K
Kuro590
Gast
Ich wurde mehrjährig in der Schule gemobbt. Dabei habe ich eine schwere Depression mit Suizidgedanken entwickelt, bis ich chemisch in meinen Botenstoffhaushalt eingegriffen hab und mir selbst helfen konnte, ich hab Nachsorge betrieben, indem ich freiwillig in die Psychiatrie bin und auch um gegen meine Psychose anzugehen.
Papierkugeln, Blasrohre, Tritte gegen den Stuhl, Beleidigungen, Verächtlichmachungen, Verbreiten von Lügen, systematische Ausgrenzung, Ansengen meiner Haare mit dem Feuerzeug, Sachbeschädigungen. Es gab mehrere Zuschauer in der Klasse, keiner hat eingegriffen und mir geholfen. Tatsächlich habe ich mich nie gewehrt oder etwas gesagt (was mir nachhängt), ich hab vor Gruppen Angst gehabt und auch vor denen Fehler zu machen um daraufhin wieder angegriffen zu werden. Ich hatte viel Streit zuhause, weil ich es einfach nicht über die Lippen bekam, dass ich gemobbt werde und ich meine Eltern nicht mitverletzen wollte, dass man mich nicht mag oder so grausam gegen mich vorgeht.
Ich bin seit den letzten Tagen dabei, Personen aus der Vergangenheit mit meiner Geschichte zu konfrontieren. Mobber schuldige ich an (nachdem Staatsanwaltschaft mein Strafantrag wegen Verjährung abgewiesen hat), Beobachter frage ich, ob ich Ihnen denn egal war. Mit meiner Mutter streite ich, weil ich Unstimmigkeiten aus dem Weg räumen will. Eine Sache, die ich mich dabei immer mehr frage, wo Schuld anfängt und wo sie aufhört.
Ich meine konkret: In der 9. Jahrgangsstufe hatte die Klassenleitung das Mobbing öffentlich angesprochen, das Mobbing ging nicht zurück. Ich hatte die Person als Lehrerin auch in der 10. Klasse, jedoch nicht mehr als Klassenleitung. Es wurde dort aber keine Nachsorge mehr betrieben, wie mir schien. Zum Ende der Klasse war ich auffällig mit selbstverletzendem Verhalten, man verwies auf eine unseriöse Website, weil sich der Lehrer nicht imstande sah zu sagen, dass ich einen Knacks hab und in die Psychiatrie gehöre, wo mir gegebenfalls Antidepressiva geholfen hätten (Hätten Sie bei mir gewirkt? Diese Frage werde ich mir nie beantworten können, ich weiß aber, dass ich ein chemisches Ungleichgewicht hatte). Der Schulpsychologe bei dem ich als Mobbingopfer und schlimmen Verhalten ggü. meiner Mutter schon in der 8. und 9. Klasse saß, hätte sich beinah eingeschaltet. Ich hab also das einige Zeit lang unterdrückt und später damit im nächsten Schuljahr weitergemacht. Meine Mutter nahm die Website nicht genügend ernst. (Hätte man mich überhaupt zwangseinweisen können, wenn ich mich nur oberflächlich waagrecht schneide? Es wäre einfach richtig gewesen und sicher hätte ich mich auch gewehrt, weil ich Angst hatte und nicht wie ein Sonderling sein wollte, aber nur so wäre mir von anderen zu helfen gewesen)
Die Frage, die ich mir einfach stelle, hätten die anderen nicht einfach mehr machen können? Meine Mutter glaube ich schon, sah sich außerstande mir zu helfen, weil ich sehr verletzend war und sie auch einfach nur wollte, dass sie mir aus eigener Kraft hilft. Aber auch sie hat mich nie nach dem Mobbing aufgebaut oder sich ein Bild davon gemacht, wie schwer die seelischen Verletzungen sind. Ich hab ihr ggü ständig versucht nach außen zu zeigen wie schlecht es mir ging, ich hab Sachen zerstört, sie mit Sachen beworfen und viele grausame Dinge. Natürlich hat sie das alles auf sich bezogen... deswegen... Wie sieht es allerdings mit der Schule aus? Ich mein, wenn zwei Schüler im Schulgang meine Haare anzünden, und ein Lehrer erlangt Kenntnis, wieso ist er dann nicht so durchsetzungsfähig zu bestrafen. Ich muss dazu sagen, ich wurde gefragt, ob ich das will.Und ich hab halbschwach nein gesagt. Ich wusste da einfach nicht wie ich die Situation einzuordnen habe, und wie schwer die Straftat wiegt.
Rückblickend hätte ich mir so sehr gewünscht, dass man mir gegen meinen Willen geholfen hätte, dass Schüler zu mir gehalten hätten und eigentlich ist das doch verständlich.
Wie hoch ist die Schuld bei mir? Ich war verängstigt, ich finde ich konnte nichts dagegen tun, ich wurde extrem eingeschüchtert. Auch weil ich in der 8. Klasse schon gemobbt wurde. Ich wollte meine Mutter nicht traurig machen, deswegen hab ich nichts zu ihr gesagt. Aber scheinbar wusste sie doch von dem Mobbing, als sie Lehrer drauf ansprachen. Trotzdem hat sie nie den Dialog mit mir gesucht. Sie selbst streitet ab, von dem Mobbing in der 9. und 10 Klasse gewusst zu haben. Warum weiß ich nicht.
Mehr helfen. Aber das ist nicht passiert. Und deswegen konnte ich wegen 1 Jahr Verspätung - so denke ich- meine Täter nicht mehr rechtlich belangen. Wie soll ich mit der Schuld umgehen? Natürlich sind die Täter an allem Schuld, aber Schuld hab auch ich, weil ich nichts gesagt habe und wie viel hätte ich wirklich selber sagen können? Ich sage ich hätte nicht mehr tun können. Die größte Schuld seh ich jetzt irgendwie bei denen, die einfach nur zugesehen haben und nicht eingeschritten sind. Weil sie dabei waren! Sie sind Zeugen, sie haben nie geholfen https://dejure.org/gesetze/StGB/323c.html - niemand hat den Mund aufgemacht, jeder hätte es gekonnt. Aber jeder hat sich bedeckt gehalten um selbst nicht Ziel der Angriffe zu werden. Ist es so einfach, das zu beantworten mit "Mit 15-20 Jahren ist man noch zu unreif?"
Meine Mutter kann nichts dafür dass ich gemobbt wurde und das mehrfach. Sie kann NICHTS dafür. Und doch hätte sie mir von allen am meisten helfen können, hat es aber nicht getan.
Die Lehrer haben sich nie wirklich abgesprochen. Ich verstehe bis heute nicht, warum man bei Schülern, die offensichtlich gegen die Menschenwürde eines anderen verstoßen, und mich im Unterricht beleidigen, diese nicht nachsitzen müssen, Verweise bekommen oder man ihnen Disziplinarmaßnahmen verhängt.
Ich lebe noch, ich weiß, dass es das ist, worauf es ankommt. Aber wie soll ich das alles ausblenden, wenn Menschen aus Mutwilligkeit einen Einzelnen von einer Gruppe aus GRUNDLOS und aus Schadenfreude sabotieren und fast bis zur Vernichtung getrieben hätten.
Papierkugeln, Blasrohre, Tritte gegen den Stuhl, Beleidigungen, Verächtlichmachungen, Verbreiten von Lügen, systematische Ausgrenzung, Ansengen meiner Haare mit dem Feuerzeug, Sachbeschädigungen. Es gab mehrere Zuschauer in der Klasse, keiner hat eingegriffen und mir geholfen. Tatsächlich habe ich mich nie gewehrt oder etwas gesagt (was mir nachhängt), ich hab vor Gruppen Angst gehabt und auch vor denen Fehler zu machen um daraufhin wieder angegriffen zu werden. Ich hatte viel Streit zuhause, weil ich es einfach nicht über die Lippen bekam, dass ich gemobbt werde und ich meine Eltern nicht mitverletzen wollte, dass man mich nicht mag oder so grausam gegen mich vorgeht.
Ich bin seit den letzten Tagen dabei, Personen aus der Vergangenheit mit meiner Geschichte zu konfrontieren. Mobber schuldige ich an (nachdem Staatsanwaltschaft mein Strafantrag wegen Verjährung abgewiesen hat), Beobachter frage ich, ob ich Ihnen denn egal war. Mit meiner Mutter streite ich, weil ich Unstimmigkeiten aus dem Weg räumen will. Eine Sache, die ich mich dabei immer mehr frage, wo Schuld anfängt und wo sie aufhört.
Ich meine konkret: In der 9. Jahrgangsstufe hatte die Klassenleitung das Mobbing öffentlich angesprochen, das Mobbing ging nicht zurück. Ich hatte die Person als Lehrerin auch in der 10. Klasse, jedoch nicht mehr als Klassenleitung. Es wurde dort aber keine Nachsorge mehr betrieben, wie mir schien. Zum Ende der Klasse war ich auffällig mit selbstverletzendem Verhalten, man verwies auf eine unseriöse Website, weil sich der Lehrer nicht imstande sah zu sagen, dass ich einen Knacks hab und in die Psychiatrie gehöre, wo mir gegebenfalls Antidepressiva geholfen hätten (Hätten Sie bei mir gewirkt? Diese Frage werde ich mir nie beantworten können, ich weiß aber, dass ich ein chemisches Ungleichgewicht hatte). Der Schulpsychologe bei dem ich als Mobbingopfer und schlimmen Verhalten ggü. meiner Mutter schon in der 8. und 9. Klasse saß, hätte sich beinah eingeschaltet. Ich hab also das einige Zeit lang unterdrückt und später damit im nächsten Schuljahr weitergemacht. Meine Mutter nahm die Website nicht genügend ernst. (Hätte man mich überhaupt zwangseinweisen können, wenn ich mich nur oberflächlich waagrecht schneide? Es wäre einfach richtig gewesen und sicher hätte ich mich auch gewehrt, weil ich Angst hatte und nicht wie ein Sonderling sein wollte, aber nur so wäre mir von anderen zu helfen gewesen)
Die Frage, die ich mir einfach stelle, hätten die anderen nicht einfach mehr machen können? Meine Mutter glaube ich schon, sah sich außerstande mir zu helfen, weil ich sehr verletzend war und sie auch einfach nur wollte, dass sie mir aus eigener Kraft hilft. Aber auch sie hat mich nie nach dem Mobbing aufgebaut oder sich ein Bild davon gemacht, wie schwer die seelischen Verletzungen sind. Ich hab ihr ggü ständig versucht nach außen zu zeigen wie schlecht es mir ging, ich hab Sachen zerstört, sie mit Sachen beworfen und viele grausame Dinge. Natürlich hat sie das alles auf sich bezogen... deswegen... Wie sieht es allerdings mit der Schule aus? Ich mein, wenn zwei Schüler im Schulgang meine Haare anzünden, und ein Lehrer erlangt Kenntnis, wieso ist er dann nicht so durchsetzungsfähig zu bestrafen. Ich muss dazu sagen, ich wurde gefragt, ob ich das will.Und ich hab halbschwach nein gesagt. Ich wusste da einfach nicht wie ich die Situation einzuordnen habe, und wie schwer die Straftat wiegt.
Rückblickend hätte ich mir so sehr gewünscht, dass man mir gegen meinen Willen geholfen hätte, dass Schüler zu mir gehalten hätten und eigentlich ist das doch verständlich.
Wie hoch ist die Schuld bei mir? Ich war verängstigt, ich finde ich konnte nichts dagegen tun, ich wurde extrem eingeschüchtert. Auch weil ich in der 8. Klasse schon gemobbt wurde. Ich wollte meine Mutter nicht traurig machen, deswegen hab ich nichts zu ihr gesagt. Aber scheinbar wusste sie doch von dem Mobbing, als sie Lehrer drauf ansprachen. Trotzdem hat sie nie den Dialog mit mir gesucht. Sie selbst streitet ab, von dem Mobbing in der 9. und 10 Klasse gewusst zu haben. Warum weiß ich nicht.
Mehr helfen. Aber das ist nicht passiert. Und deswegen konnte ich wegen 1 Jahr Verspätung - so denke ich- meine Täter nicht mehr rechtlich belangen. Wie soll ich mit der Schuld umgehen? Natürlich sind die Täter an allem Schuld, aber Schuld hab auch ich, weil ich nichts gesagt habe und wie viel hätte ich wirklich selber sagen können? Ich sage ich hätte nicht mehr tun können. Die größte Schuld seh ich jetzt irgendwie bei denen, die einfach nur zugesehen haben und nicht eingeschritten sind. Weil sie dabei waren! Sie sind Zeugen, sie haben nie geholfen https://dejure.org/gesetze/StGB/323c.html - niemand hat den Mund aufgemacht, jeder hätte es gekonnt. Aber jeder hat sich bedeckt gehalten um selbst nicht Ziel der Angriffe zu werden. Ist es so einfach, das zu beantworten mit "Mit 15-20 Jahren ist man noch zu unreif?"
Meine Mutter kann nichts dafür dass ich gemobbt wurde und das mehrfach. Sie kann NICHTS dafür. Und doch hätte sie mir von allen am meisten helfen können, hat es aber nicht getan.
Die Lehrer haben sich nie wirklich abgesprochen. Ich verstehe bis heute nicht, warum man bei Schülern, die offensichtlich gegen die Menschenwürde eines anderen verstoßen, und mich im Unterricht beleidigen, diese nicht nachsitzen müssen, Verweise bekommen oder man ihnen Disziplinarmaßnahmen verhängt.
Ich lebe noch, ich weiß, dass es das ist, worauf es ankommt. Aber wie soll ich das alles ausblenden, wenn Menschen aus Mutwilligkeit einen Einzelnen von einer Gruppe aus GRUNDLOS und aus Schadenfreude sabotieren und fast bis zur Vernichtung getrieben hätten.