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Für Phantasien schämen

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ghostspaces

Mitglied
Ich habe ein Problem... Ich habe permanent sexuelle Gedanken, für die ich mich schäme. Nichts illegales oder abartiges, es fällt alles in den Bereich des gesellschaftlich als normal akzeptierten. Trotzdem schäme ich mich dafür, was ich teilweise so denke oder auch in sexuellen Situationen sage.

Ich bin homosexuell, aber es liegt nicht daran. Ich habe kein Problem damit, schwul zu sein und in meinem Umfeld hat auch niemand ein Problem damit.

Meine Familie geht mit Sex normal um. Die sind weder verklemmt noch verstörend freizügig.

Warum habe ich trotzdem so ein Problem mit Sex?
 
Eine Gegenfrage: Sind die Gedanken so beherrschend, dass Dein Sexualleben beinträchtigt wird?
 
Eine Gegenfrage: Sind die Gedanken so beherrschend, dass Dein Sexualleben beinträchtigt wird?
Vielleicht. Ich schäme mich wenn ich an sexuelle Situationen zurück denke, wiederhole sie aber dennoch. Außerdem hält mich das Schamgefühl davon ab, Dinge zu tun, die ich mir wünsche, aber nicht mal aussprechen kann.
 
Hallo ghostspaces

Was genau ist an deiner Sexualität für dich schamhaft besetzt? Möchtest du vielleicht (du bist ja hier anonym) Beispiele nennen? Oder kannst du allgemein beschreiben, wofür konkret du dich dabei so schämst?

Letztlich ist Sexualität etwas, das im Privaten stattfindet, das andere Menschen - bis auf der Sexualpartner - nicht mitbekommen. Schämst du dich vor deinem Sexualpartner? Oder bei dem Gedanken, was andere Menschen über dich denken könnten, könnten sie dich sehen und wüssten, was du beim Sex machst, was dir gefällt? Oder schämst du dich sogar vor dir selbst, weil du das Gefühl hast, "man" macht das irgendwie nicht?

Liebe Grüsse
Santino
 
Hallo ghostspaces

Was genau ist an deiner Sexualität für dich schamhaft besetzt? Möchtest du vielleicht (du bist ja hier anonym) Beispiele nennen? Oder kannst du allgemein beschreiben, wofür konkret du dich dabei so schämst?

Letztlich ist Sexualität etwas, das im Privaten stattfindet, das andere Menschen - bis auf der Sexualpartner - nicht mitbekommen. Schämst du dich vor deinem Sexualpartner? Oder bei dem Gedanken, was andere Menschen über dich denken könnten, könnten sie dich sehen und wüssten, was du beim Sex machst, was dir gefällt? Oder schämst du dich sogar vor dir selbst, weil du das Gefühl hast, "man" macht das irgendwie nicht?

Liebe Grüsse
Santino
In großen Teilen hat es einfach etwas mit der Wortwahl zu tun. In meinen Gedanken benutze ich keine neutralen Formulierungen wie "Ich will Sex haben", sondern, na ja, sozusagen unanständige Wörter. Dafür schäme ich mich. Das kann ich auch hier nicht schreiben, weil es wirklich nicht jugendfrei ist.

Hinzu kommt außerdem, dass ich eher devot bin. Aus einem nicht klar benennbaren Grund schäme ich mich auch dafür.

Zu deinen anderen Fragen: ja, zu allem.
 
In meinen Gedanken benutze ich keine neutralen Formulierungen wie "Ich will Sex haben", sondern, na ja, sozusagen unanständige Wörter. Dafür schäme ich mich. Das kann ich auch hier nicht schreiben, weil es wirklich nicht jugendfrei ist.
Das machen viele Menschen und das gefällt auch vielen Menschen. Schau dir doch mal Pornos an - ausser bei "romantic porn" spricht da doch niemand poetisch davon, mit jemandem schlafen zu wollen. 😀 Und würde das niemandem gefallen, ausser ein paar Einzelnen, würde man das nicht in der Pornographie verarbeiten. Verstehst? Das ist so verbreitet, das ist wirklich nichts, wofür man sich schämen müsste.

Hinzu kommt außerdem, dass ich eher devot bin. Aus einem nicht klar benennbaren Grund schäme ich mich auch dafür.
Versuch mal, den Grund unklar zu benennen, wenn du ihn nicht klar benennen kannst. Du weisst ja wahrscheinlich, wenn du in der "Szene" unterwegs bist und dich da schon ausgelebt hast, grundsätzlich schon, dass es viele Menschen gibt, die devot sind und dass du mit deiner Neigung hier nicht "besonders" oder "abartig" bist.

Dass du dich sogar vor deinem Sexualpartner schämst, überrascht mich. Hast du denn mal mit einem davon darüber gesprochen, zu dem du Vertrauen hattest? Wenn ja, wie wurde reagiert?

Liebe Grüsse
Santino
 
Das machen viele Menschen und das gefällt auch vielen Menschen. Schau dir doch mal Pornos an - ausser bei "romantic porn" spricht da doch niemand poetisch davon, mit jemandem schlafen zu wollen. 😀 Und würde das niemandem gefallen, ausser ein paar Einzelnen, würde man das nicht in der Pornographie verarbeiten. Verstehst? Das ist so verbreitet, das ist wirklich nichts, wofür man sich schämen müsste.


Versuch mal, den Grund unklar zu benennen, wenn du ihn nicht klar benennen kannst. Du weisst ja wahrscheinlich, wenn du in der "Szene" unterwegs bist und dich da schon ausgelebt hast, grundsätzlich schon, dass es viele Menschen gibt, die devot sind und dass du mit deiner Neigung hier nicht "besonders" oder "abartig" bist.

Dass du dich sogar vor deinem Sexualpartner schämst, überrascht mich. Hast du denn mal mit einem davon darüber gesprochen, zu dem du Vertrauen hattest? Wenn ja, wie wurde reagiert?

Liebe Grüsse
Santino
Pornos sind wahrscheinlich genau der Grund, warum ich diese Gedanken entwickelt und diese Ausdrücke in mein gedankliches Sprachrepertoire aufgenommen habe.
Aber heißt es nicht immer, dass Pornos mit der Realität nichts zu tun haben?

Vielleicht habe ich einfach Angst, mich lächerlich zu machen. Also ich sage was und mein Partner lacht mich aus weil man so nur in Pornos spricht und nicht in der Realität.

Ich hatte jetzt schon einige Sexpartner, aber es ist nie zum eigentlichen Sex gekommen. Handjobs, Blowjobs, Frottage, aber nichts penetratives. Ich phantasiere permanent darüber, habe aber eine Blockade, wenn es darum geht, es einfach mal zu tun.

So wirklich angesprochen habe ich das auch noch nie. Ich hatte das aber schon, dass ich ausgelacht wurde weil ich mich nicht überwinden konnte, zu sagen, was ich will. Einer, mit dem ich aktuell gelegentlich was habe, provoziert mich immer und versucht mich dazu zu bringen, auszusprechen, was ich will. Das macht mich aktuell echt wahnsinnig.
 
Wenn ich nicht selbst das Problem hätte, würde ich vermuten, dass der Grund in einer Nichtakzeptanz der eigenen Sexualität liegen muss, wahrscheinlich in Verbindung mit einer Ablehnung durch die Eltern.

Aber das trifft auf mich nicht zu.

Meine Eltern haben nie ein Problem mit meiner Sexualität gehabt und mir hat nie jemand gesagt, dass daran etwas Peinliches oder Ekliges wäre.

Demnach ist es unlogisch, dass ich so empfinde.

Ich kann nicht zu meinen sexuellen Gedanken und Wünschen stehen.

In meinem Freundeskreis denken die meisten, ich hätte ständig mit irgendwem Sex und ich schaffe es nicht mal, sie zu korrigieren.
 
Pornos sind wahrscheinlich genau der Grund, warum ich diese Gedanken entwickelt und diese Ausdrücke in mein gedankliches Sprachrepertoire aufgenommen habe.
Aber heißt es nicht immer, dass Pornos mit der Realität nichts zu tun haben?

Jein. Pornographie findet ja real statt, d.h. die dortigen Handlungen sind real. Sofern z.B. in einem Porno nicht mal eine Handlung eingebaut ist, ist es absolut real, denn da treffen sich Menschen, um gegen Bezahlung beim Sex gefilmt zu werden.

Die mit den Stories, kommt drauf an. Auch das gibt es in der Realität. Viele Stories sind ja an die Realität angelehnt, wie Betrug mit dem Nachbarn, gemeinsames Masturbieren etc. pp.

Das ist aber auch gleichzeitig das Gemeine. Denn wer erlebt das schon? Zumal das Überangebot an Pornos den Eindruck vermitteln kann, das sei eine Art Alltag. Ist es vermutlich für die meisten nicht.

Kommt aber auch drauf an, was man sich anguckt. Hochglanzfilme mit durchtrainierten, unfassbar hübschen Leuten, die in Rudeln stundenlang miteinander Akt an Akt vollziehen sind eben was anderes als mit dem Handy gedrehte Amateurfilmchen.

Auch hier gilt, zu viel ist ungesund.
 
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