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Erstaunlich

  • Starter*in Starter*in fachi
  • Datum Start Datum Start
F

fachi

Gast
Hi an alle,

also ich schmöker hier seit Tagen durch und dabei fällt mir immer mehr auf wieviel gerade sehr junge Menschen keinen Bock mehr haben, alles als sinnlos sehen oder Depris haben.

Ich frage mich, wieso ist das so?

Ich finds irgendwie auffällig, was meint Ihr?
 

Hallo fachi,

schau mal hier: Erstaunlich. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo Petra,

hm, gute Frage...
Also ich denke, das liegt daran, dass man einerseits wahnsinnig viele Möglichkeiten hat, andererseits ist man aber sehr auf sich allein gestellt.
Man kann seine Zeit mit so vielen Dingen tot schlagen aber immer ist diese Stimme im Hinterkopf, die nie so richtig zufrieden ist und mir einredet, dass etwas anderes zu tun noch mehr Spaß machen würde.
Das andere, die (relative) Unabhängigkeit, ist denk ich auch etwas, womit viele nicht richtig klar kommen. Das erkennt man immer an der Frage: "Was soll ich tun". Soll - das ist der Wunsch, jemand anderes würde mir meinen Willen vorgeben. Wo Lebensläufe sich früher oft wie ein Ei dem anderen glichen, finden sie sich heute in den unterschiedlichsten Variationen. Dadurch gibt es kaum noch zuverlässige, mehrfach erprobte Vorbilder mehr, nur noch Einzelfälle.

Der Verlust der Zwänge wird auch noch durch die technischen Neuerungen unterstützt. Früher traf man sich real in der Stammdisko um sich zu unterhalten, heute schaltet man das Internet ein und klickt sich virtuell durch diverse Foren. Der Unterschied: Man sucht heute viel gezielter und erfolgreicher nach Gesprächspartnern mit den gleichen Interessen. Das führt aber zunehmend zu einem Tunnelblick, wo man Dinge die außerhalb der aktuellen Interessen liegen, gar nicht mehr mitbekommt. Die Folge ist eine "Nichts macht mir Spaß"-Sichtweise. Unbekanntes ist leichter zugänglich, wenn es an mich heran getragen wird, als wenn ich es selbst finden will.
Eine weitere Ursache für den Sinnverlust ist diese hoch gelobte ständige Erreichbarkeit per Hänndie. Da hat man sich früher für den Abend etwas vorgenommen und wenn bis dahin etwas anderes hätte dazwischen kommen können, dann wurde das eben verschoben, denn man hatte ja schon was vor. Heute ist bei geplanten Vorhaben praktisch bis zur letzten Minute eine kurzfristige Absage möglich. Im Grunde wird heute gar nichts mehr fest vereinbart, sondern "mal sehen, was sich ergibt". Nicht selten ergibt sich dann erst Recht nichts mehr.

So, das sind erst mal meine Gedanken dazu, mir schwirrt noch einiges im Kopf herum, wie Versinglelung der Gesellschaft, Verlust von Werten, Reizüberflutung... na, ich bin mal gespannt, was hier noch alles für Gründe genannt werden.

Viele Grüße,
Jens
 
Immer mehr Jugendliche erkennen, dass das Leben kein Eis Schlecken mehr ist und sie sich einfach Sorgen machen, genauso wie ich. Schlimm finde ich das nicht, Sorgen machen kann man sich aber auch nur in einem begrenzten Maße, wenn beim einen oder anderen sogar Selbstmordgedanken hoch kommen weil sie nicht mehr weiter wissen ist das traurig, dass unsere doch so hochinteligente und hochentwickelte Gesellschaft sowas nicht auf die Reihen bekommen. Wir haben zwar die tollsten Entwicklungen und Erfindungen doch beim Thema Mensch & Gefühle tappen wir noch immer im Dunkeln.
 
Hi,
jau ich geb Jens sowohl als auch cien recht.
Das sind alles wichtige Aspekte.

Wenn man so guckt wie die Loids früher gelebt haben, dann fällt auch auf, finde ich, das die gar nicht soviel Zeit zum Nachdenken hatten.

Da musste man arbeiten, seine Bedürfnisse befriedigen, das Feld bestellen, den Hof versorgen, kurz, vor lauter Beschäftigung kam man nicht auf "dumme Gedanken".

Früher hatten die Loids sicher keine Zeit sich über den Sinn des Lebens Gedanken zu machen.

Heute haben wir Massenarbeitslosigkeit, viele Jugendliche haben schlechte Perspektiven, und ganz wichtig: Die Gesellschaft ist durch Wohlstand und so weiter immer egoistischer geworden.

Ich denke, dass ist eines der grössten Hauptprobleme.

Und im Moment sieht es ja auch nicht gerade so aus, als wenn sich an unserer wirtschaftlichen, oder arbeitsmarktmisere irgendetwas verbessern würde.

Und ich finde viele Eltern haben einfach zu wenig Zeit für ihre Kids.
Haben nicht die Geduld oder Muße ihnen mal RICHTIG zuzuhören.

Die werden mit Rechnern oder Geld abgespeist und Papa und Mama wollen ihre Ruhe über wiegend haben.

Aber gerade in der Phase der Pubertät, da wo ein Jugendlicher durch die Persönlichkeitsfindung und Entwicklung eh schon sehr labil und stimmungsschwankend ist, wo er meine ich seine Eltern am meisten bräuchte, da steht er oft alleine da. Und das ist sicherlich auch einer mit der Gründe (sicher nicht der alleinige), warum Kiddis dann auch oft zu Drogen greifen oder in schlechte Gesellschaft geraten.

Hier meinen sie verstanden zu werden, akzeptiert zu werden und erkennen vermutlich erst spät das das oft genug ein Trugschluss ist.

Bin gespannt, wie ihr das seht...

Grüsse,

Petra
 
Hallo Petra,

genau so ist das, wer seine Beschäftigung hat, ist meistens zufriedener als einer ohne Beschäftigung. Wo früher jede helfende Hand gebraucht wurde, werden heute immer öfter Maschinen eingesetzt. Warum sollte auch ein Mensch eine Arbeit machen, die eine Maschine viel besser kann?

Das nächste Problem ist, wie du schon sagtest, der Egoismus. Klar, ohne Eigennutz würde keiner mehr arbeiten wollen, aber lässt man dem Egoismus freien Lauf, bekommen nur die noch mehr, die schon zuviel haben.

Irgendwo inmitten dieser chaotischen Welt sucht nun ein junger Mensch einen Platz für sein Leben. Aber woran soll man heutzutage noch festen Halt finden? Wichtigen Zielen und Werten stehen Hindernisse gegenüber z.B.:
Eigene Familie - Unabhängigkeit und Flexibilität im Beruf
Vergnügen, Wohlstand - das nötige Kleingeld
Selbstverwirklichung - Zeitmangel

Egal, wofür man sich entscheidet, es wird nie das Richtige sein...
Sicher wird das ÜBERleben einfacher, je weiter sich die Menschheit entwickelt, aber das Leben ansich wird irgendwie immer komplizierter. Und ebenso scheint eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens immer schwerer zu finden zu sein...

Viele Grüße,
Jens
 
Hi Jens,

die Frage nach dem Sinn des Lebens ist doch gar nicht so schwierig.

Man muss sich nur entscheiden, ob man diese Grafe rational oder aus religiöser Sicht beantworten will.

Und man muss natürlich wissen, die absolut richtige Antwort kann es nicht geben.

Aus rationaler Sicht gibt es keinen Sinn in dem Sinne, denk ich.
Zwei Menschen treffen sich, pflanzen sich fort, Du entstehst und lebst einfach, irgendwann stirbst du und der Kreislauf schliesst sich.
Zeugung,Geburt,Leben,Tod.

Du Kommst aus dem Nichts und Du gehst wieder ins Nichts.

Aus religiöser Sicht ist es etwas anders zu betrachten. Hier muss man Geist und Körper als zwei getrennte Einheiten betrachten, die nur im irdischen Leben verbunden sind.

Ziel unseres Wandelns auf Erden ist es Eine hohe geistige Ebene in der Spirituellen Welt zu erlangen. Das nennt man Karma. Du wirst sooft reinkarniert (wiedergeboren), bis du diese geistige Ebene in der spirituellen Welt erreicht hast. Dann wirst Du zu einem geistigen Führer.

Das war jetzt Kurzform, es gibt reichlich Internetseiten und Bücher darüber.
Wenn Du mehr darüber wissen willst, fang mit Paul Meek an, das ist ein´Medium, dem bis heute die Wissenschaft nicht beikommen konnte und nicht erklären konnte, wie er in der Lage ist Dinge über Leute zu wissen, die er eigentlich nicht wissen kann.
Paul Meek ist ein Medium, wo man hingehen kann und Kontakt zu seinen Vestorbenen aufnehmen kann. Dieser Mann und seine Sizungen sind selbst für Wissenschaftler sehr beindruckend und unerklärlich bis heute.

Er lebt davon, aber für Arme hält er diese Sitzungen umsonst ab.
Sonst nimmt er für Abende 15 Euro.

Also um die Kohle gehts wohl nich in erster Linie.

Das ist meine persönliche Antwort in Kurzform auf den Sinn des Lebens 😉

Grüsse,

Petra
 
Hallo

Vielleicht liegt es einfach daran, weil dieses Forum hilferuf heißt. Sich hier in erster Linie Leute einklicken die ein Problem haben und jüngere Menschen öfters Zugang zum Netz haben als ältere.
Mag sein daß dieser Gedanke zu einfach ist, schon möglich.
Allerdings denke ich nicht daß es "früher" besser war als jetzt oder umgekehrt, jede Zeit hat was gutes und was schlechtes. Wir haben viele Errungenschaften die uns das Leben erleichtern, ist doch klasse, also ich möchte nicht darauf verzichten müssen. Wer hindert uns daran trotzdem Verabbredungen einzuhalten, in eine Stammdisco zugehen, mit Menschen zu reden....keiner. Zu jeder Zeit war die wirtschaftliche Lage schlechter als sie die letzte Zeit ist.
Bin der Meinung die heutige Jugend ist nicht schlechter drauf als die Jugenden vor ihr. Sie hat allerdings den Vorteil unserer Zeit sich mehr mitteilen zu können.

Grüße Bungay
 
Hallo,

fachi meinte:
die Frage nach dem Sinn des Lebens ist doch gar nicht so schwierig.

Man muss sich nur entscheiden, ob man diese Grafe rational oder aus religiöser Sicht beantworten will.
also ich beantworte mir diese Frage rational. Mit religiösen oder auch esoterischen Ansätzen kann ich nichts anfangen, um so erstaunlicher ist meine Antwort auf diese Frage. Meine rationale Antwort unterscheidet sich nämlich nicht großartig von der Antwort aus christlicher Sicht: "Der Sinn des Lebens ist, zu Lieben"

Ich denke, es ist egal ob man das für ein Gebot Gottes hält, oder für das letztendliche Ziel auf dem Weg zum Glück. Ich denke, das ist das Selbe.

@Bungay: Eine einfache, aber gute Antwort hast du da gegeben! Ich denke auch, dass das ein wichtiger Grund ist.
Überhaupt scheint mir, dass du dir viel Mühe mit deinen Beiträgen gibst. Gefällt mir, mach weiter so! ;-)

Viele Grüße,
Jens
 

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