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Freundschaft mit Kollegin beendet. Was nun?

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Neues Mitglied
Hallo,

ich würde gerne eure Meinung zu dem Thema hören, das mich derzeit beschäftigt. Vor drei Jahren habe ich eine neue Arbeit begonnen, wo sich spontan eine Freundschaft zu einer Kollegin ergab. Wir verstanden uns auf Anhieb gut, teilten die selben Ansichten, Weltanschauung usw. Sind uns auch äußerlich irgendwie ähnlich, was insgesamt so weit ging, dass uns die anderen mit der Zeit als „Zwillingsschwestern“ bezeichneten. Vor knapp einem Jahr habe ich eine Führungsposition übernommen, auf derselben Ebene, wie sie bereits war. Seither ging es abwärts. Sie hatte bereits den Ruf, sich nur mit Männern zu verstehen und nicht mit Frauen, was ich stets als Unsinn abtat. Sie hatte aber schon lange vor meiner Zeit in der Firma eine glaube ich relativ enge Freundschaft mit zwei Kollegen, wo ich versuchte mich an die Gruppe anzupassen, was aber nicht mehr funktionierte, seit ich auch Verantwortung zu tragen habe, da meine und deren Vorstellungen davon, wie die Arbeit zu erledigen ist, zu verschieden sind. Jedenfalls behandelt sie mich wie Luft, sobald ihre zwei männlichen Kollegen in Sichtweite sind. Lässt mich auch in dienstlichen Befanden einfach anrennen, und das, obwohl ich die ganze Zeit über viele, viele Dinge für sie erledigt habe, die keinesfalls meine Aufgabe waren und auch den privaten Bereich betrafen. Ich wollte ihr einfach helfen, weil das für mich unter Freunden selbstverständlich ist. Zurück kam gar nichts. Jedenfalls ist das vergangene Jahr vieles schiefgelaufen und ich war sehr enttäuscht und traurig und wollte mit ihr vor ein paar Wochen darüber reden. Habe ihr zweimal das Gespräch angeboten, sie hat sich jedesmal „gedrückt“. Einmal ist sie einfach gegangen, das andere Mal behauptete sie, sie müsse auf eine Geburtstagsfeier. Aufgrund verschiedener Umstände sehen wir uns jetzt den Sommer über nicht. Als sie mir per WhatsApp mitteilte, der Wunsch zu reden sei ja lediglich von mir ausgegangen und da hätte ich sie quasi um einen Termin persönlich bitten müssen, obwohl ich das ohnehin zuvor bereits getan und sie zugestimmt hatte, sie war ja dann einfach gegangen, ohne sich zu verabschieden, teilte ich ihr ebenso per WhatsApp mit, dass ich ab jetzt nur mehr an dienstlichem Kontakt interessiert sei. Habe ihr sozusagen die Freundschaft gekündigt und sie darauf verwiesen, dass sie ja wenn sie Freundschaft wolle, ihre zwei männlichen Kollegen habe, denn sobald diese auf der Bildfläche seien, wäre ich sowieso Luft für sie.
Ist schade und ich habe Bedenken bezüglich der dienstlichen Auswirkungen davon, wenn wir uns im Herbst wiedersehen.
Wie denkt ihr darüber?
LG und schon mal danke
123456789
 
Behandele sie in Zukunft wie eine Kollegin, keine privaten Dinge mehr. Ich kann mir vorstellen, dass sie jeden Redeversuch deinerseits boykotieren wird. Abhaken, vergiß es und weiterleben.
 
Hallo,

Jede/-r (M/W/D) macht einfach mal ganz normal seine Arbeit! Ganz einfach. Ihr seid zum Malochen dort, nicht zum Freundschaften pflegen.

LG,
SFX
 
Hallo,

klingt ein bisschen so, als würde sie Dich als Konkurrentin sehen und kommt mit einer Frau auf gleicher Ebene nicht gut zurecht. Dass sie nicht gesprächsbereit ist, ist natürlich sehr schlecht.

Manchmal ist es so, dass wenn man immer für jemanden da ist, man viel zu viel für jemanden tut, dass derjenige es einem nicht positiv anrechnet, sondern im Gegenteil einen schlecht behandelt und nicht wirklich respektiert.

Ich denke auch, dass keine Freundschaft so möglich ist, sie ist dazu nicht bereit oder wollte es vielleicht nie wirklich, hat nur Deine Hilfe angenommen, aber sie rechnet Dir das nicht positiv an.

Halte Dich streng an das Berufliche, wenn das da auch nicht klappt, dann sag ihr, dass Du dann ein Gespräch zusammen mit einem Vorgesetzen möchtest.
 
Vor knapp einem Jahr habe ich eine Führungsposition übernommen, auf derselben Ebene, wie sie bereits war. Seither ging es abwärts.
Für mich klingt das so als ob ihr euch beide (!) in eurer neuen Beziehung miteinander zurechtfinden müsst. Ihr seid jetzt Arbeitskolleginnen auf Augenhöhe, vielleicht sogar in Konkurrenzpositionen, weil sie Bereich A führt und du Bereich B.
Die Idee, dass ihr das ganze.....
Lässt mich auch in dienstlichen Befanden einfach anrennen, und das, obwohl ich die ganze Zeit über viele, viele Dinge für sie erledigt habe, die keinesfalls meine Aufgabe waren und auch den privaten Bereich betrafen. Ich wollte ihr einfach helfen, weil das für mich unter Freunden selbstverständlich ist. Zurück kam gar nichts.
.... auf einer freundschaftlichen Ebene macht ist zumindest arbeitstechnisch naiv. Du kannst nicht erwarten, dass wenn du ihre Arbeiten machst, was zurück kommt. Das sind eure Jobs.

Ich glaube, dass eure Freundschaft darunter gelitten hat. Also zwei sehr unterschiedliche Erwartungshaltungen. Sie wollte/konnte die Freundschaft vermutlich nicht mit der Arbeit verknüpfen und du konntest/wolltest die Freundschaft nicht von der Arbeit trennen.

Ähnliche Probleme haben viele Menschen wenn sie Stellen wechseln und plötzlich auf anderen Arbeitsebene miteinander kommunizieren müssen. Vorher waren es beste "Bürofreunde", jetzt haben sie plötzlich unterschiedlich Interesse und es entstehen Konflikte.

Entweder man trennt Arbeit vom Privaten oder man lernt mit diesen Konflikte umzugehen. Nach meiner (vielleicht nicht politische korrekten Meinung), ist das bei weiblichen Kolleginnen besonders schwer. Viele Frauen kommunizieren oft auf einer sehr empathischen Ebene und die soziale Komponente ist für sie immer wichtig.
Ich hatte in meinem Berufsleben bereits Situationen wo mir eine Kollegin die Freundschaft gekündigt hat, weil ich ihr Arbeitsinterna nicht weitergegeben habe. Sie meinte, dass wir doch Freunde wären. Worauf ich nur sagte, dass ich die Weisung vom Chef hatte es nicht weiter zu geben.

Bei Freundschaften auf der Arbeit dürfen beidseitig keine falschen Erwartungshaltungen bestehen. Fast immer kommt es irgendwann zu Konflikten, zwischen der Erwartungshaltung der Freund/in und des Berufs. Und der absolute Klassiker dabei sind natürlich Beförderungen oder Versetzungen in andere Abteilungen. Man hat dann geänderte Rollen und darf auch nicht alles so kommunizieren wie früher.

Ich würde ihre Entscheidung respektieren und das Verhältnis beruflich lassen. Wenn ihr es beide wollt, ergibt sich vielleicht ja dennoch irgendwann mal eine Gelegenheit bei einem Cafe zu plaudern bzw. sich auszusprechen, aber das würde ich nicht erzwingen.
 
... teilte ich ihr ebenso per WhatsApp mit, dass ich ab jetzt nur mehr an dienstlichem Kontakt interessiert sei. Habe ihr sozusagen die Freundschaft gekündigt und sie darauf verwiesen, dass sie ja wenn sie Freundschaft wolle, ihre zwei männlichen Kollegen habe, denn sobald diese auf der Bildfläche seien, wäre ich sowieso Luft für sie.
Ab diesem Teil empfinde ich dein Verhalten nicht mehr souverän.
Das formale Aufkündigen der Freundschaft hättest du besser unterlassen sollen und dich einfach so professionell verhalten.

Dass du dann noch die beiden Männer ins Spiel gebracht hast wirkt eifersüchtig und fast schon albern.

Schließ mit dem Kapitel ab und reduziere den Kontakt auf das Notwendige. Guten Tag und guten Weg solltest du auf jeden Fall noch sagen und dir persönliche und beleidigte Spitzen unbedingt verkneifen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für eure konstruktiven Beiträge. Ihr habt selbstverständlich unumschränkt und bedingungslos recht und alles, was ich geschrieben habe, war vollständig sinnlos und lächerlich.

Nochmals vielen Dank.

LG
123456789
 
Hey @123456789
wenn sie dich schon dienstlich auflaufen lässt, ist das größte Zeit professionellen Abstand reinzubringen.

Eine freundschaftliche Basis habt ihr doch auch nicht (mehr). Ihr seid oft unterschiedlicher Ansicht und sie versteht sich mit den männlichen Kollegen jetzt besser.

Das ist schade, ihr habt euch ja mal sehr gut verstanden, auch privat. Bei ihr ist das anscheinend gekippt, sie kann und möchte das nicht mehr. Warum das so ist, da kann man nur spekulieren. Vielleicht kann sie wirklich mit deiner Führungsposition nicht umgehen, ist eifersüchtig, oder möchte sich von dir nichts sagen lassen. Das ist das wahrscheinlichste. Nimm das nicht persönlich. Da das berufliche und private zu trennen, das ist doch für alle Menschen schwer.

Du arbeitest da und möchtest das doch relativ unbehelligt und ohne Konflikte weiterhin tun. Dann musst du leider persönlichen Abstand reinbringen jetzt. Ich würde hoffen und vermuten, dass sie dann auch wieder höflicher und kooperativer wird.

Ach so, ich verstehe, dass du ein bisschen wütend bist und deswegen diese WhatsApp geschrieben hast. Guck mal hinter die Wut, wahrscheinlich bist du traurig eigentlich, dass diese Freundschaft zu ende ist. Ich würde sagen trauere ein bisschen, damit du abschließen kannst und dann schaffst du auch wieder eine professionelle Basis. 🍀
 

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