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Gedanken zu Karikaturen, Meinungsfreiheit? Hetze?

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Rascas

Aktives Mitglied
Hallo,

ich schreibe meine Gedanken hier, da diese nicht in den Pegida Strang passen.

Wir ihr wisst, bin ich durchaus für eine Veränderung der Einwanderung in D und sympathisiere daher mit der Pegida.
Man sollte doch denken, das ich dann auch die Karikaturen ganz toll oder berechtigt finde und denke, das man um diese Art der Meinungsfreiheit kämpfen müsste..sowas schützenswert ist und kein Dreck.

Gerne würde ich von euch mal eure Meinung zu folgenden Gedanken hören..

Sollen wir also jubeln über entwürdigende Darstellungen des Propheten Mohammed?
Gibt es nicht auch Grenzen bei der Satire?

Folgender Satz ist mir irgendwie hängengeblieben:

Bösartige Satire über Juden ist Antisemitismus, also fällt nicht unter Meinungsfreiheit..aber Muslime zu verhöhnen, das ist etwas was man schützen muss?
Je suis Charile .. ja wenn es um das Mitgefühl mit den Opfern geht, aber nicht wenn es um Verhöhnung einer Gruppe Menschen geht.
(ein Magazin mit wirklich unterirdischer Satire, dessen Vorgänger sogar von der Regierung Frankreichs mal verboten wurde ..denn da war es nicht schützenswert, aber wenn man Muslime aufs Korn nimmt, das ist natürlich was anderes)

Klar ist es in keinem Fall gerechtfertigt gegen Zeitungen die einen solchen Dreck publizieren mit Terror Anschlägen vorzugehen, aber sollen wir das jetzt alle bejubeln?

Das Verhöhnen einer ganzen Volksgruppe getarnt als Meinungsfreiheit? Auch wenn es Grenzen überschreitet?
Man kann (wie ein türkisches Satiremagazin gezeigt hat) auch Satire machen die nicht die Grundlagen des Glaubens verhöhnen sondern einfach Gewohnheiten der Gläubigen aufs Korn nimmt.

Ich bin verwundert, verwundert darüber das man Pegida als das ultimativ Böse darstellt, aber es den ganzen Menschen nichts ausmacht, wenn eine ganze Glaubensgruppe auf eine Art verhöhnt wird, da würde man bei Juden DAGEGEN demostrieren.
Bei Moslems aber DAFÜR..

Bitte erklärt mir das...

ein verwunderter Rascas

PS: hat es im dritten Reich nicht auch mal mit den Juden so angefangen?
Mit bösartigster Verhöhnung? Verunglimpfung?

Ich bin irritiert..
 
Der andere Thread ist schon sehr lang.
Ich wollte dieses Thema gerne abtrennen, denn Pegida ist das Eine, aber das Feiern der Verhöhnung etwas ganz anderes.

Das machen NICHT die Pegida Leute, das macht gerade ganz Europa----
ich muss da was falsch sehen.

Das muss man mir erklären.
Und ich finde es echt wichtig.
Denn was ich gerade sehe, das wiedert mich an.
Und ich frage mich ob die Menschen die da alle Je suis Charlie brüllen mal fünf Minuten nachgedacht haben.... sie könnten ja auch Plakate mit dem Mitgefühl für die Opfer hochhalten.

Aber die kämpfen dafür, das Verunglimpfung einer Volksgruppe als Meinungsfreiheit gewertet wird.
Beim Judentum würde darüber nicht diskutiert. Da würde es Proteste DAGEGEN geben.
Ich verstehe es nicht.
 
Es passt nicht zu dem bestehenden thread da Meinungsfreiheit an sich, nicht nur mit PEGIDA zusammenhängt. Es ist gut das du fragst, ich wollte diesen thread heute abend ebenfalls eröffnen.

Gerade gestern Abend haben wir zu Hause genau darüber diskutiert. Alle beschweren sich. Doch worüber genau? Hier werden Menschen im Prinzip beleidigt. Wir haben mal nach diversen Karikaturen gegoogelt. Das hat doch mit Spaß nichts mehr zu tun. Ferner frage ich mich, wer lacht darüber? Ist das wirklich ulkig? Eigentlich wird einfach nur immer irgendwer durch den Kakao gezogen. Wer damit sein Geld verdient muss eben auch damit rechnen, dass am anderen Ende der Leitung Menschen gibt, denen das nicht gefällt.
 
Und klar kann ein Karikaturist damit rechnen, dass nicht alle Leute seine Bilder mögen. Aber damit rechnen, deswegen erschossen zu werden, sollte man eigentlich nicht müssen.

Nein, woher auch. 2-3x hatte die Bude schon gequalmt, begleitet mit etlichen Morddrohungen. Und natürlich muss man dann trotzdem stur weitermachen...weil man es ja darf! 🙄
 
Das denke ich tatsächlich in diesem Fall ein Stückweit.

Was nützt es dir, wenn irgendwann festgelegt wird das diese Art von Humor unter Meinungsfreiheit fällt? Ist das für jeden der sich ärgert verbindlich? Wenn du ein Karikateur wärst könntest du ja dann mit dem Gesetzbuch wedeln, wenn jemand mit AKs im Anschlag dein Büro betritt.

Hast ja gesehen wie hilfreich dein Gesetz ist. Wenn das der Preis dafür ist welchen man dann dafür bezahlen möchte ist es ja in Ordnung. Zum Glück hat man im Leben meistens die Wahl welchen Weg man einschlagen möchte.
 
Relativ simple. Entkräfte doch einmal den Vorwurf des Judenhassers, das geht sehr leicht, in dem u.a. darauf verweist, dass man jüdische Freunde hat.

Aber entkräfte mal, dass du Antisemit wärst, das kannst du nicht. Dabei ist ein Semit nicht einmal nur ein Jude, sondern

Semiten
 
Ich finde das so abstoßend und widerlich, zu sagen "selber schuld".
Da fehlen einem fast die Worte.


Hoffentlich haben die Pegidas soviel Anstand, heute Abend das Maul zu halten und daheim zu bleiben.
 
Entscheidend ist, ob eine Darstellung beleidigend/herabwürdigend ist.

Dies ist zunächst eine sehr subjektive Frage und ich kann verstehen, dass sich Menschen von solchen Zeichnungen verunglimpft fühlen.
Dem gegenüber steht aber ein Interesse auf Meinungsfreiheit. Wer in einer Gesellschaft oder Religion Probleme erkennt, darf diese nennen. Eine Karikatur darf ergo grundsätzlich kritisch sein und Probleme in einer Gesellschaft oder auch Religion auf`s Korn nehmen. Dem tut es auch keinen Abbruch, dass sich Menschen beleidigt fühlen.

Die Grenze ist dort erreicht, wo nicht mehr Kritik oder Humor, sondern Herabwürdigung in den Vordergrund treten. Bereits die Tatsache, dass die Zeitschrift Charlie Hebdo in alle Richtungen austeilte, macht klar: Es geht nicht gezielt gegen den Islam. Weder hatte die Zeitschrift rechtsradikale Züge noch wurde Stimmung gegen Muslime gemacht. Die Karikaturen sind inhaltliche Kritik, die betont überzeichnet eine westliche Sicht auf den Islam werfen. Egal ob im "Mad Magazin" der amarican way of life oder bei Southpark Jesus auf die Schippe genommen wird, Humor und Gesellschaftskritik, nicht aber Verhetzung steht im Vordergrund.

Soweit Menschen Charlie Hebdo als Hetze empfinden, glaube ich nicht, dass Karikaturen der Stein des Anstoßes sind. Vielmehr wurzelt hier eine Abneigung gegen den Westen, die geradezu nach dem Tropen sucht, der das Fass zum überlaufen bringt.

Außer Frage steht, dass niemand jemanden etwas antun darf - selbst wenn Karikaturen beleidigend sind.
 
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