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Grenze zwischen Unterschicht und Mittelschicht?

  • Starter*in Starter*in Unlimited
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U

Unlimited

Gast
Kann mir jemand bitte erklären, wo die Grenze zwischen der Unter- und Mittelschicht in Deutschland mittlerweile liegt?
Ich blicke nicht mehr durch. Ich erkenne keine klare Grenze mehr.
Ist es die Grenze zwischen Arm und Normalo?
Ist es die Grenze zwischen prekär beschäftigt und normal beschäftigt?
Ist diese Grenze rein finanzieller Natur, sprich Menschen werden nach Einkommen sortiert?
Oder spielen Bildung, Intellekt, subjektive Wahrnehmung, Kultur usw. eine Rolle?
Ferner würde mich noch interessieren, warum diese beiden Schichten sich gegeneinander ausspielen lassen? Neid? Angst?
 
Ich glaube generell nicht, dass man Menschen irgendwie so klassifizieren kann.
Selbst wenn man sagt bis Betrag X ist man Unterschicht, darüber Mittelschicht...was sagt das schon? Und vor allem, was macht es, wenn man 100 Euro mehr verdient und nicht mehr offiziell zur Unterschicht gehört?
Klingt für mich ein bisschen zu sehr nach Klassenkampf 😀 Daher würde ich behaupten, dass es die von dir angesprochene Grenze garnicht gibt.
 
Ich glaube generell nicht, dass man Menschen irgendwie so klassifizieren kann

Richtig, so denke ich auch.
Aber, und jetzt kommt das Aber: In Medien & Talkshows ist oft von Mittel- und Unterschicht die Rede.
Irgendwie unterscheiden sie doch die beiden Schichten. Es gibt auch Wissenschaftler die von Schichten reden.
Deine und meine Meinung interessiert diese Leute recht wenig. Sie zwingen uns ihre Klassifizierung auf.
 
Kann mir jemand bitte erklären, wo die Grenze zwischen der Unter- und Mittelschicht in Deutschland mittlerweile liegt?
Ich blicke nicht mehr durch. Ich erkenne keine klare Grenze mehr.
Eine klare Grenze kenne ich auch nicht.

Und doch gibt es Leute, die ich der "Unterschicht" zuordnen würde, auch wenn ich diesen Begriff so selbst nicht benutze.

Dabei geht es aber nicht allein um die Frage, wie viel Geld jemand zur Verfügung hat (das ist sogar eher weniger relevant), sondern...
Oder spielen Bildung, Intellekt, subjektive Wahrnehmung, Kultur usw. eine Rolle?
... insbesondere das.

Bildung nicht vorhanden, Sprache grauslichstes Kiez-Deutsch, übelstes Benehmen, rücksichts- und respektlos... bei einer solchen Kombination denk ich mir meinen Teil und sortiere das dem zu, was andere wohl "Unterschicht" nennen.

Ferner würde mich noch interessieren, warum diese beiden Schichten sich gegeneinander ausspielen lassen? Neid? Angst?
Mich gegen die eben von mir beschriebene Gruppe aufzubringen, ist höchst einfach, das schafft diese Gruppe ganz alleine, da brauch ich nicht von irgendwem gegen die ausgespielt zu werden.
 
Im Großen und Ganzen stimme ich Fe. zu, außer beim letzten Absatz. Meine Sichtweise auf die "Unterschicht" ist eine andere, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich mehr so der "Underdog" und Fe. mehr so der "Overdog" ist.

Wenn beispielsweise ein Hartz-IV-Empfänger zweiter Generation im Lotto 2 Millionen EUR gewinnt, gehört er dann automatisch auch zur "Oberschicht"? Hmm, ja... könnte man so sehen.

Meines Erachtens verknüpfen viele Menschen die "Oberschicht" ausschließlich mit den Attributen des finanziellen Wohlstands und/oder der Höhe des Gehalts/Einkommens. Gut, viel Geld haben auch viele Mafia-Bosse, Menschenhändler, Drogenhändler und Zuhälter. Würde man nicht unbedingt als "Oberschicht" bezeichnen.

Insofern definiert sich die "Oberschicht" nicht nur aus einem "rechten Handeln" (im besten Falle), sondern auch aus so Dingen wie herausragenden Leistungen, Ansehen, gute bis sehr gute Ausbildung, Weitsicht, Analytik und Reflexionsfähigkeit. Das wiederum ist nicht jedem Menschen in die Wiege gelegt, sondern wird sich maßgeblich mit Geld erkauft.

Soll heißen, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, ob ich mein Kind/Kinder locker flockig auf eine Privatschule und auf eine Elite-Uni schicken kann, oder ob ich nicht weiß, ob ich am nächsten Tag mir lieber einen neuen Flat-TV kaufen oder die Privatinsolvenz anmelden soll.

Soll heißen, dass die "Unterschicht" und "Oberschicht" sich direkt oder indirekt immer aus Geld bzw. finanziellem Wohlstand definieren. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ein "Oberschichtler" ist weit entfernt davon, ein "Unterschichtler" zu werden, genauso auch andersrum. Und genau so ist nicht nur das lokale, sondern das globale Wirtschafts- und Finanzsystem konzipiert.
 
Du schreibst in jedem Absatz "die Oberschicht".
Die Oberschicht ist aber ein anderes Thema.
Ich meinte wirklich die Mittelschicht.
 
Die Mittelschicht ist von der Oberschicht weit entfernt.
Noch weiter ist die Oberschicht von der herrschenden Elite entfernt.
Da sind die Grenzen aber sichtbar und klar.

Die Grenze zwischen der Mittel- und Unterschicht erkenne ich aber nicht mehr, diese wird immer flüssiger.
 
Nach meiner Sicht ist es der Unterschied zu den Produktionsmitteln.
Oberschicht = große Betriebe, Kapitalbesitzer. "Nur" Geschäftsführer davon, rechne ich zur Mittelschicht, weil sie keinen unwesentlichen Einfluß auf das Kapital haben, selbst, wenn sie kein eigenes Produktionskapital haben.

Mittelschicht sind für mich Besitzer von keineren Betrieben, Handwerksbetrieben udgl.

Unterschicht sind alle, die in Abhängigkeit zu den PM* (und den leitenden Angestellten😉) ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, um leben zu können.
Dann gibt es (sicherlich🙄) noch darin unterschiedliche Schichten, die sich gegeneinander ausspielen lassen.

Dann gibt es ja auch noch unterschiedliche Bildungsschichten in der Bewölkerung. Dafür gibt es auch eine Klassifizierung, was sich nicht zwangsläufig mit der oben genannten trifft. Die lassen sich auch untereinander ausspielen.

Nach meiner Auffassung sollten sich alle Schichten ihrer Verantwortung für die gesamt Gemeinschaft (Gesellschaft des Staates) bewußt sein, jeder sollte seiner Verantwortung gerecht werden, denn einer braucht den anderen.

Leider ist das heutzutage nicht (mehr) so einfach wie z.B. vor 101 Jahren. Aber wann war es je einfach?

FG

*Produktionsmittel
 
Unlimited meinte:
Ist diese Grenze rein finanzieller Natur, sprich Menschen werden nach Einkommen sortiert?
Oder spielen Bildung, Intellekt, subjektive Wahrnehmung, Kultur usw. eine Rolle?

Bildung kann sich jeder aneignen, der will. Will man jedoch etwas vorweisen (Deutschland das Land der Scheine), braucht man Geld, um den Besuch von Bildungseinrichtungen finanzieren zu können. Da haben die oberen Schichten natürlich die Nase vorn.
Arbeitslose ordne ich keinesfalls nur der Unterschicht zu, diese gibt es zu Genüge auch in der Oberschicht.
Deshalb sortiere ich diese Schichten ausschließlich nach Vermögen.
Ich denke, dass man die Mittelschicht auch in eine untere und ober Mittelschicht einstufen kann.
Die Mittelschicht an Einkommen gemessen sehe ich bei etwa 2.000 € / Monat, die Unterschicht bei etwa 700 € / Monat.
 
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