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fast 3 jahre....

kuro

Neues Mitglied
hallo,

vor fast 3 jahren ist meine mutter an krebs gestorben.
aufgrund eines streits (schuld an diesem waren mein bruder und meine tochter) hatten wir ein jahr keinen kontakt.
wenn ich sie beim einkaufen sah hat sie mich nichtmal beachtet.

eines tages klingelt es an der tür...polizei um mir mitzuteilen das meine mutter am morgen im krankenhaus (500 meter von mir entfernt) gestorben ist.

am nächsten tag ging ich zum krankenhaus wo ich erfuhr das sie bereits seit 6 monaten gelitten hat und mehrmal operiert und verlegt wurde bis sie schliesslich an lungenkrebs starb.

immerwieder soll sie nach mir gefragt haben und auch meinen bruder und meine schwester gebeten haben mich und meinen anderen bruder zu informieren.
was sie nicht taten.

zudem wünschte sie sich wohl einen grabstein in form eines aufgeschlagenen buches.



nach dem sie weihnachten im sterbezimmer der klinik verbrachte,
starb sie.

beim bestatter erfuhr ich, das mein bruder einen bestattungtermin festgelegt hatte (meinen geburtstag).

bei der beerdigung schaffte ich es nicht mal die erde in das loch zu schmeissen und bin vom friedhof gerannt.

(ich muß sogar jetzt heulen)

etwa 4 wochen später war ich auf dem friedhof und legte blumen und eine engelsfigur auf ihr grab.

der grabstein fehlt noch immer....meinen geschwistern ist es egal und ich kann ihn mir nicht leisten (ca 1000 €, habe nachgefragt)
da ich selbst nicht so viel habe.

irgenwie komme ich aber nicht mit ihrem tod klar....ich bin fast jede nacht am heulen, und wenn ich sehe wie andere mit ihrer mutter unternehmungen machen schiessen mir die tränen in die augen.

mein vater starb als ich 8 war und meine oma und opa`s 4 bzw 6 und 8 monate später. meine andere oma starb als ich 17 war.

zu meiner verwanschaft besteht schon lange kein kontakt mehr. aber als meine mutter starb habe ich mir ihre adressen besorgt (immerhin ihre geschwister) und sie informiert. sie luden mich ein. wollten aber nur wissen was so alles in den jahren passierte und haben sich nie wieder gemeldet.

ich hoffe ich komme irgendwann darüber weg....denn das schlimmste ist das ich mich nie verabschieden und mich entschuldigen konnte.
 
Mensch...das tut mir echt Leid. :-( Ich habe auch das Gefühl, dass es zwischen mir und meiner Mutter noch ungeklärtes oder unausgesprochenes gab, bevor sie gestorben ist, aber das war sicher nicht so schlimm wie bei dir, ich hatte keinen Streit mit ihr.

Ich weiß nicht, wie du trotzdem einen Weg finden kannst, damit umzugehen...vielleicht kannst du ihr einen Brief schreiben oder so? Auch wenn das natürlich kein richtiger Abschied ist, hilft es dir vielleicht, Gedanken, die du ihr gerne mitteilen würdest, für dich zu klären.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft. 🙂
 
immerwieder soll sie nach mir gefragt haben und auch meinen bruder und meine schwester gebeten haben mich und meinen anderen bruder zu informieren.
Sie hätte ja auch eventuell jemand anderen damit beauftragen können oder einen Brief schreiben (lassen). Wenn sie ein halbes Jahr mit der Krankheit gelebt hat, dann hätte sich sicher ein Zeitpunkt gefunden, an dem sie sich selber um die Kontaktaufnahme hätte kümmern können.

*grübel* :erstaun: Achso... da gibt es noch einen anderen Bruder, der ahnungslos gelassen wurde. Dann bist Du damit nicht alleine. Das solltest Du auch immer mitbedenken.
 
oh mein gott...
mein beileid.
ich glaube das ist echt schwer...und dann noch beerdigung am eigenen geburtstag.
wie soll man da jemals an seinem geburtstag feiern oder lachen können?
die aussage von 111kleinbuchstabe find ich echt unpassend.

ich hoffe du kommst irgendwann mal darüber weg.
deine familie scheint ja nicht gerade ne große hilfe zu sein.
 
Hallo Kuro,

Erst einmal mein herzliches Beileid!
Ich kann deinen Schmerz gut nachvollziehen, denn vor gut sieben Jahren ist auch meine Mutter gestorben.
Dass du auch drei jahre nach ihrem Tod noch leidest, ist völlig normal denke ich.
Die Mutter ist schließlich oft der wichtigste Mensch im Leben, schließlich warst du vor Jahren ein Teil von ihr, lebtest unter ihrem Herzen und da ist es ganz normal, dass man sie vermisst, wenn sie nicht mehr da ist.
Mir fällt es auch nach all diesen Jahren noch immer schwer, an ihr Grab zu gehen und ich weine auch noch dann und wann, weil sie mir fehlt.
An ihrem Grab breche ich jedes Mal in Tränen aus und weine manchmal stundenlang bitterlich. Aber dieser Schmerz ist völlig natürlich.
Irgendwann wird er soweit nachlassen, dass er erträglich wird, glaube mir.

LG
Sangmo
 

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