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Familienkasse und Kindergeld

Basti

Aktives Mitglied
Hallo liebe User,

wollte mal unseren Fall schildern. Also ich bekam im September 09 zum letzten Mal Kindergeld. Dann wollte die Familienkasse eine Schulbescheinigung. Die bekam sie dann auch. Wir warteten also einige Zeit ab, da wir davon ausgingen, dass die Familienkasse einfach einige Zeit benötigt und dann bald, da ja nichts weiter nachkam, auch mein Kindergeld wieder kommen würde. Kam es aber nicht. Mich störte es wenig, da ich doch durch mein Erspartes gut bis zum Jahresende leben konnte. Meine Mutter rief dann bei der Familienkasse an und wir erfuhren dann das die noch mein Abschlusszeugnis von meiner vorherigen Schule haben wollen. Wieso die uns das nicht schriftlich mitgeteilt haben, verstehe ich nicht.

Da ich meine Mutter im Februar besuchen wollte, habe ich also beschlossen ihr das Zeugnis persönlich vorbeizubringen.
Meine Mutter schickte das Zeugnis bzw die Kopie an die Familienkasse und so vergingen wieder einige Wochen.

Meine Schwester, die hochschwanger im Krankenhaus lag, bat meine Mutter darum sie zu besuchen. Meine Mutter war also 2 Wochen nicht zu Hause. In der Zeit trudelte ein Brief von der Familienkasse ein, dass meine Mutter das Kindergeld der letzten 2 Jahre zurückzahlen soll. Der Grund ist das spät eingetroffene Zeugnis.

Meine Mutter hat jetzt Widerspruch eingelegt, als sie den Brief gefunden hat. Leider etwas spät. Aber was soll man machen, wenn man bei seiner Tochter sein muss.

Ich verstehe nicht, wieso die Familienkasse so abgeht. Wir haben doch in den letzten 2 Jahren immer Schulbescheinigungen schicken müssen und meine aktuelle Schulbescheinigung hatten die doch auch recht früh. Okay, das Zeugnis kam etwas spät, aber wieso informieren die uns nicht einfach mal schriftlich, dass sie das überhaupt sehen wollen?

Meint ihr, dass die Familienkasse uns etwas böses will und nicht mit sich reden lässt, so dass meine Mutter 4000 Euro Schulden, die sie mit ihrem ALG2 nie abbezahlen kann, hat?
Wir haben denen doch alles geschickt und ich war in der Zeit doch Schüler. Verdammtes Pack ey. Irgendwas geht in den Ämtern doch nicht mit rechten Dingen zu.

Ich will nicht, dass meine Mutter jetzt so viele Schulden wegen meinem Kindergeld hat und ich hab ja den Anspruch gehabt. Wieso schicken die auch den Brief, als meine Mam bei meiner Schwester war. Ist doch unfassbar.

Ich hoffe, dass die mitr sich reden lassen und mir die letzten 7 Monate Kindergeld nachzahlen. Ich habe schließlich den Anspruch darauf. Ebenso wäre es schön in Zukunft das Kindergeld wieder zu bekommen, damit ich meinen Verpflichtungen nachkommen kann.

Weiß jemand, wie lange so ein Widerspruchsverfahren dauern kann?
Und wie die Chancen stehen, dass die die Forderung von 4000 Euro wieder streichen? -.- Bah, ich bin echt geknickt deswegen.
 
Hi Basti,

Ihr habt Euch von Eurer besonnen Seite gezeigt, und man ging aus das es Euch zu gut ging? Hat deine Mutter denn ihre Einkünfte auch belegt?
Sie lebt von ALG2? Ab zum Amtsgericht, Beratungshilfe beantragen, und Anwalt einschalten. Du hast ein Recht auf Kindergeld, wenn es in der BG deiner Mutter mit angerechnet wird.
Wenn es nicht angerechnet wurde, hast du es wohlmöglicherweise zu Unrecht erhalten und muss dann in diesen Fall zurückgezahlt werden. Wer hat für Dich Unterhalt bezahlt?
Gruß
Happy
 
Hallo Basti, es ist gut möglich, dass hier Fristen verstrichen sind, die hätten eingehalten werden müssen. Allerdings ist es nicht so, dass ein Brief an Deine Mutter gegangen ist, mit einer Frist, von nur 2 Wochen, sondern es ist von einem Monat ab Absendung des Bescheides auszugehen. Deine Mutter kann versuchen, die Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand zu beantragen, wobei ich wenig Hoffnung habe, dass es anerkannt wird, weil sie 2 Wochen nicht zu Hause war. Da wird erwartet, dass sich jemand um die Post kümmert - auch wenn man keinen Bescheid von irgendwo erwarten sollte, aber das mit den 2 Wochen Abwesenheit wird nicht reichen.
Die Familienkasse beruft sich sicher auch auf die Mitwirkungspflicht der Kindergeldberechtigten, und wie Du schreibst, habt ihr eine Frist versäumt. Da bringt es nichts, jetzt auf die Familienkasse zu schimpfen; wenn Du beim Finanzgericht z. B., wo auch Streitfälle wegen Kindergeld geklärt werden, eine Klageschrift nur einen Tag zu spät einreichst, dann ist die Klage unzulässig, da kannst Du sauer sein oder nicht ...
Nun weiß ich ja nicht genau, wie die Verhältnisse jetzt in Deinem Fall waren und woher die insgesamt 4000,00 Euro kommen (?), aber Du musst jetzt auch erstmal abwarten, welche Antwort zum Widerspruch Deiner Mam kommt.

Lg Eisherz
 
Naja 2 Jahre Kindergeld zurückzahlen sind knapp 4000 Euro. 24 * 165 = 3960 Euro.

Für 2008 und 2009 (Meine Schulzeit). Die unterstellen uns, dass ich keinen Kindergeldanspruch hatte, obwohl ich nachweislich die letzten 2 Jahre zur Schule ging und mein Fachabi als Jahrgangsbester gemacht habe -.-

Sie bezieht ergänzend Hartz 4. Sie kann 4000 Euro nicht zahlen.

Ich hatte doch den Anspruch. Meint ihr, dass die da wirklich nicht mit sich reden lassen? Überschuldung kann doch nicht die Lösung des Ganzen sein.

Ich weiß das jetzt auch nicht so genau, welche Fristen sie einhalten musste. Sie sagte es mir jedenfalls so. Eventuell habe ich hier nicht alles 1 zu 1 wiedergegeben, aber ich will nicht das man meine Mutter so kaputt macht. Sie hat doch schon kein Geld und ihr Leben lang gearbeitet. Die letzten 5 Jahre haben sie ihr 30 Euro zu wenig berechnet, welche ihr auch nicht zurückgezahlt werden und das kam nur durch eine Mitarbeiterin beim Amt raus, die für eine andere eingesprungen war.

Man kann doch nicht immer nur drauf hauen. Gerade bei ALG 2, solch einer Summe von 4000 Euro und dem Nachweis, dass ich Anspruch hatte.

Meine Mutter hat ja jetzt Widerspruch eingelegt. Ich hoffe das es klappt...
 

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