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Gibt es diese innige Liebe nur im Film?

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Aktives Mitglied
Möglich ich hatte echt Glück so richtig verliebt zu sein. Doch war ich damals oft dennoch enttäuscht, wenn sich die andere Hälfte nicht ganz so den Emotionen hingab wie ich. Nun bin ich lange verheiratet und auch glücklich.
Bei mir war es dennoch recht ausgeglichen. Aber vielleicht habe ich auch den letzten besten Menschen ( nein wir sind keine Menschen ) geheiratet?
Aber immer und immer wieder stelle ich mir diese Frage. Sie lässt mich keine Ruhe. Denn einmal erzählte mir ein Arbeitskollege, so ein typischer Fall von Mann, der echt dankbar sein kann, wenn er mal eine Freundin findet, dass er eine hat. Doch dann meckerte er. Sie hatte schon ein Kind und als sie eine Wohnung suchen musste, weigerte er sich mit ihr zusammenzuziehen, da er Angst hatte, sie würde ihn finanziell ausnutzen. Sie sagte ihm, er könne ja zu ihr ziehen, aber die Wohnung die sie als alleinerziehende Mutter sich leisten konnte, war ihm zu schäbig. Steht den Leuten das Ansehen von Geld höher als die Liebe? Würde Cinderrealla nicht funktionieren, weil der Prinz Angst um seine Kohle hätte? Gibt es denn noch einen Menschen, der wirklich für einen anderen Menschen alles tun würde, ohne darauf zu bauen, dass er dafür Sex bekommt oder eben einen anderen Ausgleich. So eine extrem romantische Liebe, gibt es sowas überhaupt noch? Oder ist die Menschheit nur noch ein von Dienern gefüllter Staat, die nur nach Geld, Norm und Stand suchen ohne zu ahnen, dass es nur eine Illusion ist? Gibt es Männer die wirklich alles für eine bestimmte Frau geben würden? Gibt es Frauen, die alles für diesen einen Mann tun würden, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten?
 
Also eine "extrem romantische Liebe" gibt es wohl dauerhaft nur in Filmen sowie in den ersten paar Wochen/Monaten vieler Beziehungen. Danach kehrt Alltag ein und ganz reale Probleme und die Hormone verflüchtigen sich rasch.

Zu deinem Arbeitskollegen: Er wird sich schon zum Teil ausrechnen, wo er "investiert". Das klingt schrecklich unromantisch, aber das Kind ist von einem anderen Mann und wenn sie zumindest teilweise auf staatliche Unterstützung angewiesen ist, was bei alleinerziehenden Müttern nicht selten der Fall ist, da sie eben nicht 100 % arbeiten wird, wird diese Unterstützung auch von ihm abhängig gemacht. Sprich sie hat zB eine größere Wohnung mit einem Mann, der Geld verdient? Prima, Wohngeld braucht sie also nicht mehr, ebensowenig überhaupt einen Wohnberechtigungsschein, das "Familieneinkommen" ist ja hoch genug. Sie bekommt Hartz IV? Aber Ihr Partner verdient doch Geld und soll bitte erstmal nachweisen, dass er Sie nicht unterstützen kann. Dann kann er seine Einkommensverhältnisse offenlegen und wird mit angerechnet. Insbesondere wenn noch gemeinsame Kinder hinzukommen... Da muss die Liebe aber schon sehr groß und tragfähig sein, zumindest bei jemandem, den man neu kennenlernt. In Beziehungen, die schon länger bestehen, ist es wieder anders, da hat sich mitunter eine ganz andere Basis gebildet. Aber ganz viele Partnerschaften überleben eben nicht lange genug.

Cinderella mag ein schönes Märchen sein, aber der Mann, der eine schöne Frau rundum versorgt, nur weil sie hübsch ist und er sie einfach nur liebt und sie fortan ein Märchenleben leben lässt, dürfte etwas aus der Mode sein. Spätestens bei Eintreffen dieses Arrangements in der heutigen Zeit würde ein ziemlicher Aufschrei nach Gleichberechtigung, Eigenständigkeit der Frau usw. losgehen, wetten? 😀
 
( nein wir sind keine Menschen )
? Was seid ihr dann?

So eine extrem romantische Liebe, gibt es sowas überhaupt noch?
Was wir in diesen Filmen an Liebesromanzen sehen ist ja der Ausdruck, was sich die Menschen für sich selber wünschen, aber meistens nicht haben. Die Erfüllung der Sehnsüchte nach Liebe, Freundschaft, Zuneigung, Geborgenheit, total ineinander aufgehen. Wenn man mal aus dem jugendlichen Stadium raus ist, dann ist es mehr ein Abwägen nach rationalen Standpunkten. Fest mit beiden Beinen im Leben stehend (so der Klassiker), Job, Gehalt, Milieu sollte stimmen. Passt die Familie des anderen, wie ist der soziale Stand, usw. Nach zig Ehejahren wird man sich ja oft irgendwann überdrüssig, hockt aber trotzdem noch zusammen, weil man nichts besseres weiß. Hat Zoff und Stress miteinander. Romantisch sieht anders aus.

Oder ist die Menschheit nur noch ein von Dienern gefüllter Staat, die nur nach Geld, Norm und Stand suchen ohne zu ahnen, dass es nur eine Illusion ist?
Kommt mir durchaus so vor.

Gibt es Männer die wirklich alles für eine bestimmte Frau geben würden?
Davon würde ich abraten. Sonst ist sie mit Haus, Auto und Hund verschwunden. 😀

Gibt es Frauen, die alles für diesen einen Mann tun würden, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten?
Wir leben ja in einer einigermaßen aufgeklärten Gesellschaft. Keine Frau muss die am Herd stehende Sexsklavin machen. Das ist gut so.
 
In Filmen wird meist ALLES MAßLOS ÜBERTRIEBEN. Die Realität sieht bekanntlich anders aus.

Im Weiteren Precht dazu.

~~~

Am Ende des Tages gilt eine ganz simple Regel, die ich von meinem Lieblingsonkel in Taiwan aufgeschnappt habe, als er einen jüngeren Cousin von mir in seinem Liebeskummer "trösten" wollte:

Was deins ist, ist deins, was nicht deins ist, ist nicht deins.
 
Zuletzt bearbeitet:
.........Märchen sind vorallem für Kinder gedacht, ihnen das Leben auf ihre Art verständlich zu machen und charakterliche Unterschiede und ihre Folgen aufzuzeigen. Kinder leben in einer übersteigerten Fantasywelt und von daher muss man sie auch dort dementsprechend ereichen.
Erwachsene die mit Märchen groß geworden sind, haben meist andere Wunschvorstellungen wie Kinder, die mit Videoballerspieln ihre Fantasy austoben. In gewisser Weise sind diese kindlich manipulativen Einflüsse charakterbildend.
Wir wissen das das Gute nicht immer hübsch und edel ist und das Schlechte nicht hässlich und abstossend - obwohl diese Aussagen beim Charakter wohl stimmen, denn auch darum geht es im Märchen - Charaktereigenschaften ein äußeres Gesicht zu geben.
Charakterlich zum Beispiel eine Prinzessin zu sein, weckt immer das Interesse von allen Seiten - wie im Märchen - nur das die Vielfalt wesentlich größer ist und man den Prinzen (also passenden Part) unter den Masken nicht mehr erkennt und oft eine Wahl trifft, die den eigenen Wunschvorstellungen nur bis zu einem gewissen Prozent erfüllt sieht.
Die fehlenden Prozente wiegen immer mehr, weil sie das zeigen, was im Leben bzw in einer Beziehung noch fehlt.
Erschwerend kommt hinzu, das sich Frauen, wie Männer in den Jahrhunderten sehr verändert haben. Männer sind oft weibischer, wie die Frau an ihrer Seite und umgekehrt.
Es ist wohl auch mit ein Resultat von der steigenden Zahl der Alleinerziehenden.
Eine Frau kann einen Jungen nicht zum Mann erziehen, denn ihr fehlt das Denken eines Mannes und das berühren der Genitalien, Beispielsweise beim ersten frei pinkeln, führt schon zu einem verfälschten Frauenbild.
Falsche Erziehung und Erzieher (im Kindergarten überwiegend Frauen) in den letzten Jahrhunderten hat dahin geführt - das wir Frauen stärker und die Männer immer schwächer geworden sind.
Sie kämpfen sich nicht mehr durch Dornenhecken, getrieben aus Liebe, sondern bestellen einen Gärtner oder bevorzugen offene Türen, die direkt ins Schlafzimmer führen.
 
Ajajaj.... wann außer in Märchen haben sich Männer denn jemals durch Dornenhecken gekämpft? Und dass da ausschließlich eine Art von Liebe ohne jeglichen Fortpflanzungswunsch im Vordergrund stünde, existiert wohl auch nur in Grimm's Märchen.

Filme, Literatur und reale Welt sollte man schon auseinanderhalten.

Dass mehr Männer im Erziehungsbereich allerdings gut täten, da stimme ich zu.
 
Sorry, aber "ein Mann, der alles für eine Frau tun würde", müsste vollkommen charakterlos und gehirnlos sein, zudem zu keiner Diskussion und keiner Kritik fähig. Wenn ich mir so eine Frau vorstelle, hätte ich lieber keine Frau.
 
Das A und das O, das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende.

Kümmert uns das?

(Sorry, sollte eigentlich in einen anderen Faden, aber ich lasse es einfach mal so stehen.)
 

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