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Gedanken zum Leben

  • Starter*in Starter*in Convergence
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C

Convergence

Gast
Kennt das einer von euch?
Man macht sich vor alles um sich herum ist prima, man ist auf einem Weg in eine gute Zukunft mit den richtigen Vorstellungen von Werten und Fakten?

So ging es mit zumindestens einmal. Ich war 16, gerade frisch konfimiert und hatte wirklich ein gewisses Gottvertrauen. Ich machte mir wirklich vor das jemand über mich wacht und immer bei mir ist. Nur 5 Monate später zerplatze diese Seifenblase. Mein Opa verstarb.... einer der liebsten Menschen die ich um mich hatte. Den letzten Besuch im Krankenhaus als er noch lebte ist mir heute noch im Gedächnis. In dem Moment als das Krankenhaus anrief und meine Eltern sprechen wollte wusste ich noch gar nicht was los war. Meine Mutter sprach kein Wort als ich ihr den Hörer weitergab. Erst als sie ihn mit glasigen Augen fallen ließ realisiere ich was los war. In diesem Moment bin ich in mein Zimmer gerannt, habe die Bibel aus dem Regal gerissen und mit einem großen Schwung aus dem Fenster geschleudert.

Das beschreibt am besten wie ich seit dem auf die Kirche und all das was sie predigt eingestellt bin. Dennoch der Verlust des Glaubens ein großes Loch in mir hinterlassen. Erst heute, mehr als 6 Jahre später, habe ich durch viel Nachdenken einen neuen Sinn im Leben gefunden. Einen Sinn nach dem es sich für mich lohnt zu leben.

Wer möchte kann ihn sich ja mal durchlesen und vielleicht auch eine Antwort dazu schreiben
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Der Sinn des Lebens.

Warum bin ich – Diese Frage beschäftige wohl jeden einmal in seinem Leben. Meistens dann, so geht es mir, wenn einem die Fehler und Probleme dieser Welt stärker als sonst bewusst werden. Das kann eine Art Stillstand sein. Aber auch Bilder und Berichte aus den täglichen Nachrichten geben uns steht’s zu denken. Krieg, Hunger, Seuchen, Katastrophen, Schicksale… Jeden Tag geschehen die schlimmsten Dinge. Und bei jedem dieser Bilder fragen wir uns warum es sein muss.

Die anerkennten Religionen geben fast einheitlich vor, dass ein gutes Wesen mit unendlicher Macht den Kosmos, unsere Erde und schließlich jeden einzelnen Menschen geschaffen hat. Dieses Wesen hat außerdem die Macht alle Geschehnisse zu beeinflussen. Genau hier liegt nach meiner Auffassung der Widerspruch. Warum würde ein gutes Wesen schreckliche Dinge zulassen? Warum lässt dieses Wesen in seinem Namen geführte Kriege(Kreuzzug, Heiliger Krieg) zu? Warum lässt dieses Wesen zu, dass unschuldige für etwas büßen müssen was sie nicht verschuldet haben? Die einzige Antwort darauf: Es gibt dieses Wesen nicht oder es glänzt durch Desinteresse. Das würde bedeuten, dass das gesamte Gedankengut dieser Religionen falsch ist.

Keine Religion? Geht das überhaupt? Ich sage nein. Religiöse Leitsätze wie „Du darfst nicht stehlen“, „Du darfst nicht töten“ sind beinahe weltweit anerkannt. Wir können und wollen diese Werte nicht abschaffen. Sie sind Grundsätze der modernen Zivilisation. Ab hier geht es ins Detail. Fasten, Jesus, Buddha, usw. muss jeder für sich abwiegen, annehmen oder auch ablehnen. Ich behaupte, dass alle diejenigen die sich ab hier verweigern ein großes Loch in sich haben. Beispiel Todesfall: Ein geliebter Verwandter/Bekannter stirbt. In solch einem Fall hilft Religion. Man kann dem Ereignis einen Sinn geben. Wer ohne Gottvertrauen durch die Welt geht, den trifft es umso härter und nachhaltiger. Eine Alternative Lebenseinstellung muss also diese Lücken füllen. Ich denke ich habe da für mich das richtige gefunden.

Was bleibt ohne Glauben an Übernatürliche Dinge über? Wissenschaft. Dinge die bewiesen werden können. Logik, Mathematik, Physik und Biologie. Von diesem Standpunkt ausgesehen sind Menschen nur Anhäufungen von Genen und Zellen auf einer Kugel irgendwo im Universum. Wenn wir einmal Blick auf die menschliche Vergangenheit werfen, so steht für mich fest es gibt Fortschritt. Nicht nur im Sinne von Erfindungen wie Handy und Fernsehen, sondern insbesondere in Hinsicht auf das was wir Menschlichkeit nennen. Sicherlich können wir nun den jüngsten Terror in der Türkei, Kriege usw. mit der Abschaffung von Sklaventum, Folter usw. Gegenrechnen. Das macht aber nicht wirklich Sinn. Menschen sind sehr unterschiedlich und sehr beeinflussbar. Ein weiteres Indiz dafür, dass alle Menschen näher zusammenrücken ist auch der Wegfall von Grenzen. Nicht nur wirtschaftlich bringen beispielsweise EU und Euro die Menschen in Europa näher. Es stärkt auch das „Wir“ Gefühl. Genau hier liegt meines Erachtens der Schlüssel. Grob gesagt ist alles was die Gemeinschaft menschlich(nicht wirtschaftlich, militärisch) stärkt richtig und alles was sie auseinander bringt falsch. Wenn ich als der der ich bin durchs Leben gehe habe ich Einfluss auf das Ganze. Ich beeinflusse andere in guter und schlechter Weise. Wenn ich meinen Mitmenschen beispielsweise freundlich grüße hat dies schon einen positiven Effekt und die Welt ist ein wenig besser geworden.
Kommen wir nun zu unserem Beispiel mit dem Todesfall zurück? Wie passt das ins Bild und wie schließe ich das Loch? Der Tod beeinflusst in besonders starker Form. Er zeigt die Endlichkeit unseres Seins… Aber auch das es weitergeht und das statistisch in der gleichen Sekunde irgendwo ein neues Leben geboren wurde. Wichtig ist das Gute des verstorbenen Menschen in sich aufzunehmen und weiterzuleben und zu leben. So bleibt er lebendig und hilft anderen über sein Ende hinaus. Selbstmord schadet „dem Ganzen“. Mit dem Tot verlieren wir auch die Fähigkeit Gutes tun zu können und JEDER hat viele gute Eigenschaften.

Zusammenfassung:
Leitsatz: Gemeinsam sind wir stark. Gemeinsam können wir alle Probleme lösen
Alles was die Gemeinschaft menschlich(nicht militärisch-wirtschaftlich) stärkt ist richtig und alles was sie auseinander bringt falsch.

Leben wozu/SINN: Die Gemeinschaft stärken und voranbringen. Gutes tun und damit den Fortschritt bzw. Prozess vorantreiben. Viele kotz irgendwas im Leben an. Genau dies gilt es zu ändern aber nur klagen bringt nix. Anfassen, beginnen und dabei sein
 
Ich habe kein interesse dir deine Meinung zu kommentieren, weil sie mir sehr symphatisch ist.
Ich würde dich nur gerne mit dem anfreunden was du die schlechten, bösen Dinge nennst.
Das Problem ist das nur wir Menschen unterscheiden zwischen gut und böse. Die Natur und auch noch viel größer, der Kosmos, betreibt ständig zerstörung, gewalt, bis hin zu kannibalismus. Und das hat seinen Sinn. Der Fehler in den Religionen ist nur das sie dem "Wesen" eine menschliche gute Seite zuordnen wollen, und nicht merken dass sie damit die eine hälfte der Welt, vielleicht auch des "Wesens" ausblenden. Zerstörung hat seinen Sinn, es wird Platz gemacht für neues.

Wer Tod erleben musste bei lieben Menschen, merkt dadurch meist erst das unser Leben wirklich mal ein Ende hat, kann somit seine Zeit besser nutzen, als jemand der immer in der Illussion der Langlebigkeit lebt.
Viele Dinge die heutzutage das Leben der Menschen und auch gerade das Leben der Ärmsten verbessern, sind erst durch die Kriegstechnik entstanden, gefördert wurden. Manchmal muss man "böses" betreiben und zum Beispiel hunderttausende umsiedeln, vertreiben, um Millionen das Trinkwasser zu sichern.
Es ist eine rein menschliche Unterscheidung, im großen Plan sind beide Seiten wichtig. Dafür haben wir unser Gewissen damit wir es auch brauchen, wer nie was schlimmes tut bräuchte kein Gewissen, haben wir aber alle.
Mit jedem mehr an wissen wird es immer schwieriger für die Menschen was zu tun, und dennoch nur gutes zu tun. Wenn du einen Menschen töten müsstest um hunderte vor dem Verdursten zu retten, was würdest du tun?

Ansonsten sehr symphatisch was du schreibst, ich denke dennoch du hast mit spiritualität nicht abgeschlossen, verschließ dich nicht, weil es gibt irgendwas dahinter, ein PRINZIP, eine ORDNUNG.

Das muss kein Wesen sein, das ist irgendwas was wir nicht verstehen können, weil wir nie dafür konstruiert wurden sowas zu verstehen.

mit lieben Grüßen vom Max
 
Noch nie bin ich irgenwo so oft auf die gleiche Fragestellung und auf sehr ähnliche Interpretationen gestossen wie im Forum.
In welchen Thread wir sehen, fast überall ist auf irgendeine Weise dieses Thema angesprochen und behandelt worden. Dieses Thema ist nahezu ein Zwang, weil keiner unmenschliches erleiden kann ohne nach dem Warum zu fragen.

Wir habe daber auch ein Problem hier im Forum.
Das Thema wird 100 mal erörtert, diskutiert, etc.
Jeder, der neu dazustösst, fängt mit seiner Frage wieder beim Nullpunkt an, und wir, die ihm antworten wollen, wiederholen uns zum 100. male.

So denke ich, wir sollten ein alle Gedanken zu diesem Thema in ein Forum umheben, dass einzig und allein diesem Thema gewidmet ist, sodass jeder, der neu zu uns stösst und einen Gesprächspartner für all diese Fragen sucht, von uns auf das Forum ingweisen werden kann, und sich dort schon einige antworten auf seine Fragen holen kann. Aber er kann dort auch seinen eigenen Gedanken zum Thema beitragen.
wenn das möglich ist, dass wir nur allein die Gedanken, Fragen, und Antworten der letzten 14 Tage umheben, so sollten wir das tun. Und in diesem Forum sollten alle, und ich meine wirklich alle, aus welcher Sicht heraus sie dieses Thema behandeln, ihre Sichtweise einbringen können, ob sie wissenschaftlich, religiös, philosophisch oder wie auch immer untermauert sind.
Ich werde mich mit dem admin in Verbindung setzen , um zu hlören, wie das machbar ist, ohne alles nochmals schreiben zu müssen und werde dann im SOS bescheid geben.

Eure Meinung hierzu möchte ich gerne hören.
Deshalb bitte ich Euch, sie mir per privat Nachricht zukommen zu lassen, damit ich sie auch sicher lesen kann.

Liebe Grüße an Euch alle
Euer Luiserl
 

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