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Habe mein Leben vergeudet

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Gast

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Hallo,
Vielleicht kann mir jemand in einer ähnlichen Situation weiterhelfen. Bin 42 Jahre alt, beruflich stehe ich gut da, habe aber mein eigentliches Berufsziel nie erreicht, ich war zu unsicher und auch zu faul um mich dafür anzustrengen. Arbeite jetzt in einem Job weit unter meiner Qualifikation und bin, auch wenn es mir wirtschaftlich gut geht, unzufrieden. Vor 20 Jahren hatte ich großen Liebeskummer und habe mich deshalb auf eine Beziehung mit einer Frau eingelassen die ich eigentlich nicht liebe. Ich habe sie geheiratet, wir haben ein Haus gekauft und nach außen scheint alles in Ordnung. Kinder haben wir keine. Ich aber bin unzufrieden und glaube in Beziehung und Beruf die falschen Entscheidungen getroffen zu haben. Nun habe ich mich auch noch in eine neue Arbeitskollegin verliebt die wesentlich jünger ist. Ich spüre sie ist auch verliebt, weiß aber dass ich verheiratet bin und lehnt mich deshalb ab. Ich bin ziemlich überfragt derzeit und frage mich wie das alles weitergehen soll die nächsten 20 Jahre. Dann bin ich 60 und die Probleme haben sich erledigt. Vielen Dank für Eure Hilfe
 
Ich würde sagen, Du machst gerade drei Menschen unglücklich ... zwei Frauen und Dich selbst. Als ersten Schritt empfehle ich Dir, sei mal ehrlich zu allen drei. (Solltest Du das jetzt nicht verstanden haben, dann lese es bitte solange durch, bis du es verstanden hast). Den zweiten Schritt brauchst Du nicht planen, der klappt dann von ganz alleine.
 
Hallo,
Bin 42 Jahre alt, beruflich stehe ich gut da, habe aber mein eigentliches Berufsziel nie erreicht, ich war zu unsicher und auch zu faul um mich dafür anzustrengen.

Siehste, und nun musst Du Dich wieder anstrengen, um Deine sozialen Probleme zu lösen. Verdammte Sauerei, alles muss man selber machen!

Im Ernst: in Deinem Alter sollte man eigentlich wissen wie das Leben so in etwa läuft.
 
mit 42 diese erkenntniss zu haben ok...
beruf ist die eine sache ... aber die Liebe ist die Elementarste sache .. um sich in seinen Körper und seinen Geist Wohl zu fühlen.
ich frage mich warum du geheiratet hast wenn du damals schon wusstest das keine Liebe zu dieser Frau im Spiel ist .. nur um nich alleine da zu stehen ..denn das stehst du jetzt auch obwohl du ne Ehefrau hast... oder um dich zu trösten... was definitiv der falsche weg war.. Ich empfehle Dir ..schau in dein Herz dann findest du die richtige Antwort und alles andere lässt sich dann auch regeln... und sprich mit deiner Frau- Erlich- Offen und Empfindsam für beide Seiten (Ihre und auch deine) damit Sie bescheit weiß evtl. findet Ihr gemeinsam die Lösung.
Zu deiner Kollegin ..wenn du nich aus Ihrem Mund gehört hat das sie dich auch Liebt ..solltest du es dir von Ihr sagen lassen damit du zu 100% mit den richtigen Karten spielen kannst.. und wenn sich dein Liebes bzw. Herzsache eingerengt hat dann siehst du auch klarer in sachen Job ..den es gibt auch da Fort-Weiter und Qualifikationsschulungen und Firmen die Fachleute suchen .. (Ich weiß jetzt nu nich genau was dein Job is)
trotzdem viel Erfolg.
 
Sag doch deiner Frau, dass du sie nie geliebt und nur geheiratet hast, um dich über deinen Liebeskummer hinwegzutrösten, dich aber nun eine eine Jüngere verliebt hast und sie deshalb abhalftern willst.
Vielleicht nimmt sie dir die Entscheidung ab , wenn sie erfährt ,dass du der Meinung bist, mit ihr dein Leben vergeudet hat.
Wenn du zu faul bist, um beruflich nicht mehr zu erreichen, bist du selber schuld.
 
Ihr habt wohl alle Recht. Es ist halt zu spät, ich hätte das alles vor 15 Jahren tun müssen. Danke trotzdem.
 
Ich bin ziemlich überfragt derzeit und frage mich wie das alles weitergehen soll die nächsten 20 Jahre.

Zuerst mal solltest du vielleicht dich fragen, warum du bisher so und nicht anders gelebt hast, lieber Gast .. Und das nicht, um über dich zu urteilen, sondern um dich zu verstehen, - deine eigene Wahrheit aufrichtig zu erkennen und dich ihr zu stellen. Denn nicht ohne Sinn und Grund hast du dich doch für diesen Beruf, diese Frau und das Leben mit ihr, für das gemeinsame Haus entschieden? Irgendeine wirkliche Not, irgendein Bedürfnis standen (und vll noch stehen?) dahinter, die du dadurch beantwortet hast.

Ich finde, dass man deshalb das zuvor Erlebte möglichst auch wertschätzen oder sogar würdigen kann/soll und wenn es irgendwann immer weniger zu "passen" scheint, sollte man es lieber verändern, verwandeln, als es"vergeudetes Leben" abzuwerten und zu "entsorgen". Denn durch diese Abspaltung entsteht, satt einem Übergang, ein Bruch in der eigenen Lebensgeschichte. Und wahrscheinlich auch bleibenden Selbstzweifel und Verunsicherung.

Alles Gute dir,
Lenja
 
Lenja vielen Dank! Ich habe meine Entscheidungen immer aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus getroffen. Nach meinem Jurastudium wollte ich Anwalt werden, habe mich für den leichteren Weg entschieden und arbeite in gehobener Position bei einer Bank. Ich habe geheiratet, gebaut und gearbeitet. Alles um möglichst spießig und ohne große Probleme weiterzukommen. Mein Leben war vollkommen risikolos, langweilig. Und ich musste leider so alt werden um zu dieser Einsicht zu kommen. Ich bin nicht so naiv zu glauben es gäbe eine Zeitmaschine. Das Leben das ich bisher gelebt habe lässt sich nicht ändern. Und jetzt steck ich in diesen Gedanken fest. Ich gebe es zu, ich tu mir selbst leid, obwohl ich meine Situation (die objektiv gesehen nicht so schlimm ist - es gibt schlimmere Probleme in diesem Forum!) selbst verschuldet habe. Ich frag mich einfach: War's das?
 
Ich habe meine Entscheidungen immer aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus getroffen. .. Ich frag mich einfach: War's das?

Anscheinend war das bisher dein dominierendes (und wahres!) Bedürfnis, weil du hauptsächlich diesem nachgegangen bist, und dadurch alle andern, die sicher auch da waren, kaum zur Sprache und ans Licht kommen konnten.

Nun beginnt wahrscheinlich die "Rangordnung" deiner Bedürfnisse sich zu verändern und ich finde es gut, dass du es so deutlich und aufrichtig erkennst - den anwachsenden Drang nach mehr Selbsverwirklichung, mehr Lebendigkeit und Liebe .. Und wenn du diesen Bedürfnissen, genauso wie vorher dem Sicherheitsbedürfnis, auf dein Leben wirken lässt, werden sie dich auf natürliche Weise zur entsprechenden Veränderungen bringen. Ich vermute dass dein Sicherheitsbedürfnis dann auch mitreden wird, aber sicherlich mit viel leiserer Stimme.

Alles Gute 🙂
Lenja
 

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