hallo du 🙂
hab grad deine nachricht hier entdeckt und dachte mir, ich antworte dir. finds sehr schade, dass du dich unwohl fühlst und das solltest du nicht. es gibt immer etwas positives an jedem menschen! jeder hat etwas, das ihn auszeichnet und schön macht. du bist noch jung..und ehrlich gesagt war das bei mir in deinem alter genauso. vielleicht hat sich das nun mit der zeit geändert, weil mir andere sachen wichtiger sind als das aussehen und ich meine prioritäten anders gesetzt habe. klar sollte man sich wohl fühlen in seinem körper und das beginnt damit, dass man sich selbst akzeptiert und wertschätzt..in den spiegel schaut und seine vorteile unterstützt. du hast z.b. schwarze haare. ich würd dich jetzt grad total darum beneiden 🙂 weil ich dunkle haare einfach klasse finde. lass dich nicht unterkriegen und sehe dich als der mensch, der du bist. ich denke nicht, dass dich leute einfach anlügen, wenn sie sagen, dass du hübsch bist. bin davon überzeugt, dass du ein süßes mädchen bist 🙂
wie gesagt, kann ich dich ganz gut verstehen. heutzutage wird alles nach dem aussehen entschieden..der erste eindruck etc. doch dann bin ich auf dieses gedicht gestoßen und fand es einfach super:
»Sicher bist du schön, aber das ist es nicht«. Darin beschreibt der Autor die Schönheit der Haare, der Haut, der Augen, der Zähne, des ganzen Körpers, des Auftretens und der Haltung einer geliebten Person und kommt immer wieder zu dem Schluss: »das macht dich nicht aus«.
Das Gedicht endet mit: »Aber was dich wirklich attraktiv macht ist deine komplette Ahnungslosigkeit von all diesen Dingen. Das Selbstverständnis und die Bescheidenheit mit der du alle diese perfekten Mosaiksteinchen zu einem wunderschönen Bild zusammenträgst, ohne zu wissen, dass du das Kunstwerk bist.«
Schönheit, Fluch oder Segen? Und ich spreche hier von der äußerlichen Schönheit. Manchem Menschen wünschte ich, er wäre weniger schön, damit er sicher ist, dass er um seiner selbst Willen geliebt wird. Die aus der römischen Mythologie stammende Psyche ist so schön, dass sie von allen Männern begehrt und verehrt wird, aber sie leidet Höllenqualen, weil kein Mann sie wirklich liebt. Alle lieben ihre Schönheit, nicht ihr Wesen. Die Ironie des Schicksals ist, dass Psyche in der der griechischen Mythologie der Name der personifizierten menschlichen Seele ist, ein Seelenvogel mit Schmetterlingsflügel, gerade das, was eine tiefe, innige Liebe ausmacht.
Liebe ist, den besonderen Blick für einen Menschen zu haben, in ihm das zu entdecken, was anderen verborgen bleibt, sein Wesen, seine Seele. Deshalb sprechen wir auch oft von Seelenverwandtschaft, wenn wir das Gefühl einer innigen Verbundenheit haben.
Natürlich denke ich auch manches Mal: »Wow, sieht der gut aus. Den würde ich nicht von der Bettkante schubsen.«, aber das ist es nicht, das hat nichts mit Liebe zu tun. Im Gegenteil: Oft entdecke ich die äußerliche Attraktivität erst viel später als den Glanz, der unter der Haut liegt.
Es ist die im Gedicht beschriebene »Selbstverständlichkeit und Bescheidenheit« die mich fasziniert, die Ahnungslosigkeit mancher Menschen, dass sie ganz besondere Menschen sind und sei es nur in meinen Augen und das macht sie für mich schön. Sie sind für mich die wahren Schönen, die, für die mein Herz schlägt. Ich bin sicher, wenn diese Menschen ihrem Wesen treu bleiben, ist eine solche Liebe unvergänglich, selbst wenn das Äußere verfällt.
Alles gute dir!