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Haben wir etwa früher in der Erziehung versagt?

G

Gast

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Meine Kinder, 29w, 35m und 37w Jahre (die älteste ist seit 17 Jahren verheiratet). Sind sich dermaßen zerstritten. Besonders der Kampf zwischen den beiden jüngeren nervt mich unwahrscheinlich. Mein zweiter ist dermaßen auf uns fixiert mit seinen 35. Er ist immer dann bei uns zuhause, wenn ich nicht da bin. Mein Mann ruft ihn ständig an, damit er Gesellschaft bekommt. Dass sich unser Sohn dann auch an unseren Lebensmitteln bedient empfinde ich als Frech. Wir haben früher unseren Kindern vieles ermöglicht. Das sie sich Geld angespart haben und wir öfter ab und an was dazu gaben. Sie hatten alle ihren Führerschein gemacht und wir haben bei den beiden älteren gesagt, dass wir ihnen ein Auto nach der bestandenen Prüfung kaufen. Sie aber den Sprit selber zahlen. Bei der jüngsten hatten wir es nicht gemacht. Seitdem sie aber ihren Führerschein selbst finanzierte und keine Arbeit fand, zickte sie uns auf der Nase rum. Sie hatte früher oft herum geschrien, das wir ungerecht wären, weil die anderen beiden ein Auto bekamen. Ja mein zweiter Sohn hatte nunmal eben unglück mit seinen Autos. Es ging öfters was kaputt. Wir haben immer die Werkstattkosten bezahlt. Das wir dann 3 mal innerhalb 10 Jahren für unseren Sohn ein neues gebrauchtes Auto kauften, war in der Familie immer der Teufel los. Ich meine, mein Sohn geht ja wohl Arbeiten der hat eher ein Auto verdient als meine Tochter, die nichts findet und uns nur auf die Nerven geht. Gut, sie hat eine eigene Wohnung. Aber das auch nur über unsere Steuergelder. Also zahlen wir ihr doch auch was dazu im übertragenen Sinne. Aber das müsste ihr einleuchten. Das wir unser Auto manchmal hergeben, wenn sie arbeit sucht und sich vorstellt ist auch ein Entgegenkommen. Mein Sohn passt das auch mit ihr gar nicht. Ich kann ihn vollstens verstehen. Und weil er so gut wie kaum bei sich zuhause ist,. helfe ich ihn dann noch mit sauber machen und Wäsche waschen. Ich will ja auch, dass meine Kinder selbstständig werden. Aber so wie es bei uns ist, passt es mir gar nicht. Was soll ich machen? Meine jüngste und mein Sohn reden nicht miteinander. Obwohl, meine jüngste sucht wohl schon das Gespräch zu meinem Sohn. Und er kommt deswegen oft zu mir und beklagt sich über meine jüngste. Ich habe ihr schon oft gesagt, dass sie erstmal selber arbeiten gehen soll und uns alle verstehen sol. Dann würden wir ihr auch helfen. Aber weil sie so bockig ist, werde ich ihr nicht mehr helfen. Nochdazu finde ich, das sich meine jüngste erstmal bei uns allen Entschuldigen soll. Sie motzt immer auf meinem Sohn, der es eh schon schwer genug hat, rum.
 
"... Sie motzt immer auf meinem Sohn, der es eh schon schwer genug hat, rum."

Zitat Ende.


Inwiefern hat er es denn schwer?

Du putzt für ihn, er hängt immer bei euch rum und frisst sich durch.

Ihr schenkt ihm Autos.

Was ist sein Problem?

Dass die Frauen ihn nicht ernstnehmen?

Wäre verständlich....
 
Hallo,

dein Mann klammert sich aus Einsamkeit an seinen Sohn, der ihm Gesellschaft leistet. Ich tippe mal, dein Mann ist Rentner und Du nicht?

Deine Jüngste hat ernste Probleme. In ihrer Erfahrungswelt gibt es Liebe gegen Leistung und wer keine Leistung erbringt, ist nicht genug wert geliebt zu werden. Das ist ihre Erfahrung, nicht die Deine.

Ist man arbeitslos, ist der eigene Wert als Person für viele ein massives Thema. Bevor sie sich bei euch entschuldigt, lernst Du bitte ihr zuzuhören und findest genug Raum in Dir um deine Jüngste komplett zu verstehen. Das bedeutet dann auch, dass Du alter Wut und dahinter liegendem Schmerzen begegnen wirst bei ihr wie bei Dir. ERST DANN hat sie überhaupt genügend Kapazitäten um auch Dich zu verstehen. Eine 17 Jährige versteht nicht, wenn sie nicht verstanden wird. Und viel älter ist sie an diesem Punkt auch nicht.

Des weiteren ist dein Sohn unselbstständig. Würde meine Mutter versuchen für mich Wäsche zu waschen oder meinen Haushalt zu werfen. Hätte ich Sorge um ihre geistige Gesundheit, so entsetzt wäre ich.

Frage Dich bitte, was passiert, wenn Du von heute auf Morgen nicht mehr da bist. Wie wird es dann mit ihm weiter gehen? Er hat alle Kraft, die er braucht zum Leben in sich. Nur wenn er sie nicht entwickeln kann/darf/will, dann wird er stagnieren und kaum anderes mehr kennen lernen.


Das ist meine Sicht und kein Angriff auf Dich. Ich kann mir vorstellen, dass ich dich gerade fürchterlich getriggert habe. Das ist dann immer so, als würden auf einem Meer hohe Wellen wüten. Irgendwo unter diesem Wellenmeer liegt die See, noch genauso ruhig wie vorher. Damit kannst Du zuhören 🙂.


Grüße ...

Ps.: Es ist schön, wenn man nicht gebraucht, sondern geliebt wird.
 
Klar, wir Eltern machen alle viele Fehler in der Erziehung. Aber das ist ja vorbei. Jetzt muss nicht mehr erzogen werden, sondern es wäre schön, wenn sich alle gegenseitig beistehen könnten. Dass die Jüngste kein Auto bekommen hat, weil sie nicht arbeitet, kann ich nicht nachvollziehen. Sie ist ja schon gestraft dadurch, dass sie keine Arbeit findet (oder will die nicht?)... Vielleicht täte es dir Familie gut, mal alle zusammen in eine Familientherapie zu gehen. Du musst deshalb nicht die gesamte Erziehung in Frage stellen. Aber es scheint einiges an Baustellen zu geben, aus denen (so denke ich) ihr nicht selbst rausfindet.
 
Mich wundert gar nicht, dass sich Deine Kinder nicht verstehen - sie sind so unterschiedlich behandelt worden, das geht gar nicht. Du schreibst selbst, dass Deine 2 ältesten Kinder quasi alles bekommen haben, die jüngste aber nicht, weil sie arbeitslos ist. Was hat das denn mit Arbeitslosigkeit zu tun, frage ich mich????
Entweder ich gebe meinen Kindern allen das Gleiche - sprich wenn einer einen Führerschein bekommt, bekommen ihn alle. Das gleiche gilt für Auto etc.

Aber ich finde es ehrlich ziemlich heftig, wie Du überhaupt über Deine Kinder schreibst: das hört sich so gar nicht nach einer Mutter an, die ihre Kinder liebst, sondern eher danach, wie sehr sie Dich nerven. Und dafür können sie noch nicht mal was: es ist Deine Aufgabe Deinem Sohn zu sagen, dass Du die Wäsche nicht mehr machst, dass er das Essen gefälligst da lässt, wo es ist. Und dann kläre mal mit Deinem Mann eine gemeinsame Linie, wenn ihr nicht einige seid: dann ist doch klar, dass Dein Sohn zu dem geht, wo er seinen Willen bekommt.

Ich glaube, Du musst bei Dir selbst mal anfangen was zu ändern - und das erste, was ich mich an Deiner Stelle mal fragen würde: will ich selbst so von meinen Eltern behandelt werden, wie ich meine Kinder behandle. Was würde ich empfinden, wenn meine Geschwister alles bekommen und ich nichts - und das nur, weil ich arbeitslos bin??? Ist das die Liebe, die ich von meinen Eltern will?? An der nur Leistung etc. zählt - und nicht ich selbst, als Mensch und Person??
 
Ja gut. Ihr habt ja alle so recht. Also als erstes empfinde ich meine Tochter als lästig. Sie stört uns regelrecht mit ihren Hassterror gegen meinen armen Jungen. Er hat mir neulich erzählt, das er richtig angst hat vor ihr. Das will ja schon was heissen. Man muss ja alle Leute vor ihr schützen....
 
Und was ist wenn keiner an dieser lächerlichen Kindergartentherapie dran teilnehmen will? Ich meine, früher hatten wir auch keine gebraucht. Wenn ich mein Vater wäre, würde meine Tochter irgendwo im Nirvana sitzen, nachdem sie ein für alle mal raus geschmissen wurde und sich mehrere Ohrfeigen eingefangen hatte. Man terrorisiert doch nicht die eigene Familie. Unerhört wer das macht. Ich werde mich hüten und sie ihr durchgehen lassen.
 
Deine Kinder sind 29, 35 und 37 Jahre und somit alle erwachsen und in der Lage auf eigenen Füssen zu stehen. Kümmer Dich um Dein Leben und lass Deine Kinder erwachsen werden. Sie sind alt genug um zu bügeln, für ihren Lebensunterhalt aufzukommen oder sich ein Auto zuzulegen.

Könnte noch verstehen, wenn sie gerade so aus der Pubertät wären und ihr sie noch finanziell unterstützt. Irgendwo sollte aber Schluss sein. Ihr werdet ausgenutzt und Du wirst behandelt wie eine "Kuh" die man melken kann.
 
Mit 17 war das Kind sicher noch nicht Dauerarbeitslos.

Ihr behandelt die Kinder nicht gleich, deshalb gibt es Unstimmigkeiten.

Der eine fühlt sich besser, der andere zurückgesetzt.

Aus meiner Warte (ganz persönliche Sicht) habt ihr den Streit zu verantworten..
Und es ist schade um die Geschwisterbeziehung..

Die Jüngere versteht nicht, und kann auch nicht verstehen, das ihr bereits 2 Autos finanziert habt und kein weiteres mehr wolltet.

Das mit der Arbeitslosigkeit kling für mich nach einer Ausrede, die du dir nachher ausgedacht hast um den Schritt irgendwie zu rechtfertigen..

Besser wäre es wenn alle so reif wären dir auch die Verantwortung zuzuschieben und nicht den anderen Geschwistern.
 
SOHN:
Er ist immer dann bei uns zuhause, wenn ich nicht da bin.
Mein Mann ruft ihn ständig an, damit er Gesellschaft bekommt.
Dass sich unser Sohn dann auch an unseren Lebensmitteln bedient empfinde ich als Frech.
Sie hatten alle ihren Führerschein gemacht und wir haben bei den beiden älteren gesagt, dass wir ihnen ein Auto nach der bestandenen Prüfung kaufen.
...mein zweiter Sohn...Wir haben immer die Werkstattkosten bezahlt.
...innerhalb 10 Jahren für unseren Sohn ein neues gebrauchtes Auto kauften
mein Sohn geht ja wohl Arbeiten der hat eher ein Auto verdient als meine Tochter..
Mein Sohn passt das auch mit ihr gar nicht. Ich kann ihn vollstens verstehen.
...helfe ich ihn dann noch mit sauber machen und Wäsche waschen.
Und er kommt deswegen oft zu mir und beklagt sich über meine jüngste
meinem Sohn, der es eh schon schwer genug hat,

TOCHTER:
Bei der jüngsten hatten wir es nicht gemacht.
Seitdem sie aber ihren Führerschein selbst finanzierte und keine Arbeit fand,
das wir ungerecht wären, weil die anderen beiden ein Auto bekamen.
...die nichts findet und uns nur auf die Nerven geht.
Gut, sie hat eine eigene Wohnung...
Aber das auch nur über unsere Steuergelder. Also zahlen wir ihr doch auch was dazu im übertragenen Sinne.
Das wir unser Auto manchmal hergeben, wenn sie arbeit sucht und sich vorstellt ist auch ein Entgegenkommen.
Obwohl, meine jüngste sucht wohl schon das Gespräch zu meinem Sohn.
...dass sie erstmal selber arbeiten gehen soll ...Dann würden wir ihr auch helfen.
Nochdazu finde ich, das sich meine jüngste erstmal bei uns allen Entschuldigen soll.

Ich sehe hier ein ziemliches Ungleichgewicht.
Und zwar in der Anerkennung, dem Verständnis, der Unterstützungsbereitschaft und Liebe zu deinen Kindern. Deine Tochter ist die, die sich beweisen soll und ansonsten gerade mal das Mindeste bekommt - wofür sie noch dankbar sein soll. Dabei ist sie es, die Unterstützung bedarf.

Dein Sohn bekommt von euch vorne und hinten Unterstützung, in jeder Hinsicht. Dabei bräuchte er sie nicht mal wirklich. Er steht auf seinen Beinen.

Da wäre ich als Tochter auch unzufrieden und würde mich beschweren. Dass dein Sohn die Rolle des verwöhnten Muttersöhnchens übernommen hat und sich über seine Schwester, die benachteiligt wird, beschwert, finde ich zudem eine unangenehme Weiterentwicklung der Geschichte.

Die Frage wäre, wieso du deine Tochter nicht genauso vorbehaltlos annehmen kannst wie deine Söhne? Viele der Streits mit ihr sind meiner Ansicht nach und nach dem was ich aus deinen Zeilen hier beurteilen kann, hausgemacht.
 

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