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fragen und probleme

H

herriger

Gast
hi, ich schon wieder,

hier habe ich bereits mehrfach geschrieben und muss es noch einaml tun. ( oder darf ich ??!! )

also, meine freundin, sex. vom vater missbraucht, in therapie und auf dem besten weg wieder "klar zu kommen " entwickelt in letzter zeit immer häufiger den wunsch ihre vergangenheit wieder ins leben zu holen.
z.b. hatte sie eine karriere mit weichen drogen hinter sich und sucht jetzt wieder den kontakt zu einem menschen, dr heute noch drogenabhängig ist. ich bin strickt dagegen und habe ihr auch gesagt, dass ich diese menschen nicht in meinem umfeld haben möchte. gerade auch mit planung einer familie und so kann ich mir absolut niemanden auf meinem sofa vorstellen, der solch ein problem hat. ( wenn man helfen kann, sicher aber nicht zugucken !! )

das eigentliche problem ist, warum macht der mensch das. als wir uns damals kennenlernten, hat sie den kontakt zu diesem mileu abgebrochen ( sie war da schon clean ) weil ich ihr seinerzeit schon meine meinung dazu gesagt habe und diese für sie absolut nachvollziehbar war. jetzt kommt das ganze wieder hoch.

1. denke ich, dass sie damals in mir hilfe gesehen hat ( im bezug auf den missbrauch ) und unbedingt die beziehung mit mir wollte, daher wohl oder übel zugestimmt hat.

2. denke ich, dass sie ihre vergangenheit aufarbeiten will und den kontakt sucht um einfach mal zu sehen was denn da so los ist. ( wie z.b. dass klassische mal sehen wie es dem täter des missbrauchs geht.

3. vielleicht fehlt ihr auch ( bitte nicht falsch verstehen ) ihr niveau bzw. die leichtigkeit dieses lebens ?

na ja, jedenfalls habe ich ihr gesagt, dass ich die beziehung unter diesen umständen nicht will. fanden zwar viele sehr krass, ist aber meine einstellung zum leben usw. sie lenkt natürlich wieder ein. und jetzt ? gedanken in meinem kopf wieso, weshalb und warum ?

hat jemand vielleicht ähnliche gewohnheiten gehabt bei einer therapie ?
habe ich vielleicht etwas übersehen, dass ihr mir sagen könnt ?

ach ja, noch eine frage (-:

ist euch bekannt, ob man durch den konsum von weichen drogen wirklich 10 jahre seines lebens vergessen kann ? die ersten 10 lebensjahre meiner freundin sind nämlich weg.

der therapeut mutmasst nur, kann natürlich sein, kann aber auch was anderes sein. heute ist ihr bewusst, dass sie mit 10 vom vater missbraucht wurde. komischer zufall, oder ?
 
Hallo herriger,

ich erinnere mich an deinen vorherigen thread und die Problematik.
Ich finde es o.k. wenn du gewisse Bedingungen an eure Beziehungen knüpfst.

Das mit dem Vergangenheit wieder ins Leben rufen wollen kapiere ich allerdings nicht ganz...normal wäre eher eine Abgrenzung davon, zu sehen, auweia, das war Mist und das war Mist und ich bin ein noch ungefestigter Mensch und sollte mal lieber erst Abstand von gewissen Leuten halten...Droge ist mein Schwachpunkt und ich sollte mein Leben so arrangieren, dass die Kontaktmöglichkeit nicht gegeben ist...das wäre an sich vernünftiger...
Und was Kontakt zum Täter betrifft: da wäre an sich nur eines angesagt:Abrechnung...das muss man gar nicht schauen wie es dem geht...dem geht es prima, solange er sich hinter dem Schweigen des Opfers verstecken kann....An sich wäre eine Strafanzeige und auch Strafverfahren ne gute Abgrenzungssache. Das Opfer muss sich ein für alle Male von der Macht des Täters freimachen...

Was sagt den die Therapeutin zu den Kontakten zu dem Drogi oder dem Vater= ehemaligem Missbräuchler...hält die das für ne gute Idee und zu was für einem Zweck? Zur Klarstellung und offener Konfrontation....ist deine Freundin dafür schon bereit und auch kampffit? Sie wird auf nen Panzer der Leugnung treffen und ggf. auch Drohungen und ggf. wieder Gewalt...darüber sollte sie sich im Klaren sein und ich würde dazu raten, dass wenn sie Konfrontation will, dann so schlau sein sollte jemanden mitzunehmen, dich z.B. und auch mit dem Segen + Tipps der Therapeutin.

Was die Drogen angeht: egal was für Drogen ob weich oder hart...wenn eine Sucht bestanden hat, vergisst der Körper diese niemals...man muss lernen damit umzugehen...ein trockener Alkoholiker muss nur einen winzigen Schluck Alk zu sich nehmen und schwupps kann er wieder "voll drauf" sein. Mit allen anderen Drogen ist es ebenso...ist ne biochemische Gehirn-Erinnerungskiste, wie ich mal im medizin. Seminaren erfahren habe...Also ich sehe in der Kontaktaufnahme zu diesem Drogi die Gefahr, dass sie wieder versuchen will mit Drogen zu verdrängen?? Bin mir nicht sicher, kenne sie nicht, weiss ja nicht wie selbstsicher und gefestigt sie ist...und was für andere Gründe da noch hinter stecken mögen....musste sie mal direkt fragen...oder sie soll das mal von ihrer Thera analysieren lassen, die kennt sie ja wohl besser als jemand hier im Forum.
Was den Punkt mit dem totalen Vergessen angeht: unglaubwürdig....ich denke es gibt nur ganz selten und nur durch enorm starken, d.h. letzlich letalen = tödlichen Drogenkonsum ausgelöste Amnesien, die allerdings nicht alle Erinnerungen auslöschen können...Man kann wohl verdrängen, Verdrängen ist ein Schutzmechanismus...den sie ja anscheinend nach wie vor aufrecht erhält, der aber wohl langsam Risse bekommt...und an sich kommen diese verdrängten Dinge dann wieder zum Vorschein....daher mein Verdacht, dass sie nun wieder die Nähe der Drogen sucht um wie damals Vergessen einzuleiten...sie sollte sich aber entscheiden: für Droge oder Beziehung....beides geht nicht...Drogen sind Partner oder Konkurrenten gegen die man nicht ankommt....Also Entscheidung: Aufarbeitung, Therapie + Verdrängung ade oder nicht, d.h. im Grunde gegen sich selber entscheiden...Sie muss sich darüber mal im Klaren werden...Sich über ihr eigenes Verhalten im Klaren sein...den Instinkt und Impuls verdrängen zu wollen gegen den sie ankämpfen muss. Ich hoffe sie hat deinen Warnschuss verstanden, lässt die Finger von dem zwielichtigen Kerl und auch Drogen und zieht die Thera ersmal durch...und wenn sie nach 2-3 Jahren intensiver (!!) TherapieARBEIT (!) einigermaßen klarkommt kann sie ja auch mal auf Konfrontation mit dem Vater= Täter gehen...
Gieb ihr weiterhin genügend Rückhalt, damit sie diese nicht leichte Sache des Erinnerns und Fertigwerdens mit der recht grauenvollen Realität des Missbrauchs gut hintereinander kriegt....wenn sie anstatt der Drogen dich hat wird das wohl auch klappen.

Euch beiden weiterhin alles Gute und viel Kraft und Mut!
LG
Tyra
 
hi tyra, da bist du ja wieder (-:

vielen dank.

problem für mich ist, dass ich glaube nicht alles von ihr zu wissen. wenn es um kleinigkeiten geht in der therapie, erklärt sie es mir. ( z.b. ängste vor dem alleine sein etc. ) nur das eigentliche fehlt. ich denke wie du, dass da vieles zusammenhängt mit diesem einen (?) oder mehreren vorfällen. nur zum verständnis : sie weiss nichts mehr von ihrem leben vom 1 - 10 lebensjahr. ihre erinnerung fängt mit dem vorfall bei 11 jahren an. die drogen kamen dann später so bei 14. das verwundert mich. sie weiss einfach nichts mehr von ihrer kindheit. letztlich standen wir mit ihrer schwester vor einem haus, in welchem sie mit ihrer familie gewohnt hat und sie war völlig erstaunt, weil sie es nicht mehr wusste.

vielleicht sucht sie wirklich wieder ihr altes umfeld, weil sie mit ihrem jetzigen nicht zufrieden ist, sprich ich ihr zu wenig rückhalt gebe, vielleicht bröckelt auch die fassade und da ist mehr als ich weiss.

das all das mit dem missbrauch zusammenhängt ist mir durchaus bewusst, nur nach drei jahren therapie und drei jahren beziehung muss man doch weiter sein, oder ???? da kann es doch nicht sein, dass man all das negative plötzlich als gut hinstellt, was läuft da nur falsch ?? ich hab mehrfach versucht ihr einfühlsam zu erklären, dass dieser missbrauch schlimmer ist als eine enttäuschung. nur sie will es nicht warhaben. was hälst du von einem nächsten warnschuß in richtung : mach dir das klar oder nimm dein altes leben mit gespielter heiliger familie wieder wahr.

mittlerweile glaube ich, dass sie über den vorfall noch gar nicht so viel erzählt hat in der therapie. welcher therapeut tastet in der vergangenheit, am verhaltensbild der mutter, des vaters und des umfeldes rum, wenn er weiss das da ein missbrauch vorlag ? vielleicht weiss er es doch und sieht sie noch nicht als gefestigt an um diese probleme zu diskutieren bzw. aufzuarbeiten.

ich kann da leider nicht mehr helfen. das ist mein problem. ich weiss viel zu wenig als dass ich unterstützen könnte. ich höre immer nur, weiss aber auch von ihrer freundin, dass die ding nur halb erzählt werden wenn sie dort um meinung bittet.
( z.b. bei diesem drogi ist das dann ein alter schulfreund, dass der drogen nimmt wird mal eben nicht erzählt.... )

ich habe mir die mühe gemacht und einige verhaltensbilder im netz durchstöbert. eigentlich sind sie im ursprung alle gleich wenn misshandlung vorlag. auch bei meiner freundin kann ich einige ausmachen. was mich aber total irritiert ist dieses ding, des alten lebens. ich selbst hatte auch zweifelhafte freunde auf meinem lebensweg und konnte mich für mich immer lossagen, das brauch ich nicht und will ich nicht, dass ist gut und das ist schlecht für mich. nur sie sieht nur diesen spass denn sie hatte und nicht die negativen beigeschmäcker.....

hälst du es für ratsam oder total fehl am platz das einfühlungsvermögen mal zur seite zu stellen und ganz klar festzustellen um was es da eigentlich geht ? ist es ratsam sie direkt mit diesem vorfall zu konfrontieren ? im endeffekt redet sie mir nach dem mund. sag ich, dass ist sch.... macht sie es wie ich es vorschlage obwohl ich ihr gerade auch bei dem drogi klar gesagt habe. sie soll entscheiden, es ist ihr leben. klare entscheidung beziehung oder drogenmilieu.

wenn ich dann höre, dass sie sagt, dann werde ich wohl zurücktreten müssen, ist das fü+r mich wieder ein zwang der irgendwann wieder ausbricht.

das schlimme ist, dass ich nach einigen schlaflosen nächten für mich festgestellt habe, dass ich mich damit nicht mehr belasten will, wenn sie sich morgen für jemand anderen entscheidet, habe ich drei jahre verloren, lebe aber wieder...

vielleicht sagst du mir deine meinung zu dem thema klar vor den kopf stossen und sagen was geht und was nicht. sie selbst scheint es nicht zu können....

bis dahin.
 
Hi herriger,

also ich denke das mit der Therapiezeit ist höchst unterschiedlich...bei einigen geht es schneller, bei einigen dauert es Jahre....es kann auch so laufen, dass ne ganz lange Zeit kaum Fortschritte da sind und es dann auf einmal Knack macht...sone Art Erleuchtung oder Wiedererinnerung...und es ab da Riesenfortschritte gibt. Vielleicht rührt diese Unruhe deiner Freundin und das Abklappern der Orte aus ihrer Vergangenheit z.T. ja auch darauf, dass sie diesen Punkt, an dem sie weiterkommt sucht...Ich fände es nur besser, wenn sie das immer in Absprache und auch Gegenwart und dem Dabeisein ihrer Thera oder dir täte...nicht zu sehr ein eigenes Ding daraus macht....sie sollte schon aus ihrer Leidensisolation raus und sich den Rat anderer mit anhören.

Du wirst deine Freundin besser kennen als ich...falls sie ein ungefestigter Mensch ist, der in Gefahr ist bei wieder näherem Kontakt zum Drogenmilieu dort abzusacken ist es nicht nur o.k. sondern auch dringend notwenig mal im Klartext zu reden...Ich finde grundsätzlich bringt zu viel Schonhaltung auch nicht...es gibt immer Momente, wo man merkt: nee so kommt man nicht weiter und man muss mal mit etwas Druck arbeiten...Ich finde du hast das REcht zu sagen: entweder Drogen oder ich...Suche ruhig das offenen Gespräch: frage sie was sie dort sucht, was sie sich dort erhofft...frage sie ob es darum ist, weil sie damals vergessen wollte und mit Drogen konnte und sie nun an einem Punkt ist, dass es sie wieder in diese Richtung drängt...Ich fände es gut, wenn ihr vielleicht mal gemeinsam diesen Punkt mit der Thera beredet...ruhig mal wühlen und Analyse und Klarheit schaffen...auch wenn das schmerzhaft sein kann.
Sie muss auch ganz klar wissen, dass es ohne Konfrontation nicht geht und sollte sich ihrer Verdrängung bewusst sein....ich würde mich zu diesem Punkt aber mal gemäß der Thera verhalten...Das Gespräch suchen, mal ein FAzit zur bisherigen Therapie machen und offen sagen: reicht noch nicht: gibt noch kaum Erfolg, wir sind noch kaum oder kein Stück weiter...was kann man noch machen....nicht nur abwarten...sondern handeln, Klarheit schaffen. Lösungen auch von Thera fordern...kann sein dass die Therapieform nix bringt und sie mal wechseln sollte....Und an sich klappt auch keine Therapie wenn deine Freundin nicht ausreichend will und mitmacht, was allerdings bedeutet, dass sich vor ihr die Pforten ihrer Erinnerungshölle öffnen werden...Verdrängung ist wie gesagt ein Schutzmechanismus der Seele...ich würde daran nur in Absprache mit der Thera herumdoktern....ich bin jedoch der Meinung dass diese Verdrängung geknackt werden muss, es zum Zusammenbruch aller Lügen und Selbsttäuschungen und dann Wiederaufbau kommen sollte...so heikel und auch schmerzhaft das auch sein wird. Ich würde sie offen fragen was sie zu diesem Punkt meint.

Wenn sie nicht weiss was sie will und was richtig oder falsch ist und schlecht oder gut für sie...würde ich sagen, übernimm diese Rolle mal ne Weile, aber nur unter Vorbehalt und immer mit klarem Verweis darauf, dass sie erwachsen ist, bzw, werden sollte und verdammt nochmal auch genügend Verantwortung für sich selber übernehmen soll, d.h. auch keinen Bockmist mit Drogen machen etc.Du bist an sich ihr Partner und nicht Babysitter ....wie wäre es, wenn ihr zusätzlich mal in ne Paarberatung geht und eure Rollen mal neu definiert. Einmischung durch unabhängige Dritte kann immer ne gute Chance sein mal Veränderung und Entwicklung in die Sache zu bringen!
Und wie ich immer sage: von nix kommt nix....anstatt dass sie Langeweile hat und zu ihren Drogenheinis schluffkert, schleif sie mal zur Paartherapie......und auch zu anderen nicht nur problembezogenen Events...macht mal nen Tangokurs, oder lernt Aikido oder nen anderen Kampfsport zusammen....macht Spass sich gegenseitig auf die Matte zu hauen und außerdem lernt sie auch was in Sachen Abgrenzung, Selbsterkenntnis, Abbau von Berührungsängsten Angstkontrolle, Selbstbewusstsein...was sie ja anscheinend echt nötig hat....ausserdem, wenn sie durch ne Kampfsport-Körperhaltung ihr Chi oder wie auch immer stärkt, dann lösen sich oft von selber seelische Knoten...der Mensch ist nämlich Körper und Geist...und nur Geistzeugs/Intellektuelles wie Therapie hilft bei Hardcore-Verdrängern oft nicht allein.

Also ran an die SAche, mal ein paar neue Wege gehen....wie jede normale Beziehung ist eure wahrscheinlich auch in soner Routine gelandet, wo mal frischer Wind reinmuß! Ihr könnt ne Menge tun, nur tun müßt ihr es...das kann euch keiner abnehmen.

LG
Tyra
 

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