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Es war einmal und ist noch immer...

  • Starter*in Starter*in maya2011
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maya2011

Gast
Hallo zusammen!

Es ist nun schon lange her, als ich einschneidende - prägende - Erlebnisse machen musste.
Ich habe versucht - nach langer Überwindung - Hilfe zu suchen. Ich hab' sie dann auch irgendwann mal gefunden, nachdem ich so an die 2 oder 3 mal eine Alkoholvergiftung erlitt, da ich meint, es würde dann alles besser werden...
Nach dem 3. Mal jedoch hatte ich einen kompletten Nervenzusammenbruch. Es war Karneval, ich war erst mit Freunden unterwegs, die aber dann meinten, etwas besseres zu tun zu haben und mich (nicht zum ersten Mal) alleine ließen. So ganz allein, fing ich - wie üblich - über alles nachzudenken. Ich suchte einfach nur irgendwen zum Reden. Da aber keiner da war, lief ich schnurstracks zu einem Polizeiwagen, um vielleicht dort gehört zu werden. Nachdem dies aber keine Früchte trug, wurde ich äußerst agressiv und im Nachhinein kann ich froh sein, dass ich nicht eingesperrt wurde. Ich beruhigte mich etwas - rein äußerlich - und rief meinen Freund an, der mich dann abholte. Zuhause angekommen konnte ich mich immer noch nicht beruhigen, da meine Welt über dem Kopf zusammenbrach und die Mauer, die ich um mich errichtet hatte, einzustürzen drohte. Ich wusste keinen Ausweg mehr. Ich wollte meinen Freund nicht mit meinen Problemen belasten, da ich schließlich so erzogen wurde, anderen immer alles recht zu machen, und ja niemandem auf die Nerven zu gehen. Ich rief also den Notruf an und wurde mit der Polizei verbunden. Ich heulte ins Telefon, dass ich nicht mehr kann und dringend Hilfe brauche. Erst wurde gefragt, ob ich geschlagen wurde, was ich aber dementierte, da mein Freund mir nur helfen wollte, ich ihn aber nicht an mich heran ließ...
Schlussendlich stand dann die Rettung vor der Tür, ich ging hinaus - mein Freund begleitete mich (er realisierte gar nicht richtig, was da vor sich gehr...) Die Sanitäter waren wohl der Ansicht, er hätte mich geschlagen. Ich verteidigte ihn natürlich - er ist doch das Beste, das mir je passiert ist!!! Ich ließ mich quasi selbst einweisen und verbrachte dann 16 Tage in der Nerven-Klinik. Anschließend hatte ich noch Therapie und ich war der Meinung, ich komme gut klar.
Jetzt ist das ganze schon 2 Jahre her und nun holt mich alles erneut ein. Ich hatte gemeint, alles verarbeitet zu haben, und meine Vergangenheit akzeptiert zu haben. Aber dem ist bei Gott nicht so. Immer wieder stehe ich da, und überlege, warum ich eigentlich da bin. Ab und zu habe ich richtige Panikatakken, da ich mich verfolgt fühle. Ich möchte doch reden, aber es besteht noch immer diese Blokkade in mir, die es nicht zulässt, mir die Blöße zu geben, mit anderen zu sprechen...
Ich weiß doch, dass mir einige Menschen eine helfende Hand reichen. Ich KANN aber nicht im Detail darüber sprechen, was der Grund für meine extreme Krise ist...
Sicher, alle sagen, ich habe es weit gebracht so ganz allein, aber auch nur rein äußerlich. Ich lache, mache Scherze aber im Grunde ist mir nur zum Heulen. Beim Anblick einiger Bilder - und seien es nur Frühlingsknotenblumen - bekomme ich dieses Panikgefühl und dies schlägt sich dann um in Überfordertheit...
Ich habe keine Ahnung wie das weitergehen soll. Therapie kostet, und da ich zur Zeit Studentin bin, habe ich keinen Cent übrig, obwohl es soweit wäre, endlich mit jemand Qualifiziertem zu sprechen - schon wieder...

Vielleicht ist das wirres Zeug, das ich da verfasst habe, aber ist gut, ein solches Ventil gefunden zu haben.
 
maya, du hast die möglichkeit hier zu schreiben, über deine gründe. du bist anonym.
als studentin bist du krankenversichert, warum sollte die kasse nicht zahlen, wenn es notwendig ist eine therapie zu machen.
es gibt an den hochschulen einen psychologischen dienst, dort könntest du dich hinwenden.
vielleicht hilft dir auch einfach nur alles aufzuschreiben, ganz allein für dich.
komasaufen ist jedenfalls keine lösung. unternimm was.

lg lydia
 
Danke für den Rat!
Ich bin mir ja deshalb eh bewusst, dass das keine Lösung ist, aber immer wieder diese Rückschläge. Ich war ja der Ansicht, alles unter Kontrolle zu haben, aber dem ist anscheinend nicht so. Ich war schon bei einigen Ärzten. Aber schlussendlich hat mich der Besuch bei einer von diesen soweit gebracht, dass meine Welt zusammengebrochen ist, und ich dann da gelandet bin, wo ich damals war...
Ich werde auf jeden Fall wieder Hilfe in Anspruch nehmen. Ich bin auch am Überlegen, ob es nicht einfach besser wäre, einmal eine Auszeit zu nehmen, um einmal für mich zu sein, um die Vergangenheit komplett aufzuarbeiten.

Danke auf jeden Fall nochmal, Lydia!
 

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