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Findet ihr es schlimm Jugendliche als Freunde zu haben?

M

Milli vanilli

Gast
Also da ich eine zweit Ausbildung zum Chemiker mache bin ich der älteste der Berufsschulklasse, 24.
Es gibt ein paar 16-19 jährige in der Klasse und die finden mich alle Cool weil ich Lebenserfahrung , eigene Wohnung, lustig etc habe.
Auch sind da jüngere Mädchen in der Klasse wo mich deswegen auch mögen.
Ich selber sehe mich eigentlich als Verliere weil ich nicht viel erreicht habe im Leben, wie Andre in mein Alter, und mir ist das peinlich das jüngere mit mir privat was Unternehmen wollen.
Aber eigentlich habe ich auch Zeit 1 Jahr keine Freunde mehr und würde gerne rausgehen öfters.
Aber die sind mir zu jung alle such wenn sie sympatisch sind. Oder rede ich mir das nur ein findet ihr das peinlich mit 24 mit Jugendlichem was zu machen.
Und mal abgesehen davon finden die Eltern es ja nicht toll einen 8 jahren älteren freund zu haben.
 
Du bist doch kein Verlierer, nur weil du der älteste in deiner Klasse bist. Da hab ich schon größere Altersunterschiede in der Berufschule erlebt. Waren die meisten 16, und einer 35...verheiratet mit 3 Kindern. Verlierer werden keine Chemiker. Ob du dir Bekannte oder was anderes dort suchst, will ich nicht bewerten. Du bist ja jetzt ja auch noch nicht sooo lange kein Teen mehr ^^
 
persönlich finde ich es nicht schlimm aber wirst schnell merken das du privat nicht mit allen was anfangen kannst.
man hat dann ja doch schon mehr erfahrungen und ist meist dann doch geistig etwas reifer so das ein vieles dann doch etwas zu kindisch ist. aber ansonsten ist es nicht schlimm was mit jüngeren zu unternehmen solange die zumindest volljährig sind.
 
Nein hier geht es nicht um Mädels klar machen, ich finde wirklich nur 20 jährige attraktiv. Auch wenn die paar in der klasse das wollen weil die auf älteren erfahren stehen würde ich nein sagen weil ich das armselig finde wenn Männer jüngere unberührte frauen wollen

Aber es sind eh die jungs zwischen 16-19 in der klasse die finden mich halt super cool, wegen Lebenserfahrung, Geschichten etc.

Einer von ihnen hort auf mich blind aufs Wort weil er kein Selbstvertrauen hat, und gemobbt ausgenutzt wurde in seiner alten realschule.Er kifft und trinkt auch nur

Seine exMobber (exmitschuler)gehen auf einer Nachbar Berufsschule und wollten in der mitagspause auch dort ihn Zigaretten Gras und geld abziehen, da sie auch zu mir frech wurden bin dazwischen und hab sie mit Leichtigkeit verjagt.

Und auch weil ich in Mathe und im praktischen viel helfen kann, bin ich halt beliebt in der Klasse. Die wollen mich in denn wochenenden dabei haben und sind auch in dem Alter siich für Drogen auszuprobieren, und fragen auch ob ich für sie holen kann.

Und das habe ich alles hinter mir, drogen nehmen drogen verkaufen weil ich merkte reich wird man davon nicht. Wobei das wo sie bekommen sehr gestreckt und gefährlich ist

Es ist sehr komisch für mich in meiner Umgebung und Familie gelte ich als loser weil ich mitte Zwanzig nichts erreicht habe, noch keine sichere arbeit, geiratet, kind und ein Lupo fahre.

Und in der schule werde ich wie ein Held umschwärmt, aber ich will eigentlich nur meine Ausbildung abschließen und nicht unselbstbewusste Jungs , ein Vater ersazt spielen , wo ein Kopf kleiner sind und nicht mal bartharre haben.

Ich weiß nicht was richtig ist....
 
Du hast im Grunde schon den entscheidenden Satz geschrieben: "Du weist nicht, was richtig ist." Genau das trifft es. Wenn Du Dein Wissen und Deine Erfahrungen dazu einsetzt, Deine Mitschüler vor der Profitgier der Dealer und ihrer eigenen Dummheit zu schützen und da nicht mehr mit machst, dann alle Achtung. Du trägst durch Dein Alter eine größere Verantwortung. Wenn Du Dir dessen bewusst bist und Ihnen hilfst, Deine Fehler nicht zu machen, wäre das eine tolle Sache. Das macht Dich noch nicht zu einer Vaterfigur, aber zumindest zu einem Vorbild.

Du musst Dir aber auch im Klaren sein, dass eine solche "Macht" von Dir falsch genutzt werden kann. Bist DU Dir sicher, dass Du diese Grenze wahrnehmen und verhindern kannst, das Du sie überschreitest? Mit Deinen Möglichkeiten drängst Du andere Jungs leichter "an die Wand", zum Beispiel bei den Mädchen in der Klasse. Für Dich ist es vielleicht eine Spielerei, für sie nicht. Nimmst Du Dich dann zurück, oder nimmst Du mit, was Du kriegen kannst? Mit wie viel Verantwortung kannst Du umgehen?
 
Die Antwort finde ich in der Tat weise. Grundsätzlich halte ich die Alterspanne für tolerabel und vom Gesetz her gesehen auch nicht so kritisch, allerdings lese ich die Zweifel ja bei Dir selbst, TE.
Wenn Du Dich unwohl fühlst, dann würde ich an Deiner Stelle meine Freunde in einem anderen Umfeld als der Schule suchen.

Burbacher
 
Ich würde die Gelegenheit ergreifen, und mich ein wenig den Mitschülern zuwenden. Das kann man ja dosieren. Das braucht Dir eigentlich auch nicht peinlich zu sein. So groß finde ich den Altersunterschied nicht. Wer weiß, wie lange die "coole" Bewunderung noch anhält? Nutze Deinen Einfluß und Deine Beliebtheit, die Du (noch) hast! Erweise Dich des Zutrauens der Jüngeren als würdig!
 
Nun ein bisschen genisse ich die Anmerkungen schon, blos habe ich da angst falls das jemand mitbekommt aus der gegend wo ich komme und ein paar sind auch 20-23 in der Klasse und die meinten dann auch noch warum ich so hilfsbereit bin und die leute selber verantwortlich sind für ihre Sachen.

Zb wie schon beschrieben der Junge wo ich von seinen exMitschüler beschützt habe, ist auch gerade 16 hat kein Selbstbewusstsein und hat familiär auch seine probleme und hat schulische Defizite in Mathe, Englisch und in praktischen Dinge. Er sitzt oft neben mir und ist noch ein verspieltes verträumtes Kind und muss ihn zu Mitarbeit und zuhören animieren.

Er betrinkt sich und verkifft sich glaube ich auch täglich und macht sich so aufmerksam zur Klasse und wird schon jetzt als verpeiltes dummes klassenclown angesehen.Zu mir geht er gern wegen sich des wohlfühlens.

Mir tut das einfach so leid und will andauernd ihn helfen , habe schon kleine Erfolge mit ihn in Mathe geschafft und viel erklärt.

Letztens war er so müde vom Labor das ich heimlich seine aufgabe erledigt habe, was meine klasse mitbekommen hat.

Und meinten zu mir ihnen ist ein Rätsel warum ich mich um ihn so bemühe, er ist doch selber für sich verantwortlich.

Und ich frage mich das mitlerweile auch, mir kommen da starke beschützt ihn gedanken und Vatergefuhle vielleicht?

Ich habe Angst das ich vielleicht krank bin und merke es vielleicht gerade erst jetzt.

Kontakt mit gleichaltrigen fällt mir schwer, weil entweder ich jubkies kenne oder leite mit sichere arbeit,kind und geld, bin da ein Mittelmaß
 
Hallo Gast,

vielleicht erkennst Du in diesem hilfsbedürftigen Jungen ein wenig Dich selbst und wie es um Dich stand, vor einigen Jahren. Jemandem zu helfen, ist eine sehr komplexe und vielschichtige Aufgabe. Es beginnt schon mit der Frage: Hilfst Du ihm, oder hilfst Du Dir selbst, in dem Deine Hilfe Dir ein gutes Gefühl verschafft? Ich will Dir nichts unterstellen, es ist einfach wichtig, Deine eigene Intention zu klären, weil Deine Hilfe sonst Gefahr läuft, sich ins Gegenteil zu verkehren.

Du hast ihm eine Aufgabe "heimlich" abgenommen. Das kann richtig sein, um seine vielleicht gerade "dunkle Wegstrecke" zu überbrücken und damit er sich sein Fortkommen nicht verbaut. Aber es kann auch verhindern, dass er selbst seine Probleme (Warum ist er so müde? Ist ihm alles egal? Hat er Mangelerscheinungen, körperliche Probleme?) erkennen und lösen kann, weil Du sie ihm abnimmst. "In Watte gepackt zu werden" kann für einen kurzen Zeitraum hilfreich sein, damit Wunden heilen und wieder Kräfte aufgebaut werden können, aber es führt auch womöglich zu einer "Schonhaltung". Du nimmst ihm die Chance auf ein Erfolgserlebnis und dass sein Selbstbewusstsein wachsen kann. "Hilfe zur Selbsthilfe" ist oft kein einfacher Weg, vor allem, wenn Du selbst womöglich noch Hilfe benötigst, um Deinen Weg zu finden und zu gehen.

Du hast es selbst angedeutet, dass Dir der Kontakt mit Gleichaltrigen schwer fällt (Abgesehen davon geht es vielen Menschen so). Du hast Deinen jüngeren Klassenkameraden einige Erfahrungen voraus. Das macht es für Dich einfacher und auch verführerisch, diesen einfachen Weg zu gehen. Doch Du blickst dabei nur in Deine Vergangenheit und musst Dich Deinen eigenen Problemen nicht stellen. Das heißt: im Grunde behindert Dich Deine Hilfe und Dein "Zurückblicken" und helfen, dass Du Deine eigenen Probleme anpackst und Du selbst weiter kommst. Nur mit Junkies befreundet zu sein, ist nicht gerade ein gutes Vorbild und welcher Junkie kann ein guter Freund sein? Seine Prioritäten sind für ihn eher auf die Sucht ausgerichtet, da ist der Raum für Freundschaft eher kleiner. So zumindest ist meine Erfahrung.

Wenn Du wirklich helfen willst und kannst, dann schau Dir das alles genau und ehrlich an, sonst lädst Du Dir eine Verantwortung auf, deren Folgen für ihn und Dich recht schwerwiegend sein können. Deine Hilfe ehrt Dich, aber dann mache es richtig und gut. "Gut gemeint, ist noch nicht gut gemacht".

Dass Du Dich selbst und die Situation infrage stellst, ist schon einmal ein gutes Zeichen.
 
Guten Abend Gast,

du schreibst überwiegend davon, wie sehr du von den Jugendlichen angehimmelt wirst und wie sehr sie dich bewundern.

Für mich ist sowas keine Freundschaft. Freundschaft passiert für mich auf Augenhöhe. Natürlich gibt es immer wieder Erfolge und Eigenschaften, für die man seine Freunde bewundert. Aber der Kontakt geschieht überwiegend auf Augenhöhe. Dies schwingt meiner Meinung nach bei dir wenig bis gar nicht mit. Du hast sogar selbst von dir als "Vaterersatz" geschrieben.

Das komplizierte ist einfach der Altersunterschied. Der ist jetzt nicht wirklich extrem ausgeprägt. Aber er ist da. Und als Jugendlicher ist man kein Erwachsener. Man ist noch ein halbes Kind. Du bist aber mit Mitte 20 ein Erwachsener und stehst ganz woanders. Alleine dieser Unterschied bei Erfahrungswerten und Reife kann dafür sorgen, dass es keine Freundschaft auf Augenhöhe ist, wenn es schief läuft, oder es sehr schwierig wird, eine Freundschaft unter diesen Gegebenheiten aufzubauen. Was anderes finde ich wäre es, wenn du z. B. 40 wärst und die anderen Anfang 30.

Wenn du ihnen hilfst und sie unterstützt, weil du es gut mit ihnen meinst und etwas für sie tun möchtest, dann ehrt dich das. Hilfst und unterstützt du sie, um noch mehr Anerkennung und Bewunderung zu bekommen, um überspitzt gesagt als der "Good Guy" dazustehen, dann finde ich das weniger ehrenhaft. Ist aber nur meine persönliche Meinung dazu.

Komisch fände ich einen freundschaftlichen Kontakt zu Jugendlichen nicht. Aber wenn ein erwachsener Mann von Mitte 20 alles mögliche tut, um Anerkennung von Jugendlichen zu bekommen, fände ich das etwas schwierig. Wie sieht es denn diesbezüglich bei dir aus? Brauchst du das Anhimmeln und die Bewunderung von ihnen, oder wärst du auch mit ihnen gerne zusammen, wenn das nicht so wäre? Wenn du einen Haufen Freunde Mitte und Ende 20 hättest, würdest du trotzdem mit diesen Jugendlichen befreundet sein und das auch wollen?

Es ist auch nichts schlechtes dabei, anderen helfen zu wollen. Aber dabei sollte man nie sein eigenes Fortkommen vergessen oder ob wirklich jede Unterstützung so gut für den anderen ist. Man kann mal Aufgaben heimlich mitmachen, wenn einer im Unterricht einpennt. Passiert das immer wieder, ist halt die Frage, ob das so gut ist, wenn der andere sich vielleicht unter Umständen auf einen so sehr verlässt, dass man gewisse Verpflichtungen auf ihn ablädt. Oder sieht, egal wie oft er einpennt, das Ding wird schon irgendwie geschaukelt und er erfährt keine Konsequenzen. Oder bequem wird, weil "der andere regelt das schon" oder "der andere springt ja ein, wenn es nicht gut läuft". Wer zu hilfsbereit ist, kann auch leicht ausgenutzt oder benutzt werden. Ich will das auf keinen Fall schlecht reden oder die Jugendlichen so hinstellen, als würden sie dich ausnutzen. Ich will aber darauf hinaus, dass die Gefahr immer besteht, wenn man sich sehr, vielleicht zu sehr für andere einsetzt und ihnen hilft.

Oder wenn du als reifere oder erwachsene Person zusiehst, wie die Kids sich volldröhnen mit Drogen. Oder sogar welche für sie besorgst. Ist auch nicht gut. Eine wirkliche Hilfe wäre es, ihnen zu sagen, dass sie sich und ihr Leben unter Umständen wirklich versauen können. Und ihnen keine Drogen zu besorgen. Auch wenn du dann ein "Spielverderber" und nicht mehr so sehr der Good Guy wärst.

Aber dazusitzen und zu sagen "Die ziehen sich verpanschtes giftiges Zeug rein" und sonst nichts zu machen, aber dann davon zu reden, wie man angeschwärmt wird von ihnen und wie ernst sie doch einen als älteren Mitschüler nehmen und wie sehr man darum bemüht ist, ihnen zu helfen, ist für mich eine gewisse Schieflage.

Unabhängig davon solltest du dein eigenes Leben jetzt auf die Reihe bekommen und dich auch um deine Zukunft positiv kümmern. Und wenn dir Freundschaften fehlen, weil gleichaltrige Leute in deinem Umfeld nur mit Drogen zu tun haben oder kaputt sind, dann würde ich allgemein dafür sorgen, mir ein anderes Umfeld aufzubauen und allgemein neue Kontakte zu knüpfen und dies nicht nur auf Jugendliche in meiner Ausbildung beschränken.

Mal nebenbei die Frage: es wirkt fast so, als ob gefühlt mindestens 50% mit Drogenhintergrund oder Drogenvergangenheit diese Ausbildung machen?
 

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