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Gleiche Chance für alle - Studieren in Bayern

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Es ist wirklich eine sauerei wie in bayern mit den studierenden umgegangen wird.
Als hätten die nichts besseres zu tun, als monatelang ihrem bafög und den dafür benötigten unterlagen nachzurennen.
Meine tochter hat jetzt 3 Monate lang kein bafög (das die miete ihres Zimmers im studentenwohnheim deckt) bekommen.
Sie rennt seit Wochen zwischen bafögamt und Prüfungsamt hin und her.
Jetzt hängt das ganze an einem einzigen leistungsnachweis.
Die dame vom Prüfungsamt stellt ihn einfach nichtaus mit der Begründung 'überlastung'.
Letzte Woche waren das Computersystem zusammengebrochen. ok, kann vielleicht passieren. Die Dame die für den zweiten Leistungsnachweis zuständig ist hat den dann heute innerhalb 5 Minuten vor den Augen meiner tochter schnell fertiggemacht. Die 2. Dame setzt einfach ihr Headset auf und telefoniert privat und lässt meine Tochter einfach stehen.
Und die vom bafögamt sagen 'keine Leistungsnachweise, kein bafög'.
Und man kann sich einfach nicht dagegen wehren.

Und ein weiteres Manko für Bayerns Studierende ist, dass sie z.b. in München extra ein semesterticket für ~200 tacken brauchen während es in den meisten anderen deutschen uni-Städten beim SemesterBeitrag dabei ist.
 
Zu deinem Problem 1. Das sind halt Beamte. Kein Angestellter in der freien Marktwirtschaft könnte es sich erlauben, so ungefällig, faul und unfreundlich zu Kunden zu sein.
 
Und zum Semesterticket-Problem: Da sind die Studierenden selber dran schuld.
In anderen Städten Deutschlands sind entsprechende Verträge von den Asten ausgehandelt worden. Da haben die Unis, die Städte oder das Land nichts mit zu tun.
Bei einer entsprechenden Abstimmung unter den Münchner Studenten im Jahr 2009 war die Zustimmung unter den LMU-Studenten so gering, dass die Asta keinen Verhandlungsauftrag bekommen hat. Selbst versaut, Pech gehabt.

Und auch in anderen Städten ist das Semesterticket nicht an sich im Semesterbeitrag enthalten. Sondern auf die diversen Gebühren wird automatisch ein Solidarbeitrag draufgeschlagen, den jeder Studierende zahlen muss. In meiner Stadt liegt der Semesterbeitrag beispielsweise bei 266 Euro, und davon sind 121 Euro für das Semesterticket.
Im Vergleich dazu: An der LMU zahlt man einen Semesterbeitrag von süßen 128,50 Euro, davon 62 Euro für ein Nacht- und Feiertag-Semesterticket.
 
Zuletzt bearbeitet:
Solche Geschichten kenne ich von meiner Uni auch. Wenn man was für die Studierenden auf die Beine stellen will, für alle oder einzelne spezielle Gruppen, scheitert es immer mehr daran, dass sich keiner angesprochen fühlt oder daran beteiligt.
Ähnlich wie beim Brexit. Keiner hat sich dafür eingesetzt und hinterher gab es lange Gesichter. Freiraum ist ja ganz nett, aber manchmal muss man halt doch mal seinen Hintern hochkriegen....
 
Ich kann deinen Unmut gut verstehen, aber wieso hat deine Tochter sich erst so spät ums Bafög gekümmert?

Normalerweise kann man den Foleantrag ja schon im Juni/Juli stellen können, wenn sie das gemacht hätte, hätte sie sich das Theater jetzt wohl sparen können.

Was nun nicht heißen soll, dass deine Tochter alleine Schuld ist, was die Uni da macht halte ich auch für unter aller Sau..

Aber mal als Tipp für alle, die ihren Leistungsnachweis noch erbringen müssen:
- gibt den Antrag schon im Juni/Juli ab, egal ob schon alle Unterlagen da sind, damit habt ihr immer eine höhere Priorität, als Anträge die erst im August/September eingehen

- der Leistungsnachweis ist erst nach dem 4ten Semester zu erbringen, oft reichen aber auch die Credits aus nur 3 Semestern, also: Fleißig auf den Hosenboden setzen, damit ihr eure Credits am besten schon nach 3 Semestern habt, oder es zumindest so knapp ist, dass euch nur 1-2 Leistungen aus dem 4ten Semester fehlen.
Ansonsten gerät man schnell in die "Falle", dass man auf alle Leistungen im 4ten Semester angewiesen ist und die Noten erst zu spät eingetragen werden

Zu dem Extraticket in München kann ich gar nichts sagen, weil ich das mehr als unverschämt finde. Ich kenne aber auch nicht den Grund warum das dort so ist, weiß das vllt jemand?
 
Zu dem Extraticket in München kann ich gar nichts sagen, weil ich das mehr als unverschämt finde. Ich kenne aber auch nicht den Grund warum das dort so ist, weiß das vllt jemand?
Das habe ich in meinem Beitrag erklärt. Kurzfassung: Das ist das, wofür die Studenten gestimmt haben. Andere Modelle sind von den Studenten (bzw. deren Mehrheit) abgelehnt worden.
 
Das habe ich in meinem Beitrag erklärt. Kurzfassung: Das ist das, wofür die Studenten gestimmt haben. Andere Modelle sind von den Studenten (bzw. deren Mehrheit) abgelehnt worden.

Im letzten Jahr stand sogar die komplette Abschaffung des Semestertickets zur Diskussion. Wenigstens hat sich eine Mehrheit der Studenten für einen Erhalt ausgesprochen, sonst gäbe es jetzt wahrscheinlich gar nichts mehr.
 

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