Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Erwachsen, aber im Herzen noch dieses kleine Mädchen...

  • Starter*in Starter*in yoru
  • Datum Start Datum Start
Y

yoru

Gast
Kennt ihr das? Diese kleinen Momente, in denen man einfach nur da sitzt und nichts macht.
Wenn aufeinmal alles still ist, als wäre die Welt um einen herum einfach erstarrt.
Langsam schweifen die Gedanken durch das eigene Leben, über die Gegenwart, in die Vergangenheit...

...und plötzlich erinnert man sich wieder, an alles.
So viele Dinge die man verdrängt hatte... man spürt dieses unangenehme Gefühl, was besitz ergreift.

Aufeinmal sehe ich wieder alles vor mir.
Alle Momente. All das Leid.

Wie krank es doch ist... was alles passiert ist. Geschichten die kein Mensch glauben würde... Situationen die kein Mensch nachempfinden könnte... Erlebnisse, von denen niemand weiß, weil ich sie tot schwieg...

Ich war noch klein, ich war ein Kind. Aber von Anfang an musste ich lernen, wie hart dieses Leben sein kann. Ich wollte stark sein, ich wollte niemanden zeigen wie sehr es mich mit nahm, wie sehr es mich zu Boden zwang... ich war still und setzte ein Lächeln auf. Tat so, als wäre alles ok... aber kaum war ich allein, weinte ich.

Niemand weiß davon. Niemand wusste etwas...

Ich hatte jeden Tag gehofft, dass irgendjemand auf mich zu kommen würde, es sehen würde und mir endlich helfen würde... ich habe so sehr gehofft und doch, wurde ich mit allem allein gelassen.

Heute sehe ich meine Mutter vor mir, hör sie darüber reden... sie kommt nicht einmal auf die Idee, was diese Erlebnisse mit mir gemacht haben. Sie hat nie gesehen, wie schlecht es auch mir ging... sie sah immer nur ihr eigenes Leid.

Ich war doch noch ein Kind.
Allein gelassen... keine Liebe, keine Geborgenheit, keine Wärme... glauben Erwachsene den wirklich, dass Kinder so blind sind? Das Kinder nicht verstehen was da vor sich geht? Das Kinder nicht genauso Angst und Leid spüren? Noch viel mehr wahr nehmen können, als es Erwachsene jemals könnten?

Ich hab alles gesehen, ich hab alles mitbekommen, einfach alles! Es hat mir Angst gemacht, es hat mir weh getan...

Und hätten die familären Probleme nicht gerreicht, gab es noch Probleme in der Schule... weil ich keine Familie hatte, waren Freunde für mich das Wichtigste... und genau diese Freunde, nutzen mich aus, belogen mich, liesen mich stehen und zeigten mir, dass man niemanden wirklich trauen kann.

Wenn ich so nachdenke, war ich immer allein... wenn es mir schlecht ging, war nie jemand für mich da... und das hat sich bis heute nicht geändert.

Wieder versuche ich diese Gefühle zu verdrängen, diese Geschichten...
Aber es ist alles passiert, alles. Und niemand, niemand hat auch nur eine Ahnung...

So viel, so verdammt viel ist passiert... ich, ich war doch noch ein Kind.

Und heute muss ich mit den Folgen leben. Muss mit Komplexen und Ängsten kämpfen... ja, man kann daran arbeiten, aber jeder der das kennt, weiß wie schwer das ist. Wirklich los, wird man diese Gedanken und Gefühle nie...

Ich habe immer nur eingesteckt und geschwiegen... ich wollte stark sein.
Ich bin meinen Weg alleine gegangen und hab jede Hürde alleine gemeistert. Ganz allein...

Oft habe ich von anderen zu hören bekommen, dass sie mich bewundern... dass sie gerne so stark wären wie ich, so unabhängig... doch sie wissen nicht, was diese Kraft für einen Preis hat...

Ich dachte ich hätte meine Vergangenheit verarbeitet, aber ich muss einsehen, dass das einzige was ich getan habe... reine Akzeptanz war. Noch immer schleife ich diese Lasten mit mir herum, weil ich einfach nicht los lassen kann... Ich bin im Herzen immer noch dieses kleine Mädchen, was doch nur etwas Liebe wollte... was doch einfach nur glücklich sein wollte.

Aber egal was ich tat, es war niemals genug.
Egal was ich versuchte, es war nie Richtig.
Und egal wie sehr ich mich bemühte, es wurde nicht wahr genommen...
Es wurde nur immer weiter und weiter auf mich eingetreten...
Und egal wie oft ich am Boden lag und mich unter Schmerzen wieder aufquälte, mich an meinen Glauben klammerte und weiterhin versuchte ein guter Mensch zu sein... ich machte immer weiter... immer mit dieser Hoffnung, dass eines Tages alles gut wird.

Ich habe so fest daran geglaubt... es hat mir Kraft gegeben.

Ich war noch ein Kind, als ich aus meiner Kindheit gerissen wurde. Als mir gezeigt wurde wie die Realität aussieht. Plötzlich zerbrach mein Glaube, er würde mir eiskalt aus den Händen gerissen... und je älter ich wurde, desto klarer wurde meine Sicht.
Langsam fing ich an zu verstehen... und doch, kämpfte ich.

Immer wieder wurde mir gesagt, dass ich anders sei. Nicht so wie die anderen in meinem Alter... ich war ihnen immer einige Schritte vorraus. Ich war genau wie sie, aber ein Teil von mir wurde schon erwachsen... Ich war genau wie sie im Herzen Kind, aber im Kopf wuchs ich, von Tag zu Tag...

...und dann gehe ich vor die Tür, sehe die Sonnenstrahlen, ein Tier, spüre den Wind und freue mich. Ich bin einfach glücklich... die Welt kann so schön sein...

Kennst du das? Wenn du dich in die Wiese sitzt und das frische Gras im Frühling zwischen deinen Fingern spürst? Kennst du dieses Gefühl, wenn dir die Sonne ins Gesicht lacht und der Wind sanft um dich weht? Kennst du das, wenn ein Tier an dir vorbei läuft.... und du bist einfach fröhlich? Es ist so schön... alles...

Ich bin erwachsen und doch ein Kind.
Ich möchte los lassen, doch ich schaffe es nicht.
Wie soll ich das alles jemals vergessen?

Ich habe Angst. Ständig... Wovor? Ich weiß es nicht... es ist einfach dieses Gefühl, was mich in gewissen Situationen überkommt. Immer dann, wenn es um etwas Neues geht... immer dann, wenn ich verletzt werden könnte...

Vielleicht war es ein Fehler, dieses Schweigen... vielleicht hätte ich einmal jemanden alles erzählen sollen... aber gäbe es auch nur einen Menschen, der dann auch nur annähernd nachvollziehen könnte, wie das ist?
Die Male wo ich versuchte Hilfe zu finden, wurde ich immer nur belächelt... ich wurde als Kind abgestempelt, was übertreibt, weil es ja noch keine Ahnung vom Leben hat. Das lag ja alles nur an der Pupertät...


Ich finde es manchmal komisch, wenn ich unter Menschen bin und sie mich wahr nehmen, wie selbstverständlich. Als ruhige angenehme Person, die immer freundlich und höflich ist... und sie haben keine Ahnung, dass es keineswegs selbstverständlich ist, dass ich so bin. Das meine ruhige Art, ein dunkles Geheimnis birgt... eine schwere Kindheit, in der ich so viele Tränen geweint habe, dass es ein Meer bilden könnte...

Jammern? Nein, gejammert hab ich nie... es erstaunt mich selbst wenn ich die Jugend von heute sehe, aber ich hab als Kind immer wieder daran gedacht, dass ich es viel schlechter haben könnte. War dankbar dass ich gesund bin, dass ich ein Dach über den Kopf habe... ich war dankbar worüber ich dankbar sein konnte... ich habe immer nur das Gute gesehen und daran fest gehalten... die Schuld immer nur mir selbst gegeben...

Und heute?
Was soll ich sagen.
Obwohl alles vorbei ist, fühle ich mich immer noch einsam. Ich bin immer noch allein. Ich habe immer noch Angst. Es hat sich eigentlich nicht wirklich etwas geändert... außer, dass ich heute erwachsen bin und vieles mit anderen Augen sehe.
Es gibt nunmal Dinge, die man als Kind einfach nicht versteht... heute verstehe ich es.

Und doch... stehe ich weiterhin an dieser Kreuzung, so viele Wege und ich weiß einfach nicht wohin... ich habe keine wirklichen Ziele mehr, keine wahren Träume mehr, sehe endgültig keinen Sinn mehr... schon amüsant, dabei war ich es, die früher immer jedem Ratschläge gab und sagte: "Der Sinn ist es, seinem Leben selbst einen Sinn zu geben."
Tja... früher hatte ich auch noch Hoffnungen... heute sehe ich, wie unrealistisch diese waren bzw. wie schwer erreichbar...

Klar wäre ich stark genug, einfach weiter zu machen und für das Gute zu kämpfen. Es wäre für mich kein Kraftaufwand... aber ich sehe einfach keinen Grund mehr, wozu?
Ich lebe gern, keine Frage, ich bin dankbar das ich lebe.
Aber dennoch fehlt mir der Grund... und obwohl ich suche und suche, ich finde einfach keinen.


Ich habe seit Jahren eine einzige gute Freundin, die sich aber nur melden kann, wenn es ihr schlecht geht... alle meine vielen Bekannten, sehen keinen Grund sich mal von alleine zu melden... der Mann dem mein Herz gehört, bin ich es nicht Wert zu handeln, kämpfen, wie auch immer... für meine Verwandten exestiere ich nicht, meine Eltern werden sich nie ändern...

Ich exestiere und bin da, wenn mich jemand braucht. Aber wenn ich jemanden brauche, ist niemand da... sonst bin ich nicht gewollte, zumindest hält es keiner für nötig, ein einziges Mal zu fragen, wie es mir geht. Geschweige den mal zu fragen, ob ich Lust hätte etwas zu unternehmen - außer sie haben dann einen eigenen Nutzen davon. Und nein, dass ist keine psychotie, es ist wirklich so...

Es stört mich nicht, es macht mich traurig, aber ich kann es akzeptieren.
...aber es fehlt mir vor allem deshalb der Grund, warum exestiere ich? Ich exestiere doch nur für mich allein... ich wünschte ich könnte irgendwie neu starten, was eigentlich auch möglich wäre ab März... aber, es fällt mir so verdammt schwer.
Für was?
Wenn ich doch eigentlich nur allein bin und vor mich hin lebe... sicher kann man auch allein das Leben genießen, Hobbys nachgehen, etc... aber ich denke viele hier wissen, allein sein macht nicht glücklich.

Unter Menschen gehen? Freunde finden?
Ja... wie ihr euch denken könnt, gehöre ich zu denen, die ungern unter vielen vor allem unbekannten Leuten sind. Es fällt mir schwer auf andere zu zugehen... wenn man so oft auf die Nase viel, ist es auch nicht gerade einfach...

Wünsche... ich wollte immer nur glücklich sein, einfach zufrieden. Und mein sehnlichster geheimer Wunsch als Kind, war immer den einen finden. Dieser eine Mann der nur mich liebt, mich so nimmt wie ich bin und mich genau deswegen liebt... aber ich habe mittlerweile verstanden, dass diese "Liebe" von der ich träumte, nicht exestiert....

Was ich heute wollen würde?
Seit meiner Kindheit an liebe ich Tiere. Ich würde so gern jemandem ein gutes zu Hause bieten, aber nicht einem Tier könnte ich es wirklich (artge)recht machen... wie auch in einer kleinen Wohnung wo kaum Platz ist? Tiere gehören nicht in eine Wohnung... Nicht mal diesen Wunsch kann ich mir erfüllen... es gäbe Möglichkeiten? Ja, aber die habe ich nicht - ist ja nicht so, als hätte ich nicht danach gesucht.

Warum ich hier schreibe... warum so wirr schreibe... weil es meine Gefühlswelt wiederspiegelt... ein reines Chaos.

Wer bis hierhin gelesen hat - dem danke ich.
Bei dem, der denkt, dass es Zeitverschwendung war - entschuldige ich mich.

Was ich nun erwarte? Nichts... gar nichts. Außer vielleicht Sätze, dass ich aus diesem Loch rauskommen soll... respekt an die Menschen, die den Kopf noch so hoch tragen können.
 
Kennt ihr das? Diese kleinen Momente, in denen man einfach nur da sitzt und nichts macht.
Wenn aufeinmal alles still ist, als wäre die Welt um einen herum einfach erstarrt.
Langsam schweifen die Gedanken durch das eigene Leben, über die Gegenwart, in die Vergangenheit...

...und plötzlich erinnert man sich wieder, an alles.
So viele Dinge die man verdrängt hatte... man spürt dieses unangenehme Gefühl, was besitz ergreift.

Aufeinmal sehe ich wieder alles vor mir.
Alle Momente. All das Leid.

Wie krank es doch ist... was alles passiert ist. Geschichten die kein Mensch glauben würde... Situationen die kein Mensch nachempfinden könnte... Erlebnisse, von denen niemand weiß, weil ich sie tot schwieg...

Ich war noch klein, ich war ein Kind. Aber von Anfang an musste ich lernen, wie hart dieses Leben sein kann. Ich wollte stark sein, ich wollte niemanden zeigen wie sehr es mich mit nahm, wie sehr es mich zu Boden zwang... ich war still und setzte ein Lächeln auf. Tat so, als wäre alles ok... aber kaum war ich allein, weinte ich.

Niemand weiß davon. Niemand wusste etwas...

Ich hatte jeden Tag gehofft, dass irgendjemand auf mich zu kommen würde, es sehen würde und mir endlich helfen würde... ich habe so sehr gehofft und doch, wurde ich mit allem allein gelassen.

Heute sehe ich meine Mutter vor mir, hör sie darüber reden... sie kommt nicht einmal auf die Idee, was diese Erlebnisse mit mir gemacht haben. Sie hat nie gesehen, wie schlecht es auch mir ging... sie sah immer nur ihr eigenes Leid.

Ich war doch noch ein Kind.
Allein gelassen... keine Liebe, keine Geborgenheit, keine Wärme... glauben Erwachsene den wirklich, dass Kinder so blind sind? Das Kinder nicht verstehen was da vor sich geht? Das Kinder nicht genauso Angst und Leid spüren? Noch viel mehr wahr nehmen können, als es Erwachsene jemals könnten?

Ich hab alles gesehen, ich hab alles mitbekommen, einfach alles! Es hat mir Angst gemacht, es hat mir weh getan...

Und hätten die familären Probleme nicht gerreicht, gab es noch Probleme in der Schule... weil ich keine Familie hatte, waren Freunde für mich das Wichtigste... und genau diese Freunde, nutzen mich aus, belogen mich, liesen mich stehen und zeigten mir, dass man niemanden wirklich trauen kann.

Wenn ich so nachdenke, war ich immer allein... wenn es mir schlecht ging, war nie jemand für mich da... und das hat sich bis heute nicht geändert.

Wieder versuche ich diese Gefühle zu verdrängen, diese Geschichten...
Aber es ist alles passiert, alles. Und niemand, niemand hat auch nur eine Ahnung...

So viel, so verdammt viel ist passiert... ich, ich war doch noch ein Kind.

Und heute muss ich mit den Folgen leben. Muss mit Komplexen und Ängsten kämpfen... ja, man kann daran arbeiten, aber jeder der das kennt, weiß wie schwer das ist. Wirklich los, wird man diese Gedanken und Gefühle nie...

Ich habe immer nur eingesteckt und geschwiegen... ich wollte stark sein.
Ich bin meinen Weg alleine gegangen und hab jede Hürde alleine gemeistert. Ganz allein...

Oft habe ich von anderen zu hören bekommen, dass sie mich bewundern... dass sie gerne so stark wären wie ich, so unabhängig... doch sie wissen nicht, was diese Kraft für einen Preis hat...

Ich dachte ich hätte meine Vergangenheit verarbeitet, aber ich muss einsehen, dass das einzige was ich getan habe... reine Akzeptanz war. Noch immer schleife ich diese Lasten mit mir herum, weil ich einfach nicht los lassen kann... Ich bin im Herzen immer noch dieses kleine Mädchen, was doch nur etwas Liebe wollte... was doch einfach nur glücklich sein wollte.

Aber egal was ich tat, es war niemals genug.
Egal was ich versuchte, es war nie Richtig.
Und egal wie sehr ich mich bemühte, es wurde nicht wahr genommen...
Es wurde nur immer weiter und weiter auf mich eingetreten...
Und egal wie oft ich am Boden lag und mich unter Schmerzen wieder aufquälte, mich an meinen Glauben klammerte und weiterhin versuchte ein guter Mensch zu sein... ich machte immer weiter... immer mit dieser Hoffnung, dass eines Tages alles gut wird.

Ich habe so fest daran geglaubt... es hat mir Kraft gegeben.

Ich war noch ein Kind, als ich aus meiner Kindheit gerissen wurde. Als mir gezeigt wurde wie die Realität aussieht. Plötzlich zerbrach mein Glaube, er würde mir eiskalt aus den Händen gerissen... und je älter ich wurde, desto klarer wurde meine Sicht.
Langsam fing ich an zu verstehen... und doch, kämpfte ich.

Immer wieder wurde mir gesagt, dass ich anders sei. Nicht so wie die anderen in meinem Alter... ich war ihnen immer einige Schritte vorraus. Ich war genau wie sie, aber ein Teil von mir wurde schon erwachsen... Ich war genau wie sie im Herzen Kind, aber im Kopf wuchs ich, von Tag zu Tag...

...und dann gehe ich vor die Tür, sehe die Sonnenstrahlen, ein Tier, spüre den Wind und freue mich. Ich bin einfach glücklich... die Welt kann so schön sein...

Kennst du das? Wenn du dich in die Wiese sitzt und das frische Gras im Frühling zwischen deinen Fingern spürst? Kennst du dieses Gefühl, wenn dir die Sonne ins Gesicht lacht und der Wind sanft um dich weht? Kennst du das, wenn ein Tier an dir vorbei läuft.... und du bist einfach fröhlich? Es ist so schön... alles...

Ich bin erwachsen und doch ein Kind.
Ich möchte los lassen, doch ich schaffe es nicht.
Wie soll ich das alles jemals vergessen?

Ich habe Angst. Ständig... Wovor? Ich weiß es nicht... es ist einfach dieses Gefühl, was mich in gewissen Situationen überkommt. Immer dann, wenn es um etwas Neues geht... immer dann, wenn ich verletzt werden könnte...

Vielleicht war es ein Fehler, dieses Schweigen... vielleicht hätte ich einmal jemanden alles erzählen sollen... aber gäbe es auch nur einen Menschen, der dann auch nur annähernd nachvollziehen könnte, wie das ist?
Die Male wo ich versuchte Hilfe zu finden, wurde ich immer nur belächelt... ich wurde als Kind abgestempelt, was übertreibt, weil es ja noch keine Ahnung vom Leben hat. Das lag ja alles nur an der Pupertät...


Ich finde es manchmal komisch, wenn ich unter Menschen bin und sie mich wahr nehmen, wie selbstverständlich. Als ruhige angenehme Person, die immer freundlich und höflich ist... und sie haben keine Ahnung, dass es keineswegs selbstverständlich ist, dass ich so bin. Das meine ruhige Art, ein dunkles Geheimnis birgt... eine schwere Kindheit, in der ich so viele Tränen geweint habe, dass es ein Meer bilden könnte...

Jammern? Nein, gejammert hab ich nie... es erstaunt mich selbst wenn ich die Jugend von heute sehe, aber ich hab als Kind immer wieder daran gedacht, dass ich es viel schlechter haben könnte. War dankbar dass ich gesund bin, dass ich ein Dach über den Kopf habe... ich war dankbar worüber ich dankbar sein konnte... ich habe immer nur das Gute gesehen und daran fest gehalten... die Schuld immer nur mir selbst gegeben...

Und heute?
Was soll ich sagen.
Obwohl alles vorbei ist, fühle ich mich immer noch einsam. Ich bin immer noch allein. Ich habe immer noch Angst. Es hat sich eigentlich nicht wirklich etwas geändert... außer, dass ich heute erwachsen bin und vieles mit anderen Augen sehe.
Es gibt nunmal Dinge, die man als Kind einfach nicht versteht... heute verstehe ich es.

Und doch... stehe ich weiterhin an dieser Kreuzung, so viele Wege und ich weiß einfach nicht wohin... ich habe keine wirklichen Ziele mehr, keine wahren Träume mehr, sehe endgültig keinen Sinn mehr... schon amüsant, dabei war ich es, die früher immer jedem Ratschläge gab und sagte: "Der Sinn ist es, seinem Leben selbst einen Sinn zu geben."
Tja... früher hatte ich auch noch Hoffnungen... heute sehe ich, wie unrealistisch diese waren bzw. wie schwer erreichbar...

Klar wäre ich stark genug, einfach weiter zu machen und für das Gute zu kämpfen. Es wäre für mich kein Kraftaufwand... aber ich sehe einfach keinen Grund mehr, wozu?
Ich lebe gern, keine Frage, ich bin dankbar das ich lebe.
Aber dennoch fehlt mir der Grund... und obwohl ich suche und suche, ich finde einfach keinen.


Ich habe seit Jahren eine einzige gute Freundin, die sich aber nur melden kann, wenn es ihr schlecht geht... alle meine vielen Bekannten, sehen keinen Grund sich mal von alleine zu melden... der Mann dem mein Herz gehört, bin ich es nicht Wert zu handeln, kämpfen, wie auch immer... für meine Verwandten exestiere ich nicht, meine Eltern werden sich nie ändern...

Ich exestiere und bin da, wenn mich jemand braucht. Aber wenn ich jemanden brauche, ist niemand da... sonst bin ich nicht gewollte, zumindest hält es keiner für nötig, ein einziges Mal zu fragen, wie es mir geht. Geschweige den mal zu fragen, ob ich Lust hätte etwas zu unternehmen - außer sie haben dann einen eigenen Nutzen davon. Und nein, dass ist keine psychotie, es ist wirklich so...

Es stört mich nicht, es macht mich traurig, aber ich kann es akzeptieren.
...aber es fehlt mir vor allem deshalb der Grund, warum exestiere ich? Ich exestiere doch nur für mich allein... ich wünschte ich könnte irgendwie neu starten, was eigentlich auch möglich wäre ab März... aber, es fällt mir so verdammt schwer.
Für was?
Wenn ich doch eigentlich nur allein bin und vor mich hin lebe... sicher kann man auch allein das Leben genießen, Hobbys nachgehen, etc... aber ich denke viele hier wissen, allein sein macht nicht glücklich.

Unter Menschen gehen? Freunde finden?
Ja... wie ihr euch denken könnt, gehöre ich zu denen, die ungern unter vielen vor allem unbekannten Leuten sind. Es fällt mir schwer auf andere zu zugehen... wenn man so oft auf die Nase viel, ist es auch nicht gerade einfach...

Wünsche... ich wollte immer nur glücklich sein, einfach zufrieden. Und mein sehnlichster geheimer Wunsch als Kind, war immer den einen finden. Dieser eine Mann der nur mich liebt, mich so nimmt wie ich bin und mich genau deswegen liebt... aber ich habe mittlerweile verstanden, dass diese "Liebe" von der ich träumte, nicht exestiert....

Was ich heute wollen würde?
Seit meiner Kindheit an liebe ich Tiere. Ich würde so gern jemandem ein gutes zu Hause bieten, aber nicht einem Tier könnte ich es wirklich (artge)recht machen... wie auch in einer kleinen Wohnung wo kaum Platz ist? Tiere gehören nicht in eine Wohnung... Nicht mal diesen Wunsch kann ich mir erfüllen... es gäbe Möglichkeiten? Ja, aber die habe ich nicht - ist ja nicht so, als hätte ich nicht danach gesucht.

Warum ich hier schreibe... warum so wirr schreibe... weil es meine Gefühlswelt wiederspiegelt... ein reines Chaos.

Wer bis hierhin gelesen hat - dem danke ich.
Bei dem, der denkt, dass es Zeitverschwendung war - entschuldige ich mich.

Was ich nun erwarte? Nichts... gar nichts. Außer vielleicht Sätze, dass ich aus diesem Loch rauskommen soll... respekt an die Menschen, die den Kopf noch so hoch tragen können.


Mir geht es genauso wie dir. Diese Flashbacks sind erschreckend.
Ich umarme dich ganz fest , wenn ich darf.:herz:
 
Schon komisch, da sitze ich hier und surfe so durchs Netz und stosse so auf deinen Text. - Ich fühle mich heute genauso wie du es beschreibst - auch wenn ich sicherlich keine so dunkle Kindheit hatte - aber es ist dieses Loch in dem ich mich, so wie du beschrieben hast, befinde und das lässt mich dich verstehen - und noch mehr: ich fühle mich verstanden und auf einmal nicht mehr so allein. Ich wünsche dir alles Gute und, dass du bald wieder aus der Dunkelheit auftauchst und dein Leben lebst - denn das Leben ist es wert gelebt zu werden. Niemand weiß wozu er/sie auf der Welt ist aber jeder hat seine Aufgabe - erfülle sie. Heute zum Beispiel hast du mir mit deinem Text geholfen, mich nicht mehr so allein zu fühlen - Danke.
 
Kennt ihr das? Diese kleinen Momente, in denen man einfach nur da sitzt und nichts macht.
Wenn aufeinmal alles still ist, als wäre die Welt um einen herum einfach erstarrt.
Langsam schweifen die Gedanken durch das eigene Leben, über die Gegenwart, in die Vergangenheit...

...und plötzlich erinnert man sich wieder, an alles.
So viele Dinge die man verdrängt hatte... man spürt dieses unangenehme Gefühl, was besitz ergreift.

Aufeinmal sehe ich wieder alles vor mir.
Alle Momente. All das Leid.

Wie krank es doch ist... was alles passiert ist. Geschichten die kein Mensch glauben würde... Situationen die kein Mensch nachempfinden könnte... Erlebnisse, von denen niemand weiß, weil ich sie tot schwieg...

Ich war noch klein, ich war ein Kind. Aber von Anfang an musste ich lernen, wie hart dieses Leben sein kann. Ich wollte stark sein, ich wollte niemanden zeigen wie sehr es mich mit nahm, wie sehr es mich zu Boden zwang... ich war still und setzte ein Lächeln auf. Tat so, als wäre alles ok... aber kaum war ich allein, weinte ich.

Niemand weiß davon. Niemand wusste etwas...

Ich hatte jeden Tag gehofft, dass irgendjemand auf mich zu kommen würde, es sehen würde und mir endlich helfen würde... ich habe so sehr gehofft und doch, wurde ich mit allem allein gelassen.

Heute sehe ich meine Mutter vor mir, hör sie darüber reden... sie kommt nicht einmal auf die Idee, was diese Erlebnisse mit mir gemacht haben. Sie hat nie gesehen, wie schlecht es auch mir ging... sie sah immer nur ihr eigenes Leid.

Ich war doch noch ein Kind.
Allein gelassen... keine Liebe, keine Geborgenheit, keine Wärme... glauben Erwachsene den wirklich, dass Kinder so blind sind? Das Kinder nicht verstehen was da vor sich geht? Das Kinder nicht genauso Angst und Leid spüren? Noch viel mehr wahr nehmen können, als es Erwachsene jemals könnten?

Ich hab alles gesehen, ich hab alles mitbekommen, einfach alles! Es hat mir Angst gemacht, es hat mir weh getan...

Und hätten die familären Probleme nicht gerreicht, gab es noch Probleme in der Schule... weil ich keine Familie hatte, waren Freunde für mich das Wichtigste... und genau diese Freunde, nutzen mich aus, belogen mich, liesen mich stehen und zeigten mir, dass man niemanden wirklich trauen kann.

Wenn ich so nachdenke, war ich immer allein... wenn es mir schlecht ging, war nie jemand für mich da... und das hat sich bis heute nicht geändert.

Wieder versuche ich diese Gefühle zu verdrängen, diese Geschichten...
Aber es ist alles passiert, alles. Und niemand, niemand hat auch nur eine Ahnung...

So viel, so verdammt viel ist passiert... ich, ich war doch noch ein Kind.

Und heute muss ich mit den Folgen leben. Muss mit Komplexen und Ängsten kämpfen... ja, man kann daran arbeiten, aber jeder der das kennt, weiß wie schwer das ist. Wirklich los, wird man diese Gedanken und Gefühle nie...

Ich habe immer nur eingesteckt und geschwiegen... ich wollte stark sein.
Ich bin meinen Weg alleine gegangen und hab jede Hürde alleine gemeistert. Ganz allein...

Oft habe ich von anderen zu hören bekommen, dass sie mich bewundern... dass sie gerne so stark wären wie ich, so unabhängig... doch sie wissen nicht, was diese Kraft für einen Preis hat...

Ich dachte ich hätte meine Vergangenheit verarbeitet, aber ich muss einsehen, dass das einzige was ich getan habe... reine Akzeptanz war. Noch immer schleife ich diese Lasten mit mir herum, weil ich einfach nicht los lassen kann... Ich bin im Herzen immer noch dieses kleine Mädchen, was doch nur etwas Liebe wollte... was doch einfach nur glücklich sein wollte.

Aber egal was ich tat, es war niemals genug.
Egal was ich versuchte, es war nie Richtig.
Und egal wie sehr ich mich bemühte, es wurde nicht wahr genommen...
Es wurde nur immer weiter und weiter auf mich eingetreten...
Und egal wie oft ich am Boden lag und mich unter Schmerzen wieder aufquälte, mich an meinen Glauben klammerte und weiterhin versuchte ein guter Mensch zu sein... ich machte immer weiter... immer mit dieser Hoffnung, dass eines Tages alles gut wird.

Ich habe so fest daran geglaubt... es hat mir Kraft gegeben.

Ich war noch ein Kind, als ich aus meiner Kindheit gerissen wurde. Als mir gezeigt wurde wie die Realität aussieht. Plötzlich zerbrach mein Glaube, er würde mir eiskalt aus den Händen gerissen... und je älter ich wurde, desto klarer wurde meine Sicht.
Langsam fing ich an zu verstehen... und doch, kämpfte ich.

Immer wieder wurde mir gesagt, dass ich anders sei. Nicht so wie die anderen in meinem Alter... ich war ihnen immer einige Schritte vorraus. Ich war genau wie sie, aber ein Teil von mir wurde schon erwachsen... Ich war genau wie sie im Herzen Kind, aber im Kopf wuchs ich, von Tag zu Tag...

...und dann gehe ich vor die Tür, sehe die Sonnenstrahlen, ein Tier, spüre den Wind und freue mich. Ich bin einfach glücklich... die Welt kann so schön sein...

Kennst du das? Wenn du dich in die Wiese sitzt und das frische Gras im Frühling zwischen deinen Fingern spürst? Kennst du dieses Gefühl, wenn dir die Sonne ins Gesicht lacht und der Wind sanft um dich weht? Kennst du das, wenn ein Tier an dir vorbei läuft.... und du bist einfach fröhlich? Es ist so schön... alles...

Ich bin erwachsen und doch ein Kind.
Ich möchte los lassen, doch ich schaffe es nicht.
Wie soll ich das alles jemals vergessen?

Ich habe Angst. Ständig... Wovor? Ich weiß es nicht... es ist einfach dieses Gefühl, was mich in gewissen Situationen überkommt. Immer dann, wenn es um etwas Neues geht... immer dann, wenn ich verletzt werden könnte...

Vielleicht war es ein Fehler, dieses Schweigen... vielleicht hätte ich einmal jemanden alles erzählen sollen... aber gäbe es auch nur einen Menschen, der dann auch nur annähernd nachvollziehen könnte, wie das ist?
Die Male wo ich versuchte Hilfe zu finden, wurde ich immer nur belächelt... ich wurde als Kind abgestempelt, was übertreibt, weil es ja noch keine Ahnung vom Leben hat. Das lag ja alles nur an der Pupertät...


Ich finde es manchmal komisch, wenn ich unter Menschen bin und sie mich wahr nehmen, wie selbstverständlich. Als ruhige angenehme Person, die immer freundlich und höflich ist... und sie haben keine Ahnung, dass es keineswegs selbstverständlich ist, dass ich so bin. Das meine ruhige Art, ein dunkles Geheimnis birgt... eine schwere Kindheit, in der ich so viele Tränen geweint habe, dass es ein Meer bilden könnte...

Jammern? Nein, gejammert hab ich nie... es erstaunt mich selbst wenn ich die Jugend von heute sehe, aber ich hab als Kind immer wieder daran gedacht, dass ich es viel schlechter haben könnte. War dankbar dass ich gesund bin, dass ich ein Dach über den Kopf habe... ich war dankbar worüber ich dankbar sein konnte... ich habe immer nur das Gute gesehen und daran fest gehalten... die Schuld immer nur mir selbst gegeben...

Und heute?
Was soll ich sagen.
Obwohl alles vorbei ist, fühle ich mich immer noch einsam. Ich bin immer noch allein. Ich habe immer noch Angst. Es hat sich eigentlich nicht wirklich etwas geändert... außer, dass ich heute erwachsen bin und vieles mit anderen Augen sehe.
Es gibt nunmal Dinge, die man als Kind einfach nicht versteht... heute verstehe ich es.

Und doch... stehe ich weiterhin an dieser Kreuzung, so viele Wege und ich weiß einfach nicht wohin... ich habe keine wirklichen Ziele mehr, keine wahren Träume mehr, sehe endgültig keinen Sinn mehr... schon amüsant, dabei war ich es, die früher immer jedem Ratschläge gab und sagte: "Der Sinn ist es, seinem Leben selbst einen Sinn zu geben."
Tja... früher hatte ich auch noch Hoffnungen... heute sehe ich, wie unrealistisch diese waren bzw. wie schwer erreichbar...

Klar wäre ich stark genug, einfach weiter zu machen und für das Gute zu kämpfen. Es wäre für mich kein Kraftaufwand... aber ich sehe einfach keinen Grund mehr, wozu?
Ich lebe gern, keine Frage, ich bin dankbar das ich lebe.
Aber dennoch fehlt mir der Grund... und obwohl ich suche und suche, ich finde einfach keinen.


Ich habe seit Jahren eine einzige gute Freundin, die sich aber nur melden kann, wenn es ihr schlecht geht... alle meine vielen Bekannten, sehen keinen Grund sich mal von alleine zu melden... der Mann dem mein Herz gehört, bin ich es nicht Wert zu handeln, kämpfen, wie auch immer... für meine Verwandten exestiere ich nicht, meine Eltern werden sich nie ändern...

Ich exestiere und bin da, wenn mich jemand braucht. Aber wenn ich jemanden brauche, ist niemand da... sonst bin ich nicht gewollte, zumindest hält es keiner für nötig, ein einziges Mal zu fragen, wie es mir geht. Geschweige den mal zu fragen, ob ich Lust hätte etwas zu unternehmen - außer sie haben dann einen eigenen Nutzen davon. Und nein, dass ist keine psychotie, es ist wirklich so...

Es stört mich nicht, es macht mich traurig, aber ich kann es akzeptieren.
...aber es fehlt mir vor allem deshalb der Grund, warum exestiere ich? Ich exestiere doch nur für mich allein... ich wünschte ich könnte irgendwie neu starten, was eigentlich auch möglich wäre ab März... aber, es fällt mir so verdammt schwer.
Für was?
Wenn ich doch eigentlich nur allein bin und vor mich hin lebe... sicher kann man auch allein das Leben genießen, Hobbys nachgehen, etc... aber ich denke viele hier wissen, allein sein macht nicht glücklich.

Unter Menschen gehen? Freunde finden?
Ja... wie ihr euch denken könnt, gehöre ich zu denen, die ungern unter vielen vor allem unbekannten Leuten sind. Es fällt mir schwer auf andere zu zugehen... wenn man so oft auf die Nase viel, ist es auch nicht gerade einfach...

Wünsche... ich wollte immer nur glücklich sein, einfach zufrieden. Und mein sehnlichster geheimer Wunsch als Kind, war immer den einen finden. Dieser eine Mann der nur mich liebt, mich so nimmt wie ich bin und mich genau deswegen liebt... aber ich habe mittlerweile verstanden, dass diese "Liebe" von der ich träumte, nicht exestiert....

Was ich heute wollen würde?
Seit meiner Kindheit an liebe ich Tiere. Ich würde so gern jemandem ein gutes zu Hause bieten, aber nicht einem Tier könnte ich es wirklich (artge)recht machen... wie auch in einer kleinen Wohnung wo kaum Platz ist? Tiere gehören nicht in eine Wohnung... Nicht mal diesen Wunsch kann ich mir erfüllen... es gäbe Möglichkeiten? Ja, aber die habe ich nicht - ist ja nicht so, als hätte ich nicht danach gesucht.

Warum ich hier schreibe... warum so wirr schreibe... weil es meine Gefühlswelt wiederspiegelt... ein reines Chaos.

Wer bis hierhin gelesen hat - dem danke ich.
Bei dem, der denkt, dass es Zeitverschwendung war - entschuldige ich mich.

Was ich nun erwarte? Nichts... gar nichts. Außer vielleicht Sätze, dass ich aus diesem Loch rauskommen soll... respekt an die Menschen, die den Kopf noch so hoch tragen können.

hey🙂
ich kann es vollkommen nachempfinden und fühle so ähnlich!
du hast es sehr gut beschrieben...
fühle dich gedrückt...
lg mell
 
Ich kann dich nur zu gut verstehen, auch ich habe diese Erinnerungen in mir. Sie schmerzen am meisten, wenn ich mein Leben mit dem anderer vergleicht. Manchmal tut mir allein der Anblick einer Familie, die im Garten lachend beim Essen zusammensitzt, so weh, dass ich schnell weitergehen muss. Ich kann den Anblick dessen, was ich nicht hatte, manchmal nicht ertragen.
Es ist, wie du es beschreibst: Das, was wir erlebt haben, treibt da unten in den Katakomben unseres Ichs umher und leider denkt es nicht daran, zu kompostieren... manchmal stößt es an unsere Eckpfeiler und diese Erschütterung schwingt sich auf, bis wir davon ganz durchgeschüttelt werden.
Ich kann dir leider keine Patentlösung sagen, ich stecke auch noch mittendrin.
Ich kann dir nicht sagen, ob es hilft, darüber zu reden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es für mich kaum auszuhalten ist, wenn andere diese meine Geheimnisse kennen. Ich fühle mich dann angreifbar, schutzlos.
Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen dir nicht glauben können, was du erzählst, weil es nicht zu dem passt, der du heute bist.
Sie sehen immer nur, was außen ist, nicht was innen ist.
Ob du innen im tiefen Loch sitzt und nur den kalten Regen über dein gesenktes Haupt in den schwarzen Schlamm am Grunde deiner Seele tropfen lässt, das kommt draußen nicht an.

Ein kleiner Hinweis noch: Die Liebe, die du schilderst ist die grenzenlose Liebe einer erträumten Mutter (oder eines erträumten Vaters) zu einem Kind. Ich habe lange Zeit meines Lebens ebenso wie du gesucht und nicht gefunden. Das war meiner Angst vor Bindung geschuldet und dem Gefühl, niemals "das Richtige" gefunden zu haben - es gab keinen Menschen, der das war, was ich suchte. Bis mir klar wurde, dass das kleine Mädchen in meinem Herzen eine Mama und einen Papa suchte und ich das mit "Beziehungsliebe" durcheinandergewürfelt hatte...
Vielleicht hilft dir der Gedanke ein bisschen.

Ich drück dich in Gedanken ganz lieb,
Joey
 
Kennt ihr das? Diese kleinen Momente, in denen man einfach nur da sitzt und nichts macht.
Wenn aufeinmal alles still ist, als wäre die Welt um einen herum einfach erstarrt.
Langsam schweifen die Gedanken durch das eigene Leben, über die Gegenwart, in die Vergangenheit...

...und plötzlich erinnert man sich wieder, an alles.
So viele Dinge die man verdrängt hatte... man spürt dieses unangenehme Gefühl, was besitz ergreift.

Aufeinmal sehe ich wieder alles vor mir.
Alle Momente. All das Leid.

Wie krank es doch ist... was alles passiert ist. Geschichten die kein Mensch glauben würde... Situationen die kein Mensch nachempfinden könnte... Erlebnisse, von denen niemand weiß, weil ich sie tot schwieg...

Ich war noch klein, ich war ein Kind. Aber von Anfang an musste ich lernen, wie hart dieses Leben sein kann. Ich wollte stark sein, ich wollte niemanden zeigen wie sehr es mich mit nahm, wie sehr es mich zu Boden zwang... ich war still und setzte ein Lächeln auf. Tat so, als wäre alles ok... aber kaum war ich allein, weinte ich.

Niemand weiß davon. Niemand wusste etwas...

Ich hatte jeden Tag gehofft, dass irgendjemand auf mich zu kommen würde, es sehen würde und mir endlich helfen würde... ich habe so sehr gehofft und doch, wurde ich mit allem allein gelassen.

Heute sehe ich meine Mutter vor mir, hör sie darüber reden... sie kommt nicht einmal auf die Idee, was diese Erlebnisse mit mir gemacht haben. Sie hat nie gesehen, wie schlecht es auch mir ging... sie sah immer nur ihr eigenes Leid.

Ich war doch noch ein Kind.
Allein gelassen... keine Liebe, keine Geborgenheit, keine Wärme... glauben Erwachsene den wirklich, dass Kinder so blind sind? Das Kinder nicht verstehen was da vor sich geht? Das Kinder nicht genauso Angst und Leid spüren? Noch viel mehr wahr nehmen können, als es Erwachsene jemals könnten?

Ich hab alles gesehen, ich hab alles mitbekommen, einfach alles! Es hat mir Angst gemacht, es hat mir weh getan...

Und hätten die familären Probleme nicht gerreicht, gab es noch Probleme in der Schule... weil ich keine Familie hatte, waren Freunde für mich das Wichtigste... und genau diese Freunde, nutzen mich aus, belogen mich, liesen mich stehen und zeigten mir, dass man niemanden wirklich trauen kann.

Wenn ich so nachdenke, war ich immer allein... wenn es mir schlecht ging, war nie jemand für mich da... und das hat sich bis heute nicht geändert.

Wieder versuche ich diese Gefühle zu verdrängen, diese Geschichten...
Aber es ist alles passiert, alles. Und niemand, niemand hat auch nur eine Ahnung...

So viel, so verdammt viel ist passiert... ich, ich war doch noch ein Kind.

Und heute muss ich mit den Folgen leben. Muss mit Komplexen und Ängsten kämpfen... ja, man kann daran arbeiten, aber jeder der das kennt, weiß wie schwer das ist. Wirklich los, wird man diese Gedanken und Gefühle nie...

Ich habe immer nur eingesteckt und geschwiegen... ich wollte stark sein.
Ich bin meinen Weg alleine gegangen und hab jede Hürde alleine gemeistert. Ganz allein...

Oft habe ich von anderen zu hören bekommen, dass sie mich bewundern... dass sie gerne so stark wären wie ich, so unabhängig... doch sie wissen nicht, was diese Kraft für einen Preis hat...

Ich dachte ich hätte meine Vergangenheit verarbeitet, aber ich muss einsehen, dass das einzige was ich getan habe... reine Akzeptanz war. Noch immer schleife ich diese Lasten mit mir herum, weil ich einfach nicht los lassen kann... Ich bin im Herzen immer noch dieses kleine Mädchen, was doch nur etwas Liebe wollte... was doch einfach nur glücklich sein wollte.

Aber egal was ich tat, es war niemals genug.
Egal was ich versuchte, es war nie Richtig.
Und egal wie sehr ich mich bemühte, es wurde nicht wahr genommen...
Es wurde nur immer weiter und weiter auf mich eingetreten...
Und egal wie oft ich am Boden lag und mich unter Schmerzen wieder aufquälte, mich an meinen Glauben klammerte und weiterhin versuchte ein guter Mensch zu sein... ich machte immer weiter... immer mit dieser Hoffnung, dass eines Tages alles gut wird.

Ich habe so fest daran geglaubt... es hat mir Kraft gegeben.

Ich war noch ein Kind, als ich aus meiner Kindheit gerissen wurde. Als mir gezeigt wurde wie die Realität aussieht. Plötzlich zerbrach mein Glaube, er würde mir eiskalt aus den Händen gerissen... und je älter ich wurde, desto klarer wurde meine Sicht.
Langsam fing ich an zu verstehen... und doch, kämpfte ich.

Immer wieder wurde mir gesagt, dass ich anders sei. Nicht so wie die anderen in meinem Alter... ich war ihnen immer einige Schritte vorraus. Ich war genau wie sie, aber ein Teil von mir wurde schon erwachsen... Ich war genau wie sie im Herzen Kind, aber im Kopf wuchs ich, von Tag zu Tag...

...und dann gehe ich vor die Tür, sehe die Sonnenstrahlen, ein Tier, spüre den Wind und freue mich. Ich bin einfach glücklich... die Welt kann so schön sein...

Kennst du das? Wenn du dich in die Wiese sitzt und das frische Gras im Frühling zwischen deinen Fingern spürst? Kennst du dieses Gefühl, wenn dir die Sonne ins Gesicht lacht und der Wind sanft um dich weht? Kennst du das, wenn ein Tier an dir vorbei läuft.... und du bist einfach fröhlich? Es ist so schön... alles...

Ich bin erwachsen und doch ein Kind.
Ich möchte los lassen, doch ich schaffe es nicht.
Wie soll ich das alles jemals vergessen?

Ich habe Angst. Ständig... Wovor? Ich weiß es nicht... es ist einfach dieses Gefühl, was mich in gewissen Situationen überkommt. Immer dann, wenn es um etwas Neues geht... immer dann, wenn ich verletzt werden könnte...

Vielleicht war es ein Fehler, dieses Schweigen... vielleicht hätte ich einmal jemanden alles erzählen sollen... aber gäbe es auch nur einen Menschen, der dann auch nur annähernd nachvollziehen könnte, wie das ist?
Die Male wo ich versuchte Hilfe zu finden, wurde ich immer nur belächelt... ich wurde als Kind abgestempelt, was übertreibt, weil es ja noch keine Ahnung vom Leben hat. Das lag ja alles nur an der Pupertät...


Ich finde es manchmal komisch, wenn ich unter Menschen bin und sie mich wahr nehmen, wie selbstverständlich. Als ruhige angenehme Person, die immer freundlich und höflich ist... und sie haben keine Ahnung, dass es keineswegs selbstverständlich ist, dass ich so bin. Das meine ruhige Art, ein dunkles Geheimnis birgt... eine schwere Kindheit, in der ich so viele Tränen geweint habe, dass es ein Meer bilden könnte...

Jammern? Nein, gejammert hab ich nie... es erstaunt mich selbst wenn ich die Jugend von heute sehe, aber ich hab als Kind immer wieder daran gedacht, dass ich es viel schlechter haben könnte. War dankbar dass ich gesund bin, dass ich ein Dach über den Kopf habe... ich war dankbar worüber ich dankbar sein konnte... ich habe immer nur das Gute gesehen und daran fest gehalten... die Schuld immer nur mir selbst gegeben...

Und heute?
Was soll ich sagen.
Obwohl alles vorbei ist, fühle ich mich immer noch einsam. Ich bin immer noch allein. Ich habe immer noch Angst. Es hat sich eigentlich nicht wirklich etwas geändert... außer, dass ich heute erwachsen bin und vieles mit anderen Augen sehe.
Es gibt nunmal Dinge, die man als Kind einfach nicht versteht... heute verstehe ich es.

Und doch... stehe ich weiterhin an dieser Kreuzung, so viele Wege und ich weiß einfach nicht wohin... ich habe keine wirklichen Ziele mehr, keine wahren Träume mehr, sehe endgültig keinen Sinn mehr... schon amüsant, dabei war ich es, die früher immer jedem Ratschläge gab und sagte: "Der Sinn ist es, seinem Leben selbst einen Sinn zu geben."
Tja... früher hatte ich auch noch Hoffnungen... heute sehe ich, wie unrealistisch diese waren bzw. wie schwer erreichbar...

Klar wäre ich stark genug, einfach weiter zu machen und für das Gute zu kämpfen. Es wäre für mich kein Kraftaufwand... aber ich sehe einfach keinen Grund mehr, wozu?
Ich lebe gern, keine Frage, ich bin dankbar das ich lebe.
Aber dennoch fehlt mir der Grund... und obwohl ich suche und suche, ich finde einfach keinen.


Ich habe seit Jahren eine einzige gute Freundin, die sich aber nur melden kann, wenn es ihr schlecht geht... alle meine vielen Bekannten, sehen keinen Grund sich mal von alleine zu melden... der Mann dem mein Herz gehört, bin ich es nicht Wert zu handeln, kämpfen, wie auch immer... für meine Verwandten exestiere ich nicht, meine Eltern werden sich nie ändern...

Ich exestiere und bin da, wenn mich jemand braucht. Aber wenn ich jemanden brauche, ist niemand da... sonst bin ich nicht gewollte, zumindest hält es keiner für nötig, ein einziges Mal zu fragen, wie es mir geht. Geschweige den mal zu fragen, ob ich Lust hätte etwas zu unternehmen - außer sie haben dann einen eigenen Nutzen davon. Und nein, dass ist keine psychotie, es ist wirklich so...

Es stört mich nicht, es macht mich traurig, aber ich kann es akzeptieren.
...aber es fehlt mir vor allem deshalb der Grund, warum exestiere ich? Ich exestiere doch nur für mich allein... ich wünschte ich könnte irgendwie neu starten, was eigentlich auch möglich wäre ab März... aber, es fällt mir so verdammt schwer.
Für was?
Wenn ich doch eigentlich nur allein bin und vor mich hin lebe... sicher kann man auch allein das Leben genießen, Hobbys nachgehen, etc... aber ich denke viele hier wissen, allein sein macht nicht glücklich.

Unter Menschen gehen? Freunde finden?
Ja... wie ihr euch denken könnt, gehöre ich zu denen, die ungern unter vielen vor allem unbekannten Leuten sind. Es fällt mir schwer auf andere zu zugehen... wenn man so oft auf die Nase viel, ist es auch nicht gerade einfach...

Wünsche... ich wollte immer nur glücklich sein, einfach zufrieden. Und mein sehnlichster geheimer Wunsch als Kind, war immer den einen finden. Dieser eine Mann der nur mich liebt, mich so nimmt wie ich bin und mich genau deswegen liebt... aber ich habe mittlerweile verstanden, dass diese "Liebe" von der ich träumte, nicht exestiert....

Was ich heute wollen würde?
Seit meiner Kindheit an liebe ich Tiere. Ich würde so gern jemandem ein gutes zu Hause bieten, aber nicht einem Tier könnte ich es wirklich (artge)recht machen... wie auch in einer kleinen Wohnung wo kaum Platz ist? Tiere gehören nicht in eine Wohnung... Nicht mal diesen Wunsch kann ich mir erfüllen... es gäbe Möglichkeiten? Ja, aber die habe ich nicht - ist ja nicht so, als hätte ich nicht danach gesucht.

Warum ich hier schreibe... warum so wirr schreibe... weil es meine Gefühlswelt wiederspiegelt... ein reines Chaos.

Wer bis hierhin gelesen hat - dem danke ich.
Bei dem, der denkt, dass es Zeitverschwendung war - entschuldige ich mich.

Was ich nun erwarte? Nichts... gar nichts. Außer vielleicht Sätze, dass ich aus diesem Loch rauskommen soll... respekt an die Menschen, die den Kopf noch so hoch tragen können.

100%ige Zustimmung.

Mir geht es ganz genau so. Du bist also nicht allein! 🙂

Leider weiß ich auch nicht mehr was ich dazu schreiben könnte. Ich würde dir gern helfen, wenn ich könnte, aber ich kann gerade nur schreiben dass ich bei dem Text mehrfach dachte: "100% genau so" und vielleicht hilft dir das bei deinem Problem nicht ganz allein zu sein ja auch schon!
 
Du hast sovieles auf den Punkt gebracht.
Mein Weltbild war früher ein anderes, ich konnte mir gar nicht vorstellen wie sie wirklich ist, ich muss jeden Tag neu reloaden, damit es passt.

Ich kann nur sagen unsere Welt verändert sich ständig und manchmal passiert uns Gutes und daran erfreue ich mich.
 
Liebe yoru,

dein text hat mich sehr berührt.
Ich glaube wir haben wirklich viel gemeinsam denn auch ich habe so viel schlimmes zu hause erlebt.
Die hysterischen anfälle meiner mutter, die schrecklichen szenen zwischen meinen eltern, keine liebe, keine anerkennung...
Was uns unterscheidet ist wahrscheinlich die art wie wir damit umgegangen sind.
Ich habe mich in mich zurückgezogen, habe fast nie geweint obwohl ich bestimmt unglücklich war. Aber meine bedürfnisse wurden ja von anfang an im keim erstickt, auch das bedürfnis zu fühlen. Ich durfte nicht traurig oder wütend sein, mich nicht freuen. Ich hatte unauffällig und folgsam zu sein.
Ich hatte ganz viele jahre auch im erwachsenenalter (bin ja wesentlich älter als du) keinen richtigen zugang zu meinen emotionen. Es gab auch keine sehnsucht nach liebe und zärtlichkeit.
Ich bin ein mensch ohne bindung. Für einzelne kann ich tiefe zuneigung empfinden, aber jemandem emotional wirklich nah sein kann ich nicht.
Das ist bei dir vielleicht anders.
Ich wünsche dir das du über all das leid hinwegkommst. Ich weiß das das schwer ist denn verdrängen geht auf dauer nicht. Die vergangenheit holt einen doch immer wieder ein. Immer dann wenn man merkt das man anders ist als andere.
 
Hallo Yoru!

Es ist gut, dass du das mal alles niedergeschrieben hast, das ist der erste Schritt auf dem richtigen Weg!

Du musst dir klar werden, dass alles was passiert ist, Vergangenheit ist. Du bist ein gebranntes Kind, das das Feuer scheut. Du musst erst lernen, dass Feuer nicht nur verletzen kann, sondern auch Wärme ausstrahlt und ich bin überzeugt, dass Jemand mit deinem Charakter auch Menschen finden wird, die dich zu schätzen wissen, es geht gar nicht anders! 🙂

Du bist kein kleines Kind mehr, du bist eine erwachsene Frau, identifiziere dich nicht mit dem was war, sondern mit dem was du jetzt bist und was du werden wirst, deine Vergangenheit hat keine Zukunft, nur in der Gegenwart kannst du was verändern!
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
Leere?Zukunft Sachen,die ich weiss,aber.... Leben 33

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben