hinterbeine waren "gelähmt". Er hatte eine Infektion im Rückenmark und hat seitdem etliche Medikamente bekommen, zum Teil auch in Form von Spritzen. Er war auch sechs Tage im Tierspital.

Nun kann er seine Hinterbeine wieder bewegen und schafft es manchmal, aufrecht zu sitzen. Zudem kann er kriechen. Anfangs lag er die ganze Zeit herum und konnte nichts tun. Ich bin mir sicher, dass er in spätestens einem Jahr wieder hoppeln kann, deswegen möchte ich ihn nicht einschläfern lassen. Natürlich ist es für ihn eine Qual, genauso wie für einen Menschen, der plötzlich gelähmt ist. Immer auf Hilfe angewiesen zu sein, ist alles andere als toll.

Als ob diese "Lähmung" nicht schon schlimm genug wäre, hat mein Häschen auch noch seit einigen Wochen Kaninchenschnupfen. Das bedeutet, dass wir ihn bei uns in der Wohnung lassen müssen, da es auf dem Balkon zu kalt ist. (Beide Hasen leben seit bald drei Jahren auf dem Balkon. Dort haben sie viel Platz und wir haben alles schön eingerichtet. Normalerweise frieren sie im Winter nicht, aber da mein krankes Häschen seit dem Spitalaufenthalt nicht mehr ununterbrochen draussen war, konnte kein richtiges Winterfell wachsen.)

Ich weiss, dass mein Häschen leidet und deswegen wäre Einschläfern das Richtige. Aber ich bin mir zu 100 % sicher, dass es bald wieder hoppeln kann. Die Ärzte sind ebenfalls zuversichtlich. Ist es also falsch, dass ich ihn leiden lasse? Sollte ich ihn lieber erlösen? Oder sollte ich doch weitermachen wie zuvor, ihm Medikamente geben, Physiotherapie machen und ihm Liebe schenken?
 
Hallo! Das Haustier spielt in uns eine gewisse Rolle. Aber, wenn es leidet, eventuell nur zeitlich begrenzt, und wieviel % seiner Lebenszeit verstreicht damit? Das musst Du fuer Dich wissen, denn Du trägst die Entscheidung für ihn.
Haengt es mit dem Mitstreiterhasen zusammen? Tiere koennen sich gegenseitig schlimm anätzen bis einer davon eingeht, gerade von der selben Rasse. Bei uns Menschen klappt das auch wunderbar.
Ich an Deiner Stelle würde mich für das Einschläfern entscheiden, weil:
für ein Hase ist 1 Jahr eine lange Zeit. Hasen haben bei mir auch nicht den Stellenwert wie ein Hund, siehe Nahrungskette. Soweit zu den Verstandsargumenten, gegen die Herzargumente.
Gruß
 
oh das klingt nach einer schwirigen kiste... einerseits denke ich du solltest dem Tier ne chance geben es ist ja in dem fall auf DICH angewiesen du entscheidest ob es weiter leben darf oder nicht. wiederum.. wie lange lebt ein Hase? also wie hoch ist denn die Lebenserwartung? ein wirklich junges Tier würde ich lassen denn es hat die Kraft sich zu erholen wenn die ärzte sagen es gibt die chance. ein älteres Tier womöglich schon sehr altes Tier würde ich lieber von den Qualen erleichtern. zu dem möchte ich noch sagen das ich den Beitrag von Beruhigdichmal vorsichtig anschaue.. es mag sein das ein Hase nicht das gleich wie ein Hund ist ob man nun Größe inteligenz oder wie du sagst die "nahrungskette" dabei in betracht zieht. es ist sehr unterschiedlich wie ein Tier einem am Herzen liegt.. mancher verbindet mit einem Tier, egal welches, sehr viel und es ist ihm sehr ans Herz gewachsen.. ein andere besitzt einen Hase nur aus einem einzigen Grund und da mein ich weniger den aspekt ihn zu knuddeln.. aber so wie ich das hier in dem fall lese scheint es mir eher so zu sein das er sehr am Herz liegt den du machst dir ja auch gedanken darüber ob du es erlösen sollst oder ob du ihm die chance gibst das es wieder hoppeln kann 🙂
wäre ich an deiner Stelle würde ich wohl dem Tierchen noch eine Chance geben, zeigt sich jedoch keine Besserung so wie die Ärzte es sagen und hat es schmerzen dann würde ich doch in erwägung ziehen das Tier zu erlösen 😉
lg Nuffel
 
Dein Tier wird Dir zeigen, wenn es bei guter Pflege und Versorgung doch nicht mehr kann oder nicht mehr will (läuft auf dasselbe hinaus).
Und auch Du wirst spüren, wenn Du das alles nicht mehr so mitmachen kannst.
Folge Deinem Herzen, denn Du musst später mit der Entscheidung leben und zwar So oder So.

Mein Tier starb letztlich ganz fies und ich werde länger brauchen, bis ich die Bilder aus dem Kopf bekomme. Der Kleine wollte aber auch leben! Und solange tat ich alles. Wir haben hier alle gekämpft - und verloren.
Hätte ich das nicht gemacht, mit ihm um ihn gekämpft, dann hätte ich mir das aber auch nicht verzeihen können.
Klar gab es Unkenrufe wie "Den hätte ich längst einschläfern lassen... ." Hätte ich ihn einschläfern lassen, hätten andere "Unken" gesagt, sie hätten ihm noch eine Chance gegeben.

Du, letztlich war es meine Entscheidung für mein Tier.
Und Du musst jetzt eine Entscheidung treffen für Dein Tier.

Diese Entscheidung kann Dir niemand abnehmen.... . Das ist Deine ganz persönliche Entscheidung, die sich auch mit aus Deiner ganz persönlichen Beziehung zu Deinem Tier ergibt, Deinen Möglichkeiten und sicher auch aus der Prognose, die die Ärzte geben.

Alles Gute! Viel Kraft! Höre auf Dein Herz und schaue Dir Dein Tier gut an. Es wird Dir sagen, wenn es nicht mehr kann.
Und wenn Du nicht mehr kannst, dann ist es auch so, dass eine Konsequenz ansteht. Ohne Dich ist es verloren.

Wie auch immer Du Dich wann für Euch entscheidest:
alles Gute!

Liebe Grüsse!
Landkaffee

Ich hoffe, Deinem Tier geht es bald besser!
 

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