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FOS ODER GYMNASIUM

Maya8783

Neues Mitglied
Hallo Leute, brauche eure Hilfe. Bin in der 11. Klasse am Gymnasium und erst seit 3 Jahren hier. Mein Problem ist Deutsch, ich kriege wegen der Sprache und Grammatik viel Abzug. In Physik, Informatik und Mathe bin ich aber gut, meistens eine Zwei.

Viele sagen, FOS ist einfacher. Aber am Gymnasium zählen Physik und Info als LK doppelt, was meine Deutschnote ausgleicht. Außerdem kann ich Deutsch so wählen, dass ich keine schriftliche Prüfung darin machen muss. An der FOS zählen alle fächer gleich viel( ıch glaube) und Deutsch ist in Klasse 12 und 13 (FOS13) ein Pflicht-Prüfungsfach.

Also was ist besser: Am Gymnasium bleiben, weil die guten Fächer doppelt zählen und ich die Deutsch-Prüfung umgehen kann, obwohl mir außer den naturwissenschaftlichen Fächern alles schwerfällt? Oder zur FOS wechseln, weil der Stoff dort vielleicht einfacher ist, obwohl Deutsch dort einen viel größeren Effekt als Prüfungsfach auf die Endnote hat?
 
Eigentlich hast du deine Entscheidung argumentativ fundiert bereits getroffen, oder? Und sie scheint gut zu sein! Viel Erfolg - ich empfinde, Menschen wie du machen ihren Weg!
 
Moin Maya.
Kurz eines vorab. Meine iranische Ex-Mitbewohnerin ist Pharmazie-Studentin und spricht deutsch als Umgangssprache und Berufssprache. Das hindert sie aber nicht daran von sich zu denken, dass sie schlecht deutsch spricht.

Sie übersieht dabei, dass es nicht um ihren Startpunkt sondern um ihr Potential geht.
Als Frau, die kaum ausländischer sein kann hat sie erst die fremde Sprache systematisch erlernt und bleibt auch aktuell noch dran, indem sie deutsche youtube Videos schaut. Ihr Lernsystem ermöglicht es ihr, Pharmazie zu studieren.
Ihre kognitive Fähigkeit reicht also für die dritte Sprache, hier: die Fachbegriffe, auch noch aus.



Da Du aktuell Schülerin bist, würdest Du Dich später beruflich einschränken, wenn Du eine niedrigere Quali anstrebst, als Dir möglich ist.

Um sprachliche Nachteile aus zu gleichen könntest Du im Netz (über die künstliche Intelligenz) recherchieren, ob es an in Deinem Bundesland Zeitzuschläge bei Prüfungen gibt, in denen eine Gewichtung der Rechtschreibung vorgesehen ist.
Wenn ja suchst Du an der entsprechenden Schule nach einer Beratungslehrkraft für Nachteilsausgleich.
Suche auch nach entsprechenden Informationen beim Kultusministerium Deines Bundeslandes.
 
Ein Schulwechsel hängt von vielen Faktoren ab. Eine schwache Deutschnote muss kein Showstopper für das Gymnasium sein. Aber es gibt viele Bildungswege, die je nach eigenen Fähigkeiten, Neigungen und Zielen besser sein können als das klassische Abitur.
Ich würde dir raten, Kontakt zu deinem Vertrauenslehrer aufzunehmen, um dich beraten zu lassen. Es kann auch irgendein Lehrer sein, bei dem du dich aufgehoben fühlst.
Du könntest auch bei einer Schule, die die FOS anbietet, um einen Beratungstermin bitten. Die Lehrer dort wissen am besten, was an ihrer Schule angeboten wird und wie die Voraussetzungen sind.
Stehen deine Eltern hinter dir? Dann könnten die zu so einem Beratungstermin mitkommen.
 
Kommt drauf an, wie flexibel du später sein möchtest.
Ein "nicht sooo pralles" Abitur am Gymnasium erlaubt dir (später) trotzdem ein Studium an Universitäten oder Fachhochschulen komplett nach deiner Wahl und ist daher sehr angenehm zu haben imho. 🙂
Falls du Angst hast am Numerus Clausus für den Studiengang deiner Wahl (z.B. Psychologie, Medizin) zu scheitern, kannst Du Wartesemester einschieben (Zeiten an denen du nicht an einer Hochschule eingeschrieben bist und z.B. arbeitest oder eine Ausbildung machst oso mindern autom. den NC für dich ohne dass du irgendwas tun musst außer dich entsprechend "spät" auf den Studienplatz mit NC zu bewerben, so war das zumindest früher meine ich) und das entsprechende Studium an einer regulären Uni dann in höherem Alter machen als deine Mitkommilitonen*innen.

Falls du genau weisst was du später willst (viele Menschen möchten um die z.B. 40 gerne nochmal was ganz anderes machen, als sie studiert / gelernt haben, einfach weil das Leben i.d.R. nicht linear verläuft / schlecht planbar ist) ist die FOS bestimmt genial - wenn du hingegen flexibel bleiben magst und dir vorstellen kannst andere Interessen zu entwicklen als du momentan hast, würde ich dir das Gymnasium empfehlen ("Allgemeine Hochschulreife"). Leistungskurse solltest du (wie du ja schon machst) nach deinen momentanen Stärken wählen und die "momentanen Schwächen" (die ich bei deiner Schreibe übrigens nicht sehe, wo liegen deine Probleme in Deutsch denn - Literatur nach Vorgaben zu analysieren und da herauszubekommen was vorgegeben ist? ;-)) zulassen. Augen zu und durch imho. Nach deiner Deutschnote kräht später kein Hahn mehr. Nach einer fehlenden "Zugangsberechtigung" zu einer Universität deiner Wahl evtl. schon. just my #2cents

PS: ich erinner mich noch heute daran vor Äonen mal eine schlechte Note in Deutsch bekommen zu haben, weil die Analyse eines Standardwerks von Kafka eng mit der Beziehung zu seinem Vater erfolgen sollte. Lehnte man das begründet ab und wollte lieber eine Trennung von Künstlerleben und Werk fokussieren, bekam man autom. Punktabzug. In Naturwissenschaften gibbet sowas nicht, von daher setze da den LK wenn du dort begabt bist und keinen Spass am Diskutieren hast. 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde das stark davon abhängig machen, was du später machen willst. Wenn du das nicht weißt, würde ich am Gymnasium bleiben, weil dir dann mehr Wege offen stehen.
 
Auch an der FOS lässt sich eine allgemeine Hochschulreife erlangen (FOS 13), mit der dann ein Universitätsstudium möglich ist.
Wenn ich das so herauslese, liegen dir Naturwissenschaften und Technik. FOS Naturwissenschaften oder FOS Informatik könnten also gute Optionen für dich sein. Je nachdem, was du anstrebst, kannst du dann nach der 12. Klasse an einer Fachhochschule z.B. Informatik oder einen anderen technischen Studiengang belegen. Vorteil ist, du hast schon viel mehr spezifisches Fachwissen, als du es am Gymnasium vermittelt bekommst.
Wenn du noch ein Jahr dran hängst (FOS 13) hättest du ein Abitur, mit dem du alles studieren kannst, auch an einer Uni. Wenn du dich also umentscheidest und doch noch Ärztin werden möchtest, wäre auch das möglich. Du verbaust dir also nichts, wenn du dich für die FOS entscheidest.

Wie ich schon gesagt hatte, ich würde dir ein Beratungsgespräch empfehlen. Man müsste noch einmal genau darauf schauen, welcher Art deine Probleme in Deutsch sind. Dann spielen auch noch "weiche" Faktoren eine Rolle, z.B. wie wohl du dich im sozialen Umfeld an der Schule fühlst. Ein Lehrer, der dich schon kennt und zu dem du Vertrauen hast, wäre hier eine gute Anlaufstelle.
 

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