Nicole Mettmann
Mitglied
Vor 14 Wochen ist mein Freund gestorben, einge kennen meine Geschichte. Ich lese hier viel von loslassen, damit man den geliebten Menschen nicht ganz verliert. Ich habe wirklich alles versucht. Bin rausgegangen, habe mich abgelenkt, mich mit Freunden getroffen, viel über meinen Andre geredet. Aber dennoch ich muß jeden Tag weinen. Ich fühle mich so alleine. Kann es nicht begreifen. Ein Satz von Andres Mutter war diese Woche, nach der richtig großen Trauer kommt nun die Sehnsucht. Sie hat es damit auf den Punkt getroffen. Ich sehe andere die glücklich sind, Ihre Lieben um sich haben, ihr Glück einfach garnicht wahrnehmen. Mit Andre habe ich das was uns verbunden hat, die Zeit die wir zusammen verbracht haben teilweise so intensiv wahrgenommen. Alles vergessen, mich einfach nur wohlgefühlt. Zufrieden daß ich diesen Menschen habe. Noch diese Woche haben mich Kollegen von uns beiden (wir haben uns in derselben Firma kennengelernt) auf ihn angesprochen, in dem Moment bin ich total gefasst, kann über ihn reden, bin ich alleine laufen die Tränen. Ich hatte mit einem anderen Mann etwas, ich schäme mich so dafür. Das ist als ob ich Andre betrogen habe. Ich weiß garnicht was ich mir dabei gedacht habe, wir beide hatten was getrunken und er ist eigentlich ein guter Freund der selber in einer Beziehung ist. Er kennt meine Geschichte und ich habe ihm auch gesagt daß ich Andre liebe und es immer noch unendlich weh tut. Ich alles dafür geben würde Andre wiederzubekommen. Es hat sich einfach so ergeben. Auf der einen Seite sage ich mir daß ich einfach Nähe brauchte, es war so als ob mein Andre da ist, als ob er neben mir liegt. Andererseits kann ich doch nicht die ganze Zeit von Trauer und vermissen hier schreiben wenn ich so einen Mist mache. Ich weiß nicht mehr was richtig und falsch ist.
Liebe Christa, Du hast auch so lange nicht mehr geschrieben, melde Dich doch bitte hier.
Liebe Christa, Du hast auch so lange nicht mehr geschrieben, melde Dich doch bitte hier.