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Freund alleine im Urlaub

  • Starter*in Starter*in Hilde25
  • Datum Start Datum Start
H

Hilde25

Gast
Liebes Forum!

Hier ist Hilde (eigentlich Hildtrud, aber ich fänds netter, wenn ihr mich Hilde nennen würdet, da ich eine fesche junge 25jährige bin und kein altes Mütterchen!)
und habe ein Problem.

Mein Freund ist heute alleine in Urlaub gefahren und es ist abzusehen, dass er sich unerreichbar macht, da er einige Dinge für sich klären muss. Sowohl partnerschaftlich als auch studienbedingte Angelegenheiten.
Es ist in unserer Partnerschaft (zuerst mehrere Jahre Distanzbeziehung, dann zusammen in einer Stadt, aber getrennte Wohnungen) einiges schief gelaufen.
Ich habe den Studienort unter anderem gewechselt zu ihm, da wir beide zu der Erkenntnis gekommen waren, dass die Distanz weg muss. Wenn ich in "seiner Stadt" keine guten Studienmöglichkeiten gehabt hätte, wäre ich sicherlich nicht in diese Stadt gekommen. Jedoch war er der Anstoß und ob ich alleine in diese Stadt gekommen wäre, ist fraglich.
Wir hingen eineinhalb Jahre nach einem Mammut-Umzug fast ständig beieinander. Und ich fand (mittlerweile muss ich leider sagen: unglücklicherweise) sofort einen studentischen Nebenjob dort wo er auch nebenjobmäßig arbeitet.
Dieser Job hat mich sehr beansprucht (drastisch veränderte Schlafenszeiten, Arbeitszeiten zu Zeiten, an denen man eigentlich mit Freunden weggeht...) und dadurch bin ich sehr oft frustriert gewesen und sehr anhänglich, weil die Zeit mit meinem Freund immer sehr schön war und ich dann den anderen Stress verdrängen könnte.... Möglicherweise hätte ich gleich von Anfang an lernen müssen, den Stress selbst zu kompensieren oder den Nebenjob kündigen oder was auch immer, aber nicht alles immer auf Kosten der kompletten Freizeit meines Freundes zu machen.
Und durch das neue schöne Gefühl der "Nähe" bin ich sehr anhänglich und maßlos geworden. Denn diese immer mögliche Nähe kannte ich nicht.
Das ging sogar soweit, dass wir uns vor wichtigen Prüfungen gegenseitig mit Grippe und anderen Krankheiten angesteckt hatten, weil wir so viel aufeinander hingen und es sogar dazu gekommen ist, dass wir durch einige Prüfungen gefallen sind (eine nicht bestandene Prüfung hat seine Lebensplanung völlig aus der Bahn geworfen).
Ich weiß nicht, ob ich Licht in das Dunkel bringen kann, denn es ist wie immer so, dass ich zwar die Problematiken sehe (bestimmte falsche Verhaltensweisen in bestimmten Situationen meinerseits - vor seinen Freunden, vor anderen Leuten, wenn irgendwas organisatorisches schiefgegangen ist, was meiner Meinung nach hätte verhindert werden können....) aber auch einen Lösungsweg sehe. Ich kann nur diesen Lösungsweg sehr schwer beschreiten.
Ich weiß nicht, wie ich aus dieser engen problematischen Beziehung eine lockere normale liebevolle machen soll.
Ich möchte ihn nicht verlieren! Bin momentan panisch und traurig!
Möglicherweise äußert sich das auch in meinem Posting. Das tut mir sehr leid!!

Mein Partner und ich schaukeln uns da in manchen Situationen auch beide schnell hoch. Sind abgestumpft und in manchen Diskussionspunkten und Streitpunkten "durchgescheuert"(!!!)!
Er wird mittlerweile schnell jähzornig und cholerisch und leider ist vor einiger Zeit sogar soweit gekommen, dass ihm die Hand ausgerutscht ist. Er konnte sich noch zurückhalten, jedoch hat er mich leicht getroffen. Spüren tut man das ohnehin länger im Herzen als körperlich.
In einer Situation (wo ich mich wirklich unmöglich verhalten habe und ihm den Streit aufgezwungen habe, da er das Gespräch beendet war, obwohl für mich noch lange nichts geklärt war -> wie immer) hat er mich "am Kragen gepackt". Also mich am Schal festgehalten, mir böse in die Augen geschaut und mir gesagt, dass es so nicht mehr geht.
Ich verstehe die Welt nicht mehr auch wenn ich meiner Schuld bewusst bin! Ich verstehe nicht, wie es soweit kommen konnte!!!!
Es geht hier jetzt auch nicht um diese cholerischen Ausraster. Ich habe vor meinem Partner keine Angst. Ich bin keine Frau, die sich verprügeln lässt und das weiß er auch. Ich bin körperlich nicht angreifbar.
Ich weiß einfach auch noch zu gut, wie er sein konnte. Wie liebevoll und sanft und sensibel.
An seiner Art damit umzugehen weiß ich auch, wie verzweifelt er darüber ist.
Ich lernen, ihm die Chance geben zu können, einem Streit entkommen zu "dürfen", wenn er es gerade nicht brauchen kann oder die Situation ungünstig ist!!!!
Bisher habe ich ihn immer zur Konfrontation gezwungen.
Momentan bin ich zu traurig, um hier weitere Details zu posten. Möglicherweise habe ich auch Angst, dass er liest und noch mehr dadurch kaputt geht.

Dem ganzen WAHNSINN vorausgegangen ist jedoch ein einmaliges Fremdgehen vor drei Jahren seinerseits, als wir noch auf Distanz wohnten. Ein Streit ging der Situation voraus und sie (obwohl sie von mir wußte) hat es ausgenutzt, dass er in einer Situation war, wo er jemanden brauchte, der ihn "verstand". Ich habe freundschaftliche Treffen beider (trotz der Distanz - mein Partner hatte schon immer mehr weibliche Kumpels als männliche und ich konnte bis dahin immer gut damit umgehen - auch auf Distanz!!!!!) lange toleriert, sie tanzen gehen lassen. War vertrauensseelig und im Nachhinein meiner Meinung nach so dumm und gutmütig.

Er hat immer wieder gesagt, dass das nicht vorgekommen wäre, wenn ich dagewesen wäre und wir haben das lange und breit durchgesprochen. Ich habe (im Gegensatz zu früher, wo ich immer vehement behauptet habe, dass ich eine Partnerschaft sofort beenden würde) mir ein paar Tage Zeit genommen und dann entschieden, dass ich das bereits länger ausgemachte Treffen in meiner Studentenstadt nicht absage, sondern dass ich ihn sehen will.
Und als er kam, abgemagert, blaß, übernächtigt und fertig mit der Welt -
da habe ich mich meiner Gefühle für ihn besonnen und beschlossen, dass man (damals) 3 Jahre nicht einfach so wegschmeißen kann.
Ich habe versucht damit klarzukommen und anfangs verdrängt.
Leider habe ich dann angefangen, wie so viele Frauen, in Problem-Situationen ihm diese Sache immer wieder aufs Butterbrot zu schmieren. Ich habe sein schlechtes Gewissen und seine Schuldgefühle dazu verwendet (bisher war mir das gar nicht so klar), ihn an mich zu binden! Um ihn zu kontrollieren!
Er hat soviel aufgegeben für mich. Seine Freiheit abends Bierchen Trinken zu gehen mit Kommilitonen, wenn Frauen dabei waren. Treffen mit weiblichen Kommilitonen zu abendlicher Stunde außerhalb von öffentlichen Kneipen.... Ich wollte immer wissen, wo er war!
Ich habe ihm glaubhaft versichert, dass ich anders nicht wieder vertrauen fassen kann und "zwang" ihm auch jeden Abend eine Gute-Nacht-Sms ab, damit ich versichert war (auch noch als ich in seine Studienstadt gewechselt bin und wir erst einmal in getrennte Wohnungen gezogen sind), dass er daheim ist.
Durch unseren Nebenjob zu einer Zeit, in der man eigentlich ins Bett gehen würde (bzw. maximal an manchen Tagen ein oder zwei Getränke mit Freunden nehmen würde) und der Tatsache, dass man nach der Arbeit gegen 23 Uhr leider top fit war und dann an solchen Abenden "gezwungenermaßen" noch wegging, da man über die Müdigkeitsphase hinweg war, wurde mein Leben sehr sehr sehr anstrengend, da ich für mein Studium früh aufstehen musste.
Ich bekam nichts mehr auf die Reihe!
Wollte ich etwas von ihm "haben", musste ich mich seinem ebenfalls verkorksten Schlafrhythmus anpassen.
Er dehnte das nämlich oft noch bis tief in die Nacht aus, anstatt sich nach der Arbeit zur Ruhe zu zwingen!

Im Zuge seines Studiumsstresses, in dem ich ihn auch nicht sich selbst überlassen konnte, sondern immer Ansprüche anmeldete, dass er sich bitte meldet und der Kontakt bestehen sollte, habe ich ihn wohl so überfordert, dass er zudem angefangen hat zu rauchen.
Das war ein großer Streitpunkt, da ich mit dem Rauchen schon viele viele Jahre aufgehört hatte und es richtig eklig finde.
Ich kann mit jemandem, der raucht, nicht zusammen sein! Küsse werden zum Übelkeitsfaktor Nummer 1!
Als Zeichen dafür, dass seine Wohnung sein Revier ist, hat er auch dort angefangen zu rauchen, wo ich meine Schlafkleidung hatte (bei ihm).
Dass ich die Wohnung nicht mehr betreten konnte, wenn er geraucht hatte, war wohl für ihn eine Art und Weise mich fern zu halten.
Mittlerweile (es hat sich ja zwischendrin immer mal wieder eingerenkt) hatten wir uns geeinigt dass er nur "Genuss"rauchen betreibt, wenn wir uns an dem Tag nicht mehr sehen. Und sonst eben nicht raucht. Zudem nicht in seiner Wohnung raucht.
Das führte jedoch wenig konstruktiv wiederum dazu, dass ich ihm nicht vertraut habe, sondern versucht habe, ihn ständig zu sehen (mal gab es ein Regal aufzubauen, oder für etwas zu Üben, ein mögliches gemeinsames Essen....), um zu verhindern, dass er raucht.

Und jetzt wollte er sich nach einem unnötigen Streit letzte Woche...

(er war nach einer kulturellen Veranstaltung aus dem Gebäude herausgegangen ohne Rücksicht auf mich und ich wollte jedoch innen noch etwas anderes betrachten und mit ihm darüber sprechen. Musste ihm dann zu den Fahrrädern hinterher rennen und wir haben es dann doch noch zusammen angeschaut. Mir hat das trotzdem nicht gepasst, dass er ständig schneller wegzischt als ich und wenn er doch einfach nur gesagt hätte: Ist ok. Ich halte mich so auf, dass du mich mit einem heiteren wörtlichen Hinweis darauf aufmerksam machen kannst, dass es eine Planänderung gibt, anstelle das Verlassen eines Gebäudes sofort nach Veranstaltungsende.

Er hat nichts dergleichen gesagt, außer: ich habe halt ein schnelleres Lebenstempo als du, du warst zu langsam, solange ich nicht verstehe, warum ein Plan umgeschmissen wird, verhalte ich mich wie zuerst verabredet. Musst halt schneller sein.... Das - und sein böser Kommentar, dass das Gespräch jetzt beendet sei - führte dazu, dass das miese Gefühl bei mir perfekt war. Und wie einen Streit verhindern, wenn man sich mies und vom eigenen Partner brüskiert fühlt!?)

...sich von mir trennen. Hat alles schlecht geredet, was zuvor die Tage schön (auch intim) gewesen ist. Hat vertraute Situationen mit den Worten "entwürdigt", dass er auch keinem was verraten würde... hahaha... dass auch ich mich trennen könnte, um in unserem Bekanntenkreis das Gesicht zu wahren....

Warum ich ihn umgestimmt habe, ich weiß es nicht.
Es ist eine Welt zusammengebrochen und ich habe geweint, als ging es um mein Leben.
Wir haben uns darauf "geeinigt", dass wir es nochmal versuchen, aber er seine Dinge ins Reine bringen muss. Er bestimmen muss, wo es mit seinem Leben hingeht...
Hatten einen Abend danach auch eigentlich ein produktives und konstruktives Gespräch das mir wieder einmal zeigte, dass wir in manchen Situationen einfach den Umgang miteinander nicht wissen. In ganz alltäglichen Situationen. Vermute es liegt an der langen Distanz, die wir so lange hatten... Und über diese Extreme Nähe konnten wir uns auch nicht kennlernen, weil wir uns nicht beobachten konnten, sondern ständig aufeinander hockten!
Das Schlimmste:
Und dann hat er mir (es war zwar angekündigt, dass er alleine wegfährt, um sich über sein Leben klar zu werden und es ist irgendwie auch klar, dass er nicht deswegen wegfährt, weil er mir am kommenden Wochenende nach seiner Rückkehr alles hinschmeißen möchte...) gesagt, dass er für paar Tage weg ist und alle guten Vorsätze.. dass ich ihn lächelnd und aufmunternd verabschiede.. sind den Bach runter gegangen.
Ich bin heute morgen bei ihm aufgekreuzt, um noch etwas abzuholen.
Hoffte so sehnlich darauf, dass er zwar sicherlich etwas neutral ist, aber wenigstens durch eine innige kurze Umarmung und ein liebes Tschüss die Hoffnung aufrecht erhält, dass alles gut wird und er sich nicht gegen mich entscheidet!
Wenn ich nur den leisesten Hinweis darauf bekommen hätte, wie distanziert er ist, dann hätte ich es in seiner Abwesenheit in seiner Wohnung geholt und mir dieses Treffen nicht gegeben!
So kam es, dass wir vor seiner Abfahrt noch ein paar böse Worte gewechselt haben, was dann darin gipfelte, dass er seinen Zweitschlüssel wollte. Er schien mir nicht zu vertrauen, dass ich in seiner Abwesenheit nicht in seine Wohnung gehe. Mittlerweile glaube ich, dass die Schlüsselfrage eine "Racheaktion" wegen meiner Missstimmung über die nicht vorhandene Umarmung war. Dennoch... Sie tat weh!!!!!
Ich habe panische Angst. Panische Angst, dass er sich distanziert hat, um doch zu überlegen, ein Leben ohne mich weiterzugehen.
Ich möchte das so gut es geht verhindern.
Deswegen bitte ich unter Tränen euch (vor allem auch euch Männer):
Laßt mich verstehen, wie ihr drauf seit. Laßt mich verstehen, was ich jetzt tun muss.
Kann ich davon ausgehen, dass er mir treu ist!? Oder erkennt er im Spaßhaben in diesem Urlaubsort (der verschrieen ist für Sex und Parties - eigentlich wollte er da gar nicht hin, aber es war die günstigste Variante spontan) dass er ohne mich viel besser dran ist!?
Dass die Treue in unserer Beziehung das oberste Gebot sein soll, war uns beiden klar! Aber er weiß auch, dass ich es ein zweites Mal nicht verkrafte.
Ich habe panische Angst vor der Möglichkeit, dass er mich betrügt.
Dass er mich betrügt, weil er dann weiß, dass ich konsequenterweise Schluss machen muss.
Weil er mich anders nicht "losbekommt". Weil ich ihn versucht habe umzustimmen letzte Woche. Ich habe panische Angst, dass er mich zur Konsequenz zwingt.
Wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir schreiben würdet.
Sicherlich habe ich hier einiges unzusammenhängend bzw. etwas neutralisierter dargestellt. Möchte nicht, dass mich irgendjemand erkennt.
Hoffe aber sehr, dass ihr mir helfen könnt.
Brauche Hilfe von Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Brauche Hilfe von Menschen, die mir anonym sind und nicht in unserem Bekanntenkreis leben.
Ich möchte alles tun, damit er zurückkommt und wir eine (möglicherweise) letzte Chance haben! Bitte sagt mir, wie ich mich verhalten soll.
Eine SMS kam schon, dass er gut angekommen ist und dass ich bitte eine Studienbescheinigung nach Hause schicken soll, falls diese angekommen sind.
Dazu muss ich in seine Wohnung.
Jemand, der so etwas fordert, kann doch nicht an Trennung denken!?
Bei Trennungsgedanken müsste er mir jeden zeitlichen Aufwand ersparen.
Warte sehnlichst auf eure Postings!

Eure traurige Hilde!
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Hilde,


liebst du ihn noch? Oder ist es die Vergangenheit, die schöne Zeit, der du nachhängst, die du wiederhaben möchtest?

Es hört sich alles ziemlich verfahren an, was du da schreibst. Hat sich das jobmäßig denn wieder geregelt, oder sind die Arbeitszeiten immer noch so?

Glaubst du, dass sich wirklich was ändern kann? Wenn du das selbst und ganz realistisch einschätzt..

Wie lang seit ihr denn insgesamt zusammen?

Und wie lange ist er im Urlaub? Gib ihm diese Zeit, in der er wirklich für sich ist und nachdenken kann. Belagere ihn wenn er zurückkommt nicht sofort mit deiner Eifersucht.

Nutze die Zeit in der er weg ist, auch, um dir über deine ganzen Gefühle und die Situation klar zu werden. Tu mal was für dich, unternimm was mit Freunden, für die du vielleicht in letzter Zeit nicht mehr so viel Zeit hattest.

Liebe Grüße,
Schneee
 
Hallo Schnee,

vielen vielen Dank für Deine Antwort!
Ich liebe ihn und ich möchte dass es wieder besser wird!
Wir haben uns auf Distanz ganz unkonventionell kennengelernt und ich möchte
ihn nicht verlieren.
Ich habe im Winter eine Schwangerschaft von ihm verloren.
Im Sommer sind wir 6 Jahre zusammen.
Nebenjobmäßig (arbeiten nur, um uns noch was zum Studium dazu zu verdienen bzw. mittlerweile die Studiengebühren zu bezahlen) werde ich im Sommer ohnehin ausscheiden, da ich einen befristeten Vertrag habe im Gegensatz zu ihm. Danach habe ich die Chance mir etwas anderes zu suchen.
Ich brauche das Geld. Deshalb habe ich bis jetzt die für mich so unmöglich liegenden abendlichen Arbeitszeiten ertragen.


"Glaubst du, dass sich wirklich was ändern kann? Wenn du das selbst und ganz realistisch einschätzt.. "

Ich weiß es nicht!
Ich hoffe es sehr! Ich möchte jetzt versuchen stark zu sein.
Keine SMS mehr zu schicken. Hoffen, dass er sich aus dem Urlaub meldet.
Er hat immer gesagt, dass er will, dass es mir gut geht.
Und ich glaube, dass er im Idealfall es sich ebenfalls wünschen würde, wenn es wieder so wird.
Er hat gesagt, dass er sich auch nicht gewünscht hat, dass es vorbei ist.
Aber wenn die Partnerschaft sein Leben kaputt macht, dann ist es nicht das richtige!
Eigentlich darf doch ein Urlaub des Partners alleine für ein paar Tage um wieder Kraft zu tanken kein Problem sein...
Ich lese hier immer wieder, dass Urlaube von den Partnern mit anderen Freunden problematisch sind.
Ich bin da eigentlich ganz locker! Er bietet im Sommer mit einem Kommilitonen auch einen Kurs in einer Lehranstalt an. Da gibt es Kurse mit anderen Kursleitern, die sicherlich zum Teil auch weiblich sind.
Aber seinem Partner so etwas zu verbieten geht nicht an. Ich verstehe schon, dass jeder sein eigenes Leben irgendwie braucht - zumindest sein eigenes "Ding".
Ich möchte ja so gerne dass er jetzt ein paar Tage Ruhe hat!
Wenn denn nur die Ungewissheit nicht wäre. Die Angst, die Panik.
Dass er nachdenkt und zurückkommt und für sich einen Weg beschlossen hat, in dem ich keinen Platz mehr habe!
Natürlich müssen wir nach seiner Rückkehr reden - zumindest ein bisschen.
Aber nicht wofür er sich entschieden hat. Sondern vielleicht darüber, wie es war. Wo genau er war (ich weiß nur die Urlaubsinsel, das Hotel hat er mir nicht verraten!). Ob er was nettes erlebt hat.
Was ich hier so gemacht habe.
Was ich erlebt habe.

Ich hoffe, dass wir nicht darüber reden müssen, wie es weiter geht, sondern dass wir es spüren!
Ich würde sehr gerne davon ausgehen, dass er die Notbremse gezogen hat und weggefahren ist, weil er unsere Beziehung retten will und einige seiner Dinge (er hat Laptop dabei und ich glaube Bücher zum arbeiten auch) auf die Reihe kriegen will (Studium).
Wenn ich nur die Gewissheit hätte, dass er durchatmen muss und das auch als Chance ergreifen will für uns.
Dann könnte ich schweigen und abwarten und mein eigenes Ding machen!!!!!
Dann könnte ich mich auf seine Rückkehr freuen!
Dann könnte ich dieses Gefühl genießen, wenn man auf jemanden wartet!
Aber so lähmt mich die Ungewissheit!!


"Und wie lange ist er im Urlaub? Gib ihm diese Zeit, in der er wirklich für sich ist und nachdenken kann. Belagere ihn wenn er zurückkommt nicht sofort mit deiner Eifersucht. "

Er ist bis Samstag weg! Samstag Nachmittag kommt er wieder zurück!
Ich werde ihn nicht belagern! Das habe ich schon spätestens während des Schreibens erkannt. Ich habe nur aufgrund der Ungewissheit die Panik, dass er mich betrügen könnte, um mir dann genau DAS mitzuteilen, weil er WEIß, dass ich mich dann von ihm trennen muss!!
Dass er (weil ich um eine zweite Chance gebeten habe, als er überlegt hat, sich zu trennen, da überfordert mit allem) meint, dass ich dann einen GRund habe, ihn zu hassen und dann auch die Kraft habe zu gehen!
Weißt du was ich meine!?
Das ist mein großes Problem.
Dass er auf so eine blödsinnige Idee kommen könnte!!
Liebe Männer! Bitte - was würdet ihr alleine auf einer Urlaubsinsel 4 Tage und 4 Nächte machen!?!?!?!?!?!?
:-(


"Nutze die Zeit in der er weg ist, auch, um dir über deine ganzen Gefühle und die Situation klar zu werden. Tu mal was für dich, unternimm was mit Freunden, für die du vielleicht in letzter Zeit nicht mehr so viel Zeit hattest."

Das muss ich. Da hast du REcht! Es ist nur so schwer in die Gänge zu kommen. So sehr ich eure Tips und Ratschläge brauche.
Wahrscheinlich muss ich mal weg von dem PC. Meine Wohnung aufräumen.
Mein Studium vorbereiten. Trainieren gehen (bin Mitglied in einem guten Fitness-Club), bisschen moggelig bin ich geworden!

Ich versuchs jetzt anzupacken!
Bitte schreibt dennoch!

Wie würdet ihr so eine Zwangstrennung von 5 Tagen verkraften - Freund alleine auf Party-Insel!?
Glaubt ihr, dass meine Panik dass er fremdgeht um mir einen Grund zu geben, ihn zu hassen (damit ich ihn freiwillig verlasse) unbegründet ist!?
Er meinte, letzte Woche, dass es natürlich schön wäre, wenn wir alle Lebensvorstellungen übereinander kriegen würden (obwohl er im nächsten Satz gesagt hat, dass er jetzt in nächster Zeit, nachdem er fast zwei Jahre nur auf mich Rücksicht genommen hat, mal wieder an sich denken will......)!!
Daran klammere ich mich jetzt ein bisschen fest!

Danke fürs Lesen!

Eure traurige Hilde!!
 
Ich habe im Winter eine Schwangerschaft von ihm verloren.
Darf man fragen ob es ein Wunschkind war, und ob dieses Erlebnis etwas in/an eurer Beziehung verändert hat?

Danach habe ich die Chance mir etwas anderes zu suchen.
Ja, ich glaube das wäre das Beste. Etwas mit geregelteren Zeiten, wo dich/euch nicht so durcheinander bringt.

Ich bin da eigentlich ganz locker!
Bist du das wirklich? 🙄 Ich hab bisher eher den Eindruck gewonnen, dass du recht stark eifersüchtig bist und das eure Beziehung auch belastet..?

Ich möchte ja so gerne dass er jetzt ein paar Tage Ruhe hat!
Dann gib sie ihm. Ungewissheit hin oder her. Und es ist bis Samstag, das ist doch eine Zeit, die man einigermaßen abwarten kann. Gib ihm diese Möglichkeit.

Dass er nachdenkt und zurückkommt und für sich einen Weg beschlossen hat, in dem ich keinen Platz mehr habe!
Du würdest an dieser Entscheidung aber auch nichts ändern können, wenn du ihm auch im Urlaub ständig Kontakt aufdrängst.

Ich hoffe, dass wir nicht darüber reden müssen, wie es weiter geht, sondern dass wir es spüren!
Das hoffe ich auch, das klingt gut 🙂

Ich habe nur aufgrund der Ungewissheit die Panik, dass er mich betrügen könnte, um mir dann genau DAS mitzuteilen, weil er WEIß, dass ich mich dann von ihm trennen muss!!
Aber hallo. Wie mies ist das denn? Aber selbst wenn. Dann zeigt er dir ganz deutlich, dass er nicht mehr will. Du bist dann zwar vielleicht diejenige, die es ausspricht, die Schluss macht, aber er ist es, der das bewusst durch seine Handlung hervorgerufen hat.
Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so abgebrüht ist. 🙄

Liebe Männer! Bitte - was würdet ihr alleine auf einer Urlaubsinsel 4 Tage und 4 Nächte machen!?!?!?!?!?!?
Entspannen. Kraft tanken. Die Ruhe genießen. Nachdenken. Versuchen über einiges klar zu werden. Lernen. Gut essen. Frei haben. Zu sich finden.


Wahrscheinlich muss ich mal weg von dem PC. Meine Wohnung aufräumen.
Mein Studium vorbereiten. Trainieren gehen (bin Mitglied in einem guten Fitness-Club), bisschen moggelig bin ich geworden!
Das hört sich doch alles sehr gut an. Versuche nicht nur darüber zu reden, sondern es auch gleich anzupacken! Am besten gleich morgen 😉

Wie würdet ihr so eine Zwangstrennung von 5 Tagen verkraften - Freund alleine auf Party-Insel!?
Das ist keine Zwangstrennung. Das ist eine Chance für euch. Versuche das ein wenig positiver zu sehn. Egal wie das ausgeht, ihr habt - BEIDE - diese Auszeit gebraucht.

obwohl er im nächsten Satz gesagt hat, dass er jetzt in nächster Zeit, nachdem er fast zwei Jahre nur auf mich Rücksicht genommen hat, mal wieder an sich denken will
Und das sollte er auch.

Liebe Grüße,
Schneee
 
Hallo Schnee.

Heute nacht bin ich fast wahnsinnig geworden....
Er hat nicht einmal eine gute Nacht gewünscht.
Er hat sich bisher nicht gemeldet.
Ich funktioniere, aber mein Herz weint!
Ich will ihn doch gar nicht belagern. Ich brauche nicht einmal zu antworten.
Ein Lebenszeichen von ihm würde mir reichen!
Ich verzweifle an diesen 4 Tagen Funkstille, wo sich doch alle glücklichen normalen Paare wenigstens auf dem Laufenden halten würden.
Wenn er doch wenigstens smsen würde, dass es ihm gut geht ohne mich die 4 Tage. Dass er am Nachdenken ist. Dass er vorwärts kommt. Dass es ihm etwas gebracht hat wegzufahren. Dass es eine gute Idee war. Dass er sich nicht interessieren kann, was bei mir gerade läuft, aber dass er hofft, dass es mir gut geht.
Irgendwas. Ein Satz! Doch nichts von dem! Funkstille!
Ich würde gerne in die Oper gehen morgen (La Boheme von Puccini)...
Aber in der Aufbruchshetze hat er meine Studentenkarte mitgenommen.
Das wäre jetzt eine Abwechslung. Aber wegen ihm bekomme ich keine Ermäßigung. Ich muss heute abend arbeiten. Wenn die Kollegen mich fragen, wo er ist, dann weiß ich nicht was ich sagen soll. Er meinte, wir sollten es nicht nach außen tragen!
Soll ich lügen und sagen, er ist beschäftigt? Oder ist auf Urlaub? Wie soll ich mich verhalten!? Ich bin total fertig bei dem Gedanken daran, dass ich irgendwas über ihn erzählen muss.
Unglücklicherweise sind mir gerade beim Aufräumen Fotos in die Hand gefallen!
Das war echt nicht so passend, denn jetzt geht es mir total schlecht!
Ich mag nichts essen und das schlimme ist, dass es mir auch noch gut tut, ein paar Kilos abzunehmen!
Ich bin völlig konsterniert. Laufe herum wie ein Monster und sehe aus wie ein Zombie!
Die Ungewissheit - am Samstag das erste Wort nach Tagen, die erste sms (wennüberhaupt) - dass vielleicht doch alles vorbei ist und die 4 Tage ihn bestätigt haben, dass es ohne mich schöner ist und dass er mich nicht vermisst.
Er hat sich doch die letzten Tage interessiert, wie es mir geht. Hat mir auch abends hinterhertelefoniert. Hat mich informiert darüber, was er macht. Hat sich Sorgen gemacht, wenn ich nachts alleine unterwegs war!
Ich kann einfach nicht verkraften, dass er momentan einfach nicht existiert!

Bitte schimpft nicht mit mir, dass ich unvernünftig denke und unnötig leide!
Mir geht es schlecht, aber ich will es irgendwie schaffen!!
Ich will ihn nicht verlieren und ihm beweisen, dass ich ohne ihn kann.
Aber alles erinnert mich!
Meine Wohnung, die wir zusammen schön ausgebaut haben... mein zweites Kissen riecht nach ihm.... Eigentlich müsste ich auch wegfahren! Irgendwohin!
Aber hier zu sitzen, das macht so wahnsinnig!

Eure traurige Hilde!
 
Guten Morgen 🙂

Er hat nicht einmal eine gute Nacht gewünscht.
Er hat sich bisher nicht gemeldet.
Naja also eine gesunde Partnerschaft zeichnet doch nicht aus, dass man sich jeden Tag eine Guten Morgen- und Gute Nacht-SMS schreibt. Es ist doch völlig normal, sich auch mal nen Tag oder zwei nicht zu melden. Er braucht die Ruhe jetzt.

Ich würde gerne in die Oper gehen morgen (La Boheme von Puccini)
Dann mach das doch einfach. Würde dich bestimmt gut ablenken. Kostet es denn so viel mehr ohne Studentenrabatt? Außerdem kannst du doch zumindest versuchen eine Immatrikulationsbescheinigung mitzunehmen. Das müsste doch genauso funktionnieren, oder nicht?
Ich fände da seine gute Idee.. schau dir das an! 🙂

Wenn die Kollegen mich fragen, wo er ist, dann weiß ich nicht was ich sagen soll. Soll ich lügen und sagen, er ist beschäftigt? Oder ist auf Urlaub?
Nee, nicht lügen. Sag doch einfach wie es ist, dass er ein paar Tage entspannt. Du musst ihnen ja nicht gleich eure ganzen Beziehungsprobleme erzähln, aber einfach zu sagen dass er für ein paar Tage weggefahrn is.. da is doch nix dabei, oder?

Laufe herum wie ein Monster und sehe aus wie ein Zombie!
Na das kannst du doch ändern, oder? Auf mit dem Hintern, schwing dich in dein tolles Fitnessstudio, gönn dir danach ne ausgiebige Dusche, mach mal wieder was aus dir! 🙂

Wünsch dir alles Gute, und raff dich auf! 😉
Schneee
 
hallo,

also ich bin zwar kein mann, aber wenn mein partner so drauf wäre wie du, würde ich mich wahnsinnig eingeengt fühlen und wahrscheinlich keine luft mehr bekommen. ich würde auch flüchten. das soll kein vorwurf sein, aber dir vielleicht ein bisschen die augen öffen, was du da gerade machst...

kein mensch weiß, ob er jetzt oder später fremdgeht, aber ich gehe mal nicht davon aus. hört sich nicht danach an, als würde er sex suchen, den hat er ja auch mit dir, wie du schreibst, sondern luft zum durchatmen. aber, selbst WENN er es täte: darum geht es doch gar nicht!!! es geht darum, dass in eurer beziehung etwas grundlegendes nicht stimmt - selbst wenn sich das in einem seitensprung äußern würde, so wäre das nur ein symptom, nicht aber die ursache!!! statt immer nur übers fremdgehen nachzudenken solltest du deine aufmerksamkeit mal ganz doll darauf lenken, was bei euch alles schiefgeht und wie ihr es gemeinsam ändern könntet.

ich denke übrigens nicht, dass es sich ändern sollte. eher, dass du dein verhalten ein bisschen zurücknehmen solltest. sein verhalten scheint mir eine reaktion auf dein klammern zu sein - und das ist ja das fatale: je mehr man klammert, dest mehr treibt man den anderen von sich weg - und je mehr das passiert, desto mehr klammert man wiederum. ein teufelskreis. ich denke ihr könnt da nur rauskommen, wenn ihr das problem offen ansprecht und euch beide die chance gebt, nochmal bei 0 anzufangen. das wird schwierig weil man das geschehene ja nicht vergessen kann (keiner von euch), aber ich denke, wenn beide es wirklich wollen, dann ist es möglich. aber: ihr müsst reden, möglichst sachlich. wenn ihr euch weiterhin gegenseitig vorwürfe macht sehe ich kaum eine chance für euch (sorry wenn ich das so hart schreibe).

mein tipp für die nächsten tage (kann mir vorstellen dass das schwer ist für dich dort zu sitzen und zu warten, nichts tun zu können - aber das solltest du auch nicht!!!): kümmer dich um dich, wie du schon schreibst: geh ins fitnesstudio, treff dich mit leuten, bau dir ein eigenes leben auf (nicht nur kurz-, sondern auch langfristig) - nur so kann man eine partnerschaft doch jahrelang interessant gestalten nd auch für den partner interessant bleiben, indem jeder eigene eindrücke, erlebnisse und kontakte einbringt.

alles gute!!!
 
Liebe Hilde,

ich habe mir die Mühe gemacht und alles gelesen, was du und die anderen geschrieben haben. Du willst Stellungnahmen. Ich möchte meine abgeben:

Was Gast geschrieben hat, sollte dir s e h r v i e l zum Nachdenken geben.

Nur Vorsicht, du drehst dich im Kreis, du kommst nicht von deiner Sicht der Dinge und deinen Verlassenheitsängsten weg. Daher fällt es dir schwer,
die Dinge objektiv zu sehen. Du fragst uns, aber in Wirklichkeit, verwirfst du innerlich jeden Kommentar und hoffst, dass dir und deiner Sicht jemand Recht gibt.

Dies ist keine Anklage. Ich mag es, wie offen du bist und man möchte dich drücken und schützen, das spürt man, wenn man das alles liest. Warum? Weil man spürt, dass du ein schlimmes Persönlichkeitsproblem hast, was dir ungeheure Angst macht.

Es scheint mir, als ob dein Freund eigene Probleme hat. Trotzdem hat er sich lange um dich gekümmert, jetzt kann er halt nicht mehr.

Er wird wohl hoffen, dass alles gut wird und die langen Gespräche im bisherigen Stil Vergangenheit sind, und dann, wenn er sich wieder auf dich einstellt, fängt alles von vorne an. Solche Gespräche bringen euch auch n icht weiter. Mitleid wird letztlich alles, was er bestenfalls für dich übrig haben wird.

Ich sage es krass. Ich braucht einen Berater, der die Gesprächsführung übernimmt, vielleicht ein Paartherapeut oder ein menschlicher Mensch, der gleichzeitig Psychologiekenntnisse hat. Es geht darum, euch klar zu machen, wie die Psyche eines jeden tickt und warum es zwangsläufig zu all dem kommen musste. Dann, aber erst dann, müsst ihr bereit sein, an euch zu arbeiten, jeder, es sind immer zwei beteiligt, auch wenn die Gewichtung unterschiedlich sein mag. Dann müsst ihr lernen, die Situation mit Humor zu sehen, da wo ihr noch nicht so weit seid, aber weiter daran arbeiten.

Das ist eure einzige Chance. Wenn du die nicht willst, dann wird es besser sein, sich friedlich zu trennen oder ihm dieses Angebot zu machen.

Diese Trennung wird dir aber vermutlich nichts helfen, weil du dich ineine andere Beziehung oder in Trauer stürzen könntest. Dir bleibt also nichts übrig, als einen Therapeuten oder Berater einzuschalten. Man sieht ja, du bist voll von Emotionen, wer schreibt schon so lange Briefe. Du brauchst jemanden, der nicht nur Alltagsrat geben kann oder dir die Männer verständlich macht, sondern jemand, der dir hilft, dich zu erkennen und den Gegentypen von dir, der mit deinen Gefühlen gar kein Problem hat. Wenn du beide verstehst und deren Psychologie, wirst du erste Chancen haben, dass es besser wird.

Alles alles Gute

Sigi
 
Liebe Hilde, auch ich muss Gast recht geben. Wenn man liest, was du schreibst, bekommt man schon als Aussenstehender keine Luft mehr.
Du klammerst total. Und du machst dir Panik. Und mit all dem kannst du nichts davon verhindern, was du befürchtest.

Du hast deinem Freund ja nun überdeutlich gezeigt, wie sehr du an ihm hängst. Wenn er dich verlassen will, wird er es tun. Wenn er bei dir bleiben will, dann auch...

Ich denke, du kannst höchstens einen positiven Effekt erreichen, wenn du nun mal locker lässt.

Für dich selbst: stell dir das Schlimmste vor, was aus deiner Sicht passieren kann: dein Freund verlässt dich. Was passiert dann? Ist dein Leben zu Ende? Nein!
Mal dir ein realistisches worst case sezenario aus und überleg, wie du damit umgehst.

Aber auch wenn er bei dir bleibt, vielleicht ist es an der Zeit, dass du für dich lebst, Interessen entdeckst und pflegst, unabhängig von deinem Freund.

Es kann immer Situationen im Leben geben, wo man alleine da steht. Ich denke, es ist nicht gut, sich von einem Menschen so abhängig zu machen.

Für deine konkrete Situation: geh raus, in die Oper, ins Kino, in die Kneipe, ruf Bekannte an....mach dir mal nur für dich einen schönen Tag.

Ich sehe, du hast ja schon vieles erkannt was bei euch falsch läuft, jetzt hast du die Chance, konkrete Veränderungen anzugehen, auch wenns hart ist.

Und wenn dein Freund wieder kommt, bedank dich für die Auszeit und belager ihn nicht gleich wieder.

Ich weiss, das ist alles sehr schwer, wenn man in der Situation steckt. Ich kenne das sehr gut, neige auch zum Klammern. Aber ich versuch dann zu überlegen, wie der andere sich dabei fühlt. Und das bringt mich dann zur Raison.

LG von Luisa
 
Ich weiß im Grunde meines Herzens, dass ihr recht habt. Die Erkenntnis tut weh.
Aber bitte hört nicht auf, mich weiter zu bestätigen.
Vermutlich habe ich dieses Forum aufgesucht, damit ich von anderen die Rückmeldung bekomme, die ich befürchte, bekommen zu müssen.
Bitte distanziert euch nicht von mir. Ich möchte so gerne alles erzählen.

Das Schlimme ist (und das sollen jetzt keine Ausflüchte oder Entschuldigungen sein - würde es einfach gerne loswerden...), dass ich nach zwei gravierenden Ereignissen die Kurve nicht gekriegt habe bzw. nur langsam und schwer...

Die erste schlimme Erfahrung war, als er mich vor drei Jahren betrogen hat.
Da ist für mich eine Welt zusammen gebrochen. Jeder, dem das Gleiche schon passiert ist, kann mich verstehen und weiß, wie ich mich fühlte.
Ich habe meine ursprünglichen Pläne - ihn zu verlassen - verworfen.
Weil ich nicht den Menschen, den ich liebe, aus gekränkter Eitelkeit verlassen wollte. Zudem lebten wir damals seit unseres Kennenlernens 3 Jahre auf Distanz und ich kalkulierte diese Belastung als mögliche Problemursache mit ein.
Nicht dass ich das als Entschuldigung betrachtete. Aber das bewog mich, ihm und uns noch eine zweite Chance zu geben.
Dennoch regulierten wir die Distanz erst knapp ein Jahr später. Weil ich mich an studienbedingte Pflichvorgaben halten musste und nicht einfach so die Uni wechseln konnte.
In diesem Jahr - zwischen des Fremdgehens und des Ziehens in "seine" Stadt - bemerkte ich Veränderungen an mir, die ich nicht mehr stoppen konnte.
Ich war früher sehr zutraulich und wir telefonierten zwar viel. Jedoch wollte ich ihm seine weiblichen Bekanntschaften bzw. andere Hobbies, Aktivitäten, Freunde und so weiter nicht madig machen.
Das war ja die Krux an der Sache.
Er hat mich mit der Frau betrogen, mit der ich ihn habe tanzen gehen lassen und Spaß haben beim Bier und so weiter und so fort.
Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass er so etwas macht!
Deswegen bin ich auch so traurig, dass ich hier (natürlich mittlerweile) nun als eifersüchtige Klammerin da stehe! Bin ich vielleicht geworden.
Aber ich bin entsetzt darüber, welch negative Veränderung ich durchlaufen habe.
Hätte das verhindert werden können!? Hätte von seiner Seite mehr Sicherheit gegeben werden können. Hätte er sich "danach" vielleicht anders verhalten können!? Hätte ich direkt danach professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollen? Hätte ich mich trennen sollen!?
Ich weiß es nicht.
Ich schreibe immer viel. Auch wenn es mir gut geht. Ich will mich erklären.
Ich möchte die Chance der Anonymität nutzen hier und bin dankbar, dass ihr euch meine Geschichte anhört.
"Danach" jedenfalls war ich von einem Tag auf den anderen verständlicherweise misstrauisch. Wollte jeden Schritt wissen. Wollte verhindern, dass er diese Frau nochmal trifft (man bedenke: auf Distanz erschien die ganze Situation noch aussichtsloser, weil man Vertrauen musste. Obwohl man gerade Vertrauen verloren hatte...).
Und ich fing an, die tägliche "Gute-Nacht-Sms" zu benötigen. Ich brauchte sie zur Gewissheit, dass er zu Hause ist. Dass er mich nicht vergessen hat.
Nur dann konnte ich viele hundert km entfernt beruhigt schlafen.
Wir beschlossen beide, dass die Distanz weg muss.
Wir wussten noch nicht so recht wie und er erkundigte sich nach Studienmöglichkeiten in meiner Stadt und anders herum.
Es entwickelte sich dann so, dass ich in seiner Stadt mehr Möglichkeiten hatte und so zog ich ein Jahr nach dieser verhängnisvollen Geschichte in seine Stadt.
Wir stellten uns das alles so wundervoll vor.
Aber das Drama begann mit meinem Mammut-Umzug. Da ich meine Regale nicht auseinanderschrauben wollte/konnte, war das ein Riesenakt. Zudem konnte ich nciht gleich in die Wohnung und musste bei seinen Freunden unterstellen. Schlief also die erste Zeit bei ihm.
Seltsamerweise war von ihm im Vorfeld der Vorschlag gekommen langsam und sorgfältig nach einer schönen Wohnung zu suchen und nicht schnell und hektisch nach einer "brauchbaren". Er hat mir sogar angeboten, das erste Semester in der neuen Stadt bei ihm zu wohnen. Im Nachhinein kann ich das Angebot nicht mehr verstehen bzw. muss es als unkluges Angebot im Rausch des ersten Zusammenseins betrachten.
Jedenfalls hat sich das Problem aber nicht gestellt, sondern ich habe meine eigene Wohnung gefunden. Das wollten wir auch beide. Bewusst. Dass jeder sein Reich hat. Das war mir sehr wichtig.
Ich schlief also, bis ich in meine Wohnung konnte, die erste Zeit bei ihm. Und so fing der Teufelskreis eigentlich an. Bzw. setzte sich fort.
Anstatt dass ich dann bei der ersten Gelegenheit in meiner Wohnung "richtig" einzog, musste alles sehr schnell aufgebaut und (das war das schlimmste) provisorisch eingeräumt werden. Das Semester stand vor der Türe und so war meine Wohnung ewig ein ungemütliches unordentliches Loch. Die Versuchung bei dem Freund zu bleiben war einfach zu groß.
Ich kann jetzt nicht jeden Alltagsstress schildern, das würdet ihr sicherlich nicht lesen wollen.
Die Entwicklung war einfach, dass wir ständig zusammen hingen. Ich fasste hier nicht richtig Fuß (eine Zeit lang war meine Vater zudem sehr krank - er kriegte in letzter Sekunde noch einmal die Kurve. Das ganze Wasser im Körper hätte zuletzt fast die Lunge und das Herz abgedrückt...) da wir anfangs ja auch nicht voneinander lassen konnten.
Und anstatt dass alles einen normalen Gang geht, den wir seit des Kennenlernens auf Distanz nie hatten, ging es weiter, wie nach dem Betrug.
Ich konnte ihm auch auf die Nähe nicht vertrauen. Fing an eifersüchtig zu werden, konnte Nähe und Enge nicht voneinander unterscheiden, weil ich ihn gern um mich hatte. Wollte viel zusammen unternehmen. Wollte einfach ALLES aufholen, was wir auf die Distanz verpasst hatten! Alles.
Und das war natürlich möglich. Habe ich aber in meiner unmöglichen Verfassung nicht begriffen. Ich habe nicht begriffen, dass ich ihn loslassen muss. Dass ich ihm seinen Fehler entweder ganz verzeihen muss, oder aber ihn verlassen muss. Habe nicht begriffen, dass der Betrug (auch wenn es ein schwerer Schlag war) irgendwann begraben werden muss.
Er muss vor mir wieder aufrecht gehen können. Und Ansprüche anmelden dürfen. Ich darf ihm nicht seine Würde nehmen.
Und genau diese Kurve habe ich nicht so gekriegt wie ich wollte.
Ich habe mich mit der Zeit einigermaßen gefasst, als eine Situation unser Zusammenleben wieder erschütterte.
Er gab sich vor einem Amt mit einer guten Freundin als Paar aus, damit diese nach ihrem Studium aufgrund der Tatsache, dass sie ja in besagter Stadt einen festen Partner hat, auch einen Weiterbildungsplatz bekommt.
Diese Freundin hat leider auch unter Postkarten Herzchen gemalt und mich deutlich geschnitten.
Ich vermute, dass sie eigene Interessen hatte. Seine anderen Freunde fanden deren Einstellung in dieser Amts-Geschichte auch nicht in Ordnung. Insofern habe ich mir da kein Hirngespinst eingeredet.
Aber faktisch führte diese Angelegenheit weiter zu Zerrüttungen, da er sich offensichtlich wirklich nichts dabei gedacht hatte, ihr ins offene Messer gelaufen ist und ich IHN dafür schlecht behandelt habe.
Schlimm war nur, dass er nicht nachvollziehen konnte, warum das so dramatisch für mich ist, wenn er sich mit einer anderen Frau auf dem Papier als Partner ausgibt.
Die Tatsache, dass ich mich in einem Jahr evtl. ebenfalls (wobei das jetzt ja nicht mehr sicher ist :.-( ) mit ihm als Partner auf diesem Amt bewerbe, und ich das alles mehr als makaber fand, fand bei ihm wenig Zustimmung.
Der anderen Frau ist er auch auf den Leim gegangen. Und diese schnitt mich zudem noch so offensichtlich.
Er hat mir zu deutlich signalisiert, dass ihm das alles völlig egal ist und dadurch wurde alles noch schlimmer.
Wenigstens Verständnis hätte ich mir erhofft. Feingefühl, dass er sich aufgrund unserer Vorgeschichte nicht im irgendeiner Freundin vor irgendeinem Amt als Paar ausgeben kann. Sie hätte genügend andere Männer im Freundeskreis zur Verfügung gehabt (Singles).
Wenn er dies Verstanden hätte und mir da das Gefühl gegeben hätte, er weiß, was er mir zumuten kann und was nicht. Vielleicht hätten wir da die Kurve gekriegt.
Aber diese Situation brachte unsere Beziehung so dermaßen zum eskalieren, dass wir kurz vor der Trennung standen.
In der Zwischenzeit hatte er eben auch besagte Prüfung nicht bestanden (beide krank - ich habe ihn angesteckt, anstatt mich von ihm zu distanzieren... ihn zu schützen.... das werfe ich mir auch noch ewig vor!!!) aber irgendwas hielt uns weiter zusammen.
Wir wollten neu anfangen.....
Dann wurde mein Vater wieder kränker, der Nebenjob stresste mich, ich aß mehr, wurde dicker, fühlte mich schlecht.
Keine gute Voraussetzung für ein "eigenes Leben" neben der Partnerschaft.
Die guten Vorsätze hielten an, wieder nicht, wurden wieder gefasst, wieder zerstört.
Er hatte sicherlich auch gute Vorsätze. Er hat einige Fehler auch erkannt (zum Beispiel, dass er mein Weinen über manche Tage zu persönlich genommen hat. Er hat bis vor kurzem nicht begriffen, dass das oft nicht ihm galt. Sondern dass ich mich einfach kurz ausheulen musste. Und dass eine Umarmung in Sekundenschnelle die SOnne hätte strahlen lassen... Das hat er erkannt und er hat erkannt, dass er meine Probleme zu dicht an sich herangelassen hat. Er hätte mir distanzierter helfen müssen... und so weiter..)
Irgendwie hat es weiter fuktioniert.
Und an Weihnachten 06 war ich schwanger. Es war ein Resultat aus einer Zeit heraus, in der wir glücklich waren. In der wir einigermaßen die Kurve gekriegt haben. Weil ich neue Ziele in meinen Studienalltag gebracht hatte. Weil ich in Projekten engagiert war. Weil ich im Leben die Kurve gekriegt hatte und es meinem Vater wieder besser ging. Weil ich endlich enge Freundschaften geknpüft hatte...... Sicherlich war es noch in keiner Weise perfekt. Aber es schien bergauf zu gehen...... Langsam aber stetig...
Wir feierten Weihnachten getrennt. Jeder bei den Eltern (für uns jedes Jahr völlig normal) und ich fühlte mich sehr schlecht. Hatte starke Unterleibsschmerzen und war noch an Sylvester mit ihm und seinem Freund unterwegs und wußte dass es möglicherweise eine Schwangerschaft ist....
Da ich jedoch immer starke Periodenschmerzen hatte und meine alte Ärztin (wegen Vertrauensbruch verlassen) da schon länger was nicht in Ordnung wähnte, war mein neuer Arzt skeptisch und wollte Werte und Blutproben abwarten. Auf diese Ergebnisse wartete ich, während ich mit den beiden unterwegs war.
Und fragte sie, was sie denn machen würden, wenn sie Väter würden.
Gab dann noch zum Besten, dass eine Freundin gerade ungewollt schwanger geworden wäre und so weiter und bekam von meinem Freund die Antwort: "Wenns kommt, dann solls kommen"...
Wollte aus irgendeinem Grund den Arztbesuch abwarten, fuhr wieder zu den Eltern und er bleib noch bei dem Freund...
Und zwei Tage später hab ichs verloren.
Ich hatte sehr starke Blutungen und Schmerzen und bin dann direkt zu meinem Arzt gefahren, der mir eine Schwangerschaft der ca. 5ten Woche bescheinigt hat und den Verlust.
Sicherlich weiß ich, dass manche Frauen solche Erlebnisse haben und es nicht mal merken. Dass so etwas oft passiert. Und viele Menschen betrachten eine Schwangerschaft im zweiten Monat nicht als Schwangerschaft.
Aber für mich ist erneut eine Welt zusammen gebrochen.
Vermutlich hätte ich da spätestens professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen.
Aber ich habe es nicht getan und ihn auch nicht gleich informiert.
Ich hatte Angst, er würde mich verlassen (als ichs noch hatte bzw. vermutet hatte) oder er würde sich unter Druck gesetzt fühlen.
Und als ichs verloren hatte, hat er mir Vorwürfe gemacht, warum ich ihm nichts davon erzählt habe.

Ich bin seitdem nicht mehr froh. Weil es eine Schwangerschaft war, die in einer Situation entstanden ist, wo wir auf einem Weg waren, der alles ins Reine bringen sollte. Der alles gut machen sollte. Meistens entstehen Kinder ja in einem Moment, wo alles gut ist. Wo beide ein Ziel haben. Wo beide irgendwie angekommen sind.
Und das ist kaputt gegangen. Ich empfand es als Zeichen. Und anstatt weiter zumachen habe ich alles kaputt gemacht.
Er hat weitergelebt, als sei nichts passiert. Behandelte mich völlig normal. War höchstens noch angepisst davon, dass ichs ihm nicht gesagt habe.
Dann ist das Kind einer Bekannten gekommen. Das war für mich schlimm. Immer wenn ich ein Kind sehe, dann denke ich daran.
Vermutlich klammere ich deswegen so, weil ich mir das "negative" Zeichen so sehr eingeredet habe.
Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass es mir schlecht geht, wenn ich daran denke. Dass ich es verdrängen will. Und dass es in Situationen hochkommt, wo er unzufrieden ist. Wo ich dann seine Sorgen nicht gelten lasse. Weil es mir ja ach so beschissen geht. Und seine Sorgen mit meinen ja nicht zu vergleichen sind.

Er hält mir immer vor, es gehe mir doch gut.
Hätte einen wunderbaren Studienplatz, eine schöne Wohnung. Nette Leute um mich herum. Einigermaßen intakte Familienverhältnisse...
Ich komme über die zwei Schicksalsschläge nicht hinweg.
Das ist das, was mich blockiert.
Und ich glaube, mir fällt das gerade erst auf, wo ich hier schreibe.
Sicherlich. Manche Eltern verlieren ihre Kinder im Alter von 2, 5, 16 oder 26.
Was macht da ein ungeborenes Etwas schon aus.
Aber ich kann so nicht denken. Das ist schlimmer als das...

Es tut mir leid, wenn ich so scheine, als weise ich eure Ratschläge zurück.
Ich nehme sie ernst! Und ich bin dankbar, dass ihr euch das antut. Mit den langen Texten und so. Wirklich!!!!
Aber ich habe so großes Bedürfnis, mich auszudrücken. Mich mitzuteilen.
Wenn ich mich wiederholen sollte - bitte nehmts mir nicht übel.
Ich versuche darauf zu achten.
Manchmal denke ich, unsere Situation ist so verzwickt, dass man mehrmals drum rum erklären muss....

Ich hoffe, ihr schreibt mir weiter. Ab und an kriege ich was gescheites gebacken. Habe hier weiter an meinem Papierkram aufgeräumt.

Liebe dankbare Grüße an alle! Eure Hilde!
 

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