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Es tut so weh - Oma unerwartet gestorben. :,(

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Hallo,

ich möchte in diesem Forum einfach mal meine Gefühle aufschreiben, da ich sonst nicht weiss, wohin mit meiner ganzen Trauer.

Vorgestern ist meine Oma ganz unerwartet und wahrscheinlich an einer Lungenembolie gestorben. Sie stand voll im Leben, war erst 74 Jahre alt.
Ich habe mich natürlich immer vor diesem Tag gefürchtet, aber dass er so früh und so plötzlich kommt, hätte ich niemals gedacht.

Ich fühle mich so schrecklich hilflos. Sie war quasi meine zweite Mutter, ich war fast jeden Tag bei ihr.
Das Gefühl, sie nie wieder hören und mit ihr sprechen zu können, überwältigt mich ständig und dann kann ich mich kaum noch auf den Beinen halten. Ich liebe sie so sehr.

Zu wissen, dass sie nie auf meiner Hochzeit sein wird, dass sie nie ihre Urenkel kennenlernen wird...
Das hatte sie sich immer gewünscht.

Sie ist nicht alleine gestorben, ihr Partner war in dem Moment, wo es passierte, neben ihr.
Das ist etwas erleichternd, denn viele Menschen müssen alleine sterben.
Aber der Gedanke, ob sie vlt. Schmerzen hatte, bringt mich fast um.
Ob sie wohl gefühlt hat, dass sie stirbt?
Ist sie jetzt in meiner Nähe?
Soviele Fragen und ich werde nie die Antworten bekommen.

Ich habe sie mir nochmal angesehen, bevor sie beerdigt wird und ich mich nicht mehr verabschieden kann.
Sie sah aus, als würde sie schlafen, kein Schmerz hat ihr Gesicht gezeichnet.
Am Schlimmsten waren ihre Hände, die so kraftlos neben ihr lagen.
Sie hat mich damit gehalten, mir den Weg gezeigt.
Und jetzt fühle ich mich so allein.

Ich weiss gar nicht, ob es gut war, sie noch einmal so zu srhen.
Ich weiss eigentlich momentan gar nichts mehr.

Wie geht man nur mit dem Tod eines so geliebten Menschen um?
Wie übersteht man nur die Beerdigung?
Danke für jeden Tipp.

Nadine
 
Zuerst einmal meine Anteilnahme zum Heimgang deiner lieben Oma. Das du trauerst ist ganz normal.
Ich für mich bin durch eine persönliche Erfahrung der Meinung, das der Tod nicht das Ende ist und deine Oma als Seele weiter lebt, um dann, eines Tages zusammen mit dir, wieder inkarnieren zu können. Also wann immer du an sie denkst, kannst du dir sicher sein, das sie um dich ist. Versuche mal, ganz genau hinzugucken, ich bin sicher, du kannst sie dann spüren. Natürlich macht die Erkenntnis den Schmerz nicht leichter, denn der Tod gehört zum Leben und wir alle müssen immer wieder Menschen die wir lieben gehen lassen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft.
 
Nadine, erst einmal herzliches Beileid zum Tode Deiner Oma. Frage den Lebenspartner Deiner Oma ruhig, ob sie Schmerzen hatte, ob sie gefühlt hat, dass sie sterben muss, ob sie noch etwas gesagt hat,etc... Er weiss sicher, wie nahe Dir Deine Oma gestanden hat, dass Du jeden Tag bei ihr warst und dass sie wie eine zweite Mutter für Dich war. Er wird verstehen, dass Du alles genau wissen möchtest, wie und was war. Male Dir keine Szenarien aus, das macht Dich nur kaputt.
Auch meine Oma war schon von klein auf mir genau so nahe wie meine Mutter und ist es heute noch. Ich habe auch grosse angst vor dem Tag, an dem sie stirbt. Das wird für mich der absolut härteste Verlust, den ich bis jetzt erlebt habe. Sie ist inzwischen über 80 und zum Glück bei bester Gesundheit.
Fühl Dich gedrückt, ich denke an dich!
 
Hallo Du Lieber,

wenn Menschen lieben, dann ist es was besonderes....und Du scheinst was Besonderes zu sein. Und dieser Umstand scheint Deiner Großmutter zuzuschreiben zu sein. Behalte sie in Deiner Erinnerung und lebe es so, dass sie stolz auf Dich sein kann. Sie hat eine Spur hinterlassen, die Du weitergehst.....daran erinnere Dich immer!

Also....auf geht´s
 
Hallo ihr Lieben,

ich danke euch so sehr für eure aufbauenden Worte.
Vor allem der Gedanke, dass meine Oma von irgendwo auf uns herabsieht oder ich sie irgendwann einmal wiedersehe, stimmt mich hoffnungsvoll.

Der Obduktionsbericht hat ergeben, dass sie an einem septischen Schock gestorben ist.
Sie hatte einen Darmverschluss und da dieser nicht rechtzeitig behandelt wurde, hat sie eine Blutvergiftung bekommen
Es ging alles so schnell, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie all das nicht bemerkt hat.
Dass sie vorher kaum Schmerzen hatte. Sie war wohl einfach wirklich unheimlich stark.

Ist es nicht eigentlich ein Tod, den man jedem wünscht, den man liebt?
Schnell und schmerzlos...

Ich liebe und vermisse sie so sehr.
Ich hoffe, dass sie das spürt.
Das erste Ultraschallbild ihres Urenkels, dass ich irgendwann bekommen werde, werde ich zu ihrem Grab bringen.
Bevor meine Hochzeit stattfinde, werde ich zu ihr gehen.
Vielleicht sieht sie es ja alles.

Danke.

Nadine.
 

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