Meist ist es so , das EMDR helfen kann, aber nicht unweigerlich hilft , es dient dazu neurologisch gesehen Bahnen in Deinem Gehirn umzulenken , die durch das, was Du erfahren hast ,entstanden sind.
Man geht davon aus das die Selbstheilungskräfte des Gehirns dazu ausreichen, die Gedankenautobahn auf der Du Dich als Traumaopfer bewegst zu durchbrechen und zwar mit Hilfe der Konzentration auf die Bewegung der Hand des Therapeuten.
Die vordergründige Erleichterung hast Du ja auch erfahren , aber das reicht halt eben nicht um das noch Unverarbeitete Potenzial Deiner Gefühlswelt , das aus der Vergangenheit und der damit verbundenen Erfahrung entstandenen Bildung Deines Standpunktes auszuhebeln , was aber notwendig wäre um neu anfangen zu können , praktisch wie ein unbeschriebenes Blatt.
Dein Partner , denke ich steht zu Dir , das ist schon einmal wichtig , aber die Tatsache , das Du Dich triggerst schafft eine neue Autobahn in Deinem Kopf und zwar die des Ertragens .
Es ist egal ob das ein beklommenes Gefühl ist was in Unheimliche / Bedrohliche geht , oder ob es ein Gefühl ist wie in die Vergangenheit versetzt zu werden und an die eigene Schuldfragestellung wieder herangeführt zu werden ......ich denke Du, verstehst was ich schreibe , ich rede offen mit Dir .
Wie können auch per PN schreiben , dazu später .
Ich bleibe hier an der Oberfläche , weil es noch öffentlich ist sehe aber einen Sinn darin , weil es andere lesen können und ggf. davon profitieren können.
Ich konstruiere mal folgende Situation . Der Honigbrötchenversuch.
Wir gehen mal davon aus Du magst total gerne Brötchen mit Honig ( wenn nicht tausche es aus - Nutella Brötchen , Müsli , Steak - egal ) es muß etwas sein was Du so gerne magst , das Du denkst , das könnte ich jeden Morgen zum Frühstück essen , weil es mir immer schmeckt .
Bleiben wir beim Brötchen ....Also nun geschieht folgendes , ich sage Dir Du bekommst kein Brötchen mehr , wenn Du nicht bereit bist zu ertragen , das ich Dir morgens vor dem Brötchenessen eine Ohrfeige gebe.
Keine feste , so das man die Finger sieht oder die Backe blau wird , sondern eine leichte , die etwas weh tut aber eben nur etwas .
Also Du bekommst nun jeden Morgen diese Ohrfeige , das ziehen wir drei Jahre durch . Du lernst innerhalb der Zeit die Ohrfeige zu ertragen , irgendwann tut sie Dir garnicht mehr weh , Du gewöhnst Dich an die Ohrfeige .
Nun , nach drei Jahren sage ich plötzlich eines Morgens zu Dir , heute kannst Du Dich freuen , die Ohrfeigenzeit ist beendet , Du kannst Dein Brötchen ohne Ohrfeige essen .
Vom Verstand her bist Du natürlich glücklich , weil Dir klar ist , diese sinnlose Ohrfeige , die Du drei Jahre ertragen hast , mußt Du nun nicht mehr ertragen . Du freust Dich und sagst das es gut ist , weil irgendwo hat Dich das echt gestört mit der Ohrfeige .Nun ißt Du Dein Brötchen .
Tatsache wird sein, das Dir das Brötchen nicht schmeckt .
Du hast das Gefühl Dir fehlt etwas, um das Brötchen geniessen zu können .
In Deinem Gehirn ist eine Autobahn entstanden ...die den Genuss nur zulässt , wenn über die Ohrfeige gefahren wird .
Nun kannst Du folgendes machen ( es etragen ) d.h. Du bekommst keine Ohrfeige , das Brötchen schmeckt nicht und Punkt, wird es auch nicht wieder.
Du machst EMDR - schaltest bestenfalls die Erinnerungen der vergangenen drei Jahre soweit zurück , mit Hilfe Deiner Augen , das sie nicht wieder hochkommen und wenn verarbeitet werden .
Bei manchen Menschen klappt das .
ca 80 % - was ist aber mit den 20 % , wo es nicht klappt - da ist der Fokus zu stark .
Gerecht ist , wenn Du keine Ohfeige bekommst - das ist Dir klar - gerecht wäre , wenn Dir das Brötchen wieder schmeckt , ohne Ohrfeige , das ist was Du willst .
Dein Wille ist sehr stark und steht im Vordergrund . Du willst das Dir das Brötchen wieder schmecken soll - ohne Ohrfeige , weil das gerecht ist und bist Dir im Klaren darüber, das es das ist was Du wirklich willst, weil erst wenn Du an dem Punkt bist , kannst Du mit der Vergangenheit abschließen .
Aber wie kommst Du dahin .
Schmecken tut das Brötchen nur mit Ohrfeige , die Autobahn im Kopf ( oder Die neurologische Verbindung zwischen Erleben und Genuss) ist immer noch da .
Erste Möglichkeit - Du resignierst - akzeptierst die Ohrfeige - läßt Dich ohrfeigen oder ohrfeigst Dich selbst .
Schlechte Variante .
Zweite Möglichkeit - Du baust ganz bewußt die entstandene Autobahn im Kopf wieder um.
Dazu muß die Bereitschaft da sein , zu verstehen , zu erfahren , das Dir das Brötchen während der Umbauzeit nicht schmecken kann .....
Dritte Möglichkeit - Du willst nicht auf den Genuss verzichten und bist in der Lage mit Einbildungskraft zu denken Du wärst geohrfeigt - Du stündest aber dann mit Dir selbst im Zwist , weil Du wüßtest , dass es eine ungerechte Lösung ist .
Vierte Möglichkeit
Du findest einen Weg der die Ohrfeige in ein Streicheln verwandelt , sagen wir es dauert wieder drei Jahre und jeden Tag wirst Du etwas weniger feste geohrfeigt , bis nach drei Jahren nur noch ein Streicheln notwendig ist oder übrigbleibt .
Da wäre gewährleistet , das Dir das Brötchen schmeckt , das Ohrfeigen aufhört , aber es würde bedeuten das Du Dich von dem Streicheln abhängig machst , bliebe also das Streicheln aus , würde Dir das Brötchen wieder nicht schmecken .....
Die Frage die ich Dir stellen will , ist folgende , Würdest Du Deinen Mann fragen , Dich zu ohrfeigen und würdest ihm vertrauen , das er das soweit kontrollieren kann , das er Dich immer weniger ohrfeigt , bis er Dich nur noch streichelt ...oder würdest Du sagen der blöde Grobmotoriker kriegt das nie auf die Reihe ......das traue ich dem nicht zu ....
Das ist eine wichtige Frage , weil es darum geht ,
Du suchst für Dich einen Weg
aber ich denke Du brauchst für Euch einen .
Da liegt ein großer Unterschied drin - einen Weg für Dich zu suchen , ist glaube ich der falsche Ansatz .
Zeig Deinem Mann ruhig den Text hier ...frage ihn ob er bereit ist ..für Dich Opfer zu bringen , in der Form , das er versteht , das die in Dir körperlich ggf. vohandene Erregung - keinesfalls ein Genuss für Dich ist .
Bereit ist zu verstehen , das die Ohrfeige , die er sich selbst verpasst , wenn er an seine Befriedigung denkt , ebenfalls kein Genuss für ihn ist , weil was ihr hoffentlich beide wollt
ist der gemeinsame , erfüllende Genuss , die gemeinsame Extase ohne Schuldgefühle .
Oder ?
Es gibt sicher einen Weg dahin zu gelangen , das die Vergangeheit verarbeitet wird .
Der Genuss empfunden werden kann , gemeinsam , ohne Angst , ohne Schuld , ohne Ausblendung .
Da muß aber von beiden die Bereitschaft da sein , das Vertrauen , die Disziplin .
Eas ist erstmal die wichtigste meiner Fragen , willst Du es alleine - oder wollt ihr es zusammen .