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Freund hat mich verlassen wegen schwerer Depression

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Hallo.

Mein Freund hat mich vorgestern verlassen. Ich muss dazu sagen, dass er unter Depressionen leidet und er schon seit einigen Jahren in Behandlung (Therapie, Klinikaufenthalt und Medikamente). Er hat seit ein paar Wochen ein schweres Tief. Noch letztes Wochenende hat er mir gesagt, dass er nicht möchte, dass unsere Beziehung zu Ende ist, aber er auch nicht weiß, wie es weitergehen soll. Er hat dabei viel geweint und mich im Arm gehalten. Ich habe ihm zuvor alle Zeit gegeben, die er braucht und habe ihn auch nicht unter Druck gesetzt. Als er mir geschrieben hat, dass es ihm furchtbar geht, habe ich ihm geschrieben, dass er für den nächsten abend (wir wollten uns sehen) absagen kann, wenn er Ruhe braucht. Daraufhin hat er mitten in der Nacht geschrieben, dass er leider absagen muss und ich ihn nicht mehr in meinem Leben einplanen soll. Er sei nicht mehr am Leben. Da habe ich erst furchtbar Panik bekommen, dass er sich was antut. Als er sich dann gemeldet hat, hat er mir eine -Mail geschrieben, in der er gesagt hat, dass sein Leben in den letzten Wochen auseinandergebrochen wäre und er sei so weit entfernt von sich selbst, dass er keine Beziehung führen können und müsse sich deswegen von mir trennen.

Jede Sms und jeder Anruf und auch wenn jemand ihn (beruflich oder privat) ansprechen würde, würde ihn das total verängstigen und überfordern...Ich muss dazu sagen, dass es nicht die erste Trennung wegen einem Tief ist. Er hatte mir gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil er meinte er würde so viel Traurigkeit in mein Leben tragen. Dabei war ich glücklich mit ihm, trotz der Krankheit. Ich habe ihm jetzt geschrieben, dass ich ihm nicht böse bin. Ich hatte mal selbst eine Depression, habe die aber erfolgreich hinter mich gebracht. Ich kann daher seine Situation gut verstehen. Nur ist es natürlich trotz allem Verständnis schwer für mich. Jetzt bin ich wieder von heute auf morgen verlassen worden.Und jetzt weiß ich nicht, was ich darüber denken soll. Das letzte Mal waren wir 9 Monate getrennt. Wir kommen aber auch nicht voneinander los. Ich kann auch mit keinem in meinem Umfeld drüber reden, weil sie meinen, dass er es nicht wert wäre blabla, dabei ist er ein sehr liebevoller und guter Mann. Er hat halt nur diese scheiß Krankheit.
Wir sind fast 3 Jahre ein Paar gewesen.

Was meint Ihr? Ich liebe Ihn sehr. Was soll ich machen?
 
Hallo. Traurige Geschichte. Ihr habt mein Mitgefühl, ich leide auch unter chronischer Depression u kann deinen Exfreund verstehen. Diese verfluchte Krankheit zieht einen Teufelskreis mit sich, man mag andere nicht verletzen aber wenn man ein tief hat möchte man allein sein u stößt alle helfenden Hände von sich, dann nach geraumer Zeit sucht man doch wieder Kontakt nach außen.
Wichtig ist Empathie zu zeigen u gerade du solltest es wissen, weil du ja auch akut unter einer Depression gelitten hast. Vielleicht ihm ein wenig Zeit geben u dann wieder Kontakt suchen, aber ganz wichtig ist auch an sich selbst zu denken, versteh mich nicht falsch aber es gibt so viele potentzielle Partner auf dieser Welt.

Wünsche euch alles gute!!!!!!!
 
Ich habe mal eine depressive Phase gehabt. Die wurde ausgelöst durch eine chronische Erkrankung (verursacht starke Schmerzen), die aber am Anfang nicht erkannt wurde. Dadurch hab ich auch eine Essstörung bekommen. Da ich aber gut behandelt worden bin, habe ich diese Probleme nicht mehr. Ich würde mich jetzt auch nicht als labil bezeichnen. Klar ist es nicht einfach zu sehen, dass man dem Menschen den man liebt nicht helfen kann. Aber ich habe selbst auch nicht versucht die Rolle einer Therapeutin zu spielen. Er ist bereits in Behandlung.
Natürlich habe ich mir Gedanken über die Zukunft gemacht. Und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, weil ich ihn auf der einen Seite sehr liebe und auf der anderen Seite nicht weiß, was ich machen soll. Ich bin 29. Momentan weiß ich nicht, was ich denken und fühlen soll. Wäre diese Erkrankung nicht, würde er sich auch nicht so verhalten. Ach ich weiß doch auch nicht. Und was die Frage nach dem Kind angeht: Ich denke er wäre ein guter Vater. Er ist sehr liebevoll und fürsorglich, wenn er kein Tief hat. Und in den 3 Jahren die wir zusammen waren ist so ein Tief bisher nur einmal vorgekommen. Er sagt selber, dass dieses das schlimmste ist, was er je hatte.
 

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