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Gerät mein Sohn auf die schiefe Bahn?

E

esus

Gast
Hallo,
ich bin neu hier und möchte mich erst einmal vorstellen. Ich bin weiblich, 49 Jahre alt, stehe mitten im Leben, habe einen lieben und verständnisvollen Mann, und einen Sohn ( ein Wunschkind ) von 20 Jahren. Er ist Einzelkind, mit Liebe, viel Zeit und Vertrauen von meinem Mann und mir erzogen worden. Im Sommer ist er mit seiner Ausbildung als Schreiner (wenn alles klappt) fertig. Jetzt macht er uns derbe Probleme, denn er hat seid ca. 4 Monaten sehr schlechten Umgang, ist total verschlossen und zieht sich sofort in sein Zimmer zurück Am Wochenende habe ich ja nichts dagegen wenn er erst um 7Uhr morgens oder später nach Hause kommt, aber in der Woche bin ich der Meinung aus beruflichen Gründen geht das nicht. Nein, er schläft dann nicht bei seiner Freundin, auch sie weiß nicht wo er sich rum treibt. Sein Verhalten ihr gegenüber ist in letzter Zeit (auch seid etwa 4 Monaten) mehr als Machohaft und das tut mir sehr weh, denn sie ist eine ganz liebe, 19 Jahre und wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu ihr. Aber in diese Beziehung darf ich mich auf keinen Fall einmischen und werde ich auch nicht!!!
Dadurch dass er sich so verändert hat wird man misstrauisch, verliert das Vertrauen und beobachtet ihn natürlich intensiver, und ich als Mutter schüffel mittlerweile in seinen Sachen. (ich weiß es ist nicht in Ordnung, habe es früher auch nie gemacht, und mein Mann findet es auch nicht okay). Dort habe ich unter anderem einen Schlagring und Gaspistole gefunden. In der Community ( Internet Forum), wo er sich rumtreibt wird mir ganz anders wenn ich mir sein Profil ansehe. Er hat Kontakt mit Rockergruppen und ist zwischenzeitlich auch in so einer eingetreten und läuft nur noch in schwarzen Klamotten rum. Das sagt doch schon alles .NEIN, Ich habe keine Vorurteile, im Job arbeite ich mit jungen Leuten zusammen, habe kein Schubladendenken, und verurteile auch nicht anders aussehende Menschen ob Gruftie , Gothic oder Punks. Nur Verhalten und Aussehen meines Sohnes macht mir Angst, dass er auf die schiefe Bahn gerät. Ich habe ihm auch gesagt dass ein Schlagring, eine Waffe ist, und er sich damit strafbar macht, aber das interessiert ihn einfach nicht.
Jetzt weiß ich wirklich nicht mehr weiter, Verbote brauche ich in dem Alter nicht mehr aussprechen und Freunde verbieten geht auch nicht. Unser Hoffung ist reden, reden, reden, aber das kommt nicht an. Ich habe wahnsinnige Angst dass er auf die schiefe Bahn gerät. Leider weiß ich nicht mehr weiter und hoffe dass mir vielleicht hier jemand einen guten Rat geben kann.
Danke
 
[FONT=&quot]Hallo Esus![/FONT]

[FONT=&quot]Dein Sohn hat seinen Platz im Leben noch nicht gefunden UND er hat ein Problem mit sich selbst![/FONT]

[FONT=&quot]Er sucht Orientierung und Zugehörigkeit, Schutz einer Gruppe und Anerkennung.[/FONT]

[FONT=&quot]Daß er seinen Eltern nicht alles erzählt bzw. sie in seine Probleme nicht einweiht, ist nicht unbedingt ein Erziehungsfehler. Manche Dinge kann man als junger Mann nicht mit der Familie besprechen.[/FONT]

[FONT=&quot]Jetzt mal ein paar Gedanken von mir, was seinem Verhalten zugrunde liegen könnte; es sind nur Möglichkeiten, die bei ihm nicht zutreffen müssen, aber durchaus könnten:[/FONT]

[FONT=&quot]Möglicherweise wird er auf Arbeit gemobbt, und weil er gelegentlich Minderwertigkeitsgefühle hat, sucht er diese eben auf andere Art zu kompensieren.[/FONT]
[FONT=&quot]Minderwertigkeitsgefühle werden auch meist nicht mit dem Partner besprochen, weil man sich dafür schämt und sich in einer Spirale befindet, aus der man nicht allein rauskommt.[/FONT]

[FONT=&quot]Vielleicht hat er auch homosexuelle Neigungen, kommt selbst damit nicht klar und versucht ein „richtiger“ Mann zu sein, indem er sich solchen Gruppierungen anschließt.[/FONT]
[FONT=&quot](Ist in der Nazi-Szene auch nicht selten)[/FONT]

[FONT=&quot]Kann auch sein, daß er sich zu Hause nicht genug gefordert gefühlt hat, vielleicht habt ihr ihn zu sehr verwöhnt und er konnte nicht das Gefühl kennenlernen, etwas selbst erarbeitet zu haben.[/FONT]
[FONT=&quot]Ist auch keine Seltenheit.[/FONT]

[FONT=&quot]Irgendwas in der Richtung scheint mir da der Grund für sein seltsames Verhalten zu sein.[/FONT]

[FONT=&quot]Aber jetzt zur Lösung:[/FONT]

[FONT=&quot]Als ich 20 war, hab ich auch Dummheiten gemacht, die ich heute nicht mehr tun würde. (Alkohol und Autofahren war wohl das Schlimmste)[/FONT]

[FONT=&quot]Daß aber für Ihn solche Gruppen ein Anlaufpunkt sind, hat eine andere Qualität, da jeder weiß, daß diese sich gern außerhalb des Gesetzes und vor allem außerhalb einer gesunden Menschlichkeit bewegen; Stichwort Gewalt gegen andere.[/FONT]

[FONT=&quot]Du als Mutter gehörst im Prinzip nicht mehr zu seinen „Vertrauenspersonen“, leider, und Vorwürfe jeder Art bringen, wie Du selber erkannt hast, gar nichts.[/FONT]

[FONT=&quot]Wenn kein persönliches Gespräch möglich ist, könntest Du ihm einen Brief schreiben, in dem Du ihm erklärst, daß Du sehr besorgt bist, und weißt, daß es „wichtigere“ Menschen für ihn gibt, als seine Mutter (auch wenn das nie so sein wird), und daß Dein einziger Wunsch ist, daß er glücklich ist.[/FONT]

[FONT=&quot]Schreibe ihm, daß Du das respektierst, und aber immer für ihn da sein wirst, wenn er Deine Hilfe braucht, weil das bei Müttern nun mal so ist![/FONT]

[FONT=&quot]Ich fürchte, daß Du ihm mit blanker Vernunft nicht beikommst, weil sein Problem im emotionalen Bereich liegt, und Gefühle sind sehr resistent gegen vernünftige Dinge.[/FONT]

[FONT=&quot]Gib ihm Sicherheit, die Sicherheit Deiner Liebe aber laß ihm Raum, was anderes kannst Du einfach nicht tun, denke ich.[/FONT]

[FONT=&quot]Wahrscheinlich regelt sich alles von allein, mit seiner Reife, aber ich weiß, daß dadurch Deine Angst nicht wirklich geringer wird.[/FONT]

[FONT=&quot]Viel mehr fällt mir dazu leider nicht ein.[/FONT]

[FONT=&quot]Lieben Gruß[/FONT]

[FONT=&quot]Marcus[/FONT]
 
Hallo esus,

erst einmal möchte ich dir mein Mitgefühl versichern-aber das wird dir nicht weiter helfen.

Fakten aus deinem Beitrag: Dein Sohn ist 20 Jahre alt und lebt zu Hause.Fakt auch:in die Beziehung darfst du dich tatsächlich nicht einmischen.

Das "Herumschnüffeln" ist offen gestanden bei begründetem Verdacht einer Mutter für mich unter 2 Gründen entschuldbar🤐. Reden auf Grund seiner Veränderung fruchtete nicht und 2. da dein Sohn zu Hause lebt hast du das Recht darauf zu bestehen das nichts nach Hause kommt,was EUCH allen z Bsp eine Wohnungsdurchsuchung bescheren könnte,wenn dein Sohn bereits auf einer schiefen Bahn wäre und bei entsprechenden Behörden Aktenkundig werden würde.

Möglicher Weise lebt dein Sohn verschärft seine verspätete Pupertät aus.Er war laut deinem Beitrag ein Wunschkind und ist sehr behütet aufgewachsen.

Ich KÖNNTE mir daher vorstellen,daß er das Ausprobieren von verschiedenen Dingen,eine bestimmte Musikrichtung,Party,falsche Freunde (halt mal auf die Nase fallen und wieder aufstehen) und vieles mehr nicht wirklich ausgelebt hat.Das ist KEIN Vorwurf,sondern nur meine Theorie.

Mit 20 Jahren und ohne wirkliche Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung gelernt zu haben oder ggf (aus)gelebt zu haben auszubrechen und sich als "hart" in einem Prifil darzustellen, mangels Selbstbewußtsein auch gefährliche Waffen zu haben, ist gefährlich.Nur: wo kannst du da tatsächlich etwas tun?

Zunächst einmal solltest du mit deinem Mann sprechen das du das Schnüffeln einstellst,ihr aber gemeinsam mit sofortiger Wirklung auf euer gemeinsames zu Hause bei eurem Sohn verweist und darauf besteht die Waffen zu entfernen.Ohne Widerspruch und Schonzeit.Das würde ich tun.

Nun käme der schwieriger Teil-trinkt dein Sohn,geht er aus,welche Zukunftsabsichten hat er,wird er vom Betrieb übernommen,will er ausziehen,will er es ggf mit seiner Freundin usw.

Setzt Ziele die ER auch WILL,damit er SEINE Ziele erreichen kann-nicht deine/eure.Erreichbare Ziele.

Es ist keine Schande hinzufallen-aber es ist eine Schande liegen zu bleiben und nicht wieder aufzustehen.Bevor dein Sohn ernsthaft auf die Nase fällt,weil er evt nie oder noch nicht die Reife erreichen konnte ohne einen Schlagring mit 20 auszukommen,so helft ihm bei der Reifefindung mit Verständnis.Er wird sich sonst noch mehr sperren und Wege gehen die dich noch mehr schocken könnten.Noch scheint er am Anfang eines Ausbruchs zu stehen und bis zu einem gewissen Maß:Lass ihn-jedoch nicht ohne neue Regeln aufzustellen.Er ist volljährig-daß du Freunde verbieten wie früher beschreibst,was heute ja nicht mehr möglich ist etc weist mich darauf hin,daß auch los lassen beidseitig bei Euch thematisiert werden sollte.

Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft und hoffe,daß ihr euch einig werden könnt!!🙄
 
Gleichberechtigt?

Erlaubst Du ihm,in Deinen Schränken zu wühlen,
stört es Dich,wenn er ALLE Deine privatesten Dinge durchsucht,
läßt Du Diskussionen über Deine Reizwäsche, über ggf."Erwachsenenspielzeug" o.ä. mit Dir veranstalten durch ihn?

Was denkst Du darüber,daß auch er all Deine privaten Internetkontakte überprüft und Deine dortigen Gespräche nachliest und sie mit Fremden durchhechelt?

Stört es Dich,wenn Du außer Haus bist,daß er in Deinen Räumen schnüffelt, Dein Bett oder Schränke durchsucht?

Eine "Hausdurchsuchung" durch "Staatsorgane" kann ebenso Dich treffen,wenn er eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Datenschutzverletzung
GEGEN DICH stellt.

Ab 18 ist das Zimmer (der PRIVATESTE WOHNBEREICH) eines Haushaltsmitgliedes TABU ---wenn derjenige es nicht ausdrücklich FREIGIBT .

Auch dort gilt das Grundgesetz-- "Schutz der Wohnung".

Kann man albern finden---aber...Dein laxer Umgang mit SEINEN GRUNDRECHTEN ist vielleicht ein Hinweis,wie in Deiner Familie mit Prinzipien umgegangen wird, wie er aufwuchs.

Woher soll er gelernt haben,daß man Gesetze respektiert,daß man Mitmenschen respektiert,wenn die Eltern nicht mal die simpelsten Grundrechte einhalten?


Du willst ihm was von "Recht und Ordnung" erzählen--"Waffen sind strafbar" ...

für Dich aber gelten "eigene Gesetze" kraft Deiner Wassersuppe --"Ich bin ja seine Mutti".

Ich finde Waffen nicht gut, hab einen "antimilitaristischen Haushalt",
wie meine Kinder immer belustigt ihren Freunden erklären
(das Zauberschwert an der Wand mal ausgenommen 😀 ),

also...ich bin KEIN Fan von Aufrüstung---aber :

ER ist strafmündig--Du bist NICHT verantwortlich für seine Fehlreaktionen.

Und:
"Rocker" und "Schwarzgewandete" ist irgendwie eine nebulöse Einordnung---

ein deutliches BRAUN würde mich da eher krass empören... (da würde ich als Wohnungsinhaber vom HAUSRECHT Gebrauch machen und ihn komplett der Wohnung verweisen!!)

WAS hat er denn für ANSICHTEN? "Rocker" kann quasi "alles " heißen *grins*

Oder kennst Du die nicht---sprecht Ihr nicht drüber?

Daß er flapsig ist,würde mich angesichts der Haltung bei Euch nicht wundern--Du respektiert ihn nicht--wie soll er da Respekt gelernt haben?

Was für Hilfe möchtest Du?

"Meine Mutti ist auf der schiefen Bahn,sie spioniert, ist bezüglich meines Zimmers hausfriedensbrüchig.... sie ignoriert mein VOLLJÄHRIGSEIN ..." 😉

Irgendwie wäre es für Euch alle besser.wenn eine räumliche Trennung stattfände?

Er würde Dich nicht mehr irritieren durch die Klamotten,den "miesen Umgang" ,durch die "Waffen im Haus"---und Du würdest ihn nicht mehr in seiner derzeit krassen Phase stören---auf die er ein Recht hat---so blöd es auch für andere ist...denn: er ist erwachsen....

Schafft Abstand räumlich, um wieder besser ZUEINANDERZUFINDEN!

Als GLEICHBERECHTIGTE Menschen---redet drüber---aber gängeln ist einfach nun vorbei. Da Du Probleme hast,Grenzen zu AKZEPTIEREN, scheint mir jede andere Variante zu hart für Dich.

Deine Neugier würde Dich quälen ohne Ende 🙂

Gruß und Euch eine bessere Zeit!

Micky
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mir eben eure Antworten durchgelesen, und war nett überrascht bis tief geschockt von den Aussagen.
@...... Marcus, unser Sohn geht gerne zur Arbeit und hat keine Probleme mit den Kollegen, er zählt als zuverlässig und hilfsbereit. Nur die Schule könne wegen seiner abgeschafft werden, weil er schon immer damit Probleme hatte. Meine Devise ist: Man ist kein besserer Mensch, nur weil man ein Studium hat. Aus diesem Grund haben wir ihn wohl gefördert aber nicht überfordert.
Eine homosexuelle Neigung hat er nicht und er weiß auch, ich hätte damit keine Probleme.
Ich glaube ehr, dass du mit deiner Theorie er wurde zu Hause nicht genug gefordert, zu sehr verwöhnt, und ihm wurde alles abgenommen -> RECHT <- hast. Das war meine Überlegung auch, nur das was wir in den 20zig Jahren falsch gemacht haben, können wir leider nicht mehr ändern. Wir haben versucht mit besten Wissen und Gewissen zu erziehen.
In einem Gespräch habe ich ihm gesagt, ich würde mir Sorgen wegen seines Umganges machen, aber nur er könne entscheiden wer gut oder schlecht für ihn ist. Er solle nur bitte gradlinig bleiben und nicht Dinge tun, die sein Leben zum Negativen verändern aber ich immer für ihn da sein werde wenn er mich braucht.
Gefühle sind sehr resistent gegen vernünftige Dinge -> Leider <- !!!!

@......Malifan, ausprobiert und ausgelebt hat unser Sohn vieles, er war immer selbstständig und in Dummheiten machen, vorne an der Front.
Nur auf die Nase ist er noch nie richtig gefallen. Ich nehme deine Aussage nicht als Vorwurf an, denn Erfahrungen muss jeder selber machen, nur so lernt er.
Klar betrinkt sich mein Sohn auch mal am Wochenende, aber ehr selten denn meistens ist er mit den Wagen unterwegs. Zukunftsängste plagen ihn schon, wir haben auch schon darüber gesprochen, der Arbeitsmarkt sieht wirklich nicht rosig aus, aber ich bin mir sicher er wird dieses Problem meistern. Übernommen wird er, bis er im Oktober zum Bund kommt., Natürlich möchte er mit seiner Freundin zusammen ziehen, kann ich voll und ganz verstehen, aber sie verdienen Beide nicht das Geld, da sie noch in der Ausbildung sind, um sich diesen Luxus erlauben zu können.
Er hat sicherlich andere Ziele in seinem Leben als wie wir sie uns vorgestellt und gewünscht haben, ( wer möchte nicht das Beste für sein Kind )aber jeder sollte auf seiner Art und Weise glücklich werden, und respektieren diese seine Entscheidung.
Ja!!! ich habe wahnsinnige Angst dass er fürchterlich auf die Nase fällt und mit dem Gesetz in Konflikt gerät, aber wie sollen wir ihm bei der Reifefindung denn noch helfen? Was kann man denn noch mehr machen als reden.
Ich glaube schon dass ich loslassen kann, und sehe ihn

@.... Diva… nicht als kleinen Bub an. Er ist für mich erwachsen und so behandeln wir ihn auch! Aber auch Erwachsene haben Rechte und Pflichten und können das Gesetz nicht umgehen!
@ …..Micky, deine Aussage werde ich überschlafen, denn in einigen Punkten stimme ich nicht mit dir überein.
Trotzdem Danke ich euch allen für die Antworten und den lieben Zuspruch. Es tut gut sich einiges von der Seele zu schreiben.
DANKE
 
Sicherlich tut es gut sich etwas von der Seele zu schreiben und Erfahrungen auszutauschen-ich glaube für alle schreiben zu dürfen das dir und deinem Sohn niemand wünscht, daß er auf die schiefe Bahn gerät...
Meine erste Wahrnehmung aus deinem Beitrag war die,die ich dir schrieb.Nun aber beschreibst du Dinge,dein mein Ursprungsbild ein wenig verändern.

Achte auf Respekt innerhalb der Familie,ich hoffe das es sich bei deinem Sohn nicht um einen beginnenden Ausbruch sondern um eine Phase handelt🙂
 
Ich habe mir eben eure Antworten durchgelesen, und war nett überrascht bis tief geschockt von den Aussagen.....
Wir haben versucht mit besten Wissen und Gewissen zu erziehen.
In einem Gespräch habe ich ihm gesagt, ich würde mir Sorgen wegen seines Umganges machen, aber nur er könne entscheiden wer gut oder schlecht für ihn ist. Er solle nur bitte gradlinig bleiben und nicht Dinge tun, die sein Leben zum Negativen verändern aber ich immer für ihn da sein werde wenn er mich braucht.
Gefühle sind sehr resistent gegen vernünftige Dinge -> Leider <- !!!!
....
Er hat sicherlich andere Ziele in seinem Leben als wie wir sie uns vorgestellt und gewünscht haben, ( wer möchte nicht das Beste für sein Kind )aber jeder sollte auf seiner Art und Weise glücklich werden, und respektieren diese seine Entscheidung.
Ja!!! ich habe wahnsinnige Angst dass er fürchterlich auf die Nase fällt und mit dem Gesetz in Konflikt gerät, aber wie sollen wir ihm bei der Reifefindung denn noch helfen? Was kann man denn noch mehr machen als reden.
Ich glaube schon dass ich loslassen kann, und sehe ihn

@.... Diva… nicht als kleinen Bub an. Er ist für mich erwachsen und so behandeln wir ihn auch! (Nein--bisher noch nicht)Aber auch Erwachsene haben Rechte und Pflichten und können das Gesetz nicht umgehen!
@ …..Micky, deine Aussage werde ich überschlafen, denn in einigen Punkten stimme ich nicht mit dir überein.
(Ja,das ist mir klar gewesen,deshalb schrieb ich es ja)
Trotzdem Danke ich euch allen für die Antworten und den lieben Zuspruch. Es tut gut sich einiges von der Seele zu schreiben.
DANKE

Danke für Deine sofortige nachdenkende Reaktion auf die Posts.

Ich schrieb nur deshalb so "schockierend",weil Du im Eingangstext
eine ziemliche Vorverurteilung/Verdächtigung äußertest---und Dir offenbar nicht in den Sinn kam bisher,daß es eben diesen ganz klar definierten Schnitt gibt nach dem Ende der "Sorgeberechtigung".

Da ich selbst mehrfache Mutter bin und meine beiden Ältesten auch volljährig ,
ist mir der innere Konflikt SEHR bewußt.

Und-- ich bin ein SEHR NEUGIERIGER Mensch...,kann mich also in Dich reinversetzen!

Es sollte auch kein "Angriff oder Vorwurf" sein.

Wie Du dann mit der Lage umgehst, ist ja nur Eure Angelegenheit.

Vielleicht bin ich deshalb so sensibilisiert,weil ich selbst Gesetzesverletzungen/Grenzüberschreitungen/Anmaßungen und mehr zu oft erlebte--und mich deshalb versuche,zum "Andershandeln" zu zwingen , Kinder schon an Geburt zu respektieren, den Spielraum des Elternstatus nie zu mißbrauchen--auch,wenn es scheinbar dann "einfacher und praktischer" ist.

Das lernt man lebenslang...bzw. werde ich immer beachten müssen.

Gerade das Alter von 14-18plus fällt mir (auch hier im Forum) als zu oft nicht korrekt Behandeltes auf .
Gerade diese Altersgruppe hat die heftigsten Probleme ,entwicklungsbedingt--und erlebt die krassesten Fehlbehandlungen---von Eltern,Lehrern,Ämtern,Ausbildern...

Es wird die Verwirrung und Unkenntnis und das altersbedingte Verpeiltsein und mangelnde Selbstbewußtsein "ausgenutzt".

Für kleine Kinder guckt noch eine Öffentlichkeit,ob alles korrekt verläuft,Jugendamt,Lehrer,Kindergärtner...

Ab 14 aber ca. hagelt es Vorwürfe, fordert viel--ohne selbst diese Maßstäbe einzuhalten.

Sehr oft ist das so...
Und dann wundert man sich,daß junge Erwachsene heranwachsen,die AUCH respektlos umgehen mit anderen.

Klar schießt man sich als "Muddi" ein Eigentor,wenn man dem Jugendlichen solche Gesetze zur Kenntnis gibt: ab 18 gilt Dein Zimmer als Dein Wohnbereich,ab da darf ich dort nur stöbern,wenn Du das erlaubst.
Das gilt für Post,gilt für internet,Handy...und es gilt AUCH,wenn man selbst seniler Rentner ist von Seiten der eigenen Kinder!

(Also--daß sie ab 14 strafmündig sind--UND daß für mich andere Regeln ab 18 ihnen ggü.gelten,hab ich eben ihnen gesagt ---GEGENSEITIGER RESPEKT ist das Ziel )

Es gibt kein "Gewohnheitsrecht".
Das gibt es nur unter Eheleuten.

Und genau deshalb bin ICH GESCHOCKT,wenn dann von der "Einhaltung der Gesetze" die Rede ist...seitens derer--die diese selbst mißachten. 😎

Allein,daß ich immer wieder Belustigung ernte,daß man "geschockt" ist,zeigt,daß die NORMALSTEN MENSCHENRECHTE dann als "irgendwie ALBERN" gesehen werden.

Es gab auch im bürgerlichen Gesetzbuch noch lange lange solche
mittelalterlichen Elternbefugnisse,die die UNVERSEHRTHEIT der insbesondere jungen Mädchen nicht achtete..seitens deren Väter...

"Eigentlich" achtet man sein volljähriges Kind---ABER....

Gruß und alles Gute!

Micky
 
Hallo Esus,

als erstes möchte ich vorab bekunden das ich kein Psychologe bin sondern nur eine Mutter😉

Ich habe mit großem Interesse Ihre Sorgen gelesen und bin hierbei auf den einen oder anderen Widerspruch gestoßen😱

An dieser Stelle möchte ich auch nicht bereits kommentiertes wiederholen da einiges dabei war dem ich beipflichten kann!

Also Sie sind Mutter eines erwachsenen Sohnes mit bereits 20 Jahren, Sie schreiben das Sie ihn mit aller Liebe, Mühe und Fürsorge als Ihr einzigstes Wunschkind erzogen haben!
Mein Rat den ich Ihnen geben kann ist, anzuerkennen das Ihr Auftrag im Rahmen der Erziehung beendet ist und Ihr Sohn sein Leben gestalten darf wie er es für richtig hält! Kinder entwickeln sich in der Regel nun einmal nicht immer so wie es Ihre Eltern sich zum Zeitpunkt Ihrer Geburt wünschen! Die Eltern sind nur der Bogen die Ihre Kinder als Pfeile in die Welt entsenden und somit ist Ihr Einfluss auf das Leben Ihrer Schäfchen auch nur begrenzt!

Ich gehe davon aus das Sie Ihrem Schützling die nötigen Normen und Werte vermittelt haben und jetzt müssen Sie nur noch einen Schritt wagen um am Ende stolz auf sich sein zu können und das ist das oft gehörte "LOSLASSEN"! Diese Art der Bindung die Sie zu Ihrem Sohn suchen ist für Sie nicht gut und Ihr Sohn zeigt Ihnen gerade das er diese enge Verbindung auch nicht weiter akzeptieren möchte!
Sie schreiben das er ein guter Lehrling ist und das es erst vor so kurzer Zeit begonnen hat... die sogenannten Probleme...aber wichtig ist der Zeitpunkt der Veränderung... und dieser liegt nun einmal in seinem Verantwortungsbereich denn er ist erwachsen und das müssen sie respektieren vor allem aber seine Privatphäre sonst verlieren Sie Ihn am Ende noch!
Also Vertrauen und Abstand sollte Ihre Devise in dieser Zeit sein.... Sie müssen keine Angst haben das er Sie verlässt oder auf die sogenannte schiefe Bahn kommt... fordern Sie ihn nicht heraus lassen Sie los! er bleibt Ihr Kind eben nur mit dem kleinen Unterschied das Sie eine andere Gewichtung und Rolle in der Zukunft für ihn einnehmen werden als in der Vergangenheit!
Vertrauen Sie mir es gibt junge Menschen bei denen ist die Sorge berechtigt, vielleicht suchen Sie sich eine Aufgabe wo sie helfen können und geben die nicht mehr benötigte Fürsorge an andere weiter die sie wirklich dringend brauchen!

Herzliche Grüße
 
Hallo Esus,

hab mich fast selbst erkannt, als Du das Verhalten Deines Sohnes geschildert hast. Habe auch viel "erfahren" müssen (wie jeder Mensch) und meine Grenzen ausgelotet. Aber mein Herz war, denke ich, immer am richtigen Fleck und durch das "LEBEN" und meinem Glauben, bin ich gewachsen und Mensch geworden und wir alle lernen jeden Tag dazu!
Ich möchte Dir jetzt keine guten Ratschläge geben, sondern Dich mit weisen Aphorismen/Zitaten von großen Denkern zum Nachdenken animieren! Theodor Fontane hat es treffend gesagt:
"Ein guter Aphorismus, ist die Weisheit eines ganzen Buches, in einem einzigen Satz".

Kindern soll man in ihrer Kindheit Wurzeln geben.
Wenn sie erwachsen werden, Flügel!

Die beste Art, einem Kind die Zukunft zu vermasseln, ist,
ihm immer alle Probleme aus dem Weg räumen zu wollen.


Es gibt drei Wege, das Leben zu erfahren:

Der erste, ist durch Nachahmung.
Das ist der Einfachste.

Der zweite, ist durch Nachdenken.
Das ist der Edelste.

Der dritte, ist durch Erfahrung.
Das ist der Bitterste.

Die Freiheit gefällt allen, am meisten aber denen, die den anderen keine lassen wollen.

Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden,
man muß sie auch gehen lassen.




Liebe Deinen Sohn, fessel und durchsuch Ihn nicht. Zeig ihm, dass Du ihm vertraust und Du für Ihn da bist, wenn er Dich braucht! So übernimmt er Verwantwortung für sich und vor allem für Andere. Er wird Dich noch intensiver von Herzen lieben. Was er eh schon tut, es Dir aber nicht zeigen kann, weil er sich nicht verstanden und respektiert fühlt! Wenn Du Ihn kontrollierst und ihm nicht vertraust, wirst Du ihn mehr und mehr verlieren und enttäuscht sein!

Lg und alles Gute!
 
Hallo Micky,
als erstes möchte ich zu deinen Eintrag Stellung beziehen. Ich fände es auch nicht gut wenn mein Mann oder Sohn, das Handy oder sonstige Dinge von mir durchsuchen würde und wäre stinkig. Da gebe ich dir voll und ganz Recht.
Egal ob beim Partner oder Kind, Vertrauen stand für mich immer an erster Stelle. Aus diesem Grund habe ich die Privatsphäre meines Sohnes „von klein auf und nicht erst ab 18 Jahren“ immer geachtet und respektiert, das war für mich selbstverständlich, auch bin ich nie unangemeldet in sein Zimmer reinspaziert oder habe seine Sachen durchwühlt, weil er mir durch sein Verhalten nie Anlass dazu gegeben hat!!!
Ich fühle mich nicht gut dabei in seinen Sachen zu wühlen, und mir wäre wohler nicht zu wissen was er alles so treibt!
Ich hätte ein ruhigeres und angenehmeres Leben wenn ich nach der Devise
„ nichts hören, sehen oder reden“ leben würde. Es ginge mir bestimmt besser, ich könnte nachts wieder ohne Alpträume ruhig schlafen, wäre ausgeglichener und hätte eine Menge mehr Spaß! Denn als Egoist lebt es sich eben einfacher.
Aber ich habe meinen Sohn lieb und möchte mir später keine Vorwürfe machen dass ich mich nicht um ihn gekümmert, oder versucht habe Schlimmeres abzuwenden.
(Vielleicht bin ich pessimistisch eingestellt, die rosarote Brille steht mir nicht, aber die Realität lässt grüßen.)

Dein laxer Umgang mit SEINEN GRUNDRECHTEN ist vielleicht ein Hinweis,wie in Deiner Familie mit Prinzipien umgegangen wird, wie er aufwuchs.

Ein Mensch, der auch in den schwierigsten Situationen an seinen Prinzipien festhält ist meiner Meinung nach charakterlich gefestigt. Denn es gibt Prinzipien oder nennen wir es Regeln, für das Zusammenleben, auf denen man bestehen muss, um die man kämpfen sollte, wenn man langfristig in einer halbwegs funktionierenden Gemeinschaft leben möchte.

ein deutliches BRAUN würde mich da eher krass empören... (da würde ich als Wohnungsinhaber vom HAUSRECHT Gebrauch machen und ihn komplett der Wohnung verweisen!!)

Für mich gibt es keinen Unterschied zwischen braune Brut, Schläger, Rocker oder Verbrecher. Denn die meisten dieser Gruppierungen verletzen Menschenrechte, in Form von Fremdenhass, Schlägereien, Einbruch und was sonst noch alles!!!!
Für mich ist dieses keine Vorverurteilung sondern reine Realität.

Ich bin kein neugieriger Mensch, mein Lebensinhalt besteht nicht aus schnüffeln, denn ich arbeite, habe viele Bekannte und dadurch wenig Zeit mich mit Nebensächlichkeiten aufzuhalten.
Zum Gewohnheitsrecht habe ich bzgl. Ehe eine andere Einstellung:
Alles was zur Gewohnheit wird nutzt sich mit der Zeit ab, wird uninteressant und ist nicht mehr begehrenswert. Deshalb sollte man sich seines Partners nie sicher sein, sich nicht gehen lassen, eigene Hobbys, Interessen haben und mit Freunden auch mal alleine etwas unternehmen.
Ich hoffe dass du durch mein Schreiben bemerkt hast:“ ich bin ich nicht das typische Hausmütterchen ;-) deren Lebensinhalt darin besteht die Familie zu kontrollieren!“ Sondern nur eine besorgte Mutter.

Ich finde es nett und freue mich Anregungen zu bekommen, auch wenn ich bei dir ganz schön schlucken musste ;-)
Aber: in vielem steckt ein Pünktchen Wahrheit und ich werde versuchen es als Anregung zu nutzen!
Liebe Grüße 😉
 

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