G
Gast
Gast
Mein Mann und ich führen zur Zeit eine Wochenendbeziehung - mein Job in einer anderen Stadt macht tägliches Pendeln zur Tortur. Jetzt hat mein Mann aber eine neue Stelle in einer Stadt gefunden, die näher an meinem Arbeitsplatz liegt. Es wäre wieder möglich, die ganze Woche zusammen zu wohnen.
Soweit kein Problem 🙂 Die Schwierigkeit liegt darin, daß ich zwar sehr gerne Zeit mit meinem Mann verbringe, aber auch viel Zeit alleine benötige. Feste Routinen, eine ruhige Umgebung, etc. helfen mir sehr dabei, mit dem Alltag gut klar zu kommen. Genau das ist aber nicht möglich, wenn ich mit einer anderen Person zusammenlebe. Ich kann durchaus gut mit anderen Menschen umgehen, aber es strengt mich an. In meinem Beruf dreht sich alles um Kommunikation, ich muß ständig mit anderen interagieren. Am Ende des Arbeitstags ist dann mein "sozialer Tank" leer. Dann noch Zeit mit meinem Mann verbringen? Jeden Tag? Praktisch nicht möglich. Selbst an den Wochenenden geht es nicht immer. Wenn ich wieder einmal ausgebrannt bin, ist mir alles zu viel - daß irgendwas auf dem Wohnzimmertisch liegt, daß Musik im Hintergrund läuft, daß er irgendetwas minimal anders macht als ich - und ich bin sofort auf 180, oder verweigere die Kommunikation komplett (mit "komplett" meine ich: Ich breche sogar Augenkontakt ab, keine Mimik, kein gar nichts). Ich sehe, wie er dann leidet, und es tut mir weh, daß er das wegen mir tut. Wenn ich mehr Zeit für mich habe, bin ich auch viel umgänglicher, wenn ich Zeit mit ihm verbringe. Aber ein sozial anstrengender Job und ein tägliches "soziales Privatleben" - für beides reicht es bei mir nicht. Ich liebe meinen Beruf, ein Branchenwechsel kommt für mich nicht in Frage.
Ich liebe aber auch meinen Mann, wir sind seit mehr als 10 Jahre ein Paar. Mein Problem hat nichts mit ihm zu tun - nur damit, wie ich 'ticke'. Er liebt mich, er weiß, daß ich auf viele Dinge anders reagiere es er, und er hätte Verständnis, wenn ich weiterhin getrennt wohnen bliebe. Gleichzeitig wünscht er sich natürlich auch, mehr Zeit mit mir zu verbringen. Und natürlich gibt es da auch viel sozialen Druck: Verheiratet sein und nicht zusammenleben? Das versteht kaum jemand.
Meine Eigenheiten haben nichts mit Depression oder Burn-out zu tun. Es sind Eigenheiten, die ich habe, die aber nicht "therapierbar" sind. Ich bin so, ich war schon immer so, und auch wenn die Art, wie ich mit meinen Eigenheiten umgehe, sich sicherlich im Laufe meines Lebens ändern wird, so werde ich die Eigenheiten selbst doch immer behalten.
Wir können zwei separate Wohnungen bezahlen, aber es ist natürlich eine finanzielle Belastung.
Ich habe das Gefühl, daß ich mit ihm zusammenleben "sollte", oder zumindest "wollen sollte". Aber mein Selbstschutz-Warnsystem geht los, wenn ich daran denke, meine ruhige, stille, geordnete Wohnung aufzugeben.
Erfahrungen?
Soweit kein Problem 🙂 Die Schwierigkeit liegt darin, daß ich zwar sehr gerne Zeit mit meinem Mann verbringe, aber auch viel Zeit alleine benötige. Feste Routinen, eine ruhige Umgebung, etc. helfen mir sehr dabei, mit dem Alltag gut klar zu kommen. Genau das ist aber nicht möglich, wenn ich mit einer anderen Person zusammenlebe. Ich kann durchaus gut mit anderen Menschen umgehen, aber es strengt mich an. In meinem Beruf dreht sich alles um Kommunikation, ich muß ständig mit anderen interagieren. Am Ende des Arbeitstags ist dann mein "sozialer Tank" leer. Dann noch Zeit mit meinem Mann verbringen? Jeden Tag? Praktisch nicht möglich. Selbst an den Wochenenden geht es nicht immer. Wenn ich wieder einmal ausgebrannt bin, ist mir alles zu viel - daß irgendwas auf dem Wohnzimmertisch liegt, daß Musik im Hintergrund läuft, daß er irgendetwas minimal anders macht als ich - und ich bin sofort auf 180, oder verweigere die Kommunikation komplett (mit "komplett" meine ich: Ich breche sogar Augenkontakt ab, keine Mimik, kein gar nichts). Ich sehe, wie er dann leidet, und es tut mir weh, daß er das wegen mir tut. Wenn ich mehr Zeit für mich habe, bin ich auch viel umgänglicher, wenn ich Zeit mit ihm verbringe. Aber ein sozial anstrengender Job und ein tägliches "soziales Privatleben" - für beides reicht es bei mir nicht. Ich liebe meinen Beruf, ein Branchenwechsel kommt für mich nicht in Frage.
Ich liebe aber auch meinen Mann, wir sind seit mehr als 10 Jahre ein Paar. Mein Problem hat nichts mit ihm zu tun - nur damit, wie ich 'ticke'. Er liebt mich, er weiß, daß ich auf viele Dinge anders reagiere es er, und er hätte Verständnis, wenn ich weiterhin getrennt wohnen bliebe. Gleichzeitig wünscht er sich natürlich auch, mehr Zeit mit mir zu verbringen. Und natürlich gibt es da auch viel sozialen Druck: Verheiratet sein und nicht zusammenleben? Das versteht kaum jemand.
Meine Eigenheiten haben nichts mit Depression oder Burn-out zu tun. Es sind Eigenheiten, die ich habe, die aber nicht "therapierbar" sind. Ich bin so, ich war schon immer so, und auch wenn die Art, wie ich mit meinen Eigenheiten umgehe, sich sicherlich im Laufe meines Lebens ändern wird, so werde ich die Eigenheiten selbst doch immer behalten.
Wir können zwei separate Wohnungen bezahlen, aber es ist natürlich eine finanzielle Belastung.
Ich habe das Gefühl, daß ich mit ihm zusammenleben "sollte", oder zumindest "wollen sollte". Aber mein Selbstschutz-Warnsystem geht los, wenn ich daran denke, meine ruhige, stille, geordnete Wohnung aufzugeben.
Erfahrungen?