• Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Für einen ganz besonderen Menschen.....

  • Starter*in Starter*in *quasi*
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Q

*quasi*

Gast
......dessen Leben, Leidensweg und Sterben ein einziges Zeugnis für Jesus war:

Für Dich, liebe Sr. Traute
gest. 1.7.09


Nun bist du fort

Nun bist du fort, und nichts auf dieser Welt bringt dich zurück.
Nun bist du fort. Hätt' ich dich nicht gekannt,
wär dieser Tag ein Tag wie tausende zuvor.
Doch nun wisch ich mir ganz verschämt die erste
Träne vom Gesicht.

Nun bist du fort... Schon gut - ich weine nicht!

Du hast geglaubt an den, der selbst die Auferstehung war.
Du hast geglaubt, und du hast oft gesagt,
wenn du mal gehen mußt, gehst du zu ihm.
Doch sag, was bleibt mir nun von dir, was ist davon schon
von Gewicht?

Nun bist du fort... Schon gut - ich weine nicht!

Ich weiß, du lebst, du bist nun frei und froh wie nie zuvor.
Ich weiß, du lebst, doch schreibst du nie mehr einen Brief, rufst
nie mehr an.
Du lebst, als wärst du tot. Ich weiß, ich weine nur um mich.
Wie ich ihn hasse, den Verzicht!

Nun bist du fort... Schon gut - ich weine nicht!

Ich weiß nicht wie, doch hinter Wolken sehe ich ein schwaches
Licht. Ich weiß nicht wie, doch du, ich freu mich auf einmal ganz
leis für dich.
Du weißt nun mehr als ich. Ach, du, ich tu dir sicher leid,
wie ich hier steh im Kerzenlicht.

Nun bist du fort...Schon gut - ich weine nicht!

Du bist zu Haus, du gingst mir nur ein kleines Stück voraus.
Du bist zu Haus! Die Uhr an deinem Arm steht nun für immer still,
die Zeit hat ausgedient.
Der Tod, die Schmerzen sind vorbei.
Ich glaub, zurück willst du wohl nicht.

Nun bist du fort... denn du lebst in Gottes Licht.


(Jürgen Werth)
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Quasi, hab den Thread erst jetzt entdeckt.

Laß dich mal ganz fest tröstend in den Arm nehmen..

Es ist schön, zu wissen, daß ihr Leiden nun ein Ende hat,
aber es tut natürlich immer auch irgendwo weh, wenn ein lieber Mensch geht.

"Auf Wiedersehen" hast du ganz richtig gesagt..

Ganz lieben Gruß
Claudia
 
Es tut mir sehr leid quasi. Ich denke, sie wird immer in Deinem Herzen bleiben.
 
Ja, das wird sie🙂 In meinem wie in den Herzen so vieler, die das Privileg hatten, sie kennen und auch durch diese letzte Zeit ihres Leidens begleiten zu dürfen.
Sie hat mich die Welt und die Menschen mit Gottes Augen sehen gelehrt, mir die Schönheit der Schöpfung bewusst gemacht und mich zum Nachdenken über den Wert auch des "Gänseblümchens" angeregt auf ihre unnachahmliche, selbstverständliche und klare Art.
Nun ist sie zuhause - GOTT sei Dank:herz::wein:
Und die Tränen, die weinen wir im Grunde wirklich nur um uns, um den Verlust, denn ihr geht es nun gut - sie lebt nun wirklich in Gottes Licht.
Unvorstellbar schön.
Shalom, Sr. Traute🙂
 
Liebe Quasi,
es tut mir sehr leid für Dich, das Du einen Menschen verloren hast, der Dir nahe stand und Dir so viel bedeutet hat.
Bitte entschuldige ich habe das eben erst gelesen.😱
Möge der Herr Dich tröten in dem allen, besonders in der rGewissheit das es ja nur ein kurzer Abschied ist und ihr euch bald wieder seht.





liebe Grüsse🙂
Marion
 
Danke, Wölkchen🙂

Ja - wir wissen es ja, dass die, die in Jesus sterben, nicht tot sind, sondern uns nur ein Stück voraus gingen. Als ich heute mit Sr. Ilse - meiner anderen so lieben Bezugsschwester - sprach, sagte sie zu mir, wenn man jemanden wirklich liebe, dann freue man sich für ihn, wenn sein Leidensweg endlich zu Ende sei und er zuhause bei Gott ist.

Sie hat Recht - wir weinen, wenn wir um ein Kind Gottes trauern, wirklich nur um uns, denn dieser Mensch hat nun das besser Teil erhalten.

Und das, was sie war für viele Menschen, das bleibt in unseren Herzen ja zurück.:herz::wein:

Shalom, Sr. Traute🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Quasi,

auch ich möchte Dir mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Du weißt, das ich deine jetzige Situation sehr gut verstehen kann...einen geliebten Menschen zu verlieren ist der größte Schmerz den man ertragen kann. Ich entschuldige mich auch...quatsche blöd😕 in meinem Tread rum, dabei geht es Dir doch auch nicht gut. Komm lehn dich ein wenig an meine Schulter...hol ein wenig Luft, ich nehme Dich virtuell mal ganz sanft in den Arm.

Hoffnung…

Dein Name steht in meinem Herz,
du hast ihn tief dort eingebrannt.
Die heiße Glut in deinen Augen
hat das Eis daraus verbannt.

In ihm brennt lodernd heiß das Feuer,
wandelt Schmerz in dunklen Rauch.
Doch umgibt es wie ein Schleier
der Sehnsucht frostig kalter Hauch.

Einsam tief im Schnee vergraben,
hoffnungslos im Eis verloren,
sehnt es sich nach deiner Wärme,
die auftaut was einst zugefroren.

Doch spür ich sie nicht, sie ist wohl verschwunden.
Was sie zurückließ war ewiges Eis.
Das lodernde Feuer ist lang schon erloschen
und mit ihm die Wärme, doch das Herz schlägt noch leis.

Was auch geschieht, es wird nicht verstummen,
denn ist der Rest auch gestorben, die Hoffnung lebt fort.
Vielleicht wird alles anders, vielleicht so wie früher.
Vielleicht befreist du mein Herz noch aus diesem Ort.

Noch pocht es leise von Hoffnung beseelt,
noch will es wissen, was der Schleier verbirgt.
Doch stirbt auch die Hoffnung, dann ist es zu spät,
der Wille verloren und das Leben verwirkt.

Dann gefriert das Blut, der Strom versiegt,
der Körper bebt vom Schmerz besiegt.
Das Herz erstarrt, das Leben schwindet,
keine Fessel mehr die Seele bindet.

Die Stille allein hält dann einsam noch Wacht.
Es bleibt weder Leid noch quälender Schmerz.
Die Sehnsucht verliert sich im Dunkel der Nacht,
wenn die Hoffnung entschwindet dem schreienden Herz.

Doch noch schürt die Hoffnung beständig die Glut
und so schreit die Flamme im Herzen nach dir.
Noch fließt heiß durch die Adern das Blut
und mit ihm die Angst vor dem Erfriern…

(Coreana)
 
Es geht mir gut, denn es war keine TRAUERfeier trotz aller Tränen - es war eine HOFFNUNGSfeier mit einem großen Glaubenszeugnis.
Bewegend und einzigartig.
Danke euch - schade, dass ihr diesen wunderbaren Menschen nicht kennen gelernt habt.🙂

Wenn ich hier so manche Threads zum Thema Glauben überdenke, dann kommt mir auch das Vermächtnis Sr. Trautes in den Sinn, das sie uns in dieser Abschiedsstunde bewusst übergab und ausdrücken ließ in einem alten Kirchenlied:

>Keiner wird zuschanden, welcher Gottes harrt;
sollt ich sein der der erste, der zuschanden ward?
Nein, das ist unmöglich, du getreuer Hort!
Eher fällt der Himmel, als mich täuscht dein Wort!<

(Gustav Knap)


"Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten"... - ich lese hier im Forum immer wieder von der "Bedeutungslosigkeit" der Bibel.
Es stimmt mich traurig.


Schaut: Wie anders lerne ich denn zunächst einmal jemand mir Fremden kennen als über sein Wort?
Ich erfahre mein Gegenüber in den meisten Fällen doch aus dem, was es mir über sich mitteilt.

Das ist bei Gott nicht anders als bei uns Menschen - natürlich ist Gott in ALLEM, doch um ihn dort zu finden, muss ich ihn kennen, etwas über ihn wissen, das hören, was er selbst mir über sich benennt.
Und wo anders sollte ich dies finden können als in der Bibel, in seinem uns übermittelten Wort?

Und wie dieses Lied sagt, das uns Sr. Traute als Mahnung und Hoffnung zugleich mitgab: Wenn DIESES Wort nicht mehr gilt - WORAUF soll denn dann unser Glaube ruhen?
Wo seine Basis haben, seinen Anhaltspunkt?

DANN landen wir genau dort, wo wir hier, aber auch im realen Leben immer wieder sind: Bei Mutmaßungen, Zweifeln, Irritationen, Ablehnung und Spott.
Etwas, das unserer Seele nur schadet und uns jeden Boden entzieht - man sieht es an der immer inhaltsleerer werdenden Welt.

Ach, ich wünschte echt, ihr hättet gestern dabei sein können - und diesen Frieden und die unendliche Hoffnung spüren dürfen, wie ich es tat. Ein Geschenk.

LG und Shalom! Christa 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Lese ich all die Dinge um, über und in Kombi mit MJs Tod und Beerdigung, bin ich umso dankbarer, diesen Gegenpol einer solchen Hoffnungsfeier nur einen Tag zuvor erlebt haben zu dürfen.
Welch ein Kontrast - Spektakel und Mystik auf der einen Seite, Stille, Frieden, Gottes Geist auf der anderen.
Shalom, Sr. Traute - und danke für DEIN Vermächtnis!:herz:
 
Heute vor einer Woche stand ich an deinem Grab - es war ein genauso schöner, sonniger, leicht windiger Tag mit den von dir so geliebten Wolkenformationen....
Fast zwei Wochen bist du nun schon fort - doch wieviel hast du uns, die wir dich kennen und lieben durften, hinterlassen....
Wie es dir wohl nun geht..?
Ja, ich freue mich für dich, liebe Sr. Traute - du bist nun wirklich frei und froh wie nie zuvor. Und irgendwie - ja, irgendwie wäre ich auch schon arg gern dort, wo du nun schon sein darfst...😱
Doch ich gönne es dir nach deinem furchtbaren ALS - Leiden - und nicht mehr lang, dann sehen wir uns ja wieder.🙂
Denn was ist schon das Erdendasein gemessen an Gottes großer Ewigkeit?
Nur eine kleine Durchgangsstation, kaum mehr als eine Tür, die in Sein Reich führt, das du nun schon betreten darfst.
Shalom, liebe Sr. Traute - I miss you......:wein::herz:
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.
      Oben