Glücklich sein bedeutet in Bezug auf eine Partnerschaft für mich schon mal, wenn man sich gegenseitig liebt.
Aber was bedeutet überhaupt, mit dem Leben zurecht kommen?
Mit dem Leben zurechtkommen?
Nicht von finanziellen Sorgen so sehr gebeutelt sein, dass man keine Lebensfreude mehr empfinden kann.
Psychisch soweit stabil sein, dass man nicht auf der Kippe steht und gefährdet ist, Suizid oder andere drastische Sachen zu begehen.
Nicht von Hass auf andere oder was auch immer zerissen zu werden, seine Emotionen verarbeiten zu können.
Nicht vor der Realität zu flüchten, diese nicht zu verleugnen und keine Suchtproblematik zu entwickeln.
Dass man seinen Partner liebt, davon gehe ich aus, aber es ist normal, dass es Zeiten gibt, wo man das dann und wann auch mal bezweifelt. Sowas vergeht aber wieder.
Das Leben und die Menschen akzeptieren, so wie sie sind, und genau erkennen, wo es nötig ist, sich abzugrenzen.
Keine Illusionsgespinste entwickeln, die dann zur großen Enttäuschung führen.
Erkennen, was man hat, ich glaube, das ist vielen Menschen gar nicht bewußt, was sie wirklich haben. Wenn man genau hinsieht, erkennt man manchmal, dass es ganz schön viel ist. Ich habe lange gebraucht, um das zu sehen.
Nicht grübeln, wäre doch, hätte ich doch - wir werden nie wissen, wohin andere Wege uns geführt hätten. Es bringt nichts, sich in solches Grübeln zu verrennen.
Begreifen, dass das Leben nicht romantisch ist.