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Falsches Studium und Suizidgedanken

G

Gast

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Hallo,

ich bin 22 Jahre alt, studiere Medizin und bin bald im fünften Jahr und daher auch bald fertig. Ich habe aber das Gefühl, dass ich mir die Arbeit nicht zutraue. Ich habe täglich Versagensangst und momentan extreme Suzidgedanken. Ich war noch letztens kurz davor, mir ernsthaft etwas anzutun.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wenn ich dieses Studium nicht beende, habe ich nichts und stehe mit leeren Händen dar. 22 Jahre und ohne Studienabschluss bedeutet praktisch der Tod. Ich müsste mich dann umbringen, weil ich nichts habe.
Ich weiß nicht mehr weiter und habe täglich Nervenzusammenbrüche und dauerhafte Suizidgedanken.

Mir macht das Studium einfach keinen Spaß. Bis jetzt habe ich mich immer durchgekämpft und gezwungen weiterzumachen, aber ich bin am Ende meiner Kraft.
Ich weiß nicht wie lange ich noch so weiterleben kann.
Für meine Familie bin ich nur ein fauler Schwächling.

Ich weiß nicht mehr weiter....
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich müsste mich dann umbringen, weil ich nichts habe.

Schade, daß die Guten oftmals denken, sie können nix.

Du bist 22 Jahren jung und bist mit dem Medizinstudium bald fertig!

Ist Dir nicht klar, wie stolz Du auf Dich sein kannst.

Ich arbeite im KH und ich bin konfrontiert mit jungen Ärzten, die gerade mal der Uni entschlüpft sind. Stimmt, die können nix...aber das ist bei allen soooo, glaube mir das bitte! Aber nach einer Einarbeitungszeit ändert sich das.

Selbst wenn Du "nur" Dein Studium zu Ende bringst, hast du Chancen in der Pharmazie auf dem Arbeitsmarkt. Es gibt so viel Möglichkeiten.

Dir macht das Studium keinen Spaß?
Warum nicht? Ist das wirklich der Inhalt oder aufgrund Deiner Versagungsängste.

Mit 22 und fast ein abgeschlossenes Medizinstudium...das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Mache etwas daraus. Du lernst noch und Du wirst Fehler machen - stimmt - aber Du wirst nicht versagen. Du wirst, mit Fleiß und Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt ein guter Mediziner werden.

Glaube an Dich!

Ansonsten wende dich bitte an die psychologische Beratungsstelle, die jede Uni hat.

UND:

BITTE MELDE DICH HIER NOCH MAL.

Ich würde gerne wissen, ob Du noch lebst. Das wäre wirklich schade, wenn Du Dir das Leben nehmen würdest.

Machen Deine Eltern Streß?

Woran liegt das?

Es gibt immer Lösungen. Ich bin überzeugt, daß Dir der Beruf Spaß machen wird, wenn Du psychische Unterstützung bekommst. Daher ist die Uni-Beratungsstelle sicherlich die erste Anlaufstelle.

Kopf hoch.

UND sagen wir mal Du scheiterst...Dann kannst Du immer noch eine andere Ausbildung machen. Das Leben ist vor Dir in seiner ganzen Blüte...

Bitte tue Dir nix an, okay?

Kolya
 
Hier der TS nochmal,

Hallo Kolya,

danke für deine Antwort. Ich habe mir glücklicherweise noch nichts angetan. Ich habe nämlich fürchterliche Angst vor dem Tod und will nicht sterben.
Meine Eltern machen schon manchmal Stress, da ich immer noch keine Doktorarbeit angefangen habe und alle meine Freunde haben bereits ihre Promotion fast fertig und ich habe noch nicht mal eine in Aussicht.
Ich habe daher oft Panikattacken und denke täglich an Suizid, obwohl ich mich vor dem Tod so sehr fürchte. Ich will weiterleben und auch mein Leben genießen können. Ich habe einfach Versagensängste, die mich echt quälen.
Täglich fühle ich mich als Versager, der die Promotion noch nicht geschafft hat und das zerstört meinen Kopf.

LG
 
ich weiss nicht, woher dein druck kommt, aber realistisch gesehen ist es quatsch zu denken, man müsste mit 22 schon so gut wie fertig sein mit allem. das sidn doch die wenigsten.

ich habe selbst ewig studiert (pharmazie) und kenne auch einige, die mehr als doppelt so lang brauchten für ihr studium. und nein, das waren keine versager, sondern leute, die prüfungsangst hatten, nicht ussten, wie sie wichtiges von unwichtigem unterscheiden und damit einafch alles und zuviel gelernt haben und das so nicht wieder geben konnten, obwohl sie mehr wissen hatten, als alle anderen im semester usw.
nur die wenigsten geben das offen zu.
wenn mal etwas nicht klappt oder man das studium nicht in der regelstudienzeit abschließt, ist das doch nicht schlimm. jeder muss es so machen, wie es für einen "richtig" ist, man darf sich da von außen nicht zu sher unter druck setzen lkassen, dass es einen krank macht. wenn es mal etwas langsamer läuft, ist es halt so. dann läuft es halt beim nächsten mal besser.

mit 22 fast fertig zu sein ist doch voll gut! den doktor MUSS man ja nicht mal machen, das steht dir doch frei. dass die meisten ihren doktor mittlerweile schon während des studiums machen, ist auch eine komische entwicklung. wenn dir das zu viel wird, mach es halt in deinem tempo und mach den doktor (wenn du ihn denn unbedingt haben willst...ist ja eh bei medizinern nicht aussagekräftig, sondern nur des titels wegen...und meiner meinung nach eher nebensächlich) nach dem studium oder dann, wenn du es schaffst.

wegen der verantwortung: als apotheker ist man ja auch der letzte im glied, der die kontrolle über die arzneimittel/dosis usw. hat. wenn da was schief läuft, der arzt vll. eine zu hohe dosis aufgeschrieben hat oder wir kinderzäpfchen zu hoch dosiert herstellen sollten oder udn in der arzneischublade vergreifen und ein falsches medikament abgeben sollten, wären auch wir die verantwortlichen udn ständen mit eienm bein im knast. ich kann dir sagen, ich fand den druck auch erst hoch udn hatte angst, was falsch zu machen. aber man wächst mit seinen aufgaben. am anfang ist imemr alles neu und unübersichtlich und kompliziert, das gibt sich aber udn man wird selbstbewusster.

wenn es dir im moment im studium eh zu viel wird alles: könnetst du eine pause einlegen? vll. ein auslandssemster ohne verpflichtungen? manchmal muss man einen gang zurückfahren, um sich selbst zu schützen.

vll. nimmt es dir ja schon den druck, wenn du dir offen hälst, ob du als arzt arbeiten magst oder nicht. du könnetst erst mal schauen, dass du dein studium fertig bekommst und dann weitersehen. falls es wirklich nicht die art job ist, die du machen willst, (du könntest das in einem praktikum feststellen), hat es halt nicht sein sollen. dann könntest du mit deinem abschluss bestimmt auf andere jobs ausweichen.
und auch wenn das nichts für dich ist: mit 22 ist man auch noch lange nicht zu alt für eine zweite ausbildung/dtudium o.ä. vll. ist dir das in deienm studium unbekannt (kommt mir so vor), woanders ist das normal🙂
 
Als Versager fühlen, weil man mit 22 noch nicht mit der Promotion angefagen hat? HALLO???? 😱

Ich schließe mich Kolya voll und ganz an. Du hast allen Recht stolz auf dich zu sein! Mit 22 und so weit schon mit dem Medizinstudium zu sein, ist schon eine Leistung für sich.

Mach mal pause. Lass Druck ab.


Geh bitte wegen deinen Suizidgedanken zum Psychologen. Da liegt (wahrscheinlich) mehr im Argen als bloße Versagensängste.
 
OMG wie gut du es hast TE. Weißt du wie meine Bildungskarriere ausschaut? Ich bin jetzt 29 und habe nichts außer die Matura (Abitur) in der Hand. Ich bin in der Schule 4x sitzengeblieben und 2 Jahre hatte ich verloren aufgrund der Bildungsinstituteunterschiede und hatte erst mit 25! die Matura. Dann habe ich 4 Studienjahre in den Sand gesetzt. Und meine Berufskarriere ist nichteinmal mein einziges Problem, obwohl ich eigentlich schon als Rekordsitzenbleiber in die Weltgeschichte eingehen könnte -.- . Wenn das kein Grund zum Selbstmord ist? Trotzdem lebe ich noch. Ich denke mir einfach es werden wieder bessere Zeiten kommen und dass ich mich mit so einem Leben noch nicht selbst gerichtet habe zeugt doch von einem Durchhaltevermögen wie von einem Elitesoldaten.
 
Ich denke Du leidest an einer schweren Depression und brauchst dringend Hilfe. Dein Studium wegwerfen solltest Du auf gar keinen Fall, denn Du bist schon so verdammt weit gekommen... das ist so viel wert und es öffnet Dir wahnsinnig viele Türen. Wenn Du Dir den Beruf als praktizierender Arzt nicht wirklich zutraust, kannst Du doch auch in andere Berufsfelder gehen die mit Medizin zu tun haben.

Was ich jetzt an Deiner Stelle tun würde: Wende Dich an die Sozial- bzw. Psychologische Beratungsstelle Deiner Uni und lass Dich hinsichtlich eines Urlaubssemesters bzw. einer Krankschreibung beraten und Dir dabei helfen einen Facharzttermin (Psychiater) zu bekommen. Erstgespräche mit einem Psychologen sind ja häufig bei der Beratungsstelle der Uni möglich. darüber hinaus würde ich aufgrund Deiner Suizidgedanken versuchen möglichst schnell in eine gute Klinik für Depressionen zu kommen. Dein Studium ist damit ja nicht weggeworfen, sondern Du nimmst Dir nur eine dringende Atempause. Es ist besser jetzt einmal rechtzeitig Stopp zu sagen, denn dann kannst Du Dich behandeln lassen und kannst so Dein Studium und Deine Zukunft retten, bevor Dir die Dinge aufgrund Deiner psychischen Lage ganz entgleiten können. Wenn Du dann wieder stabil bist, setzt Du Dein Studium fort, beendest es und überlegst DANN was Du aus diesem Abschluss beruflich machen möchtest.
 
OMG wie gut du es hast TE. Weißt du wie meine Bildungskarriere ausschaut? Ich bin jetzt 29 und habe nichts außer die Matura (Abitur) in der Hand. Ich bin in der Schule 4x sitzengeblieben und 2 Jahre hatte ich verloren aufgrund der Bildungsinstituteunterschiede und hatte erst mit 25! die Matura. Dann habe ich 4 Studienjahre in den Sand gesetzt. Und meine Berufskarriere ist nichteinmal mein einziges Problem, obwohl ich eigentlich schon als Rekordsitzenbleiber in die Weltgeschichte eingehen könnte -.- . Wenn das kein Grund zum Selbstmord ist? Trotzdem lebe ich noch. Ich denke mir einfach es werden wieder bessere Zeiten kommen und dass ich mich mit so einem Leben noch nicht selbst gerichtet habe zeugt doch von einem Durchhaltevermögen wie von einem Elitesoldaten.


Das geht mir fast genau so und ich finde richtig gut, wenn andere Menschen mal so offen wie Du von ihren Versagensgefühlen sprechen. Denn man hat ja sonst oft das Gefühl der einzige Mensch weit und breit zu sein, der Dinge nicht schafft und in manchem "versagt" hat. Es ist so gut zu wissen, dass das nicht stimmt und dass es andere mit Ähnlichen Problemen gibt.

Ich habe selbst zwar ein ordentliches Abitur in der normalen Zeit absolviert und auch eine kaufmännische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Aber mein darauf folgendes Studium habe ich abbrechen müssen und habe seither zwar gearbeitet, aber nur in puren Ausbeuter Jobs die überhaupt keinen "Karriereweg" oder gute Qualifikationen ergeben. Ich habe mit diesen Jobs nur versucht zu überleben und war todunglücklich und ausgelaugt durch sie... bis zum völligen Burnout und Zusammenbruch. Danach lange krank, aus dem Krankengeld wegen Höchstbezugsdauer ausgesteuert und seither ohne Einkommen, dafür alle Rücklagen aufgebraucht und hoch verschuldet, mit jeder Menge sehr schlimmen Problemen und Bedrohungen die daraus folgten. Nur weil ich psychisch zu krank war mein Recht auf Arbeitslosengeld bei der Arbeitsagentur durchzusetzen. Nicht einmal das konnte ich. Nun stehe ich also mit Ü30 da ohne berufliche Perspektive, verschuldet, keine Rücklagen mehr, nichts aufgebaut, erwerbslos, kein Krankenversicherungsschutz mehr, psychisch krank, komplett allein, keine Familie und ein versauter Lebenslauf dank Krankheitslücke, Arbeitslosigkeit, Dumpingjobs, abgebrochenem Studium... es scheint gerade alles, absolut alles von vorn bis hinten ruiniert und aussichtslos zu sein. Aber dennoch bin ich ja irgendwie trotz allem noch hier.
 
Stopp mal..Mit 22 schon bald fertig mit dem Medizinstudium?? Ist alles andere als selbstverständlich, mach dir das mal klar.

Ich studiere Jura und ich kenne keinen einzigen, der mit 22 fertig geworden ist. Wirklich nicht. Ob es das auch gibt, bezweifel ich stark. Sogar mit 22 ins Ref hat noch keiner gestartet. Wenns jemand das getan hat und einen kennt, klärt mich bitte auf. Ne freundin hat mit mir angefangen zu studieren und ist erst JETZT komplett fertig, also mit bald 30. Und die hat nicht rumgeeiert, war nicht faul, alles rechtzeitig gemacht, nacheinander, nichts sausen lassen.

Wenn deine Eltern wegen sowas dir stress machen, dann halt bitte einen gesunden abstand und mach deine grenzen klar.

sowas kann doch nicht normal sein.

und schmeiß dein studium jaaa nicht, bitte bitte nicht....du bist so weit gekommen. hol dir psychologische hilfe, geh zur studienberatung wegen deinen versagensängsten und schau, dass du etwas lockerer wirst. wenn jemand mit 22 so weit kommt, ist der rest für dich mit links machbar. davon bin ich fest überzeugt.

LG,
Lena
 
Also die Doktorarbeit machen viele erst wenn sie arbeiten.
Ich arbeite im Krankenhaus und habe erst vor einem Jahr bei der Statistik (SPSS) bei ihrer Doktorarbeit geholfen. Sie ist Oberärztin

Kann es sein , dass du völlig falsche Vorstellungen hast?

Ein Arzt ist kein Halbgott in Weiß. Ich werde täglich mit Unkenntnis von Ärzten mit wenig Berufserfahrung konfrontiert. Im Laufe der Jahre erst werden sie zum Experten.

Warst du schon bei der PTB? Ich denke als erste Anlaufstelle ist es gut geeignet

Du kannst wirklich stolz sein mit 22 J mit dem Studium fertig zu sein. Die meisten sind Ende 20.

Liebe Grüße

Kolya
 

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