Ich habe mich, glaube ich, verliebt. Aber ist es nicht unmöglich, eine Beziehung zu führen, wenn man psychisch krank ist? Entweder man lügt und hofft, dass die Verletzungen nicht entdeckt werden und muss sich zudem pausenlos verstellen (und inwieweit ist das dann eine Beziehung, welche man genießt) oder man erzählt die Wahrheit. Aber inwieweit ist das zumutbar? Ich bin sechzehn, die wenigsten Jungs im Alter von sechzehn/siebzehn Jahren werden das akzeptieren oder sogar nachvollziehen können. Außerdem sind Beziehungen eigentlich nur glücklich und sinnvoll, wenn sie ausgeglichen sind, oder? Das ist auch bei Freundschaften so. Die wenigen Freunde, zu denen ich wirklich ehrlich war, habe ich im Laufe der Zeit verloren… einfach, weil das keiner kann. Niemand kann sich immer um eine Person kümmern und vielleicht sogar die Verantwortung übernehmen, natürlich waren meine Freundinnen für mich da, aber eben nur bis zu einem bestimmten Punkt – ich habe dann angefangen, sie zu überfordern, ich habe gemerkt, dass sie sich meinen ganzen Kram, die Gedanken, die Sorgen nicht mehr anhören konnten, weil es einfach zu viel war. Dann habe ich mich auch zurückgezogen, Freunde habe ich jetzt nicht mehr wirklich, mich die ganze Zeit zu verstellen finde ich zu anstrengend… Es geht einfach nicht, man kann, wenn man psychisch krank ist (und wenn es im Moment relativ aktuell ist) einfach keine Freundschaften oder Beziehungen führen, oder?
Ich wusste nicht, wo ich das reinstellen sollte. Ich wäre ganz froh, eure Meinung zu hören.
Ich wusste nicht, wo ich das reinstellen sollte. Ich wäre ganz froh, eure Meinung zu hören.