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Extra-Kurse in Bewerbung erwähnen?

AnD

Mitglied
Hallo, ich habe eine kurze Frage.
Ich hatte hier schon mal erzählt, dass ich im Studium bin und auf Arbeitssuche bin.
Durch Uni, VHS und Jobcenter hatte ich einige Kurse belegt, in denen es um das Auftreten, Kommunikation am Arbeitsplatz, Stressbewältigung usw. ging.
In manchen Kursen habe ich auch eine Teilnahmebescheinigung (allerdings sehr informell, also nur: "Frau X war von dann bis dann da." bekommen, aber hatte sie bisher nicht in meine Bewerbungen getan, da meine Bewerbungen eigentlich immer gut angenommen wurden und es immer am Gespräch oder der Probearbeit scheiterte. Jetzt habe ich mir überlegt die Kurse doch zu erwähnen, aber ich frage mich wie? Soll ich einfach die Bescheinigungen beilegen oder soll ich im Lebenslauf noch schreiben "Mai 2017 Kurs XY"?
Ich weiß auch nicht, ob ich mir damit einen gefallen tue, da sich mein Auftreten etc. nicht wirklich verbessert hat und ich zwar weiter daran arbeite, aber befürchte, dass der Arbeitgeber verwundert ist und denkt ich sei ein (überspitzt gesagt) hoffnungsloser Fall, wenn er sieht, dass ich schon die Kurse ohne großen Erfolg hinter mir habe.

Daher frage ich mich nun: Reinpacken oder Rauslassen und wenn ja, wie?
 
Was für Jobs suchst du denn?

Ich hab meine extra Kurse nur hinzugefügt, wenn es für den Job wichtig ist, aber meist lass ich die weg, weil schon länger her.
Hab die garnicht im Lebenslauf gelistet, füge die nur stumpf als Anlage zu den Zeugnissen bei, wenn ich meine es könnte mir Vorteile bringen.
 
Wenn du meinst es könnte ein großes Fragezeichen beim Gegenüber entstehen, weil du das in den Kursen gelernte nicht umsetzt, dann lass sie weg. 😉
 
Ich finde es nervig, wenn bei einer Bewerbung noch x extra Zettel dabei sind, das Frau Sowieso Anno dunnemals an einer Schulung teilgenommen hat, die überhaupt nicht relevant für das verlangte Arbeitsgebiet ist.

Du kannst nicht mit dem Zettel punkten, sondern in der Praxis mit dem, was du in den Schulungen gelernt hast, oder eben auch nicht.
 
Hi,

wenn deine Weiterbildungen zur Stelle passen und dir Bonuspunkte einbringen, solltest du sie erwähnen - z. B. für einen Einkäufer SAP- oder weitere Fachschulungen (Zertifizierungen) oder auch so etwas wie Trainings zur Steigerung deiner Durchsetzungsfähigkeit, die also deinem Verhandlungsgeschickt mit Lieferanten zuträglich sind.

Bei Trainings zu eher negativ besetzten Themen (z. B. Konfliktmanagement) wäre ich eher zurückhaltend, denn sie bieten Interpretationsspielraum und der potenzielle Arbeitgeber könnte sich fragen, ob du Probleme hattest. Genauso sehe ich das (leider) bei Stressbewältigung - keinesfalls, weil ich diese Kurse schlecht finde (das Gegenteil ist sogar der Fall und ich finde superwichtig und wertvoll, sich dazu aufzuschlauen); dennoch weißt du nicht, wie der neue Arbeitgeber sich positioniert. Da wäre ich also auch vorsichtig, zumindest dann, wenn es mit deinem Job nichts zu tun hat.

Und ja, eine Bewerbung künstlich aufzublähen mit Dingen, die eigentlich nicht wichtig sind, könnten beim potenziellen Arbeitgeber den Eindruck entstehen lassen, dass du Wichtiges von Unwichtigem nicht unterscheiden kannst.
 
Hallo,

Ich würde deine absolvierten Kurse nicht erwähnen.

Deine Kurse, die du belegt hast, setzt jeder Arbeitgeber
automatisch und selbstverständlich vom Arbeitnehmer voraus. Das ist nix besonders was du da belegt hast, Ich würde sie nicht erwähnen.

Viele Grüße,
Muir
 
Nicht wenige Bildungsträger machen gutes Geschäft mit den oft nicht so sinnvollen Kursen, weil nach Gießkannenprinzip und nicht individuell unterstützt wird. Ich kenne das aus eigenem Erleben beruflich und meine beiden Söhne hatten auch nichts oder kaum was von solchen Kursen. Ich würde die Bescheinigungen weglassen, im Lebenslauf von individueller Weiterbildung per Internet schreiben. Muss man aber selber entscheiden. Vielleicht gibt es Trainingsmaßnahmen mit Firmen zusammen, Probearbeit vor Ort, dazu die Begleitung von Trainern, Sozialpädagogen etc? Ich würde dazu mit dem Kostenträger Agentur für Arbeit oder Jobcenter das Gespräch suchen.
 
Ich würde sie ebenfalls weglassen.
Kurse wie
- Stressbewältigung sind für den Arbeitgeber uninteressant. Es ist dein Problem wie du mit Stress umgehst. Bekommst du Burnout, wird man dich ersetzen.

- Konfliktmanagemen werfen eher einen schlechten Schatten auf dich. Als Arbeitgeber würde mich fragen, wieso du den Kurs gemacht hast. Bist vielleicht du, der/ die Konflikte startet und nicht in der Lage ist Lösungen zu finden / Kompromisse einzugehen?

Andere Zertifikat sind willkommen, wenn sinnvoll und nicht zu alt. Wenn du vor 10 Jahren einen SAP Kurs gemacht hast, dann bringt dir der Kurs nichts mehr.

Unbedingt weglassen, sollte man Zertifikate wie 10 Finger Schreiben. Damit blamierst du dich in meinen Augen komplett.

An deinem Bewerbungen liegt es nicht. Das schreibst du selbst. Bereite dich auf die Gespräche besser vor.
Stelle Fragen, aber keine 0815, bei denen du die Antwort nach 2min googeln selbst herausfinden kannst.

Ich stellte gerne die Fragen wie
- Was macht Ihre besten Mitarbeiter aus? Welche Eigenschaften müssen sie haben?
-> damit prüft man die Wertschätzung der Mitarbeiter. Ich hatte erlebt, dass Geschäftsführer und HR keine Antwort geben konnte oder "Jeder Mitarbeiter ist bei uns gut". Für mich war es dann klar. Ich will hier nicht arbeiten, denn Mitarbeiter sind denen völlig egal.

- besonders jetzt auf dem Arbeitnehmermarkt: Wieso sollte ich bei Ihnen anfangen. Was machen Sie als Unternehmer, um Mitarbeiter langfristig zu halten?
In gewissen Rahmen ist Dreistigkeit erlaubt. Unternehmen sind zunächst von solchen Fragen überrascht.
 
Was macht Ihre besten Mitarbeiter aus? Welche Eigenschaften müssen sie haben?
-> damit prüft man die Wertschätzung der Mitarbeiter. Ich hatte erlebt, dass Geschäftsführer und HR keine Antwort geben konnte oder "Jeder Mitarbeiter ist bei uns gut". Für mich war es dann klar. Ich will hier nicht arbeiten, denn Mitarbeiter sind denen völlig egal.
Diese Quintessenz finde ich gelinde gesagt überzogen und auch unpassend. Was hätte es dir genutzt, wenn man dir Honig ums Maul schmiert und die Realität dann ganz anders aussieht. So finde ich die Antwort diplomatisch. Dass dem Unternehmen Mitarbeiter egal sind empfinde ich als neunmalkluge Interpretation, mit der man sich u. U. einem tollen Arbeitsplatz verschließt. Wertschätzung zeigt sich insbesondere in der täglichen Arbeit und die verrichtest du i. d. R. nicht bei der Geschäftsführung - es sei denn, du hättest dich dort als Assistent beworben. Für mich ist deine Ableitung eher Zeichen, dass du ein sehr schwieriger Mitarbeiter sein könntest, der ständige Hofknickse erwartet - da wird man dann vielleicht sogar dankbar sein, dass du dort nicht angefangen hast.
- besonders jetzt auf dem Arbeitnehmermarkt: Wieso sollte ich bei Ihnen anfangen. Was machen Sie als Unternehmer, um Mitarbeiter langfristig zu halten?
In gewissen Rahmen ist Dreistigkeit erlaubt. Unternehmen sind zunächst von solchen Fragen überrascht.
Die Fragen sind völlig normal und nicht dreist. Personalpolitik in Unternehmen befasst sich mit genau diesen Fragestellungen und man ist auch nicht überrascht, wenn solche Fragen gestellt werden. Mag sein in kleinen Klitschen, die selten Personal rekrutieren. Aber sonst: Daily business.
 

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