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Extreme Stimmungsschwankungen nach Trennung

mellchen

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
jetzt hab ich mal ein eigenes problem (ist ja nicht so als wäre dies mein einzigstes 🙄).
Vor etwa drei wochen hat sich mein freund von mir getrennt nachdem er mich belogen und betrogen hatte und nun glücklich in seiner neuen beziehung ist (nach seinen angaben). die letzten wochen waren hart. ich habe alle stimmungsschwankungen mitgemacht die ich mir vorstellen könnte. hass, verzweiflung, kampfgeist, hilflosigkeit, einsamkeit.. einfach alles. meine freunde (an dieser stelle einen grossen dank falls sie mitlesen) waren immer für mich da und lenken mich auch jetzt noch jeden tag ab.
aber genau dort liegt das problem. abends, wenn es dunkel ist, wenn ich bereits etwas am tag erlebt habe, ablenkung hatte, dann fühle ich mich super und habe dein eindruck ich stehe über den dingen. sobald ich jedoch geschlafen habe und wieder aufwache habe ich beklemmungen, mir schnürt es die luft zu atmen, ich muss raus aus meiner wohnung, muss mich aber dazu zwingen, muss ständig brechen und kann nichts essen, denke ununterbrochen an ihn. ich flüchte quasi aus meiner wohnung um am leben teilzunehmen.
kennt ihr das? müsste ich nicht eigentlich abends verzweifelt sein wenn ich alleine ins bett gehe? wann kann ich endlich wieder ins bett gehen ohne angst davor zu haben morgends so wieder aufzuwachen? wie man an der uhrzeit erkennen kann traue ich mich gar nicht schlafen zu gehen. das macht mich kirre!

danke für jede antwort die kommen sollte.
 
Hallo mellchen,

wenn eine Beziehung stirbt, verhält es sich wie mit dem richtigen Tod. Es gibt fünf Stationen des Sterbens:

Verdrängung
Zorn
Verhandeln
Depression
Akzeptanz

Wie lange man in welcher Station "festhängt", ist natürlich unterschiedlich. Meine Erfahrung aber (in viel zu umfangreichen Studien 😉) ist, dass man sie alle irgendwie durchmacht. Das zum Einen.

Eine Trennung von einem geliebten Menschen ist ein einschneidendes, teilweise gar traumatisches Erlebnis für Menschen. Dass man da ein wenig komisch reagiert, ist normal, finde ich. Und dass man nicht weiß, wo man gerade steht, ist glaube ich auch normal. Du musst das ja erst einmal verarbeiten (und das MUSST du wirklich, das darf man nicht unterschätzen). Deswegen würde ich sagen, denke nicht daran, wie du dich eigentlich verhalten "solltest"... tu, wonach dir ist, mach, was dir gut tut. Auch wenn es im ersten Moment verrückt erscheint; du wirst dich auf jeden Fall früher oder später wieder fangen. Solange du keine Dummheiten machst (Drogen nehmen, wie wild ungeschützt rummachen oder so, du weißt schon...), ist das doch OK. Du bist verletzt und darfst es sein.

Ich wünsche dir alles Gute. Halt den Kopf oben ;-)
 
Hallo Mellchen,

Ich denke mal Du bist nun in der Phase wo alles hockommt, wo Du nun realisierst was da passiert ist. (morgens aufwachen und neben Dir liegt niemand mehr).

Ich fühle mich morgens genauso. Ich wache auf und niemand liegt neben mir oder sitzt im Wohnzimmer und bringt mir dann Kaffee wenn ich aufstehe. Das komplette gewohnte fehlt nun und drückt sich darin aus das Du einfach nur "ausreissen" willst.

Irgendwann am Tag verdrängt man es wieder weil auch andere Aufgaben auf einem warten und Abends hat man das gefühl.."juhu", ich habe den Tag gut überstanden.

Ich habe mir gesagt, ich lass mich nun etwas treiben, wenn es mir schlecht geht dann lass ich es zu und freue mich dann im Gegenzug wenn ich gute Stunden habe. Lass es zu wenn es Dir schlecht geht ( soll ja kein Dauerzustand werden) und freue Dich im Gegenzug das es hier Menschen gibt die Dir zuhören und Dich verstehen.

Manchmal kann eine kleine Freude eine grosse Wirkung zeigen 🙂

Fühl Dich gedrückt 🙂
Rosie
 
Du machst durch, was unendlich viele vor dir und sehr viele nach dir durchmachen werden.

Zum Leben und zur Liebe gehört auch dieser Schmerz, verdränge ihn nicht.

Solange du dich ablenkst und dich dieser Situation nicht stellst, wirst du diesen "nächtlichen Zuständen" ausgesetzt bleiben.

Stell dich dem Schmerz entgegen, ganz bewußt...

Hast du nicht eine "beste Freundin" die vielleicht ein paar mal bei dir übernachten kann??

Bitte glaube mir, die Zeit ist dein Freund und wird dir helfen......🙂

MfG die Le
 
Hallo mellchen - es geht mir genauso auch nach meiner Trennung, die keine zwei Wochen her ist (danke auch fuer deine Antwort an mich)- morgens das Grauen, mit Brechreiz, klopfendem Herzen, dem Gefuehl, jetzt gleich wahnsinnig zu werden, und abends (halbwegs) akzeptable Stimmung. Allerdings schaffe ich es morgens nicht, sofort aufzustehen (wache auch immer gegen 6 auf), sondern quaele mich lange. Deswegen ist es vielleicht gar nicht schlecht, was Du machst, sofort raus und ablenken, wenigstens soweit das geht. Das wuerde ich gerne koennen. Ansonsten kann ich leider keine Tipps geben, mein Baldrian hilft da nicht. Ich habe gerade sogar Besuch, aber selbst das macht mich nicht fitter, ein bisschen hilft das morgendliche Reden mit dem Besuch. Alle sagen, dass ich es schaffen werden, das wird wohl stimmen...Alles Gute!
 
hallo zusammen, danke für eure antworten.
die stimmungsschwankungen die ich beschrieben habe durchlebe ich jeden tag, also alle auf einmal. es ist ja nicht die erste trennung die ich hinter mir haben, sie hat mich nur besonders umgehauen weil ich damit niemals gerechnet hätte. ich war glücklich. auch habe ich vor 8 jahren bereits meine mutter verloren und kenne sämtliche phasen. aber alle an einem tag? das war und ist mir fremd. in einer minute denke ich ich schaffe das, in der nächsten minute dass ich hilflos bin.. gaaanz eigenartig.
leider macht es mir auch nicht einfacher, daß er mir häufig sms schreibt mit dingen wie "der tag gestern war komisch ohne dich. es hat was gefehlt". ich habe ihn gebeten den kontakt zu mir abzubrechen da ich sonst nicht über ihn hinweg kommen kann. darauf reagierte er motzig.. was mir egal sein sollte und eigentlich auch ist.
ich fange ab dienstag an wieder zu arbeiten und ich hoffe, daß mich ein geregelter arbeitstag wieder auf den normalen weg zurückführen wird.
 

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