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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Forenbeiträge mehr negativ?

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Renzi

Mitglied
mir ist nämlich aufgefallen, dass wenn man schreibt: ich liebe den sommer, oder irgendwetwas positives, dass dann prozentual wesentlich mehr negative antworten kommen, als solche, die das bejaen. z.b. ne das ist es viel zu heiß etc.offensichtlich ist der arbeitsaufwand es nicht wert.

auch kontroverse themen. man beachte den wortlaut 'konta'., verkaufen sich hier wesentlich besser. und ich bin mir sicher, dass auch hier wieder mehr ablehnende beiträge folgen werden, als welche die das bestätigen.
wenn man gar nichts antworten kann, kommen auch gern die 'rechtschreibfehler' beiträge.
es ist schon komisch, das kann man bei jedem beitag beobachten.
was wird also damit bezweckt? ich bin dagegen, möchte man kleine persöhnlich siege erzielen?
ist das wirklich so? wer braucht den sowas, wir sollten den diskursregeln mehr achtung schenken! sie sind zwar idealisiert, aber ich denke man kann sich dorthin entwickeln.
und ich meine der gesamten gesellschäft täte das gut.

ausserdem wäre noch zu bedenken:
folgerung (these):

sind dann alle forenschreiber negativ eingestellt?
schreiben glücklichere menschen weniger in foren?
etc...

in der gesellschaft wird sowieso meist lieber über irgendetwas 'hergezogen', als sich über die vorzüge von etwas zu unterhalten.
ist das aufzählen von schönen dingen vielleicht zu kurz für ein mitreißendes geschräch?
ist das negative vielleicht als emotion intensiver und wird deswegen präferiert?


ich bin mal gespannt auf diesen beitragsverlauf.
viel spaß und
liebe grüße

Renzi
 
Dein Beitrag hat mir sofort einen Artikel des Spiegel-Kolumnisten Sascha Lobo ins Gedächtnis gerufen.

Es ist tatsächlich so: Es ist leichter gegen etwas zu sein als für etwas zu sein. Anhand diverser Online-Petitionen und Facebook-Gruppen ist das sogar anschaulich nachweisbar. Aktionen die gegen etwas sind, finden wesentlich schneller Gleichgesinnte als jene, die für etwas sind.

Und vermutlich resultiert dies zum Teil auch aus dem Grundbedürfnis nach Kontinuität. Nur wenige wollen etwas verändern, die Meisten aber sind zu Träge für Veränderung, also sind sie dagegen.

Und natürlich ist es viel einfacher einer Situation oder einer Person etwas Schlechtes abzugewinnen als etwas Gutes.
 
sind dann alle forenschreiber negativ eingestellt?
schreiben glücklichere menschen weniger in foren?
etc...

Dieses spezielle Forum hier heisst "Hilferuf, Hilfe bei Sorgen oder Problemen" (oder so ähnlich). Da liegt es in der Natur der Sache, dass Menschen hier überwiegend (ich meine nicht alle) eben gerade nicht besonders positiv eingestellt sind. Denn wenn sie es wären, ein schönes Leben hätten und alles in Ordnung und toll wäre, wären sie wohl nicht hier. Wirklich richtig glückliche Menschen werden wohl im Hilferuf in der Unterzahl sein. Für mich ist das völlig normal.

Und dennoch, trotz aller Probleme und schlechter Phasen ist in diesem Forum der Umgang miteinander noch richtig gut. Ich kenne andere Foren, da wird viel direkter angegriffen.
 
Dieses spezielle Forum hier heisst "Hilferuf, Hilfe bei Sorgen oder Problemen" (oder so ähnlich). Da liegt es in der Natur der Sache, dass Menschen hier überwiegend (ich meine nicht alle) eben gerade nicht besonders positiv eingestellt sind. Denn wenn sie es wären, ein schönes Leben hätten und alles in Ordnung und toll wäre, wären sie wohl nicht hier. Wirklich richtig glückliche Menschen werden wohl im Hilferuf in der Unterzahl sein. Für mich ist das völlig normal.

Und dennoch, trotz aller Probleme und schlechter Phasen ist in diesem Forum der Umgang miteinander noch richtig gut. Ich kenne andere Foren, da wird viel direkter angegriffen.

Meinst du "zufällig" u. a. *wer weiß was?-* ?? 🙄
_______

zu TE:

"sind dann alle forenschreiber negativ eingestellt?
schreiben glücklichere menschen weniger in foren?
etc..."

Du hast wohl noch nicht die "positiven" Threads verfolgt/gelesen, in denen wird einfach locker geplaudert, ohne Seelenschmerz und dergleichen. Evtl. liest du wirklich nur die "Problem-Threads". Und, wie spam schon, schrieb, das Forum heißt hier "Hilferuf", da suchen viele Hilfe und Rat und es geht vielen zumindest akut schlecht. Und viele davon können den Sommer nicht ertragen, weil sie sich gerade schlecht fühlen, ist doch irgendwie nachvollziehbar. 😉 Achte doch mal auf die "lockeren" Threads, es gibt auch genügend glückliche, zufriedene user, die hier schreiben, nicht alle sind hier kreuzunglücklich. Es wird auch im "Hintergrund" geplaudert, wie PN oder bei den IG's, das sind auch nicht alles "Problem-IG's".
Ich kenne Leute, denen geht es richtig gut, haben Partnerschaft, nichts Dramatisches ist in ihrem Leben, und sie schreiben oft in einer community, wo sie sich einfach nur austauschen, über Gott und die Welt. Alles nicht so wild. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
hi
die meisten, die sich an dieses forum wenden, sind in einer schwierigen lebenssituation.
das ist ganz normal.
es gibt aber auch themen, die eine positivere stimmung verbreiten.
vllt solltest du dich mal dort umsehen.
LG
 
was wird also damit bezweckt? ich bin dagegen, möchte man kleine persöhnlich siege erzielen?

Renzi

Ich bin komplett Deiner Meinung !

Ich denke auch, dass es in einer Diskussion nunmal unterschiedliche Meinungen gibt. Die Frage ist nur welche Pro und welche Kontra ist.
Warum sind eigentlich alle Menschen, die zum Beispiel die Sonne nicht mögen, negativ oder sonstwas?
(wenn ich sie nicht vertrage- ja und ?? Soll mir mal wer erklären was an grellem Sonnenschein lebensfreundlicher sein soll oder positiver...)
(manche) Menschen haben begründete Meinungen und wenn ich anderer Meinung bin und ein Thema mich interessiert, schreibe ich diese, damit möchte ich meine Ansicht zum Thema zum Ausdruck bringen.

Ich stimme dir also zu,
freien Standpunkt äussern ist Unsinn.🙂
Ich sehe das ganz genauso wie du.
 
Kann man so pauschal nicht sagen.

Hier ist ja "Hilferuf". Aber es gibt auch so Hobbyforen und andere Interessen-Foren, da gehts nicht um Seelschmerz, sondern um Dinge, die man gern tut und sich drüber austauscht. Auf Hilferuf bezogen werden wohl die meisten hier nicht aktuell besonders glücklich sein, das ist wohl klar. Aber man darf nicht vergessen, es gibt noch zig anders geartete Foren. War selber in einem Hobbyforum und das fand ich eine tolle Sache. Da kann ich auch weiterhin nach Anregungen schauen, ein Angebot, was ich gern nutze. Ich wollte nur sagen, es gibt nicht nur Hilferuf, was klar ist, sondern viele andere Foren noch und da schreiben mitnichten nur unglückliche Leute.... 😉, sondern tauschen sich rege über ihre Hobbies/Interessen aus.
 
Dieses Forum nennt sich hilferuf.de somit bewegen in ihm eben viele Menschen mit Problemen
jeder Art.
Da ist es nicht verwunderkich wenn die Beiträge und Kommentare mehr negativer Stimmung sind.
Allerdings bleibt anzumerken das es auch hier viel positives und zu weilen auch lustiges zu lesen gibt.
An erster Steele steht hier das zuhöhren und wenn man kann auch das helfen.
Wer mehr auf Spaß steht muss sich halt andere Foren suchen die seinem Anforderungen und Wünschen gerecht werden.

Shorn
 
Dieses Problem kenne ich nicht nur aus diesem Forum. Inzwischen gibt es ja eine stolze Zahl ähnlicher Foren. Nicht selten taucht da schnell nicht nur die Frage nach dem Sinn solcher Foren auf, sondern auch die Überlegung, in welche Richtung sie wirken können oder vielleicht auch sollten.


Ich war über eine Zeit in einem solchen Forum als Admin aktiv. Meine Intention am Anfang orientierte sich am Gedanken der Hilfe, der Selbsthilfe. Stichwort: Betroffene helfen Betroffenen. Diese Idee lehnte sich an eine frühere Tätigkeit als Chatmoderator und Forumsleiter über etwa sechs Jahre bei einem damals sehr bekannten Provider. Ich hatte in meiner damaligen Tätigkeit die Erfahrung gemacht, dass dieses Prinzip durchaus erfolgreich war. Kontakte mit und Rückmeldungen von etwa 4500 Userinnen und Usern in jener Zeit schienen das zu bestätigen.


Dabei hatte ich nicht die Parole „Alles wird gut“ als alles übertünchende Optimismus-Soße im Kopf, sondern die Vorstellung, dass Menschen mit ähnlichen Erfahrungen sich untereinander helfend motivieren könnten. Damals funktionierte das, die Belege dafür bekam ich in Form von Mails, Forumsäußerungen und Anrufen gleich hundertfach.


Diese Erfahrung prägt auch noch heute mein Bild von Selbsthilfe. Dazu gehört allerdings, dass Beides zugelassen wird: Das Aussprechen negativer Erfahrungen Einzelner als deren höchstpersönliche individuelle Erfahrung.



Ein Betroffener hat es aus seiner Sicht so erlebt, und genau dieses Erleben hat ihn betroffen. Ihn/Sie konkret. Das ist seine Voraussetzung, sein Erleben, über das es nichts zu diskutieren gibt.


Parolen wie „Du bist so negativ“, mögen sogar sachlich zutreffend sein, hilfreich sind sie nicht, therapeutisch kontra-produktiv. Ein Betroffener will in seiner Betroffenheit nicht nur wahr-, sondern auch ernstgenommen werden. Das hat auch sehr viel mit Respekt und gegenseitiger Achtung zu tun.

Gehe ich zu einem Arzt, weil ich Schmerzen habe, erwarte ich von ihm, dass er mir die Schmerzen abnimmt und zwar im doppelten Sinne des Wortes.


In einem Hilferuf-Forum tummeln sich naturgemäß überwiegend Menschen, die mindestens partiell der Hilfe bedürfen. Aus reinem Vergnügen, purer Lust tummelt sich niemand hier. Meine Überzeugung. Von daher sind viele Einstiege, Postings hier zunächst einmal schwer, belastend für beide: Für den Autoren, die Autorin sowieso, aber auch für die Leser.


Das wiederum wirft die Frage auf, was ich mir als Leser, zunächst nicht selbst Betroffener zumuten kann, darf und will. Es gibt in diversen Foren durchaus die ernstgemeinte Warnunung an suizidale Menschen, solche Foren in einer akuten Situation zu meiden. Auch hier gibt daher ja auch die Hinweise auf entsprechende Notfall-Hilfen.


Das Prinzip der Betroffenen-Hilfe, davon bin ich überzeugt, kann gleichwohl erfolgreich sein, wenn wir bereit sind, von den jeweiligen Erfahrungen des anderen zu lernen und zu profitieren, wenn Geben und Nehmen gewünscht und möglich sind.


Ich erwähne nicht zum ersten Male, dass sich Menschen in einem solchen Forum ja glücklicher Weise nicht immer alle gleichzeitig in einem inneren Tief befinden.


Das ist dann wie im ganz normalen Leben auch.

Fatal, wirklich fatal fände und finde ich es aber, wenn man jemanden dafür rüffelt, dass er überhaupt Erwartungen an ein solches Forum hat.


Hans
 
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