M
Minou
Gast
Ich erwarte hier keinen Rat, aber ich mag meine Story mal runterschreiben. Und vielleicht kommt ja doch das ein oder andere hilfreiche Feedback.
Folgender Hintergrund:
Anfang des Jahres hab ich einen Mann kennengelernt. Er hat mir damals erzählt, dass er seit ein paar Wochen eine F+ mit einer anderen Frau laufen hat, was für ihn damals aber nix ernstes war. Allerdings hat er auch früh klargestellt, dass er gerade an einer Beziehung nicht interessiert ist.
wir haben uns gut verstanden und uns dann öfter getroffen. Anfangs so zweimal im Monat. Seit dem Sommer gehen wir zusammen zum Sport, da haben wir einen festen Termin und treffen uns seitdem eher ein- bis zweimal in der Woche.
Es lief nie was erotisches zwischen uns, kein Sex. Wir hatten darüber mal gesprochen und er sagte damals zu mir, dass ihm unsere Freundschaft zu wichtig ist, um sie für Sex zu riskieren.
Im späten Frühjahr hatte er dann ein paar Probleme mit seiner F+, die die Beziehung auf ein ernsteres Level heben wollte. Für ihn war das schwierig. Er mag die Frau gern, aber er wollte sich eigentlich nicht auf eine Beziehung einlassen.
Ende August haben die beiden sich dann darauf geeinigt, das ganze als "offene Beziehung" zu definieren. Ungefähr seit diesem Zeitpunkt sieht er sie jetzt regelmäßig jedes 2. Wochenende.
Als das offensichtlich wurde habe ich ihm gesagt, dass ich in ihm schon immer mehr als einen Freund sehe und das ich traurig über die Entwicklung mit seiner F+ bin. Am allermeisten aber habe ich ein schlechtes Gewissen der anderen Frau gegenüber weil wir uns doch recht häufig sehen.
wir hatten dazu ein sehr gutes Gespräch, in dem er mir für seine Offenheit gedankt hat und mir versichert hat, dass ich ihm sehr wichtig bin.Aber er hat kein erotisches Interesse an mir. Die Aussage hab ich ihm quasi aus den Rippen geleiert, er wollte das erst so nicht sagen und hatte dann ziemlich Sorge, dass das unsere Freundschaft belasten könne.
Ich habe ihm gesagt, dass ich seine Ehrlichkeit schätze und das ich damit umzugehen weiß.
Dazu vielleicht noch ein paar Hintergrund-Informationen: Als wir uns ca. 3 Monate kannten habe ich ihn mal gefragt, ob wir zusammen auf ein Fest gehen können von dem ich wusste, das er hingeht. Und er hat mir damals erklärt, dass er grundsätzlich allein auf Feste geht. Er trifft dann seine Kumpels und Freunde und mag es nicht, irgendwie gebunden zu sein und nicht gehen und kommen zu können wie er will. Er meinte aber, er freut sich, wenn wir uns treffen.
Das war dann auch den ganzen Sommer unsere "Abmachung": Wir wussten, wann der andere wo auf ein Fest geht und haben uns dann "spontan" dort getroffen. Nie sind wir gemeinsam auf ein Fest.
Zwei Tage nach dem Gespräch war bei mir im Viertel Straßenfest, und an allen drei Tagen hat er mich aktiv gefragt, ob wir da zusammen hingehen. Am Sonntag hat er sogar insistiert, nachdem ich ihm eigentlich gesagt habe, das ich keine Lust habe. Das war Anfang September.
Und seitdem sind wir jedes Wochenende, wenn seine Freundin nicht bei ihm ist, zusammen unterwegs. Teilweise treffen wir uns noch zum quatschen nach dem Sport und ein paarmal hat er schon gefragt, ob ich nach dem Sport zu ihm komme, wenn ich mit anderen Freunden beim Training war.
In manchen Wochen sehen wir uns seit dem Gespräch jetzt 3- 5x. Das vorletzte Mal als wir uns getroffen haben hat er den Arm um mich gelegt und mich an sich gezogen, als ich gehen wollte, und so haben wir noch eine halbe Stunde kuschelnd auf dem Sofa gelegen und gequatscht. Sonst ist nichts passiert.
Nach diesem Treffen hat mich Corona erwischt. Er hat täglich nachgefragt, wie es mir geht und seine Hilfe angeboten wenn ich Einkäufe brauche oder so.
Seit Sonntag bin ich wieder gesund. Eigentlich wollten wir uns Sonntag schon treffen nachdem seine Freundin nach Hause gefahren ist, aber ihm ging es dann nicht so gut, so dass wir uns gestern erst getroffen haben.
Dabei hat er mich dann gestern seinen Freunden vorgestellt. Seinen besten Freund kenne ich schon etwas länger. Und ich glaube, er findet gut, dass seine Freunde mich sympathisch finden.
Was etwas irritiert: Als wir Getränke bezahlt haben hat er seinem Freund gegenüber eine scherzhafte Bemerkung gemacht, dass wir (also er und ich) nicht so eng sind, dass wir eine gemeinsame Kasse hätten. Und sein Freund hat mich dann ganz hilflos angeschaut. Fast so, als hätte er Angst, das mich die Bemerkung verletzen könnte.
Ich hab meinen Freund dann später gefragt, ob dieser Freund denn seine Freundin kennt und ob er weiß, dass sie seine Freundin ist. Und er meinte, er wüsste gar nicht so genau, was sein Kumpel eigentlich genau denkt. Er habe ihn zwar schon mit der Anderen gesehen, aber die habe er auch nicht explizit als seine Freundin vorgestellt.
Ich genieße diese Freundschaft wirklich sehr. Und es ist okay für mich zu wissen, dass er nicht ganz so intensiv für mich empfindet wir umgekehrt. Ich date andere Männer und habe akzeptiert, dass er nur ein Freund ist.
Aber: Ich habe ein schlechtes Gewissen seiner Freundin gegenüber. Die weiß nämlich nichts von mir. Er meint, das ist seine Freiheit und Teil der "offenen" Beziehung, ihr gegenüber nicht alles erzählen zu müssen.
Ich habe ihm gesagt, wäre ich seine Freundin wäre ich ziemlich unglücklich wenn ich wüsste, wie viel Zeit er mit mir verbringt. Selbst, wenn nie etwas zwischen uns passiert ist. Ich habe ihm vorgeschlagen, dass wir vielleicht einfach mal zu Dritt zum Sport gehen damit sie mich kennenlernt, aber das will er im Moment nicht.
Naja, ich hab wohl ein bisschen Angst, dass sie ihm verbietet, sich weiter mit mir zu treffen sollte sie irgendwann von mir erfahren.
Und tatsächlich bin ich nicht sicher, ob ich wirklich nur eine Freundin für ihn bin. Das er mich vor zwei Wochen so in seinen Arm gezogen hat als ich gehen wollte und das er mich gestern seinen Freunden vorgestellt hat lässt mich ein bisschen ratlos zurück.
Muss ich seiner Freundin gegenüber ein schlechtes Gewissen haben?
Folgender Hintergrund:
Anfang des Jahres hab ich einen Mann kennengelernt. Er hat mir damals erzählt, dass er seit ein paar Wochen eine F+ mit einer anderen Frau laufen hat, was für ihn damals aber nix ernstes war. Allerdings hat er auch früh klargestellt, dass er gerade an einer Beziehung nicht interessiert ist.
wir haben uns gut verstanden und uns dann öfter getroffen. Anfangs so zweimal im Monat. Seit dem Sommer gehen wir zusammen zum Sport, da haben wir einen festen Termin und treffen uns seitdem eher ein- bis zweimal in der Woche.
Es lief nie was erotisches zwischen uns, kein Sex. Wir hatten darüber mal gesprochen und er sagte damals zu mir, dass ihm unsere Freundschaft zu wichtig ist, um sie für Sex zu riskieren.
Im späten Frühjahr hatte er dann ein paar Probleme mit seiner F+, die die Beziehung auf ein ernsteres Level heben wollte. Für ihn war das schwierig. Er mag die Frau gern, aber er wollte sich eigentlich nicht auf eine Beziehung einlassen.
Ende August haben die beiden sich dann darauf geeinigt, das ganze als "offene Beziehung" zu definieren. Ungefähr seit diesem Zeitpunkt sieht er sie jetzt regelmäßig jedes 2. Wochenende.
Als das offensichtlich wurde habe ich ihm gesagt, dass ich in ihm schon immer mehr als einen Freund sehe und das ich traurig über die Entwicklung mit seiner F+ bin. Am allermeisten aber habe ich ein schlechtes Gewissen der anderen Frau gegenüber weil wir uns doch recht häufig sehen.
wir hatten dazu ein sehr gutes Gespräch, in dem er mir für seine Offenheit gedankt hat und mir versichert hat, dass ich ihm sehr wichtig bin.Aber er hat kein erotisches Interesse an mir. Die Aussage hab ich ihm quasi aus den Rippen geleiert, er wollte das erst so nicht sagen und hatte dann ziemlich Sorge, dass das unsere Freundschaft belasten könne.
Ich habe ihm gesagt, dass ich seine Ehrlichkeit schätze und das ich damit umzugehen weiß.
Dazu vielleicht noch ein paar Hintergrund-Informationen: Als wir uns ca. 3 Monate kannten habe ich ihn mal gefragt, ob wir zusammen auf ein Fest gehen können von dem ich wusste, das er hingeht. Und er hat mir damals erklärt, dass er grundsätzlich allein auf Feste geht. Er trifft dann seine Kumpels und Freunde und mag es nicht, irgendwie gebunden zu sein und nicht gehen und kommen zu können wie er will. Er meinte aber, er freut sich, wenn wir uns treffen.
Das war dann auch den ganzen Sommer unsere "Abmachung": Wir wussten, wann der andere wo auf ein Fest geht und haben uns dann "spontan" dort getroffen. Nie sind wir gemeinsam auf ein Fest.
Zwei Tage nach dem Gespräch war bei mir im Viertel Straßenfest, und an allen drei Tagen hat er mich aktiv gefragt, ob wir da zusammen hingehen. Am Sonntag hat er sogar insistiert, nachdem ich ihm eigentlich gesagt habe, das ich keine Lust habe. Das war Anfang September.
Und seitdem sind wir jedes Wochenende, wenn seine Freundin nicht bei ihm ist, zusammen unterwegs. Teilweise treffen wir uns noch zum quatschen nach dem Sport und ein paarmal hat er schon gefragt, ob ich nach dem Sport zu ihm komme, wenn ich mit anderen Freunden beim Training war.
In manchen Wochen sehen wir uns seit dem Gespräch jetzt 3- 5x. Das vorletzte Mal als wir uns getroffen haben hat er den Arm um mich gelegt und mich an sich gezogen, als ich gehen wollte, und so haben wir noch eine halbe Stunde kuschelnd auf dem Sofa gelegen und gequatscht. Sonst ist nichts passiert.
Nach diesem Treffen hat mich Corona erwischt. Er hat täglich nachgefragt, wie es mir geht und seine Hilfe angeboten wenn ich Einkäufe brauche oder so.
Seit Sonntag bin ich wieder gesund. Eigentlich wollten wir uns Sonntag schon treffen nachdem seine Freundin nach Hause gefahren ist, aber ihm ging es dann nicht so gut, so dass wir uns gestern erst getroffen haben.
Dabei hat er mich dann gestern seinen Freunden vorgestellt. Seinen besten Freund kenne ich schon etwas länger. Und ich glaube, er findet gut, dass seine Freunde mich sympathisch finden.
Was etwas irritiert: Als wir Getränke bezahlt haben hat er seinem Freund gegenüber eine scherzhafte Bemerkung gemacht, dass wir (also er und ich) nicht so eng sind, dass wir eine gemeinsame Kasse hätten. Und sein Freund hat mich dann ganz hilflos angeschaut. Fast so, als hätte er Angst, das mich die Bemerkung verletzen könnte.
Ich hab meinen Freund dann später gefragt, ob dieser Freund denn seine Freundin kennt und ob er weiß, dass sie seine Freundin ist. Und er meinte, er wüsste gar nicht so genau, was sein Kumpel eigentlich genau denkt. Er habe ihn zwar schon mit der Anderen gesehen, aber die habe er auch nicht explizit als seine Freundin vorgestellt.
Ich genieße diese Freundschaft wirklich sehr. Und es ist okay für mich zu wissen, dass er nicht ganz so intensiv für mich empfindet wir umgekehrt. Ich date andere Männer und habe akzeptiert, dass er nur ein Freund ist.
Aber: Ich habe ein schlechtes Gewissen seiner Freundin gegenüber. Die weiß nämlich nichts von mir. Er meint, das ist seine Freiheit und Teil der "offenen" Beziehung, ihr gegenüber nicht alles erzählen zu müssen.
Ich habe ihm gesagt, wäre ich seine Freundin wäre ich ziemlich unglücklich wenn ich wüsste, wie viel Zeit er mit mir verbringt. Selbst, wenn nie etwas zwischen uns passiert ist. Ich habe ihm vorgeschlagen, dass wir vielleicht einfach mal zu Dritt zum Sport gehen damit sie mich kennenlernt, aber das will er im Moment nicht.
Naja, ich hab wohl ein bisschen Angst, dass sie ihm verbietet, sich weiter mit mir zu treffen sollte sie irgendwann von mir erfahren.
Und tatsächlich bin ich nicht sicher, ob ich wirklich nur eine Freundin für ihn bin. Das er mich vor zwei Wochen so in seinen Arm gezogen hat als ich gehen wollte und das er mich gestern seinen Freunden vorgestellt hat lässt mich ein bisschen ratlos zurück.
Muss ich seiner Freundin gegenüber ein schlechtes Gewissen haben?