Hallo Leute,
Kurz zu meiner Vorgeschichte:
Vor zwei Jahren hatte ich schon mal eine Episode, in der ich permanent Angst empfand. Damals hatte ich aber keine Ahnung, woher diese Angst kommen könnte, und irgendwann hat sie nachgelassen. Vielleicht auch, weil ich mich in Behandlung begeben habe...
Mein Zustand hatte sich jedenfalls gebessert.
Vor einigen Monaten war ich ziemlich depressiv und motivationslos. Dann hatte meine Freundin auch noch Schluss gemacht, und mir ging es richtig dreckig.
Während dieser Zeit habe ich ein sechswöchiges Praktikum gemacht, d.h. den ganzen Tag arbeiten. Dazu fiel noch das Internet in meiner Wohnung aus, sodass ich ein Weilchen wirklich alleine war.
Erstaunlicherweise habe ich angefangen, mich während dieser Zeit richtig wohl zu fühlen.
Ich habe meine eigene Gesellschaft geschätzt, hab mir erlaubt zu denken und zu fühlen, was ich will.
Ich muss auch erwähnen, dass ich sehr viel über Psychologie weiß.
Jetzt habe ich angefangen zu grübeln, ob ich vielleicht eine Psychose haben könnte. Daraus entstand eine riesige Angst, die ihr Eigenleben entwickelt hat.
Bei einem Psychiater habe ich mir bestätigen lassen, dass ich keine Psychose habe.
Genauso habe ich darüber in meiner Therapiegruppe gesprochen, und die Psychologin dort hat mir auch bestätigt, dass ich keine Psychose hätte.
Das große Problem war, dass eines der Mitglieder in der Therapiegruppe - der einst eine Psychose hatte - mir sagte, wieso ich diese Krankheit nicht haben könnte. Er erzählte mir, wie er die Welt wahrgenommen hat.
Darüber habe ich weiterhin angefangen zu grübeln.
Fühle ich mich verfolgt?
Fühle ich mich beobachtet?
Habe ich das Gefühl, der Mittelpunkt der Welt zu sein?
Jedes dieser Fragen hat Angst in mir ausgelöst. Sehr viel Angst sogar...
Am Montag habe ich dann gar nicht mehr wirklich schlafen können, und meine innere Anspannung wich nicht. Wenn ich überhaupt mal schlafen konnte, dann hatte ich Alpträume.
Deshalb habe ich den Notarzt gerufen, und war einige Tage im Krankenhaus.
Im Krankenhaus wurde mir dann gesagt, dass ich auch durch meine Gedankengänge nur alle möglichen diffusen Ängste entwickeln könnte, jedoch nicht an einer Psychose erkranken könnte.
Diese diffusen Ängste habe ich jetzt schlichtweg mal "Satelitenängste" getauft, um ein Wort dafür zu haben.
Momentan habe ich oft Angst, wenn ich unter Leuten bin. Schauen sie mich an? Fühle ich mich beobachtet? Ist die Angst, die ich dabei empfinde bereits das Gefühl von beobachtet-sein?
Irgendwie geht diese Überzeugung, dass ich keine Psychose bekommen kann nicht in meinen Schädel. Ich habe teilweise weiterhin Angst.
Auch meine Schlafproblematik hat sich nur bedingt gebessert. Ich muss hier erwähnen, dass ich auch ein Medikament gegen meine Ängste bekommen habe, das die Angst allerdings nicht komplett ausknipst, sonst auch keine Gedanken dämpft, sondern nur die Angst lindert.
Abends, wenn der Fernseher läuft und ich jemanden zum reden habe, oder mit jemandem chatte, gehts mir besser.
Ablenkung tut gut. Allerdings ist das keine Lösung auf Dauer.
Jetzt meine Frage:
Was könnte mir gegen diese "Satelitenängste" helfen?
Bzw. was könnte überhaupt hinter diesen Ängsten stehen? Immerhin ging es mir davor ziemlich gut, und ich habe mich selbstbewusst und unabhängig gefühlt. Und dann auf einmal so ein Mist?
Ich will euch außerdem auffordern, eure Aussagen so zu formulieren, dass ich keinen weitern Input darüber bekomme, wie ein Psychotiker denkt. Das wäre wieder etwas, worüber ich nachgrübeln könnte...
Bin um jeden Ratschlag dankbar 🙂
Kurz zu meiner Vorgeschichte:
Vor zwei Jahren hatte ich schon mal eine Episode, in der ich permanent Angst empfand. Damals hatte ich aber keine Ahnung, woher diese Angst kommen könnte, und irgendwann hat sie nachgelassen. Vielleicht auch, weil ich mich in Behandlung begeben habe...
Mein Zustand hatte sich jedenfalls gebessert.
Vor einigen Monaten war ich ziemlich depressiv und motivationslos. Dann hatte meine Freundin auch noch Schluss gemacht, und mir ging es richtig dreckig.
Während dieser Zeit habe ich ein sechswöchiges Praktikum gemacht, d.h. den ganzen Tag arbeiten. Dazu fiel noch das Internet in meiner Wohnung aus, sodass ich ein Weilchen wirklich alleine war.
Erstaunlicherweise habe ich angefangen, mich während dieser Zeit richtig wohl zu fühlen.
Ich habe meine eigene Gesellschaft geschätzt, hab mir erlaubt zu denken und zu fühlen, was ich will.
Ich muss auch erwähnen, dass ich sehr viel über Psychologie weiß.
Jetzt habe ich angefangen zu grübeln, ob ich vielleicht eine Psychose haben könnte. Daraus entstand eine riesige Angst, die ihr Eigenleben entwickelt hat.
Bei einem Psychiater habe ich mir bestätigen lassen, dass ich keine Psychose habe.
Genauso habe ich darüber in meiner Therapiegruppe gesprochen, und die Psychologin dort hat mir auch bestätigt, dass ich keine Psychose hätte.
Das große Problem war, dass eines der Mitglieder in der Therapiegruppe - der einst eine Psychose hatte - mir sagte, wieso ich diese Krankheit nicht haben könnte. Er erzählte mir, wie er die Welt wahrgenommen hat.
Darüber habe ich weiterhin angefangen zu grübeln.
Fühle ich mich verfolgt?
Fühle ich mich beobachtet?
Habe ich das Gefühl, der Mittelpunkt der Welt zu sein?
Jedes dieser Fragen hat Angst in mir ausgelöst. Sehr viel Angst sogar...
Am Montag habe ich dann gar nicht mehr wirklich schlafen können, und meine innere Anspannung wich nicht. Wenn ich überhaupt mal schlafen konnte, dann hatte ich Alpträume.
Deshalb habe ich den Notarzt gerufen, und war einige Tage im Krankenhaus.
Im Krankenhaus wurde mir dann gesagt, dass ich auch durch meine Gedankengänge nur alle möglichen diffusen Ängste entwickeln könnte, jedoch nicht an einer Psychose erkranken könnte.
Diese diffusen Ängste habe ich jetzt schlichtweg mal "Satelitenängste" getauft, um ein Wort dafür zu haben.
Momentan habe ich oft Angst, wenn ich unter Leuten bin. Schauen sie mich an? Fühle ich mich beobachtet? Ist die Angst, die ich dabei empfinde bereits das Gefühl von beobachtet-sein?
Irgendwie geht diese Überzeugung, dass ich keine Psychose bekommen kann nicht in meinen Schädel. Ich habe teilweise weiterhin Angst.
Auch meine Schlafproblematik hat sich nur bedingt gebessert. Ich muss hier erwähnen, dass ich auch ein Medikament gegen meine Ängste bekommen habe, das die Angst allerdings nicht komplett ausknipst, sonst auch keine Gedanken dämpft, sondern nur die Angst lindert.
Abends, wenn der Fernseher läuft und ich jemanden zum reden habe, oder mit jemandem chatte, gehts mir besser.
Ablenkung tut gut. Allerdings ist das keine Lösung auf Dauer.
Jetzt meine Frage:
Was könnte mir gegen diese "Satelitenängste" helfen?
Bzw. was könnte überhaupt hinter diesen Ängsten stehen? Immerhin ging es mir davor ziemlich gut, und ich habe mich selbstbewusst und unabhängig gefühlt. Und dann auf einmal so ein Mist?
Ich will euch außerdem auffordern, eure Aussagen so zu formulieren, dass ich keinen weitern Input darüber bekomme, wie ein Psychotiker denkt. Das wäre wieder etwas, worüber ich nachgrübeln könnte...
Bin um jeden Ratschlag dankbar 🙂