liebe familienmutter,
bin ja auch eine mutter,zwar habe ich nur 1 kind und der ist schon 23,aber das tut nix zur sache.
ich weiß nicht wie viele kinder du hast und wie alt sie sind und in welcher gegend du wohnst.deshalb hier mal kurz meine geschichte:
ich bin aus dem osten,also auch da aufgewachsen,im guten,alten sozialismus 😛 .
ich bekam meinen sohn mit 19,also kurz nach lehrabschluss.als mein kind 5 monate war,dann hieß es wieder: ab arbeiten !!!!!
also früh um 5 mit kind aufstehen,versorgen,in die krippe schaffen bis um 6,dann auf arbeit bis um 4,in die krippe schnell bis halb 5,einkaufen(wenn nötig),heim,bissl mit kind spielen,abendbrot (spätestens um 6),kind ins bett,haushalt bissl erledigen,selbst ins bett,um 5 wieder raus.
richtig zeit hatte man nur am wochenende.genau so gings weiter,als er im kindergarten war mit 6 jahren.als das kind dann zur schule ging,fuhr er im sommer für 14 tage ins ferienlager,da konnte mama auch mal schön "urlaub" machen.meistens am waldteich baden oder mal mit freunden zelten fahren.dann ging der ganze affentanz wieder von vorne los.
ich habe meinem kind,das heißt fast alle kinder in der alten ddr waren so,sehr zeitig selbstständigkeit bei gebracht.so konnte ich auch mal wochenende zur disco abends gehen,er wußte,meine freundin aus dem haus hatte den schlüssel und sie kam immer gucken.spätestens um 11 war man ja wieder zu hause,weil dann die bürgersteige hoch geklappt wurden.
als mein kind dann 16 war,bin ich auch mal alleine in den urlaub für 14 tage gefahren,er wollte nicht mit und ich konnte mich auf ihn verlassen,daß alles zu hause klappt.
mit 20 ist er dann ausgezogen und ich kann sagen,so richtig aufatmen konnte ich erst dann.
endlich alleine,man kann machen was man will.
es ist eine große aufgabe,kinder aufzuziehen,besonders wenn man alleine ist,also keinen partner hat (meinen habe ich abgetschüßt,als mein kind 1 jahr war,denn er war nie da,egal).
ich wünsche mir den sozialismus nicht zurück,aber es war nicht alles schlecht.die kinderbetreuung war geregelt,die frauen hatten 1 mal im monat haushaltstag.da bin ich dann immer mit meinem sohn nach dresden in den zoo gefahren und arbeiten konnte man,trotz kind.
wenn dir alles über den kopf wächst und deine kinder nicht mehr so klein sind,dann gib dir eine auszeit und wenn es nur 1 mal im monat ist.
vielleicht hast du die finanziellen möglichkeiten und kannst mal ein verlängertes wochenende weg.
bei uns in der nähe gibt es ein hotel,im schönen erzgebirge,da kann frau so richtig schön mal 4 tage entspannen.kostet 100 euro,alles inclusive.
ehe hier falsche andeutungen kommen,dieses hotel ist ein wellness-hotel.
das soll nun nicht heißen,daß du 100 euro ausgeben mußt jeden monat.war nur als beispiel gedacht.
wenn du eine gute freundin hast,dann unternehme was mit ihr.aber nur,wenn deine kinder gut versorgt sind,ist ja klar 😉 .
ich mag kinder sehr,aber man soll sich nicht ganz aufgeben für sie.
ich habe mal 3 jahre in der pfalz gewohnt,mußte beruflich da hin.
was ich da erlebt habe,war mir ein grauen.
da wurden die süßen kleinen so richtig verpäppelt,die hatten alle mit 2 jahren noch windeln dran,tranken aus der flasche und hatten schnuller im mund.
war zu der damaligen zeit bei mir gar nicht auszudenken.
windeln mußten möglichst schon mit knapp einem jahr weg,flasche und schnuller auch.
gut,es gibt keine oder wenig kinderkrippen in den alten bundesländern,das kann man nun nicht vergleichen,aber die frauen könnten sich auch vieles erleichtern.
das war jetzt mein senf zu deiner sache.
ich wünsche dir trotz allem viel kraft und das du auch mal an dich denkst 🙂 .
viele grüße
waldfee