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Gast
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Hallo,
ich schreibe hier, da ich... hmm... keine Ahnung habe, was ich zu machen habe. Alles ist anders geworden, einfach alles. Ich würde alles tun, um mich in der gleichen Situation zu befinden, in der ich vor 1,5 Jahren war...
Der große Umbruch kam November 2013. Bis dahin war ich sehr lebensfroh/-lustig, das Leben schien für mich so wie eine lang andauernde Party. Klar, es gab ab und zu mal Stress, aber der war nicht schlimm bzw. nicht mit großen Konsequenzen gebunden. Es war so wunderbar, mein Leben, ich würde dafür meinen Arm hergeben, um mich wieder so fühlen zu dürfen.
Dann aber, habe ich mich verliebt... Klar, ich war vorher auch verliebt, das Problem ist jedoch, dass diejenige die etwas jüngere Schwester von einem Freund war und sie auf die gleiche Schule ging, wie ich. Ich konnte mit der unmöglich was anfangen, der "Freundecodex" wäre dann verletzt (es kann vielleicht für euch kein Problem sein, jedoch kommt es mir persönlich nie in Frage).
Ich hatte einen Notendurchschnitt von 1,27. Ich will hier nicht angeberisch wirken, aber ich musste nicht viel dafür lernen. So war es immer, eigentlich. Ich muss nur im Unterricht sehr gut aufpassen. Das Problem: Ich war so intensiv verliebt, dass ich 24/7 nur an sie denken konnte. Ich habe nur von ihr geträumt, die ganze Zeit im Internet nachgeschaut, ob irgendjemand auf Forums was mit den Schlüsselbegriffen "verliebt in ihn" gepostet/gefragt hat, dazu noch im Rahmen der letzten 24 Stunden. Jeden Tag verbrachte ich insgesamt 3h damit, zu googlen und mir Hoffnungen zu machen (an Wochenenden und in den Ferien bis zu ca. 5h).
Ich habe aber bald bemerkt, wie meine Noten sich drastisch verschlechterten. So habe ich am 16.01.2014 beschlossen, sie als ein Feindbild zu sehen, eine Art "Anti-Verliebtheits-Aktion" zu starten. Es hatte fast keinen Erfolg.
Am 24.02.2014, um 13:05 Uhr vor der Bushaltestelle, habe ich erkannt, dass sie einen Freund hat: Ich habe gesehen, wie sie mit ihm rumgekuschelt hat. Ich habe mich wie eine Mixtur aus Borat und einem depressiven Mann gefühlt, unbeschreiblich. Ich litt so stark an meinem Liebeskummer, dass ich naturelle Beruhigungsmittel (z.B. Melisse) zu mir genommen habe. Ja, die haben mich wirklich beruhigt, jedoch so stark, dass ich, aus irgendeinem Grund, keine positiven Emotionen mehr gefühlt habe. Ich habe nur negatives gefühlt, es war schrecklich. Ich wünsche es niemanden, die Phase, die ich jetzt beschreiben werde, nicht einmal den schlimmsten Menschen momentan auf dem Planeten. Das einzige, was schlimmer ist, ist wohl die Hölle...
Ich habe angefangen, theoretische Ansätze herzustellen, also ich habe mich sehr lange mit Philosophie, Religion, Politik und Wirtschaft und Naturwissenschaften beschäftigt. Ich wurde immer analytischer, etwas narzisstisch wurde ich, was aber jetzt nicht mehr der Fall ist. Die Themen, auf die ich mich am meisten spezialisierte, waren Rationalität und Anarchokapitalismus.
Zu jener Zeit schrieb ich auch meine Mittlere Reife, von daher kam mir alles so vor, als ob es die letzte Schlacht vom großen Krieg wäre, aus irgendeinem Grund. Meine Mittlere Reife habe ich aber mit 1,75 abgeschlossen, von daher passt (noch) alles.
Es wurde Sommer, also mehr Sonne. Immer, als die Nachmittagssonne in mein Zimmer strahlte, habe ich mich am meisten depressiv gefühlt. Ich weiß allerdings nicht warum, es war einfach so. Meine Verliebtheit ist im Juni abgeklungen, ich spüre keine Gefühle mehr für sie, seit Juni.
Die Sommerferien waren wohl meine schlimmste Phase: Ich war bei meinen Großeltern, die weit von uns leben. Sie haben einen Bauernhof, von daher hatte ich etwas Beschäftigung. Jedoch lag ich zu 90% meiner Zeit einfach nur da und schaute buchstäblich die Decke an, einfach wegen der Depression. Dazu noch die Sonne...
Ich konnte bis dahin nicht über meine Gefühle reden, ich kann so etwas einfach nicht. Ich habe mich überwunden und mit meinem Vater darüber geredet, jeden Tag habe ich mit ihm über das Telefon, während er Sommerferien, geredet, wie schlecht es mir geht. Er riet mir, Sport zu machen, als ein Ventil. Es hat sogar etwas geholfen, jedoch bin ich einer der unsportlichsten Menschen auf der Welt (ich schaffe keine 5 Liegestütze hintereinander). Als ich sogar Schlafstörungen bekam, habe ich Johanniskraut ausprobiert. Tatsächlich fühlte ich mich über ein Zeitfenster von 3 Wochen so wie früher. Als dann ich aber alles verbraucht hatte, und ich normal schlafen konnte, begann ich mich wieder schlechter zu fühlen.
Es wurde Oktober, ich fühlte mich wieder ungut, jedoch in einem zu ertragenen Zustand. Ich habe mich sehr mit innerem Frieden und so was beschäftigt, wurde etwas spirituell. Ich konnte, während der Weihnachtsferien, tatsächlich über ein Zeitfenster von einigen Tagen einen gewissen inneren Frieden halten. Jedoch ist so etwas leicht zerbrechlich, also der innere Frieden kann sehr schnell vorübergehen.
Nun ist es Ende Januar und immer, wenn ich aufstehe, frage ich mich, was zur Hölle ich hier soll. Ich kann nichts mehr mit meinem Leben anfangen, so habe ich das Gefühl. Ich gehe in eine Einführungsklasse und habe 5 Einser im Halbjahreszeugnis bzw. bekomme ich safe, jedoch macht mich das weder glücklich noch sonst was. Ich will wieder in den Zustand der Lebensfreude, wie vor 1,5 Jahren. Ich fühle mich so langsam mit meinem Leben überfordert.
Ich brauche Rat von euch: Ist das irgendeine psychische Erkrankung, also irgendeine emotionale Störung oder sogar PTBS? Ich bin kein Hypochonder, das sind einfach nur meine Schätzungen, da diese Erfahrung traumatisch für mich war.
Danke, dass ihr es sich durchgelesen habt.
Ich bin 17 und männlich.
ich schreibe hier, da ich... hmm... keine Ahnung habe, was ich zu machen habe. Alles ist anders geworden, einfach alles. Ich würde alles tun, um mich in der gleichen Situation zu befinden, in der ich vor 1,5 Jahren war...
Der große Umbruch kam November 2013. Bis dahin war ich sehr lebensfroh/-lustig, das Leben schien für mich so wie eine lang andauernde Party. Klar, es gab ab und zu mal Stress, aber der war nicht schlimm bzw. nicht mit großen Konsequenzen gebunden. Es war so wunderbar, mein Leben, ich würde dafür meinen Arm hergeben, um mich wieder so fühlen zu dürfen.
Dann aber, habe ich mich verliebt... Klar, ich war vorher auch verliebt, das Problem ist jedoch, dass diejenige die etwas jüngere Schwester von einem Freund war und sie auf die gleiche Schule ging, wie ich. Ich konnte mit der unmöglich was anfangen, der "Freundecodex" wäre dann verletzt (es kann vielleicht für euch kein Problem sein, jedoch kommt es mir persönlich nie in Frage).
Ich hatte einen Notendurchschnitt von 1,27. Ich will hier nicht angeberisch wirken, aber ich musste nicht viel dafür lernen. So war es immer, eigentlich. Ich muss nur im Unterricht sehr gut aufpassen. Das Problem: Ich war so intensiv verliebt, dass ich 24/7 nur an sie denken konnte. Ich habe nur von ihr geträumt, die ganze Zeit im Internet nachgeschaut, ob irgendjemand auf Forums was mit den Schlüsselbegriffen "verliebt in ihn" gepostet/gefragt hat, dazu noch im Rahmen der letzten 24 Stunden. Jeden Tag verbrachte ich insgesamt 3h damit, zu googlen und mir Hoffnungen zu machen (an Wochenenden und in den Ferien bis zu ca. 5h).
Ich habe aber bald bemerkt, wie meine Noten sich drastisch verschlechterten. So habe ich am 16.01.2014 beschlossen, sie als ein Feindbild zu sehen, eine Art "Anti-Verliebtheits-Aktion" zu starten. Es hatte fast keinen Erfolg.
Am 24.02.2014, um 13:05 Uhr vor der Bushaltestelle, habe ich erkannt, dass sie einen Freund hat: Ich habe gesehen, wie sie mit ihm rumgekuschelt hat. Ich habe mich wie eine Mixtur aus Borat und einem depressiven Mann gefühlt, unbeschreiblich. Ich litt so stark an meinem Liebeskummer, dass ich naturelle Beruhigungsmittel (z.B. Melisse) zu mir genommen habe. Ja, die haben mich wirklich beruhigt, jedoch so stark, dass ich, aus irgendeinem Grund, keine positiven Emotionen mehr gefühlt habe. Ich habe nur negatives gefühlt, es war schrecklich. Ich wünsche es niemanden, die Phase, die ich jetzt beschreiben werde, nicht einmal den schlimmsten Menschen momentan auf dem Planeten. Das einzige, was schlimmer ist, ist wohl die Hölle...
Ich habe angefangen, theoretische Ansätze herzustellen, also ich habe mich sehr lange mit Philosophie, Religion, Politik und Wirtschaft und Naturwissenschaften beschäftigt. Ich wurde immer analytischer, etwas narzisstisch wurde ich, was aber jetzt nicht mehr der Fall ist. Die Themen, auf die ich mich am meisten spezialisierte, waren Rationalität und Anarchokapitalismus.
Zu jener Zeit schrieb ich auch meine Mittlere Reife, von daher kam mir alles so vor, als ob es die letzte Schlacht vom großen Krieg wäre, aus irgendeinem Grund. Meine Mittlere Reife habe ich aber mit 1,75 abgeschlossen, von daher passt (noch) alles.
Es wurde Sommer, also mehr Sonne. Immer, als die Nachmittagssonne in mein Zimmer strahlte, habe ich mich am meisten depressiv gefühlt. Ich weiß allerdings nicht warum, es war einfach so. Meine Verliebtheit ist im Juni abgeklungen, ich spüre keine Gefühle mehr für sie, seit Juni.
Die Sommerferien waren wohl meine schlimmste Phase: Ich war bei meinen Großeltern, die weit von uns leben. Sie haben einen Bauernhof, von daher hatte ich etwas Beschäftigung. Jedoch lag ich zu 90% meiner Zeit einfach nur da und schaute buchstäblich die Decke an, einfach wegen der Depression. Dazu noch die Sonne...
Ich konnte bis dahin nicht über meine Gefühle reden, ich kann so etwas einfach nicht. Ich habe mich überwunden und mit meinem Vater darüber geredet, jeden Tag habe ich mit ihm über das Telefon, während er Sommerferien, geredet, wie schlecht es mir geht. Er riet mir, Sport zu machen, als ein Ventil. Es hat sogar etwas geholfen, jedoch bin ich einer der unsportlichsten Menschen auf der Welt (ich schaffe keine 5 Liegestütze hintereinander). Als ich sogar Schlafstörungen bekam, habe ich Johanniskraut ausprobiert. Tatsächlich fühlte ich mich über ein Zeitfenster von 3 Wochen so wie früher. Als dann ich aber alles verbraucht hatte, und ich normal schlafen konnte, begann ich mich wieder schlechter zu fühlen.
Es wurde Oktober, ich fühlte mich wieder ungut, jedoch in einem zu ertragenen Zustand. Ich habe mich sehr mit innerem Frieden und so was beschäftigt, wurde etwas spirituell. Ich konnte, während der Weihnachtsferien, tatsächlich über ein Zeitfenster von einigen Tagen einen gewissen inneren Frieden halten. Jedoch ist so etwas leicht zerbrechlich, also der innere Frieden kann sehr schnell vorübergehen.
Nun ist es Ende Januar und immer, wenn ich aufstehe, frage ich mich, was zur Hölle ich hier soll. Ich kann nichts mehr mit meinem Leben anfangen, so habe ich das Gefühl. Ich gehe in eine Einführungsklasse und habe 5 Einser im Halbjahreszeugnis bzw. bekomme ich safe, jedoch macht mich das weder glücklich noch sonst was. Ich will wieder in den Zustand der Lebensfreude, wie vor 1,5 Jahren. Ich fühle mich so langsam mit meinem Leben überfordert.
Ich brauche Rat von euch: Ist das irgendeine psychische Erkrankung, also irgendeine emotionale Störung oder sogar PTBS? Ich bin kein Hypochonder, das sind einfach nur meine Schätzungen, da diese Erfahrung traumatisch für mich war.
Danke, dass ihr es sich durchgelesen habt.
Ich bin 17 und männlich.