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FSJ und unverschuldetes zu spät kommen

G

Gast

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Hallo ihr,

ich mach seit Anfang September ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Lebenshilfe.
Seit Oktober bin ich in einer Förderschule eingesetzt als Integrationshelfer für ein bestimmtes Kind.
Ich muss ca. halb neun da sein und brauche zur Arbeit ca. eine halbe Stunde.
Dabei bin ich auf die Straßenbahn angewiesen (genauer auf zwei Linien, da ich immer umsteigen muss), da ich keinen Führerschein habe. Und ich fahre immer frührer los als ich müsste.
Es kam in den letzten Wochen auf beiden Linien des öfteren zu Fahrtausfällen und Verspätungen, sodass ich meistens ca. 10 minuten zu spät kam.
--> Ich meistens um 7 Uhr los (spätestens 7🤐5 Uhr) um genau dies zu vermeiden.

Ich bin aber nicht die einzige, die in dieser Schule tätig ist und davon betroffen.
Nun ist der Lehrer aus dieser Klasse, in der ich betreue, schon zweimal auf mich zugekommen um mit mir darüber zu "reden".
 
(sorry hatte das Thema aus versehen zu früh erstellt)

Jedenfalls waren beide Gespräche nicht gerade erfreulich.
Natürlich war ich nett und höflich und versuchte zu erklähren, dass es unverschuldet war und ich jeden Morgen mehr als früh losgehe.
Er meinte dazu nur "Dienst ist Dienst, und Schnaps ist Schnaps" und dass ich dann eben noch früher zur Arbeit gehen müsste.
Anfang dieser Woche, kam dann die Lehrerin, die der Ansprechpartner für uns innerhalb der Schule ist, zu mir da ihr dass von den Kollegen zu getragen worden sei (was ich nicht wusste).
Ich verstehe mich eigentlich sehr gut mit ihr und sie gab mir auch zu verstehen, dass man einer eigentlichen Arbeit nichts zu bemängeln sei und die Lehrer aus der Klasse mich weiterhin dort hätten.
Allerdings sagte sie auch ein paar Dinge, die ich in gewisser Weise als unverschämt empfand.
Z.B. dass aus meinem Stadtteil ja auch Schüler kommen würden und diese auch pünktlich wären, was ich bezweifle da diese sonst die gleiche Verbindung nehmen müssten wie ich. Ich kann schließlich zwischen den Zeilen lesen und ich ziehe mir dass nicht aus der Nase.
Ich bat ihr dabei auch an noch eher zu fahren, was sie aber ablehnte, da dass zu übertrieben wäre.

Nun gut, heute war das erste Mal, dass ich aus eigenem Verschulden zu spät war, da ich mich im Dienstplan vertan habe. Ich habe mir dann auch noch ein Taxi genommen um die Verspätung zu minimieren.
Jetzt habe ich Angst, dass schon wieder so ein "Gespräch" auf mich zukommt und man mich für unzuverlässlich hält.
Ich gebe mir wirklich Mühe, alles richtig zu machen und mache mir jeden Morgen Gedanken darum, dass auch ja alles klappt.
Mittlerweile fühle ich mich auch sehr unwohl dort, weil ich das Gefühl hab man nimmt mich nicht für voll und schenkt mir keinen Glauben.
Obwohl man anscheinend an meiner Arbeit nichts auszusetzen hat.

Könnt ihr mir einen Rat geben ? Verhalte ich mich so falsch ?

Danke schon mal im vorraus.
 
Die Deutschen und ihre Pünktlichkeit. Wenn der Weltuntergang bevorstünde, sie wären vermutlich die einzigen, die sich darüber aufregen würden, dass er nicht termingerecht stattfindet.

Da du ja ein FSJ ableistest finde ich es schon ein wenig überforsch dich wie jemanden anzugehen, der für diese Tätigkeit auch ein vernünftiges Salär bezieht. Immerhin gehörst du nicht wie jene zu den Priviligierten, welche sich dank einer Bezahlung auch einen Führerschein nebst passendem fahrbarem Untersatz leisten können und das solltest du bei passender Gelegenheit auch einmal klarstellen.

Vielleicht wäre es für deine Kritiker eine interessante Erfahrung, den "Vorteil" einer öffentlichen Beförderung am eigenen Leibe zu erfahren. Sie würden dann vielleicht ihre unbedachten Äußerungen revidieren müssen.

Wehre dich also deiner Haut und weise sie in ihre Schranken. Du machst diese Tätigkeit freiwillig. Du bekommst vermutlich eine jämmerliche Bezahlung dafür und sie sparen eine volle Stelle. Sie sollten dich eher wie eine Königin als wie eine Sklavin behandeln.

lg

ithink
 
Hallo,

Sicher, ist die Arbeit freiwillig und wird nicht "ernsthaft" bezahlt. Dennoch - grad wenn es darum geht, ein Kind in der Schule zu begleiten (also zu festen Unterrichtszeiten) verstehe ich schon, dass Pünktlichkeit wichtig ist. Ist ja nicht Sinn der Sache, dass z.B. das Kind nicht rechtzeitig in der Mathestunde sitzt, weil sein Lernhelfer es dort noch nicht hingebracht hat...

Tja, ich sehe trotzdem keine Schuld - Ausnahme ist natürlich die Verwechslung im Dienstplan - die dem TE so wirklich anzulasten wäre, zumal er/sie ja die Arbeit an sich offenbar gut und engagiert erledigt. Ich sags mal so: Ich als jemand, der wenn es um Berufliches geht, immer überpünktlich bin (steckt irgendwie in mir drin, warum auch immer), würde tatsächlich noch ne Bahn eher nehmen. Ob das auf Dauer zumutbar ist, weiß ich natürlich nicht.

Meines Wissens geben Verkehrsunternehmen auch Bescheinigungen darüber, wenn man ihretwegen zu spät kommt. Die kann man dem Arbeitgeber vorlegen und so zumindest beweisen, dass man nicht selber Schuld hat. Vielleicht hättest Du dann nicht mehr so sehr das Gefühl, dass man Dir nicht so recht glaubt...
 
@Selah

Typisch deutsch also. Kommt immer zu früh, weiß aber gar nicht warum.😀 Du bekommst doch bestimmt auch Geld dafür, oder?
Du hast auch bestimmt ein Auto?!

Außerdem Kindern ist es völlig egal, ob jemand zu spät oder zu früh kommt, hauptsache er/sie ist lieb und freundlich zu ihnen. (Auch da muß Deutschland noch dazu lernen)

Du würdest sie also auch ankacken, obwohl sie eigentlich nichts dafür kann. (Es kann nämlich auch passieren dass die Bahn 1 Stunde zu spät kommt und was dann?)

Kaum zu glauben wie viele Menschen dieses zwanghafte Verhalten völlig unselbstkritisch verinnerlicht haben.

@GAST
Aus Vernunftgründen (traurig das sagen zu müssen) liegt es natürlich in diesem unserem Lande an dir, in jedem Fall zu vermeiden zu spät zu kommen. Steh also gefälligst früher auf und verneige dich vor demjenigen für den du entgeltfrei arbeiten darfst oder such dir was vernünftiges, z.B. mit Gleitarbeitszeit oder wo die Leute dein persönliches Engagement nicht als selbstverständlich ansehen.
 
Das mit der Pünktlichkeit ist immer so ne Sache:

Ich hatte mal nen Chef der jede klitzekleine Unpünktlichkeit total persönlich nahm so nach dem Motto "Haben Sie denn ausreichend Respekt vor mir und kommen NUR unpünktlich um mich zu ärgern!" .
Das ich einen Komplettfahrtweg von 1,5 Std. hatte und dabei von Bus zu Zug zu Straßenbahn zu Zug geeilt bin, es dabei gerne mal zu Verspätungen gekommen ist UND ich auch noch gratis gearbeitet habe, schien ihn nicht zu interessieren ......

Da hilft nur durchhalten oder was anderes suchen...
 
Oje😉


Typisch deutsch...naja, besonders ordentlich bin ich zum Beispiel nicht, eher im Gegenteil. Aber die Pünktlichkeit steckt eben drin in mir, nicht so sehr, weil ANDERE mich sonst irgendwie kritisieren würden (passiert in meinem Job eher nicht, die meisten fangen da eh später an mit arbeiten), sondern weil es ICH mich selber dadurch stresse. Vielleicht nicht die klügste Lebenshaltung, aber schlimm ist sie auch nicht😉

Und nein, ich würde sie nicht "ankacken" um mal bei dem schönen Wort zu bleiben. Ich finde es grundsätzlich nicht so schlimm, wenn Andere etwas zu spät kommen. Ich komm eben nur selber nicht gern später. Ich sehe es ebenso: Er/sie kann nix dafür, wenn die Bahn später kommt. Aber ich sehe eben auch: In einer Schule gibts halt feste Unterrichtszeiten, so dass es ungünstig ist, wenn ein Kind aufgrund der Verspätung der Betreuerin eben auch zu spät kommen muss...
 
Oje😉


Typisch deutsch...naja, besonders ordentlich bin ich zum Beispiel nicht, eher im Gegenteil. Aber die Pünktlichkeit steckt eben drin in mir, nicht so sehr, weil ANDERE mich sonst irgendwie kritisieren würden (passiert in meinem Job eher nicht, die meisten fangen da eh später an mit arbeiten), sondern weil es ICH mich selber dadurch stresse. Vielleicht nicht die klügste Lebenshaltung, aber schlimm ist sie auch nicht😉

Und nein, ich würde sie nicht "ankacken" um mal bei dem schönen Wort zu bleiben. Ich finde es grundsätzlich nicht so schlimm, wenn Andere etwas zu spät kommen. Ich komm eben nur selber nicht gern später. Ich sehe es ebenso: Er/sie kann nix dafür, wenn die Bahn später kommt. Aber ich sehe eben auch: In einer Schule gibts halt feste Unterrichtszeiten, so dass es ungünstig ist, wenn ein Kind aufgrund der Verspätung der Betreuerin eben auch zu spät kommen muss...

Wenn ein Betreuer zu spät kommt und das Kind nicht selbst rein begleiten kann
übernimmt dies ein anderer und das Kind gibt es keine Verspätung 🙂
Die Schule hat auch selbst Zivis und wir haben alle untereinander abgesprochen, wenn schon jemand mit einem anderen Kind vertraut ist und irgendetwas dazwischenkommt, dass derjenige das dann übernimmt.
Würde ich umgekehrt für jemand anderen auch so machen.
Noch früher loszufahren, finde ich nur dann zumutbar, wenn ich oder ein anderer FSJ'ler keinen Dienst am Abend zuvor hatte.
Es ist ja nicht so, als ob wir jeden Tag am Nachmittag Feierabend hätten.
 

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