H
Hilde25
Gast
Liebes Forum!
Hier ist Hilde (eigentlich Hildtrud, aber ich fänds netter, wenn ihr mich Hilde nennen würdet, da ich eine fesche junge 25jährige bin und kein altes Mütterchen!)
und habe ein Problem.
Mein Freund ist heute alleine in Urlaub gefahren und es ist abzusehen, dass er sich unerreichbar macht, da er einige Dinge für sich klären muss. Sowohl partnerschaftlich als auch studienbedingte Angelegenheiten.
Es ist in unserer Partnerschaft (zuerst mehrere Jahre Distanzbeziehung, dann zusammen in einer Stadt, aber getrennte Wohnungen) einiges schief gelaufen.
Ich habe den Studienort unter anderem gewechselt zu ihm, da wir beide zu der Erkenntnis gekommen waren, dass die Distanz weg muss. Wenn ich in "seiner Stadt" keine guten Studienmöglichkeiten gehabt hätte, wäre ich sicherlich nicht in diese Stadt gekommen. Jedoch war er der Anstoß und ob ich alleine in diese Stadt gekommen wäre, ist fraglich.
Wir hingen eineinhalb Jahre nach einem Mammut-Umzug fast ständig beieinander. Und ich fand (mittlerweile muss ich leider sagen: unglücklicherweise) sofort einen studentischen Nebenjob dort wo er auch nebenjobmäßig arbeitet.
Dieser Job hat mich sehr beansprucht (drastisch veränderte Schlafenszeiten, Arbeitszeiten zu Zeiten, an denen man eigentlich mit Freunden weggeht...) und dadurch bin ich sehr oft frustriert gewesen und sehr anhänglich, weil die Zeit mit meinem Freund immer sehr schön war und ich dann den anderen Stress verdrängen könnte.... Möglicherweise hätte ich gleich von Anfang an lernen müssen, den Stress selbst zu kompensieren oder den Nebenjob kündigen oder was auch immer, aber nicht alles immer auf Kosten der kompletten Freizeit meines Freundes zu machen.
Und durch das neue schöne Gefühl der "Nähe" bin ich sehr anhänglich und maßlos geworden. Denn diese immer mögliche Nähe kannte ich nicht.
Das ging sogar soweit, dass wir uns vor wichtigen Prüfungen gegenseitig mit Grippe und anderen Krankheiten angesteckt hatten, weil wir so viel aufeinander hingen und es sogar dazu gekommen ist, dass wir durch einige Prüfungen gefallen sind (eine nicht bestandene Prüfung hat seine Lebensplanung völlig aus der Bahn geworfen).
Ich weiß nicht, ob ich Licht in das Dunkel bringen kann, denn es ist wie immer so, dass ich zwar die Problematiken sehe (bestimmte falsche Verhaltensweisen in bestimmten Situationen meinerseits - vor seinen Freunden, vor anderen Leuten, wenn irgendwas organisatorisches schiefgegangen ist, was meiner Meinung nach hätte verhindert werden können....) aber auch einen Lösungsweg sehe. Ich kann nur diesen Lösungsweg sehr schwer beschreiten.
Ich weiß nicht, wie ich aus dieser engen problematischen Beziehung eine lockere normale liebevolle machen soll.
Ich möchte ihn nicht verlieren! Bin momentan panisch und traurig!
Möglicherweise äußert sich das auch in meinem Posting. Das tut mir sehr leid!!
Mein Partner und ich schaukeln uns da in manchen Situationen auch beide schnell hoch. Sind abgestumpft und in manchen Diskussionspunkten und Streitpunkten "durchgescheuert"(!!!)!
Er wird mittlerweile schnell jähzornig und cholerisch und leider ist vor einiger Zeit sogar soweit gekommen, dass ihm die Hand ausgerutscht ist. Er konnte sich noch zurückhalten, jedoch hat er mich leicht getroffen. Spüren tut man das ohnehin länger im Herzen als körperlich.
In einer Situation (wo ich mich wirklich unmöglich verhalten habe und ihm den Streit aufgezwungen habe, da er das Gespräch beendet war, obwohl für mich noch lange nichts geklärt war -> wie immer) hat er mich "am Kragen gepackt". Also mich am Schal festgehalten, mir böse in die Augen geschaut und mir gesagt, dass es so nicht mehr geht.
Ich verstehe die Welt nicht mehr auch wenn ich meiner Schuld bewusst bin! Ich verstehe nicht, wie es soweit kommen konnte!!!!
Es geht hier jetzt auch nicht um diese cholerischen Ausraster. Ich habe vor meinem Partner keine Angst. Ich bin keine Frau, die sich verprügeln lässt und das weiß er auch. Ich bin körperlich nicht angreifbar.
Ich weiß einfach auch noch zu gut, wie er sein konnte. Wie liebevoll und sanft und sensibel.
An seiner Art damit umzugehen weiß ich auch, wie verzweifelt er darüber ist.
Ich lernen, ihm die Chance geben zu können, einem Streit entkommen zu "dürfen", wenn er es gerade nicht brauchen kann oder die Situation ungünstig ist!!!!
Bisher habe ich ihn immer zur Konfrontation gezwungen.
Momentan bin ich zu traurig, um hier weitere Details zu posten. Möglicherweise habe ich auch Angst, dass er liest und noch mehr dadurch kaputt geht.
Dem ganzen WAHNSINN vorausgegangen ist jedoch ein einmaliges Fremdgehen vor drei Jahren seinerseits, als wir noch auf Distanz wohnten. Ein Streit ging der Situation voraus und sie (obwohl sie von mir wußte) hat es ausgenutzt, dass er in einer Situation war, wo er jemanden brauchte, der ihn "verstand". Ich habe freundschaftliche Treffen beider (trotz der Distanz - mein Partner hatte schon immer mehr weibliche Kumpels als männliche und ich konnte bis dahin immer gut damit umgehen - auch auf Distanz!!!!!) lange toleriert, sie tanzen gehen lassen. War vertrauensseelig und im Nachhinein meiner Meinung nach so dumm und gutmütig.
Er hat immer wieder gesagt, dass das nicht vorgekommen wäre, wenn ich dagewesen wäre und wir haben das lange und breit durchgesprochen. Ich habe (im Gegensatz zu früher, wo ich immer vehement behauptet habe, dass ich eine Partnerschaft sofort beenden würde) mir ein paar Tage Zeit genommen und dann entschieden, dass ich das bereits länger ausgemachte Treffen in meiner Studentenstadt nicht absage, sondern dass ich ihn sehen will.
Und als er kam, abgemagert, blaß, übernächtigt und fertig mit der Welt -
da habe ich mich meiner Gefühle für ihn besonnen und beschlossen, dass man (damals) 3 Jahre nicht einfach so wegschmeißen kann.
Ich habe versucht damit klarzukommen und anfangs verdrängt.
Leider habe ich dann angefangen, wie so viele Frauen, in Problem-Situationen ihm diese Sache immer wieder aufs Butterbrot zu schmieren. Ich habe sein schlechtes Gewissen und seine Schuldgefühle dazu verwendet (bisher war mir das gar nicht so klar), ihn an mich zu binden! Um ihn zu kontrollieren!
Er hat soviel aufgegeben für mich. Seine Freiheit abends Bierchen Trinken zu gehen mit Kommilitonen, wenn Frauen dabei waren. Treffen mit weiblichen Kommilitonen zu abendlicher Stunde außerhalb von öffentlichen Kneipen.... Ich wollte immer wissen, wo er war!
Ich habe ihm glaubhaft versichert, dass ich anders nicht wieder vertrauen fassen kann und "zwang" ihm auch jeden Abend eine Gute-Nacht-Sms ab, damit ich versichert war (auch noch als ich in seine Studienstadt gewechselt bin und wir erst einmal in getrennte Wohnungen gezogen sind), dass er daheim ist.
Durch unseren Nebenjob zu einer Zeit, in der man eigentlich ins Bett gehen würde (bzw. maximal an manchen Tagen ein oder zwei Getränke mit Freunden nehmen würde) und der Tatsache, dass man nach der Arbeit gegen 23 Uhr leider top fit war und dann an solchen Abenden "gezwungenermaßen" noch wegging, da man über die Müdigkeitsphase hinweg war, wurde mein Leben sehr sehr sehr anstrengend, da ich für mein Studium früh aufstehen musste.
Ich bekam nichts mehr auf die Reihe!
Wollte ich etwas von ihm "haben", musste ich mich seinem ebenfalls verkorksten Schlafrhythmus anpassen.
Er dehnte das nämlich oft noch bis tief in die Nacht aus, anstatt sich nach der Arbeit zur Ruhe zu zwingen!
Im Zuge seines Studiumsstresses, in dem ich ihn auch nicht sich selbst überlassen konnte, sondern immer Ansprüche anmeldete, dass er sich bitte meldet und der Kontakt bestehen sollte, habe ich ihn wohl so überfordert, dass er zudem angefangen hat zu rauchen.
Das war ein großer Streitpunkt, da ich mit dem Rauchen schon viele viele Jahre aufgehört hatte und es richtig eklig finde.
Ich kann mit jemandem, der raucht, nicht zusammen sein! Küsse werden zum Übelkeitsfaktor Nummer 1!
Als Zeichen dafür, dass seine Wohnung sein Revier ist, hat er auch dort angefangen zu rauchen, wo ich meine Schlafkleidung hatte (bei ihm).
Dass ich die Wohnung nicht mehr betreten konnte, wenn er geraucht hatte, war wohl für ihn eine Art und Weise mich fern zu halten.
Mittlerweile (es hat sich ja zwischendrin immer mal wieder eingerenkt) hatten wir uns geeinigt dass er nur "Genuss"rauchen betreibt, wenn wir uns an dem Tag nicht mehr sehen. Und sonst eben nicht raucht. Zudem nicht in seiner Wohnung raucht.
Das führte jedoch wenig konstruktiv wiederum dazu, dass ich ihm nicht vertraut habe, sondern versucht habe, ihn ständig zu sehen (mal gab es ein Regal aufzubauen, oder für etwas zu Üben, ein mögliches gemeinsames Essen....), um zu verhindern, dass er raucht.
Und jetzt wollte er sich nach einem unnötigen Streit letzte Woche...
(er war nach einer kulturellen Veranstaltung aus dem Gebäude herausgegangen ohne Rücksicht auf mich und ich wollte jedoch innen noch etwas anderes betrachten und mit ihm darüber sprechen. Musste ihm dann zu den Fahrrädern hinterher rennen und wir haben es dann doch noch zusammen angeschaut. Mir hat das trotzdem nicht gepasst, dass er ständig schneller wegzischt als ich und wenn er doch einfach nur gesagt hätte: Ist ok. Ich halte mich so auf, dass du mich mit einem heiteren wörtlichen Hinweis darauf aufmerksam machen kannst, dass es eine Planänderung gibt, anstelle das Verlassen eines Gebäudes sofort nach Veranstaltungsende.
Er hat nichts dergleichen gesagt, außer: ich habe halt ein schnelleres Lebenstempo als du, du warst zu langsam, solange ich nicht verstehe, warum ein Plan umgeschmissen wird, verhalte ich mich wie zuerst verabredet. Musst halt schneller sein.... Das - und sein böser Kommentar, dass das Gespräch jetzt beendet sei - führte dazu, dass das miese Gefühl bei mir perfekt war. Und wie einen Streit verhindern, wenn man sich mies und vom eigenen Partner brüskiert fühlt!?)
...sich von mir trennen. Hat alles schlecht geredet, was zuvor die Tage schön (auch intim) gewesen ist. Hat vertraute Situationen mit den Worten "entwürdigt", dass er auch keinem was verraten würde... hahaha... dass auch ich mich trennen könnte, um in unserem Bekanntenkreis das Gesicht zu wahren....
Warum ich ihn umgestimmt habe, ich weiß es nicht.
Es ist eine Welt zusammengebrochen und ich habe geweint, als ging es um mein Leben.
Wir haben uns darauf "geeinigt", dass wir es nochmal versuchen, aber er seine Dinge ins Reine bringen muss. Er bestimmen muss, wo es mit seinem Leben hingeht...
Hatten einen Abend danach auch eigentlich ein produktives und konstruktives Gespräch das mir wieder einmal zeigte, dass wir in manchen Situationen einfach den Umgang miteinander nicht wissen. In ganz alltäglichen Situationen. Vermute es liegt an der langen Distanz, die wir so lange hatten... Und über diese Extreme Nähe konnten wir uns auch nicht kennlernen, weil wir uns nicht beobachten konnten, sondern ständig aufeinander hockten!
Das Schlimmste:
Und dann hat er mir (es war zwar angekündigt, dass er alleine wegfährt, um sich über sein Leben klar zu werden und es ist irgendwie auch klar, dass er nicht deswegen wegfährt, weil er mir am kommenden Wochenende nach seiner Rückkehr alles hinschmeißen möchte...) gesagt, dass er für paar Tage weg ist und alle guten Vorsätze.. dass ich ihn lächelnd und aufmunternd verabschiede.. sind den Bach runter gegangen.
Ich bin heute morgen bei ihm aufgekreuzt, um noch etwas abzuholen.
Hoffte so sehnlich darauf, dass er zwar sicherlich etwas neutral ist, aber wenigstens durch eine innige kurze Umarmung und ein liebes Tschüss die Hoffnung aufrecht erhält, dass alles gut wird und er sich nicht gegen mich entscheidet!
Wenn ich nur den leisesten Hinweis darauf bekommen hätte, wie distanziert er ist, dann hätte ich es in seiner Abwesenheit in seiner Wohnung geholt und mir dieses Treffen nicht gegeben!
So kam es, dass wir vor seiner Abfahrt noch ein paar böse Worte gewechselt haben, was dann darin gipfelte, dass er seinen Zweitschlüssel wollte. Er schien mir nicht zu vertrauen, dass ich in seiner Abwesenheit nicht in seine Wohnung gehe. Mittlerweile glaube ich, dass die Schlüsselfrage eine "Racheaktion" wegen meiner Missstimmung über die nicht vorhandene Umarmung war. Dennoch... Sie tat weh!!!!!
Ich habe panische Angst. Panische Angst, dass er sich distanziert hat, um doch zu überlegen, ein Leben ohne mich weiterzugehen.
Ich möchte das so gut es geht verhindern.
Deswegen bitte ich unter Tränen euch (vor allem auch euch Männer):
Laßt mich verstehen, wie ihr drauf seit. Laßt mich verstehen, was ich jetzt tun muss.
Kann ich davon ausgehen, dass er mir treu ist!? Oder erkennt er im Spaßhaben in diesem Urlaubsort (der verschrieen ist für Sex und Parties - eigentlich wollte er da gar nicht hin, aber es war die günstigste Variante spontan) dass er ohne mich viel besser dran ist!?
Dass die Treue in unserer Beziehung das oberste Gebot sein soll, war uns beiden klar! Aber er weiß auch, dass ich es ein zweites Mal nicht verkrafte.
Ich habe panische Angst vor der Möglichkeit, dass er mich betrügt.
Dass er mich betrügt, weil er dann weiß, dass ich konsequenterweise Schluss machen muss.
Weil er mich anders nicht "losbekommt". Weil ich ihn versucht habe umzustimmen letzte Woche. Ich habe panische Angst, dass er mich zur Konsequenz zwingt.
Wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir schreiben würdet.
Sicherlich habe ich hier einiges unzusammenhängend bzw. etwas neutralisierter dargestellt. Möchte nicht, dass mich irgendjemand erkennt.
Hoffe aber sehr, dass ihr mir helfen könnt.
Brauche Hilfe von Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Brauche Hilfe von Menschen, die mir anonym sind und nicht in unserem Bekanntenkreis leben.
Ich möchte alles tun, damit er zurückkommt und wir eine (möglicherweise) letzte Chance haben! Bitte sagt mir, wie ich mich verhalten soll.
Eine SMS kam schon, dass er gut angekommen ist und dass ich bitte eine Studienbescheinigung nach Hause schicken soll, falls diese angekommen sind.
Dazu muss ich in seine Wohnung.
Jemand, der so etwas fordert, kann doch nicht an Trennung denken!?
Bei Trennungsgedanken müsste er mir jeden zeitlichen Aufwand ersparen.
Warte sehnlichst auf eure Postings!
Eure traurige Hilde!
Hier ist Hilde (eigentlich Hildtrud, aber ich fänds netter, wenn ihr mich Hilde nennen würdet, da ich eine fesche junge 25jährige bin und kein altes Mütterchen!)
und habe ein Problem.
Mein Freund ist heute alleine in Urlaub gefahren und es ist abzusehen, dass er sich unerreichbar macht, da er einige Dinge für sich klären muss. Sowohl partnerschaftlich als auch studienbedingte Angelegenheiten.
Es ist in unserer Partnerschaft (zuerst mehrere Jahre Distanzbeziehung, dann zusammen in einer Stadt, aber getrennte Wohnungen) einiges schief gelaufen.
Ich habe den Studienort unter anderem gewechselt zu ihm, da wir beide zu der Erkenntnis gekommen waren, dass die Distanz weg muss. Wenn ich in "seiner Stadt" keine guten Studienmöglichkeiten gehabt hätte, wäre ich sicherlich nicht in diese Stadt gekommen. Jedoch war er der Anstoß und ob ich alleine in diese Stadt gekommen wäre, ist fraglich.
Wir hingen eineinhalb Jahre nach einem Mammut-Umzug fast ständig beieinander. Und ich fand (mittlerweile muss ich leider sagen: unglücklicherweise) sofort einen studentischen Nebenjob dort wo er auch nebenjobmäßig arbeitet.
Dieser Job hat mich sehr beansprucht (drastisch veränderte Schlafenszeiten, Arbeitszeiten zu Zeiten, an denen man eigentlich mit Freunden weggeht...) und dadurch bin ich sehr oft frustriert gewesen und sehr anhänglich, weil die Zeit mit meinem Freund immer sehr schön war und ich dann den anderen Stress verdrängen könnte.... Möglicherweise hätte ich gleich von Anfang an lernen müssen, den Stress selbst zu kompensieren oder den Nebenjob kündigen oder was auch immer, aber nicht alles immer auf Kosten der kompletten Freizeit meines Freundes zu machen.
Und durch das neue schöne Gefühl der "Nähe" bin ich sehr anhänglich und maßlos geworden. Denn diese immer mögliche Nähe kannte ich nicht.
Das ging sogar soweit, dass wir uns vor wichtigen Prüfungen gegenseitig mit Grippe und anderen Krankheiten angesteckt hatten, weil wir so viel aufeinander hingen und es sogar dazu gekommen ist, dass wir durch einige Prüfungen gefallen sind (eine nicht bestandene Prüfung hat seine Lebensplanung völlig aus der Bahn geworfen).
Ich weiß nicht, ob ich Licht in das Dunkel bringen kann, denn es ist wie immer so, dass ich zwar die Problematiken sehe (bestimmte falsche Verhaltensweisen in bestimmten Situationen meinerseits - vor seinen Freunden, vor anderen Leuten, wenn irgendwas organisatorisches schiefgegangen ist, was meiner Meinung nach hätte verhindert werden können....) aber auch einen Lösungsweg sehe. Ich kann nur diesen Lösungsweg sehr schwer beschreiten.
Ich weiß nicht, wie ich aus dieser engen problematischen Beziehung eine lockere normale liebevolle machen soll.
Ich möchte ihn nicht verlieren! Bin momentan panisch und traurig!
Möglicherweise äußert sich das auch in meinem Posting. Das tut mir sehr leid!!
Mein Partner und ich schaukeln uns da in manchen Situationen auch beide schnell hoch. Sind abgestumpft und in manchen Diskussionspunkten und Streitpunkten "durchgescheuert"(!!!)!
Er wird mittlerweile schnell jähzornig und cholerisch und leider ist vor einiger Zeit sogar soweit gekommen, dass ihm die Hand ausgerutscht ist. Er konnte sich noch zurückhalten, jedoch hat er mich leicht getroffen. Spüren tut man das ohnehin länger im Herzen als körperlich.
In einer Situation (wo ich mich wirklich unmöglich verhalten habe und ihm den Streit aufgezwungen habe, da er das Gespräch beendet war, obwohl für mich noch lange nichts geklärt war -> wie immer) hat er mich "am Kragen gepackt". Also mich am Schal festgehalten, mir böse in die Augen geschaut und mir gesagt, dass es so nicht mehr geht.
Ich verstehe die Welt nicht mehr auch wenn ich meiner Schuld bewusst bin! Ich verstehe nicht, wie es soweit kommen konnte!!!!
Es geht hier jetzt auch nicht um diese cholerischen Ausraster. Ich habe vor meinem Partner keine Angst. Ich bin keine Frau, die sich verprügeln lässt und das weiß er auch. Ich bin körperlich nicht angreifbar.
Ich weiß einfach auch noch zu gut, wie er sein konnte. Wie liebevoll und sanft und sensibel.
An seiner Art damit umzugehen weiß ich auch, wie verzweifelt er darüber ist.
Ich lernen, ihm die Chance geben zu können, einem Streit entkommen zu "dürfen", wenn er es gerade nicht brauchen kann oder die Situation ungünstig ist!!!!
Bisher habe ich ihn immer zur Konfrontation gezwungen.
Momentan bin ich zu traurig, um hier weitere Details zu posten. Möglicherweise habe ich auch Angst, dass er liest und noch mehr dadurch kaputt geht.
Dem ganzen WAHNSINN vorausgegangen ist jedoch ein einmaliges Fremdgehen vor drei Jahren seinerseits, als wir noch auf Distanz wohnten. Ein Streit ging der Situation voraus und sie (obwohl sie von mir wußte) hat es ausgenutzt, dass er in einer Situation war, wo er jemanden brauchte, der ihn "verstand". Ich habe freundschaftliche Treffen beider (trotz der Distanz - mein Partner hatte schon immer mehr weibliche Kumpels als männliche und ich konnte bis dahin immer gut damit umgehen - auch auf Distanz!!!!!) lange toleriert, sie tanzen gehen lassen. War vertrauensseelig und im Nachhinein meiner Meinung nach so dumm und gutmütig.
Er hat immer wieder gesagt, dass das nicht vorgekommen wäre, wenn ich dagewesen wäre und wir haben das lange und breit durchgesprochen. Ich habe (im Gegensatz zu früher, wo ich immer vehement behauptet habe, dass ich eine Partnerschaft sofort beenden würde) mir ein paar Tage Zeit genommen und dann entschieden, dass ich das bereits länger ausgemachte Treffen in meiner Studentenstadt nicht absage, sondern dass ich ihn sehen will.
Und als er kam, abgemagert, blaß, übernächtigt und fertig mit der Welt -
da habe ich mich meiner Gefühle für ihn besonnen und beschlossen, dass man (damals) 3 Jahre nicht einfach so wegschmeißen kann.
Ich habe versucht damit klarzukommen und anfangs verdrängt.
Leider habe ich dann angefangen, wie so viele Frauen, in Problem-Situationen ihm diese Sache immer wieder aufs Butterbrot zu schmieren. Ich habe sein schlechtes Gewissen und seine Schuldgefühle dazu verwendet (bisher war mir das gar nicht so klar), ihn an mich zu binden! Um ihn zu kontrollieren!
Er hat soviel aufgegeben für mich. Seine Freiheit abends Bierchen Trinken zu gehen mit Kommilitonen, wenn Frauen dabei waren. Treffen mit weiblichen Kommilitonen zu abendlicher Stunde außerhalb von öffentlichen Kneipen.... Ich wollte immer wissen, wo er war!
Ich habe ihm glaubhaft versichert, dass ich anders nicht wieder vertrauen fassen kann und "zwang" ihm auch jeden Abend eine Gute-Nacht-Sms ab, damit ich versichert war (auch noch als ich in seine Studienstadt gewechselt bin und wir erst einmal in getrennte Wohnungen gezogen sind), dass er daheim ist.
Durch unseren Nebenjob zu einer Zeit, in der man eigentlich ins Bett gehen würde (bzw. maximal an manchen Tagen ein oder zwei Getränke mit Freunden nehmen würde) und der Tatsache, dass man nach der Arbeit gegen 23 Uhr leider top fit war und dann an solchen Abenden "gezwungenermaßen" noch wegging, da man über die Müdigkeitsphase hinweg war, wurde mein Leben sehr sehr sehr anstrengend, da ich für mein Studium früh aufstehen musste.
Ich bekam nichts mehr auf die Reihe!
Wollte ich etwas von ihm "haben", musste ich mich seinem ebenfalls verkorksten Schlafrhythmus anpassen.
Er dehnte das nämlich oft noch bis tief in die Nacht aus, anstatt sich nach der Arbeit zur Ruhe zu zwingen!
Im Zuge seines Studiumsstresses, in dem ich ihn auch nicht sich selbst überlassen konnte, sondern immer Ansprüche anmeldete, dass er sich bitte meldet und der Kontakt bestehen sollte, habe ich ihn wohl so überfordert, dass er zudem angefangen hat zu rauchen.
Das war ein großer Streitpunkt, da ich mit dem Rauchen schon viele viele Jahre aufgehört hatte und es richtig eklig finde.
Ich kann mit jemandem, der raucht, nicht zusammen sein! Küsse werden zum Übelkeitsfaktor Nummer 1!
Als Zeichen dafür, dass seine Wohnung sein Revier ist, hat er auch dort angefangen zu rauchen, wo ich meine Schlafkleidung hatte (bei ihm).
Dass ich die Wohnung nicht mehr betreten konnte, wenn er geraucht hatte, war wohl für ihn eine Art und Weise mich fern zu halten.
Mittlerweile (es hat sich ja zwischendrin immer mal wieder eingerenkt) hatten wir uns geeinigt dass er nur "Genuss"rauchen betreibt, wenn wir uns an dem Tag nicht mehr sehen. Und sonst eben nicht raucht. Zudem nicht in seiner Wohnung raucht.
Das führte jedoch wenig konstruktiv wiederum dazu, dass ich ihm nicht vertraut habe, sondern versucht habe, ihn ständig zu sehen (mal gab es ein Regal aufzubauen, oder für etwas zu Üben, ein mögliches gemeinsames Essen....), um zu verhindern, dass er raucht.
Und jetzt wollte er sich nach einem unnötigen Streit letzte Woche...
(er war nach einer kulturellen Veranstaltung aus dem Gebäude herausgegangen ohne Rücksicht auf mich und ich wollte jedoch innen noch etwas anderes betrachten und mit ihm darüber sprechen. Musste ihm dann zu den Fahrrädern hinterher rennen und wir haben es dann doch noch zusammen angeschaut. Mir hat das trotzdem nicht gepasst, dass er ständig schneller wegzischt als ich und wenn er doch einfach nur gesagt hätte: Ist ok. Ich halte mich so auf, dass du mich mit einem heiteren wörtlichen Hinweis darauf aufmerksam machen kannst, dass es eine Planänderung gibt, anstelle das Verlassen eines Gebäudes sofort nach Veranstaltungsende.
Er hat nichts dergleichen gesagt, außer: ich habe halt ein schnelleres Lebenstempo als du, du warst zu langsam, solange ich nicht verstehe, warum ein Plan umgeschmissen wird, verhalte ich mich wie zuerst verabredet. Musst halt schneller sein.... Das - und sein böser Kommentar, dass das Gespräch jetzt beendet sei - führte dazu, dass das miese Gefühl bei mir perfekt war. Und wie einen Streit verhindern, wenn man sich mies und vom eigenen Partner brüskiert fühlt!?)
...sich von mir trennen. Hat alles schlecht geredet, was zuvor die Tage schön (auch intim) gewesen ist. Hat vertraute Situationen mit den Worten "entwürdigt", dass er auch keinem was verraten würde... hahaha... dass auch ich mich trennen könnte, um in unserem Bekanntenkreis das Gesicht zu wahren....
Warum ich ihn umgestimmt habe, ich weiß es nicht.
Es ist eine Welt zusammengebrochen und ich habe geweint, als ging es um mein Leben.
Wir haben uns darauf "geeinigt", dass wir es nochmal versuchen, aber er seine Dinge ins Reine bringen muss. Er bestimmen muss, wo es mit seinem Leben hingeht...
Hatten einen Abend danach auch eigentlich ein produktives und konstruktives Gespräch das mir wieder einmal zeigte, dass wir in manchen Situationen einfach den Umgang miteinander nicht wissen. In ganz alltäglichen Situationen. Vermute es liegt an der langen Distanz, die wir so lange hatten... Und über diese Extreme Nähe konnten wir uns auch nicht kennlernen, weil wir uns nicht beobachten konnten, sondern ständig aufeinander hockten!
Das Schlimmste:
Und dann hat er mir (es war zwar angekündigt, dass er alleine wegfährt, um sich über sein Leben klar zu werden und es ist irgendwie auch klar, dass er nicht deswegen wegfährt, weil er mir am kommenden Wochenende nach seiner Rückkehr alles hinschmeißen möchte...) gesagt, dass er für paar Tage weg ist und alle guten Vorsätze.. dass ich ihn lächelnd und aufmunternd verabschiede.. sind den Bach runter gegangen.
Ich bin heute morgen bei ihm aufgekreuzt, um noch etwas abzuholen.
Hoffte so sehnlich darauf, dass er zwar sicherlich etwas neutral ist, aber wenigstens durch eine innige kurze Umarmung und ein liebes Tschüss die Hoffnung aufrecht erhält, dass alles gut wird und er sich nicht gegen mich entscheidet!
Wenn ich nur den leisesten Hinweis darauf bekommen hätte, wie distanziert er ist, dann hätte ich es in seiner Abwesenheit in seiner Wohnung geholt und mir dieses Treffen nicht gegeben!
So kam es, dass wir vor seiner Abfahrt noch ein paar böse Worte gewechselt haben, was dann darin gipfelte, dass er seinen Zweitschlüssel wollte. Er schien mir nicht zu vertrauen, dass ich in seiner Abwesenheit nicht in seine Wohnung gehe. Mittlerweile glaube ich, dass die Schlüsselfrage eine "Racheaktion" wegen meiner Missstimmung über die nicht vorhandene Umarmung war. Dennoch... Sie tat weh!!!!!
Ich habe panische Angst. Panische Angst, dass er sich distanziert hat, um doch zu überlegen, ein Leben ohne mich weiterzugehen.
Ich möchte das so gut es geht verhindern.
Deswegen bitte ich unter Tränen euch (vor allem auch euch Männer):
Laßt mich verstehen, wie ihr drauf seit. Laßt mich verstehen, was ich jetzt tun muss.
Kann ich davon ausgehen, dass er mir treu ist!? Oder erkennt er im Spaßhaben in diesem Urlaubsort (der verschrieen ist für Sex und Parties - eigentlich wollte er da gar nicht hin, aber es war die günstigste Variante spontan) dass er ohne mich viel besser dran ist!?
Dass die Treue in unserer Beziehung das oberste Gebot sein soll, war uns beiden klar! Aber er weiß auch, dass ich es ein zweites Mal nicht verkrafte.
Ich habe panische Angst vor der Möglichkeit, dass er mich betrügt.
Dass er mich betrügt, weil er dann weiß, dass ich konsequenterweise Schluss machen muss.
Weil er mich anders nicht "losbekommt". Weil ich ihn versucht habe umzustimmen letzte Woche. Ich habe panische Angst, dass er mich zur Konsequenz zwingt.
Wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir schreiben würdet.
Sicherlich habe ich hier einiges unzusammenhängend bzw. etwas neutralisierter dargestellt. Möchte nicht, dass mich irgendjemand erkennt.
Hoffe aber sehr, dass ihr mir helfen könnt.
Brauche Hilfe von Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Brauche Hilfe von Menschen, die mir anonym sind und nicht in unserem Bekanntenkreis leben.
Ich möchte alles tun, damit er zurückkommt und wir eine (möglicherweise) letzte Chance haben! Bitte sagt mir, wie ich mich verhalten soll.
Eine SMS kam schon, dass er gut angekommen ist und dass ich bitte eine Studienbescheinigung nach Hause schicken soll, falls diese angekommen sind.
Dazu muss ich in seine Wohnung.
Jemand, der so etwas fordert, kann doch nicht an Trennung denken!?
Bei Trennungsgedanken müsste er mir jeden zeitlichen Aufwand ersparen.
Warte sehnlichst auf eure Postings!
Eure traurige Hilde!
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