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Erfahrungsberichte mit "Täter/Opfer" Rolle in Beziehung???

K_M91

Mitglied
Hallo ihr Lieben. Ich komme auf dieses Thema, da mein Beitrag zuvor "Körperliche und Psychische Gewalt" meiner Meinung nach nicht richtig verstanden wurde/wird.
Ich wollte nochmal deutlich sagen, dass dieses Forum hier sehr wichtig sein könnte für jemanden der Gewalt Formen in Jeglicher Art erlebt hat. Manchmal hilft es einem enorm einfach die Meinungen und Tipps von anderen zu lesen! Das ist für viele der erste Schritt ! Nun zu meiner Frage : kennt sich jemand mit toxischen Beziehungen aus ? Erfahrungsberichte ? Toxische Beziehung bedeutet: eine Beziehung zu haben die auf einer Täter Opfer Rolle basiert. Dort kommt man nur schwer raus. Würde mich über verschiedenste Erfahrungsberichte und Tipps für Lösungswege sehr freuen.
Lieben Gruß 🙂
 
Hallo K_M91,

ich habe in dieser Richtung überhaupt keine Erfahrungswerte und kenne auch keine Person, die Dir diesbüglich Erfahrungsberichte etc. liefern kann. Ich werde mich aber umhören, ob jemand eine Idee hat, wie Du Deine gewünschten Informationen erhalten kannst. Ich hoffe, dass Du aus der Beziehnung schnellmöglichst herauskommen wirst und drücke Dir beide Daumen.

Lieben Gruß, KBS
 
Wenn sie mich fragen würden was er alles mit mir gemacht hat müsste ich erzählen wie ich körperlich und psychisch misshandelt worden bin. Ich müsste gestehen das ich alle um mich rum belogen habe um mich nicht noch mehr zu erniedrigen. Ich weiß das man von einer Täter Opfer Rolle sprechen kann. Er hat mich in seinen Bann. Der ist wie eine Droge, wie ein Vampier. Die körperlichen Schäden waren nie so groß wie die Psychischen. Am Anfang hat er mir trotz seiner Frau das Gefühl gegeben etwas Wert zu sein. Gleichzeitig hat er mir das Gefühl gegeben ohne ihn nichts zu sein. Nach einer Weile waren es nur beleidigungen..die sehr weh taten. Meine Vergangenheit wurde immer wieder hoch geholt. Weil ich mich ab und zu mit Männern getroffen habe und Sex mit anderen hatten. Ständig musste ich nach seiner Pfeife tanzen, tat ich dies nich "bestrafte" er mich mit Ignoranz und beleidigungen. Bei Disskusionen wurde mir immer wieder deutlich gemacht, dass mein Verhalten S**** sei, ich nichts Wert bin und alles sich nur um ihn dreht. Finanziell steh ich vor dem Bankrott. Aus Liebe habe ich öfter Geld geliehen. Viel Geld, dass ich brauchte für Miete, Strom Rechnungen. Seine Rechnungen da ich vieles auf mein Name gemacht hatte. Hat ihn nie wirklich interessiert, selbst dann nich, wo ich gesagt hab das ich bald kein Strom mehr habe und mein Geld brauche. Nichts.
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
Ich wurde angespuckt, an den haaren mit einer Platzwunde die Straße hoch gezogen, mein Arm war gebrochen weil er mich zu hart geschubst hatte. Ständig blaue Flecken und Brand Male von der Glut der Zigaretten. Er hat immer viel getrunken und wenn er intus hatte gingen die Beleidigungen von vorne los. Die Demütigungen das ich "Pisse" und "Dreck" bin. Teilweise kamen danach äußerungen wie "zieh dich aus du H*** ich F*** dich eben". Einmal wollte ich nicht, da hatte er mich fest gehalten und mir die hose runter gezogen. Ich wollte es wirklich nicht nur konnte es nicht zu ordnen. Er meinte immer " du stehst da doch drauf".
Ich "durfte" nie weinen, traurig sein oder irgendwas negatives empfinden, da ich ja selbst schuld sei da ich weiß das er frau und kinder hat. Ich fühle mich teilweise wie eine Marionette oder ein Hund, wie Dreck und Wertlos. Ich wollte ihm immer zeigen das ich es "verdiene" von ihm geliebt zu werden. Deswegen wahrscheinlich die hohen Summen an Geld, dieses "springen " wenn er ruft und alles über mich ergehen lassen. Anfangs schlief er des öfteren noch bei mir, aber nachdem die Frau alles rausgefunden hat und alles weiß, bleibt er auch nicht mehr. Ich darf nich fragen wo er ist wenn er unterwegs ist und erst Recht nichts erwarten. Ständig behauptete er Dinge die nicht stimmen, kam mit Gerüchten von früher an. Einmal hab ich ausversehen eine Salami Pizza hin gestellt, ich hatte wirklich nicht drauf geachtet weil ich in Gedanken war, (er ist moslem )die schmiss er mir ins Gesicht, spuckte mich an und danach auf den Boden. Das war der Tag als ich die Platzwunde am Kopf hatte, es kam viel Blut raus und ich hab um hilfe gebeten. Ich durfte nicht" raus" und nichts machen, da er ja "nach Hause muss". Ich erbrach und bekam Migräne. Daraufhin rannte ich raus ich wusste nicht wohin. Er kam hinterher (besoffen ) zog mich an den Haaren ins Auto und wollte das ich fahre. Ich konnte aber nicht. Er fuhr stock besoffen mit mind. 80km/h los so schnell das ich nichts machen konnte. Er fuhr wie ein besenker auf die Autobahn und wurde immer schnell, ich hatte eine schock starre und bekam kaum noch Luft. Er wurde immer schneller ich wurde in den Sitz nach hinten gedrückt. Die Platzwunde blutete, die Migräne war kaum auszuhalten ich bettelte das er stehen bleiben soll oder mich wenigstens ins Krankenhaus fahren soll. Er beleidigte mich und fuhr diese Höllenfahrt durch bis nach sein Zuhause. Angekommen musste ich wieder brechen und konnte nicht mehr aufhören mir wurde schwindelig und er hat mich einfach da liegen gelassen. Irgwndwann ging es und ich fuhr unter Schock nach Hause. Immer wenn er nüchtern war tat er so als wären seine Aktionen und halb so schlimm gewesen und ich schuld sei, daraufhin wurde ich wieder ignoriert und wie Dreck behandelt. Teilweise "bettelte" ich ihn sehen zu dürfen wenn ich Zuhause weinend saß. Hatte oder habe das Gefühl ihn zu brauchen oder irgendwas beweisen zu müssen. Ich weiß was da vor sich geht, was er mit mir macht und rede nichts schön. Ich bin gefangen und komm da nicht raus. Ich bin sehr schreckhaft geworden. Wenn z.b was runter fällt oder jemand ne komische Bewegung macht. Ich fühl mich hässlich und dick und bin sehr unsicher mit Entscheidungen. Teilweise krieg ich depressive schübe und bin nur müde. Finde keine Kraft mich an zu ziehen oder irgendwo hin zu gehen. Mich Freuen oder lachen kann ich nicht mehr richtig. Ständig arbeitet mein Kopf. Ich fühl mich dann nur besser wenn er da ist. Vergleichbar mit einer Droge. Blaue Flecken und Demütigungen um mich schlecht zu fühlen sind standard
 
Hallo K_M91!

Es gibt eine Zeitschrift "Trauma: Zeitschrift für Psychotraumatologie und ihre Anwendungen". In Heft 1 2018 ist der Schwerpunkt "Opfer-Täter-Bindung. Dort sollen Fachleute und Betroffene zu Wort kommen. Vielleicht wäre das was für Dich. Oder kennst Du diese schon?

Lieben Gruß, KBS
 
@ K_M91
Wenn mir etwas negatives passiert, dann drehe ich mich um und gehe.

Es gibt Menschen die sagen dass es nicht so gemeint ist oder dass sie sich ändern werden oder irgend eine Begründung, Ausflüchte oder was auch immer.

Ich habe festgestellt dass man überhaupt nicht auf das Gerede hören sollte. Man darf nur das sehen was eben gerade passiert, ob es gut oder schlecht ist. Wenn es schlecht ist, dann stellt sich ein Schalter um und ich bin weg.

Finde deinen Schalter, der hat vielleicht schon längst "klick" gemacht, nur suchst du selber irgend welche Gründe um dort bei ihm zu bleiben. Überprüfe dich mal selbst, du suchst doch die ganze Zeit in deinem Grund nach einem Grund weshalb die Beziehung "doch nicht so schlimm" ist.
Viele Leute machen das jedenfalls so. Entweder weil die Leute denken dass es einfacher ist oder weil sie sich mit dem Peiniger Arrangieren möchten, was aber natürlich nicht geht.
 

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