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Frauen und Mütter, die Kümmerer der Nation?

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Sonntagsleser

Gast
Manchmal frage ich mich, warum man sich ein Familienleben aufhalst. Ab einem bestimmten Alter sind doch frauen die rundumsorger für alle bis sie selbst alt sind. Erst die Kinder, man steckt zurück, sucht sich Jobs, die nicht interessant und gut bezahlt, aber familienfreundlich sind, damit man alle zu hause bedienen kann, Hobbys, ja nichts zu aufwändiges, höchstens zwischendurch wenn man gerade zeit hat und ja keinem anderen damit zeitlich in die Quere kommt, Urlaub nur wenn Ferien sind, Schulkram kümmern, kümmern, kümmern. Ich habe keine Lust mehr für den Schulkram meines Kindes, obwohl es nötig währ.
Sind die Kinder gross, sind schwiegereltern und eltern alt, wer kümmert sich natürlich die Frauen. Kümmert man sich mal nicht, wird aufgemuckt, du wischt kein staub, wie es in der Wohnung ausschaut. Manchmal sehe ich mein Leben in der Beziehung graugrieselig dahintütteln. Wo sind die Zeiten geblieben, wo man sich tagelang in ein Projekt reinknien konnte, ohne alltagsballast an den hacken, meine künstlerische Kreativität schwindet, aber zwischen Job und Alltagskram habe ich keine Gedankenblitze - muss mir eine Homepage für meine kleine Firma ausdenken, das technische Gerüst steht, die texte sind auch spritzig, aber die Grafik ist noch mittelmässig und das obwohl ich mal professionell webdesign für grosse unternehmen gemacht habe. Wann haben wir mal den Kopf frei nur für unsere eigenen Belange? mein sehnlichster Wunsch. Nicht das mein Mann nichts macht, bloss der kommt ja selbst erst gegen 18 uhr nach Hause, war vorher jahrelang Wochenendpendler. Jammert wer mit, bitte. Mich frustriert das.
 
Hallo,

erstmal: Du bist nicht die einzige die so drauf ist. Mir geht es im Grunde genauso wie dir. Immer bin ich diejenige, die sich um alles kümmern muss. Haus, 3 Kinder, Garten .......... Auch mich kotzt das manchmal regelrecht an. Denn ich muss immer für alle denken. Beispiel: kein Brot im Haus: Mama, hast du denn nicht eingekauft. Oder Termin verpennt: Mensch Mama hast du das denn ganz vergessen? Und dann ist mein Mann auch nur am Wochenende da. Ich möchte manchmal einfach nur raus, nur an mich denken. War auch schon mal alleine in Kur. Das war herrlich!!! Nur anschließend war auch schnell der Frust wieder da. Es ist schon richtig. Meine Kinder werden immer größer, ziehen irgendwann aus und ich bin alt. Hab´ auch noch Eltern und Schwiegereltern, um die ich mich dann sicherlich auch noch kümmern muss. Es ist zum Heulen!!!!! Aber bin froh, dass es auch anderen so geht. Ich dachte schon, bei mir stimmt was nicht!!! Trotzdem alles Gute !!!!

Gruss usambaraveilchen
 
Na, da jammere ich doch glatt mal mit ;-)
mei Mann ist seit Montag beruflich 500 km weg und kann nur einmal im Monat hier her kommen, meine Kleine ist anderthalb und gerade mitten in der Trotzphase und raubt mir den letzten Nerv, hier siehts aus wie bei Hempels, aber ich hab beschlossen, dass die abende mir gehören. Ich sch*** auch mal auf den haushalt, wem es nicht passt, der muss nicht herkommen *g*
aber es stimmt schon, eigentlich studiere ich noch, aber das kommt viel zu kurz, mir fehlt auch irgendwie die Kopfarbeit.

besonders schlimm finde ich immer wenn ich mich dabei ertappe, wie undankbar mein Kind doch ist. da tut und macht man und es wird mit Gebrüll oder "nein" oder sonstwas quittiert, nix ist Recht. das nervt dermaßen, dass ich teilweise richtig sauer werde! Dabei sollten wir uns eigentlich alle freuen, dass es den Kindern gut geht- nur manchmal klappt das halt nicht ganz...

LG Anirbas
 
hmmm....
also bei mir ist es so:mein männe ist 100 km weiter weg am flughafen arbeiten.da wir es uns finanziell sparen möchten dass er jeden tag herkommt und wieder zur arbeit fährt hat er eine wohnung im elternhaus.er kommt dann wenn er 1 oder mehr tage frei hat.das heisst ich bin mit den 3 kids alleine für 3 oder mehr tage.
jetzt gerade habe ich wieder so einen fall,mein weissheitszahn schmerzt wiederlich,ziehen lassen kann ich ihn mir nicht,muss erst auf männe warten damit die kids versorgt sind.krank sein kann ich also nicht.
habe kein auto,also einkaufen nur mit kinderwagen...
bin fast immer aufjemanden angewiesen wenn ich einen termin habe und da nicht mit den 3 kids hinkann.
mein sohn (9 jahre) hat nachdem ich ihm gesagt habe er soll die spülmaschiene ausräumen,gesagt,wieso ich? du tust doch den ganzen tag nichts.
gut er ist klein...aber hausfrauen oder berufstätige mütter die noch kinder versorgen müssen zuhause,werden viel zuwenig anerkennung gegengebracht.

eine hausfrau,ist putzfrau,geliebte,kindermädchen,wäscherrinn,köchin etc in einem...und das 24 std am tag.

ach nochwas,falls sich jemand die frage stellt wieso ich nicht zu meinem schatz ziehe: da bin ich etwas egoistisch,ich habe meine oma hier und meine mum die gleichzeitig auch meine beste freundinn ist.meine freunde sind hier die ich um nichts auf der welt eintauschen würde. ich bin jeden tag bei meiner freundinn und mit der welt in hannover würde ich nicht klarkommen.
es sind zwar alle nett,aber es ist mir fremd...
ich liebe meine familie hier und ziehe hier nicht weg.

liebe grüsse von der happy jacky die sich total freut dass ihr männe gleich nach hause kommt und morgen endlich zum zahnarzt kann 🙂

jacky
 
Meine Rede, meine Rede... die aber irgendwie stets in den Weiten der ungehörten Hilferufe untergeht. Deshalb neige ich auch ganz gerne dazu, zu sagen, dass ich im nächsten Leben ein Mann werde.

Irgendwann hab ich mal aufgeschrieben, was es für eine Frau heißt, wenn sie mit ihrer Familie vier Tage zu den Schwiegereltern fährt:

2 Monate vor Abfahrt:
Er:
- alles wie immer
außerdem:
- freut sich auf Mutti

Das Kind:
- alles wie immer
außerdem:
- freut sich auf Oma

Sie:
- alles wie immer
außerdem:
- erbittet einen Tag Urlaub beim Chef, um alles vorzubereiten

Drei Tage vor Abfahrt:

Er:
- alles wie immer

Das Kind:
- alles wie immer

Sie:
- alles wie immer
außerdem:
- denkt dran den Einkaufszettel anders als sonst zu gestalten, darf ja nichts vergammeln in der Zeit, aber für den Montag nach dem WE müssen trotzdem Äpfel für das Pausenbrot des Kindes da sein
- einkaufen
- sieht nach ob die nötigen Bekleidungsstücke, insebsondere genügend Unterhosen für alle, gewaschen sind
- wäscht


Zwei Tage vor Abfahrt:
Er:
- alles wie immer

Das Kind:
- alles wie immer

Sie:
- alles wie immer
außerdem:
- redet schon mal aufs Kind ein, am Abfahrtstag nicht auf dem Weg von der Schule nach Hause zu trödeln, die Familie möchte schließlich vor der Rush-Hour los fahren
- erklärt ihrem Mann, der den Hinweis für überflüssig hielt, warum es nicht besonders entspannend ist, in der Rush-Hour zu fahren
- passt auf den rationierten Kühlschrankinhalt auf, da dieser ja genau bis aufs Wochende abgepasst ist
- erinnert den Mann daran morgen doch bitte das benötigte Geld abzuheben
- da er keine Ahnung hat, wieviel die Familie braucht, rechnet sie Spritkosten, Eiskosten, Reserven etc. zusammen und teilt ihm die Gesamtsumme mit
- erklärt ihm, wie sie auf diese Zahl kommt
- überlegt, was wann von welchem Konto abgebucht wird und bittet ihn dann das Geld von ihrem Konto zu holen
- da er sich ihre Geheimzahl nie merken kann und deshalb das Geld von seinem Konto holen will, erklärt sie ihm, welche Versicherung aber jetzt wie viel in den nächsten Tagen von seinem Konto abbucht, wie viel Geld noch auf seinem Konto ist und wie es zu Rückbuchungen kommt
- überschlägt die Menge des Gepäcks, wählt den passenden Koffer / die passende Tasche und sucht, falls das Ding nicht auffindbar ist.

Einen Tag vor Abfahrt:
Er:
- alles wie immer

Das Kind:
- alles wie immer

Sie:
- erklärt dem Kind, warum es sich am Abfahrtstag nicht verabreden kann
- findet den Koffer und packt ein, was man morgen früh nicht noch braucht
- sieht nach ob die Kühlschrankressourcen tatsächlich noch für das Essen heute reichen
- erfährt, dass er das Geld von seinem Konto geholt hat, weil sie ihm nicht die Karte mitsamt Nummer gut sichtbar aufs Sideboard gelegt hat
- diskutiert mit dem Kind über die Anzahl der mitzunehmenden Stofftiere
- checkt, ob noch Batterien im Haus sind, damit das Kind unterwegs walkman hören kann
- ruft die Schwiegereltern an, um die genaue Ankunftszeit bekannt zu geben und sich jetzt schon stinkend langweilige Geschichten anhören zu müssen
- fertigt Autobahn-Verpflegung an, sucht schon mal die Isolierkanne für Unterwegs-Kaffee

Der Tag der Abfahrt:

6:30 alle stehen auf
7:00 Muttern hat das Frühstück fertig, alles frühstückt, Muttern schmiert Lütten-Brote für die Schule
7:20 er fährt zur Arbeit, Muttern fragt das Kind, ob der Schulranzen auch alle Dinge des Tages beherbergt
7:30 Kind geht zur Schule, Muttern räumt auf
8:00 Sie erledigt die letzten Dinge für die Fahrt, die man erst heute tun konnte, also zahnbürsten einpacken, lebensmittel, die schlecht werden, entsorgen, kuscheltiere des Kindes zusammen sammeln etc.
10:00 sie geht diese obligatorischen Blumen kaufen ohne die ihr Mann ja niemals zu seiner Mutti fahren würde
10:30 stellt alles, was mitgenommen werden muss schon mal im Flur parat, damit nichts vergessen wird und überlegt, ob alles verstaut ist, packt die Führerscheine und den Fahrzeugschein ein
11:00 der Mann ruft an und sagt, dass er vergessen hat, dass er um 16 Uhr noch einen Termin hat
11:02 sie bittet ihn diesen zu verlegen
11:03 er findet sie rücksichtslos und sagt das natürlich auch
11:04 man diskutiert und er verlegt den Termin des lieben Friedens willen
11🤐5 sie kocht den Kaffee und holt die Autobahn-Verpflegung aus dem Kühlschrank, stellt alles in den Flur
11:30 Das Kind steht mitsamt Schulkamerad/in vor der Tür und bettelt, dass er/sie mitkommen kann
11:40 das fremde Kind ist abgewimmelt, das eigene wird in die Wanne gesteckt, Sachen zum Anziehen rausgelegt
11:41 das Kind brüllt, weil ihm das Badespielzeug fehlt
11:43 das Kind brüllt, weil Mama die tollen Blubber sehen soll, die es macht
11:45 Blubber gesehen, sie geht duschen
11:46 das Kind nebenan in der Wanne hält seinen Redeschwall, warum es bei Oma so viel toller ist als zu Hause
11:50 das Kind brüllt, weil es Shampoo im Auge hat, sie sagt, es soll die Augen mit klarem Wasser ausspülen
11:51 das Kind brüllt immernoch, weil das Shampoo brennt, sie hüpft aus der Dusche, tropft den Boden voll Duschzeug, entsorgt das Shampoo aus den Kinderaugen und erklärt dann, warum sie jetzt nicht noch ein paar Blubbern sehen möchte
11:52 sie ist zurück unter der Dusche, duscht sich ab
11:55 sie wischt den Boden im Bad vom Duschzeug sauber und bittet das Kind in spätestens 10 Minuten raus zu kommen
12:00 er kommt nach Hause, trinkt einen Kaffee
12🤐0 sie springt immer noch nackt durch die Wohnung, weil eben das Telefon klingelte, die Schwiegerletern wollten sich vergissern, ob es dabei bleibt
12🤐1 er findet ihre Nacktheit ziemlich anziehend und versteht nicht, warum sie nicht poppen will
12🤐5 das kind brüllt, weil ihm die dahingelegten Anziehsachen nicht in den Kram passen, sie befiehlt dem Kind sie trotzdem an zu ziehen
12🤐5 er geht duschen
12🤐6 das Kind knallt mit den Türen, weil es die rote Hose nicht mag
12🤐6 er blökt das Kind an und fragt sie, wo sein grüner Pulli ist
12🤐7 sie nennt ihm den Aufenthaltsort seines pullis - identisch mit dem Aufenthaltsort des Pullis der letzten zwei Jahre
12🤐8 er ruft ihr zu, dass er ihn nicht finden kann, ihr fällt ein, dass er in der Wäsche ist
12🤐9 er weist sie darauf hin, dass sie genau wusste, dass er diesen Pulli anziehen wollte und fragt warum er sich in der Wäsche befindet
12:22 das Kind sitzt schmollend in der Ecke und weigert sich mit zur Oma zu kommen - er ist angezogen, setzt sich vor den PC
12:24 sie geht sich anziehen
12:25 er meckert darüber, dass Frauen immer die letzten sind, die fertig werden
12:30 sie verschwindet im Bad, um sich zu schminken, entdeckt die Wasserpfützen von Mann und Kind und wischt den Boden erneut - das Kind heult derweil seine Sorgen bei Papa aus, Papa sagt "geh zur Mama"
12:35 sie hat das Kind aus dem Bad geschoben, bittet es Papa zu sagen, dass er das Auto packen soll, weil sie gleich los wollen, wenn sie nicht im Stau stehen möchten
12:40 Das Kind kommt zurück und richtet aus, dass Papa grad keine Zeit hat
12:45 sie ist fertig gemacht, kontrolliert ob alle fenster verschlossen sind, irgendwo noch Licht brennt, wasser läuft - entdeckt, dass sie vergessen hat, die Spülmaschine heute rechtzeitig laufen zu lassen - drin bleiben kann es nicht, sonst gammelts
12:46 sie bittet ihn das Auto zu packen - das Kind teilt seine Langeweile mit
12:47 sie entschließt sich noch schnell das Geschirr zu spülen
12:50 er trägt die Sachen ins Auto
13:00 er fragt sie, ob sie gerade nichts besseres vorhat, als zu spülen, ob sie das nicht hätte früher machen können, immer müsse alles auf den letzten Drücker sein
13:02 sie erklärt ihm, dass auch sie das Recht hat mal etwas zu vergessen
13:05 alle besteigen das Auto, es geht los
13:07 das Kind hat Durst - wo ist der Proviant? Er weiß nichts von Proviant
13:08 sie erklärt, wie die Tüte aussieht, in der der Proviant ist - er hat sie nie gesehen
13🤐0 sie halten an, sie sieht im Kofferraum nach, entdeckt den Proviant unter dem Koffer, zerrt ihn raus, der Kaffee ist ausgelaufen
13🤐1 sie ist genervt, er findet, sie hätte ihm sagen müssen, dass dort der Proviant drin ist
13🤐2 er stellt fest, dass die Tankfüllung nicht reicht, also wird ein Umweg zur nächsten Tanke gefahren
13:20 getankt, er fragt, wo die Straßenkarte ist
13:21 sie antwortet, dass sie keine Ahnung hat
13:22 unter Nörgelei fahren sie zurück, die Straßenkarte holen
13:45 zu Hause angekommen, fällt dem Kind ein, dass es Buch xy mitnehmen wollte
13:50 er kommt zurück, fragt wo das Kind ist
13:51 sie offenbart ihm, dass er es gerade eingeschlossen hat
13:52 er weist darauf hin, dass sie zu spät dran sind und ist der Meinung, dass sie es dem Kind hätte verbieten müssen nochmal ins Haus zu gehen
13:55 Kind aus dem Haus geholt, abfahrt
14:00 ab auf die Autobahn, eine Stunde zu spät - was natürlich an ihr lag, weil sie ja noch um 12:20 nackt durch die Wohnung lief
14:30 er fragt, ob sie überhaupt Blumen haben...


Gel06
 
Gel06 100 % stimmig mit dem Urlaub. Bei meinem Mann würde jetzt noch kommen, du könntest auch mal wieder Auto fahren (ich hasse selber fahren, wenns nicht sein muss), retour - immer muss ich fahren, nie du. Man ist froh wenn man sich erschöpft auf den Beifahrersitz knallen kann, die Karte in der Hand und am Autobahndreieck Verona - modena - mailand, den mann schläfrig draufhinweisen, dass wir Richtung SÜDEN wollen zur Fähre und nicht nach bella Milano, er unsicher Modena?, ich Jaaaaaa, (man, wann kapiert er es endlich mal, die Autostrada müsste er doch langsam im Schlaf kennen).
 
Hi Mütters!

nun mal ein Statement von einem Mann.

Daß Haushalt und Kinder verdammt Stressig sind stimmt absolut. Aber eure Männer habens letztendlich auch nicht besser.

Klar können sie sich jeden Tag in den Job verabschieden. Aber mit in den Job nehmen sie jeden Tag die Gewissheit der Alleinverdiener zu sein, ganz alleine dafür sorgen zu müssen, daß die Kohle rüberkommt.

Gefällt ihnen der Job nicht (und das ist oft der Fall) wissen sie ganz genau, sie haben keine Chance je etwas daran zu ändern, weil die Versorgung der Familie den Vorrang hat.

Ist das Auto kaputt müssen sie sehen wie die Kohle für die Reparatur rankommt. Ist die Waschmaschine kaputt müssen sie die Kohle ranschaffen.

Das is bestimmt auch nicht leicht.

Und wenn sie dann ihren Job verlieren, haut die Frau auch noch ab, weil der Mann nicht für sie sorgen kann. (soll ja schon vorgekommen sein)

Gerhard *noch ohne Frau und Kinder aber wohl nicht mehr lange*
 
Stimmt nicht, ich habe seit mein Kind 1,5 Jahre alt war immer gearbeitet, nie unter 30 Stunden pro Woche. Manchmal 50 Stunden pro Woche, habe auch zeitweise das Haupteinkommen gehabt. arbeitslos waren wir beide ab und an mal. Nur mit dem Unterschied wenn mann arbeitslos, dann sahs zu hause aus wie bei Hempels unterm sofa, fast nichts gemacht und Frau kam nach hause und musste noch den haushalt schmeissen. Ohne einkaufszettel von frau geschrieben läuft nichts. Wenn Frau arbeitslos, als erstes wird der haushalt aufgearbeit, was mal gemacht werden müsste. Will mir kein Denkmal setzen, aber oft ist es so. Bei meiner Freundin wurde rumgemuckt, wenn es nicht jeden abend warmes Essen gab. Als ich mal von meinem eigenen Geld mit Kind allein in den Urlaub flog, weil ich echt erholungsbedürftig war, Mann gerade kein frei kriegte, da wurde mir von freunden und Familie vorgeworfen ich sei egoistisch, sowas macht man nicht.
 
Sicher verdienen in den meisten Fällen die Männer den Lebensunterhalt für die Familien. Auf der Arbeit gibt es auch Stress, alles klar. Doch die Frauen mit einem oder mehreren Kindern leben oftmals wie in der Isolation. Selbst, wenn sie vor die Türe gehen, um ihre Kinder in den Kindergarten oder in die Schule gehen, überall geht es "nur" um die Kinder oder was noch an Hausarbeit etc. ansteht. Sind die Kinder zurück, bringt man sie zum Sport, in die Musikschule oder ähnlichem. Das ist in vielen Fällen so. Kommt der Mann dann von der Arbeit, schaut dieser erstmal, ob das Essen auch fertig ist und wenn man sich dann endlich am späteren Abend auf die Couch setzt, kommen die Fragen:"Wie wars denn, was haben die Kinder gemacht, was hast du gemacht?" Somit ist man wieder bei Kindern, Haushalt etc..

Mutter sein ist schön, aber oftmals fehlt die Anerkennung der eigenen Wünsche und Bedürfnisse, die Kommunikation, die nichts mit Kindern und Haushalt zu tun hat. In irgendeiner Form vereinsamt man, denn, wenn die Kinder größer sind, hat man u.U. viele Kontakte verloren, hat Schwierigkeiten evtl. in seinen Beruf zurückzukehren und und und. Das kann einen schon ganz schön frustrieren.

Ich bin ganz froh, dass ich mit 1 Kind meistens arbeiten war, nie die Kontakte verloren habe. Obwohl es nie einfach war, 8 Stunden Arbeit, Kind, Haus und Garten zu versorgen. Aber es hat mir eine andere Art Selbstwertgefühl gegeben. Als ich die ersten drei Jahre zuhause geblieben bin, hat mir das enorm gefehlt, da empfand ich vieles als absolut stressig. Und warum, weil sich alles wie im Kreislauf drehte, jeden Tag derselbe Trott mit evtl. kleinen Abweichungen. Ich fühlte mich geistig unterfordert, die Abwechslung fehlte. Als ich dann anfing zu arbeiten, ging es mir bedeutend besser.
 
Hab mal mich mal im Studium im Fachbereich Soziologie mit dem Thema befaßt. Feststellbar war, daß Kinder und Haushalt trotz der ganzen Emanzipationskiste immer noch in der Hauptsache Frauensache ist, und Hausmänner belächelte Einzelerscheinungen sind.
Feststellbar war auch die nach wie vor zu geringe gesellschaftliche Anerkennung dieser sogenannten Basis-Reproduktionsarbeiten. Würden diese Arbeiten ebenso wie normale Jobs (Putzfrau, Pädagogin, etc.) anerkannt , also angemessen bezahlt, wäre es vorbei mit dem Spiel der wirtschaftlichen Gewinnmaximierung. Das ganze System unserer Gesellschaft würde auseinanderbrechen.
Die gesellschaftliche Anerkennung passiert heutzutage über den Beruf und das daran gekoppelte Einkommen. Heute sehen sich die Frauen dieser Doppelbalastung ausgesetzt, die gesellschaftlich-berufliche Anerkennung= Beruf + Familie unter einen Hut bringen zu müssen. Und die nach wie vor (i.d.R. durch die mütterliche Erziehung!!)haushaltsabgeneigten Kerle sind da eher selten eine echt Mithilfe....Alte Traditionen,auch der Erziehung von Jungs und Mädchen (vgl. Spielzeug: Jungs das ferngesteuerte Autos und Mädels den Mini-Elektrostaubsauger, mit dem sie dann der Mami im Haushalt helfen...)die das spätere Rollenverständnis ganz entscheidend prägen, halten sich sehr hartnäckig und Änderungen brauchen verdammt viel Zeit....oder kommen nie... In diesen Zeiten der hohen Arbeitslosigkeit lassen sich insbesondere die Frauen als allererstes wieder von Berufskarrierewünschen zurückdrängen und berufen sich selbst oder werden dazu berufen das Ethos des Haushaltes und der Kinder in den Vordergrund zu stellen.

Gruß
Tyra
 
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