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Erstes Jahr im Studium vermasselt

harph123

Neues Mitglied
Hallo liebe Hilferuf Mitglieder,

Ich habe im Oktober mein Informatik Studium begonnen und es total vermasselt. Ich habe bis jetzt nur ein Fach bestanden und da auch nur eine schlechte Note bekommen.
Ich war am Anfang des 1. Semester sehr überfordert mit den wöchentlichen Übungsblättern in HM(HöhereMathematik) und LA(Lineare Algebra). Ich habe fast alle Übungsblätter bei einem Freund wöchentlich abgeschrieben um den Übungsschein zu bekommen. Ich bin seid meinem Abschluss in Luxemburg extremst faul geworden und fühle mich ehrlich gesagt viel dümmer als ich noch in der Schule war. Ich hatte 8-9 Abschlussexamen im Juni letzten Jahres und habe für etwa die Hälfte der Abschlussexamen am Tag vorher von morgens bis abends gelernt und habe alle meine Abschlussexamen bestanden.
Ich habe auch kaum Vorlesungen besucht und auch keine Tutorien, es ist mir peinlich dies zuzugeben und ich frage mich was mit mir los war aber ich habe sicherlich insgesamt nicht mehr als 20mal eine Vorlesung oder ein Tutorium besucht in einem GANZEN Jahr.
Ich weiss echt nicht was mit mir los ist. Ich rede mir ständig ein dass ich alles nachhole, tus aber nicht. Wenn ich dann die Sachen nachhole sitze ich da und verstehe den Stoff überhaupt nicht. Es kommt mir so vor als wenn es noch zu Schulzeiten wäre, ich diesen Stoff verstehen würde aber momentan kommt es mir so als wäre ich irgendwie mental blockiert..
Ich habe in paar Wochen meine Klausur zur Linearen Algebra. Ich habe mich in den letzten Tagen bereits mehrfach dahin gesetzt und probiert den Stoff zu verstehen aber vergebens. Es liegt daran dass ich einfach das ganze Jahr über keines der Übungsblätter selbst gemacht hab, keine Tutorien besucht, keine Vorlesungen.
Ich habe schon überlegt ob ich das Studium abbrechen soll aber ich habe kein Plan was ich sonst machen kann.
Momentan bin ich 21 Jahre alt und habe Angst dass ich dann mit 30 noch am studieren bin..

Informatik interessiert mich von allen Studiengängen am meisten, doch leider konnte ich letztes Jahr meinen inneren Schweinehund nicht besiegen.
Ich überlege momentan ob es "klug" wäre das Studium an der selben Uni quasi "neu" anzufangen.
Mich zu den Erstis gesellen und dann halt die Fächer des 1. Semesters zu machen und mit einer Lerngruppe die Übungsblätter jede Woche zu machen und jedes Tutorium zu besuchen. Eigentlich brauche ich die Übungsblätter nicht machen da ich die Übungsscheine schon besitze, aber ich glaube es wäre sehr wichtig für mich da am Ball zu bleiben und mich dran zu gewöhnen jede Woche zu studieren. Ich würde also mein ganzes Studium um 2 Semester verlängern und eigentlich wieder als "Ersti" anfangen.

Liebe Hilferuf Mitglieder , denkt ihr dass dies eine gute Idee wäre? Ich bin fest davon überzeugt dass ich die selben Fehler nicht nochmal machen werde.
Außerdem probiere ich zu verstehen warum ich mich jetzt nach der Schule einfach "dümmer" bin als vorher.. soll ich mir evtl. Hilfe holen falls da irgendwie eine mentale Blockade wäre?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo harph123,

ein Studium ist oft eine Umdisponierung. Man muss seine Zeit und seine Stundenpläne selbst einteilen, das Lernniveau ist oft anders als noch zu Schulzeiten. Es gibt viele, die damit überfordert sind, sich dumm fühlen zwischen all den „fleißigen“ Lernern und/oder letztlich sogar abbrechen. Deine Empfindungen sind also normal, insofern, dass du dich womöglich von diesen riesigen Lernmengen abgeschreckt fühlst und diesen, und damit auch den Vorlesungen an sich, aus dem Weg gehen möchtest. Das ist zumindest mein Eindruck.

Wenn dich Informatik wirklich interessiert, mach weiter. Scheue dich nicht, Veranstaltungen zu wiederholen, und damit länger zu studieren. Informatik ist ein begehrtes Fach, da sollten auch ein paar „Ehrenrunden“ nicht viel ändern. Du weißt zumindest nun, was dich erwartet. Vielleicht ist gerade das ein Ansporn für dich?

Erst wenn du so gar nicht voran kommst, würde ich mir Gedanken machen, ob das Fach auch wirklich das Richtige ist. Du könntest dir diesbezüglich Tipps (womöglich auch zur Alternativensuche) bei der Studienberatung, ggf. der psychologischen Beratung an deiner Uni, wenn ihr so etwas habt, einholen. Etwas zu studieren, das einen nur unglücklich macht und überfordert, sollte nicht der Weg sein.

BG
 
Ich war am Anfang des 1. Semester sehr überfordert mit den wöchentlichen Übungsblättern in HM(HöhereMathematik) und LA(Lineare Algebra).

[...]

Ich überlege momentan ob es "klug" wäre das Studium an der selben Uni quasi "neu" anzufangen.
Mich zu den Erstis gesellen und dann halt die Fächer des 1. Semesters zu machen und mit einer Lerngruppe die Übungsblätter jede Woche zu machen und jedes Tutorium zu besuchen.
Ich finde prinzipiell, dass es eine gute Idee ist, den Resetknopf zu drücken und sich den Druck zu nehmen alles in der Regelstudienzeit schaffen zu müssen. Die Frage ist allerdings, ob du es vielleicht deswegen nicht schaffst, weil es dir eben nicht liegt. Nimm dir doch mal die ersten zwei, drei Übungsblätter und versuch sie mit deinen Unterlagen selbstständig zu lösen. Kriegst du das problemlos hin?

Ich habe schon überlegt ob ich das Studium abbrechen soll aber ich habe kein Plan was ich sonst machen kann.
Momentan bin ich 21 Jahre alt und habe Angst dass ich dann mit 30 noch am studieren bin..

Give me six hours to chop down a tree
and I will spend the first four sharpening the axe.



Bevor du dich in eine nächste Katastrophe stürzt, solltest du deinen nächsten Schritt sehr gut überlegen. Du kannst ein Jahr oder ein Semester mit einem FSJ, Jobs oder Reisen überbrücken. Nimm dir die Zeit, atme tief durch und bereite dich gut geplant auf deinen nächsten Schritt vor.

Sonst kann es dir nämlich passieren, dass du vor lauter Druck die falsche Entscheidung triffst, 12 Semester etwas studierst, das dir nicht liegt, verzweifelt abbrichst und mit 30 tatsächlich blöd dastehst.

Liebe Hilferuf Mitglieder , denkt ihr dass dies eine gute Idee wäre? Ich bin fest davon überzeugt dass ich die selben Fehler nicht nochmal machen werde.
Was du schreibst, überzeugt mich nicht. Es ist leicht, sich einzureden, dass beim nächsten Mal alles besser wird. Eigentlich hätte dir spätestens im zweiten Semester auffallen müssen, dass das erste nicht gut gelaufen ist. Das wäre schon der Punkt gewesen, an dem du es hättest besser machen können, aber du hast es weiter schleifen lassen.
 
Was du schreibst, überzeugt mich nicht. Es ist leicht, sich einzureden, dass beim nächsten Mal alles besser wird. Eigentlich hätte dir spätestens im zweiten Semester auffallen müssen, dass das erste nicht gut gelaufen ist. Das wäre schon der Punkt gewesen, an dem du es hättest besser machen können, aber du hast es weiter schleifen lassen.

Ich verstehe dass man sich das leicht einreden kann und ich hätte definitiv mich im 2. Semester am Riemen reissen sollen. Ich werde trotzdem das nächste Semester antreten und wenn ich die Klausuren schaffe werde ich im Studium bleiben, und falls nicht, werde ich dann mit dem Studium aufhören und ein anderes Studium/anderen Weg einschlagen
 
Ich verstehe dass man sich das leicht einreden kann und ich hätte definitiv mich im 2. Semester am Riemen reissen sollen. Ich werde trotzdem das nächste Semester antreten und wenn ich die Klausuren schaffe werde ich im Studium bleiben, und falls nicht, werde ich dann mit dem Studium aufhören und ein anderes Studium/anderen Weg einschlagen
Gut, mach das. Vielleicht überlegst du dir trotzdem jetzt schon einmal einen Plan B, damit du in einem halben Jahr eventuell nicht doch überrollt wirst.
 

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