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Erfüllende Sexualität nach PTBS möglich? TRIGGER

PTBS gehört in professionelle Hände.
Du solltest Dich sofort wieder in Therapie begeben.
Ohne eine Therapie wird Dein psychischer Schaden nicht behoben werden.

Du gibst Deine Therapie auf und fragst dann hier, wie Du Dir helfen kannst... paradox, oder ?
Weisheiten hier im Forum spenden vielleicht Trost und geben noch zusätzliche Rückendeckung.
Eine Therapie ersetzen tun diese aber nicht.
 
deine frage gehört nicht in ein laienforum.

ebenso kann das internet keinen therapeuten ersetzen.

such dir therapeutische hilfe von einem realen therapeuten.
 
Liebe Ballooon,

ich teile die Meinung, dass Du bei Deinen Trauma unbedingt therapeutische Begleitung brauchst, wenn Du Deine Sexualität ( und wahrscheinlich hast Du auch andere Probleme…?) ernsthaft verändern willst. Im Internet gibt es zwar inzwischen auch brauchbare Therapien, doch wenn es um so heile und tiefe Wunden geht, denke ich benötigt Mensch Menschlichen Kontakt, Begleitung. Du solltest Dich auf keinen Fall um ersten Therapieversuch entmutigen lassen, denn bei Psychotherapeuten ist es genauso wie bei anderen Menschen ( die Chemie muss stimmen !!) nur noch wichtiger. Ratschläge erteilt bekommen und ein Gehör zu finden, sind zwar in unserer Gesellschaft schon viel wert, doch bei Dir geht es darum, dass Dich jemand symbolisch bei der Hand nimmt, und mit Dir noch einmal dort zurückkehrt , wo Deine Seele Deinen Körper mehr oder weniger verlassen musste, um überleben zu können. Um diesen Teil wieder flüssig ( und Dich damit immer lebendiger ) zu machen, darfst Du nicht schon wieder ALLEINE
sein, wie damals. Möglicherweise musst Du jedoch einiges an Aufwand in Kauf nehmen: ich meine jetzt nicht "nur" eine längere Reise in einer gewissen Regelmässigkeit, sondern auch verschiedene Therapeuten "ausprobieren", bzw. testen, ob Du diesem Menschen vertrauen könntest. Etwas was Du übrigens immer überprüfen musst. Denn die Gefahr, dass Missbrauchsopfer an Therapeuten geraten, von denen sie wieder missbraucht werden ( Wiederholungszwang und narzisstisch schwer gestörter Therapeut…bei Männern leider häufiger als bei Frauen) stellen eine realistische Gefahrenquelle dar. Du solltest Dir also Zeit und Energie und Geduld nehmen, einen Menschen zu finden, der bereit ist mit Dir durch den Tunnel ans Licht zu gehen. Sicher, Deine Traumata sind nicht über Nacht geheilt, und Du musst Aufwand auf Dich nehmen, doch Du wirst sehen, es lohnt sich. Lebendigeren und Ganzwerden lohnt sich fast immer, auch wenn es weh tun kann. Zwischendurch wirst Du auch gute Gefühle erleben, die je länger je mehr überhand nehmen werden. Ich wünsche Dir viel Mut, Geduld, Kraft, Erfolg Desdemonellaschall
 
Das der Mensch generell nichts dagegen tun kann , ist völliger Quatsch .

Das es viele nicht ohne Therapie schaffen etwas daran zu ämdern , sondern eher resignieren und die begleitenden Erscheinungen akzeptieren , ist Fakt .

Letztendlich muß jeder Mensch für sich selbst entscheiden .

Ich kann Dir weder den Tip geben eine Therapie zu machen , noch den Tip geben keine zu machen , ich kenne Dich nicht .

Aber ich kann Dir ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis erzählen .

Vor Jahren lernte ich einen Mann kennen , er arbeitete wie ich damals in einem Betrieb für Autozubehörteile in NRW Deutschland .
Er war sehr gebildet , also begannen wir uns tiefsinniger zu unterhalten , als es mit der übrigen Belegschaft möglich war .
Nach der Arbeit trank der Mann , jeden Tag ca. eine Flasche Wodka und ein paar Bier , je besoffener er wurde , desto teilnahmsloser und entfernter schien er mir , ich muß dazu sagen , ich trinke nichts .

Aber wir verbrachten viel Zeit miteinander , wohl weil er sonst niemanden kennengelernt hatte mit dem er sich unterhalten wollte .

Nachdem ich unablässig bohrte und ständig fragte warum er trinkt und er mir viele Gründe nannte , die aber alle in meinen Augen oberflächlich waren , rückte er irgendwann mit der Sprache raus ...

er hatte etwas Schreckliches erlebt .

Er war Schuldirektor - es kam Krieg ( damals Bosnien) folgendes geschah ...

Eine Horde feindlicher Soldaten stürmte sein Wohnhaus , er und seine Frau wurden gezwungen mitanzusehen , wie seine beiden Töchter beide minderjährig mehrmals vergewaltigt und schließlich erschossen wurden , dasselbe Schicksal ereilte seine Frau , auch da wurde er gezwungen es mitanzusehen.

Man verbrachte ihn nackt und gefesselt auf einen LKW und fuhr mit ihm in abgelegenes ländliches Gebiet , dort hielt man an einem Baum an , gab ihm einen Strick und sagte ihm, er wisse ja nun, was er zu tun habe .....und ließ ihn dort alleine.

Er fand aber den Mut nicht sich zu erhängen , sondern schwor sich aufgrund der unbändigen Wut , die Verbrecher zu finden und Rache zu nehmen .

Das konnte er aber auch nicht weil ihm die Möglichkeiten fehlten herauszufinden, wer es gewesen ist.

Ich weiß nicht ob es der Lebenswille oder der Lebensunwille war es verschlug ihn , nachdem er angeschossen wurde und selbst schwer verletzt wurde, ihm Rahmen einer Maßnahme, einer Hilfsorganisation, nach Deutschland .

Irgendwann begann er dann hier zu arbeiten .

Ich hab mich da jetzt mal kurz gefasst , weil das eigentlich nicht der Sinn der Geschichte ist , die ich Dir erzählen will.

Der Mann hat einen Therapeuten gefunden und sich in Behandlung begeben ( irgendwo läßt sich die eigene Moral und die eigene Ethik wohl nicht wegdenken oder wegsaufen )

die Erlebnisse lassen sich nicht vergessen aber sie lassen sich verarbeiten .

Was jetzt im Einzelnen geschehen ist , wie die Therapie angesetzt war , wie sie genau verlaufen ist , kann ich Dir auch nicht sagen , aber der Mann ist wieder verheiratet und hat Kinder .

Letztendlich hat er so denke ich , mit dem Kapitel seines Leben abgeschlossen und einen Neuanfang gewagt .

Ich denke ich hätte mich aufgehängt , weiß es aber nicht , habe nie so eine Erfahrung gemacht .

Ich weiß auch nicht , wie es tiefenpsycjologisch in Dir aussieht , aber ich weiß mit Sicherheit , dass er mir gesagt hat , er hätte nie gedacht wieder ein normales Leben führen zu können , hätte nie gedacht ohne ein schlechtes Gewissen wieder eine neue Familie zu haben .....er hat viel Unterstützung durch seine Frau .....Flaschbacks erfährt er heute , Jahre später noch , aber er hat gelernt damit so umzugehen , das das Leben für ihn trotzdem lebbar ist und auch wieder für ihn selbst eine Möglichkeit existiert Glück zu empfinden und nicht teilnahmslos das Gefühl zu haben daneben zu stehen .

Es hat Jahre gedauert , aber es war der richtige Weg , denke ich .

Den Weg hat er aber selbst für sich entschieden . So traurig es klingt , ich denke , ja es gibt einen Weg für Dich wieder erfüllte Sexualität zu erfahren , gehen muß Du den Weg aber selbst , ganz alleine .

Die Hilfe wird Dir zuteil, steuert aber nicht für Dich den Weg , das denke ich dazu .
 
Meist ist es so , das EMDR helfen kann, aber nicht unweigerlich hilft , es dient dazu neurologisch gesehen Bahnen in Deinem Gehirn umzulenken , die durch das, was Du erfahren hast ,entstanden sind.

Man geht davon aus das die Selbstheilungskräfte des Gehirns dazu ausreichen, die Gedankenautobahn auf der Du Dich als Traumaopfer bewegst zu durchbrechen und zwar mit Hilfe der Konzentration auf die Bewegung der Hand des Therapeuten.

Die vordergründige Erleichterung hast Du ja auch erfahren , aber das reicht halt eben nicht um das noch Unverarbeitete Potenzial Deiner Gefühlswelt , das aus der Vergangenheit und der damit verbundenen Erfahrung entstandenen Bildung Deines Standpunktes auszuhebeln , was aber notwendig wäre um neu anfangen zu können , praktisch wie ein unbeschriebenes Blatt.

Dein Partner , denke ich steht zu Dir , das ist schon einmal wichtig , aber die Tatsache , das Du Dich triggerst schafft eine neue Autobahn in Deinem Kopf und zwar die des Ertragens .

Es ist egal ob das ein beklommenes Gefühl ist was in Unheimliche / Bedrohliche geht , oder ob es ein Gefühl ist wie in die Vergangenheit versetzt zu werden und an die eigene Schuldfragestellung wieder herangeführt zu werden ......ich denke Du, verstehst was ich schreibe , ich rede offen mit Dir .

Wie können auch per PN schreiben , dazu später .

Ich bleibe hier an der Oberfläche , weil es noch öffentlich ist sehe aber einen Sinn darin , weil es andere lesen können und ggf. davon profitieren können.

Ich konstruiere mal folgende Situation . Der Honigbrötchenversuch.


Wir gehen mal davon aus Du magst total gerne Brötchen mit Honig ( wenn nicht tausche es aus - Nutella Brötchen , Müsli , Steak - egal ) es muß etwas sein was Du so gerne magst , das Du denkst , das könnte ich jeden Morgen zum Frühstück essen , weil es mir immer schmeckt .

Bleiben wir beim Brötchen ....Also nun geschieht folgendes , ich sage Dir Du bekommst kein Brötchen mehr , wenn Du nicht bereit bist zu ertragen , das ich Dir morgens vor dem Brötchenessen eine Ohrfeige gebe.

Keine feste , so das man die Finger sieht oder die Backe blau wird , sondern eine leichte , die etwas weh tut aber eben nur etwas .

Also Du bekommst nun jeden Morgen diese Ohrfeige , das ziehen wir drei Jahre durch . Du lernst innerhalb der Zeit die Ohrfeige zu ertragen , irgendwann tut sie Dir garnicht mehr weh , Du gewöhnst Dich an die Ohrfeige .

Nun , nach drei Jahren sage ich plötzlich eines Morgens zu Dir , heute kannst Du Dich freuen , die Ohrfeigenzeit ist beendet , Du kannst Dein Brötchen ohne Ohrfeige essen .

Vom Verstand her bist Du natürlich glücklich , weil Dir klar ist , diese sinnlose Ohrfeige , die Du drei Jahre ertragen hast , mußt Du nun nicht mehr ertragen . Du freust Dich und sagst das es gut ist , weil irgendwo hat Dich das echt gestört mit der Ohrfeige .Nun ißt Du Dein Brötchen .

Tatsache wird sein, das Dir das Brötchen nicht schmeckt .
Du hast das Gefühl Dir fehlt etwas, um das Brötchen geniessen zu können .

In Deinem Gehirn ist eine Autobahn entstanden ...die den Genuss nur zulässt , wenn über die Ohrfeige gefahren wird .

Nun kannst Du folgendes machen ( es etragen ) d.h. Du bekommst keine Ohrfeige , das Brötchen schmeckt nicht und Punkt, wird es auch nicht wieder.

Du machst EMDR - schaltest bestenfalls die Erinnerungen der vergangenen drei Jahre soweit zurück , mit Hilfe Deiner Augen , das sie nicht wieder hochkommen und wenn verarbeitet werden .

Bei manchen Menschen klappt das .

ca 80 % - was ist aber mit den 20 % , wo es nicht klappt - da ist der Fokus zu stark .

Gerecht ist , wenn Du keine Ohfeige bekommst - das ist Dir klar - gerecht wäre , wenn Dir das Brötchen wieder schmeckt , ohne Ohrfeige , das ist was Du willst .

Dein Wille ist sehr stark und steht im Vordergrund . Du willst das Dir das Brötchen wieder schmecken soll - ohne Ohrfeige , weil das gerecht ist und bist Dir im Klaren darüber, das es das ist was Du wirklich willst, weil erst wenn Du an dem Punkt bist , kannst Du mit der Vergangenheit abschließen .

Aber wie kommst Du dahin .

Schmecken tut das Brötchen nur mit Ohrfeige , die Autobahn im Kopf ( oder Die neurologische Verbindung zwischen Erleben und Genuss) ist immer noch da .

Erste Möglichkeit - Du resignierst - akzeptierst die Ohrfeige - läßt Dich ohrfeigen oder ohrfeigst Dich selbst .
Schlechte Variante .

Zweite Möglichkeit - Du baust ganz bewußt die entstandene Autobahn im Kopf wieder um.

Dazu muß die Bereitschaft da sein , zu verstehen , zu erfahren , das Dir das Brötchen während der Umbauzeit nicht schmecken kann .....

Dritte Möglichkeit - Du willst nicht auf den Genuss verzichten und bist in der Lage mit Einbildungskraft zu denken Du wärst geohrfeigt - Du stündest aber dann mit Dir selbst im Zwist , weil Du wüßtest , dass es eine ungerechte Lösung ist .

Vierte Möglichkeit

Du findest einen Weg der die Ohrfeige in ein Streicheln verwandelt , sagen wir es dauert wieder drei Jahre und jeden Tag wirst Du etwas weniger feste geohrfeigt , bis nach drei Jahren nur noch ein Streicheln notwendig ist oder übrigbleibt .

Da wäre gewährleistet , das Dir das Brötchen schmeckt , das Ohrfeigen aufhört , aber es würde bedeuten das Du Dich von dem Streicheln abhängig machst , bliebe also das Streicheln aus , würde Dir das Brötchen wieder nicht schmecken .....

Die Frage die ich Dir stellen will , ist folgende , Würdest Du Deinen Mann fragen , Dich zu ohrfeigen und würdest ihm vertrauen , das er das soweit kontrollieren kann , das er Dich immer weniger ohrfeigt , bis er Dich nur noch streichelt ...oder würdest Du sagen der blöde Grobmotoriker kriegt das nie auf die Reihe ......das traue ich dem nicht zu ....

Das ist eine wichtige Frage , weil es darum geht ,

Du suchst für Dich einen Weg

aber ich denke Du brauchst für Euch einen .

Da liegt ein großer Unterschied drin - einen Weg für Dich zu suchen , ist glaube ich der falsche Ansatz .

Zeig Deinem Mann ruhig den Text hier ...frage ihn ob er bereit ist ..für Dich Opfer zu bringen , in der Form , das er versteht , das die in Dir körperlich ggf. vohandene Erregung - keinesfalls ein Genuss für Dich ist .

Bereit ist zu verstehen , das die Ohrfeige , die er sich selbst verpasst , wenn er an seine Befriedigung denkt , ebenfalls kein Genuss für ihn ist , weil was ihr hoffentlich beide wollt

ist der gemeinsame , erfüllende Genuss , die gemeinsame Extase ohne Schuldgefühle .

Oder ?

Es gibt sicher einen Weg dahin zu gelangen , das die Vergangeheit verarbeitet wird .
Der Genuss empfunden werden kann , gemeinsam , ohne Angst , ohne Schuld , ohne Ausblendung .

Da muß aber von beiden die Bereitschaft da sein , das Vertrauen , die Disziplin .

Eas ist erstmal die wichtigste meiner Fragen , willst Du es alleine - oder wollt ihr es zusammen .
 
Wie schaut es mit deiner Selbstbefriedigung aus?
Wie gestaltet ihr den Sex? Geht es dabei nur um Verkehr oder auch darum dich zu streicheln usw.??? Wie gut kennt ihr beide euch aus?

Ich habe durch meine früheren schlechten Erfahrungen mir überlegt, es erstmal mit mir selbst angenehm hinzubekommen.
 

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