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Familienaufstellung und der Tod

Hallo,

ich habe mehrere Aufstellungen gemacht, bei verschiedenen Menschen.

Du hast diese Familienaufstellung doch gemacht um etwas zu bewirken, um etwas zu lösen. Jetzt träumst Du, und Deine Tochter träumt auch. Das ist doch gut.
Sicher, erstmal erschreckend weil es Angstträume sind, aber war es nicht das was Du mit der Aufstellung erreichen wolltest? Nämlich das sich schreckliche, schlimme, Angstmachende, traumatische Dinge in Deiner Familie lösen können?

Jahrelang liegen unbewusst Dinge in Familien und werden dann an die Oberfläche geholt. Wie soll es sich denn sonst bemerkbar machen das sich was tut? Euer Unterbewusstsein arbeitet mit träumen und auch schreckliche träume sind wichtig um dinge zu verarbeiten. Leider auch für Kinder, die wir ja immer davor schützen wollen. Aber genau das soll ja gelöst werden in Familienaufstellungen: Verhaltensmuster der Familien unangenehme Dinge nicht an die Oberfläche kommen zu lassen.

Die Träume werden auch wieder aufhören aber lasse sie erstmal zu und fang Deine Tochter liebevoll auf wenn Sie schlecht träumt.

Man steht oft in so einer Aufstellung und versteht nicht warum derjenige der die Aufstellung leitet nicht genügend auf einen eingeht, oder man denkt es ist doch alles ganz anders. Aber vergiss nicht das er einen ganz anderen Blick darauf hat, geübt ist darin und nicht Gefühlsmässig verkettet wie Du in dem Moment wo Du Aufstellst. Stell Dir vor alle Aufsteller würden ihm reinreden und er würde sich fügen und Euch nach dem Mund reden. Das würde nicht funktionieren. Das wäre Kuddelmuddel. Er hat die Ausbildung dafür, Du nicht. Aber ich kenne es selber das man denkt: " was soll das denn jetzt?" aber heute, Jahre danach erkenne ich den Sinn und begreife was ich damals gar nicht begreifen konnte weil ich ja noch mitten " IM Thema" steckte.

Es ist normal das es nach einer Familienaufstellung " heftig" sein kann. Grade wenn es um Tod, Missbrauch, Gewalt, Trauer, Mord usw. geht. Das sind ja auch heftige Themen die uns schon im nomalen alltag aus der Bahn werfen können. Natürlich ist das heftig wenn man sich damit auseinandersetzt, und das wirkt auch nach, manchmal monatelang. Da muss man durch wenn man solche Arbeit leistet.

Das man lieber bei den Toten ist bei Aufstellungen ist erstmal erschreckend wenn man darüber nachdenkt. Aber wenn man ins fühlen kommt dann ist das gar nicht mehr so schlimm weil man den Schmerz erkennt der dahinter steht. Es heisst ja auch nicht das solche dann im Leben wirklich sterben wollen, es zeigt nur die tiefe, tiefe trauer. Und nach trauer kann auch wieder lachen kommen.

Ich selber habe in einer Aufstellung mal die Rolle des Todes selbst übernommen und ich kann Dir sagen das war eine wundervolle, erfüllende erfahrung und die beste Aufstellung die ich je gemacht habe! So etwas erhabenes und stolzes liebevolles habe ich in meinem Leben nie gefühlt! Der Tod will nicht das wir Angst vor ihm haben sondern er liebt uns! Seitdem ich das gefühlt habe bin ich wahnsinnig stark innerlich und ich erinnere mich gerne an dieses Gefühl, aber mit freude und nicht mit Todessehnsucht 🙂

Ich finds gut das Du ein Mensch bist der an sich und an der Familie arbeitet. Lieber so als Menschen die nicht nach links und rechts gucken und alles was schmerzt ausblenden wollen.

Gib Dir Zeit. Ich wünsche Dir viel Kraft!

Lieben Gruss
 

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