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Erbschaft

Also die Situation sieht wie folgt aus:
Mein Vater lebt schon lange nicht mehr. Meine Mutter hat seit einiger Zeit gesundheitliche Probleme und nimmt seit ein paar Tagen einen Pflegedienst in Anspruch.

Mein Bruder wohnt nur 2 oder 3 Straßen von ihr entfernt. Ich bin vor einigen Jahren zu meinem Partner gezogen und lebe 130 km von meiner Familie entfernt.

Mit meiner Mutter telefoniere täglich und besuche sie 1-2 Tage im Monat. Ich bringe ihr jedes Mal ein paar Sachen mit und helfe ihr, wenn sie etwas braucht.

Mein Bruder verlangt jetzt mehr von mir. Er erwartet, dass ich manchmal komplette Wochenenden bei ihr verbringe und auch sporadisch mal eine Woche am Stück Home-Office bei ihr mache. Sollte ich mich weigern, droht er mir, dass ich seine Kinder nicht mehr sehen darf und dass er sich mit Hilfe seiner Anwälte den größeren Erbteil unter den Nagel krallt.

Mein Bruder ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und nicht auf das Geld angewiesen. Ich bin Sekretärin und kann von meinem Gehalt gut leben, habe aber so gut wie keine Rücklagen. Weil er so viel mehr besitzt, ist er der Meinung, dass ich nach seiner Pfeife tanzen muss.

Ist das wirklich so? Muss ich wirklich auf einen Teil vom Erbe verzichten, wenn ich nicht kusche?
Hat deine Mutter ein Testament geschrieben?
Falls du es nicht weißt, kannst du sie dann fragen?

Oder du besprichst mit deiner Mutter, dass sie ein Testament bei einem Notar macht, damit es nach ihrem Ableben zu keinen Streitigkeiten kommt zwischen dir und deinem Bruder.

Das wäre sicherlich im Interesse und Sinne deiner Mutter.
 

Hallo Floridah,

schau mal hier: Erbschaft. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Also die Situation sieht wie folgt aus:
Mein Vater lebt schon lange nicht mehr. Meine Mutter hat seit einiger Zeit gesundheitliche Probleme und nimmt seit ein paar Tagen einen Pflegedienst in Anspruch.

Mein Bruder wohnt nur 2 oder 3 Straßen von ihr entfernt. Ich bin vor einigen Jahren zu meinem Partner gezogen und lebe 130 km von meiner Familie entfernt.

Mit meiner Mutter telefoniere täglich und besuche sie 1-2 Tage im Monat. Ich bringe ihr jedes Mal ein paar Sachen mit und helfe ihr, wenn sie etwas braucht.

Mein Bruder verlangt jetzt mehr von mir. Er erwartet, dass ich manchmal komplette Wochenenden bei ihr verbringe und auch sporadisch mal eine Woche am Stück Home-Office bei ihr mache. Sollte ich mich weigern, droht er mir, dass ich seine Kinder nicht mehr sehen darf und dass er sich mit Hilfe seiner Anwälte den größeren Erbteil unter den Nagel krallt.

Mein Bruder ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und nicht auf das Geld angewiesen. Ich bin Sekretärin und kann von meinem Gehalt gut leben, habe aber so gut wie keine Rücklagen. Weil er so viel mehr besitzt, ist er der Meinung, dass ich nach seiner Pfeife tanzen muss.

Ist das wirklich so? Muss ich wirklich auf einen Teil vom Erbe verzichten, wenn ich nicht kusche?

Das hat doch mit kuschen nichts zu tun.

Deine Mutter braucht offenbar Unterstützung.
Dein Bruder will das nicht allein leisten. Was ja auch nachvollziehbar ist. Es scheint ja nicht mehr mit 1-2 Tage im Monat getan zu sein.

Ihr seid 2 Kinder und solltet Euch in Ruhe zusammensetzen, wie Ihr gemeinsam die veränderte Situation stemmt.
Warum soll Dein Bruder, nur weil er näher wohnt, das allein leisten?
Bzw. warum sollte er für seine Mehrleistung dann keinen finanziellen Ausgleich bekommen? Das sieht nicht nur der Gesetzgeber als gerecht an, weshalb eine solche Regelung im Erbrecht aufgenommen wurde.

Es hat auch durchaus ein Geschmäckle bereits zu Lebzeiten der Mutter ums Erbe besorgt zu sein. Wer weiß, ob überhaupt was als Erbe übrig bleibt, wenn die Mutter irgendwann aufgrund fortschreitender Pflegebedürftigkeit ins Pflegeheim kommt. Die Zuzahlung dort ist so hoch, daß je nach Dauer des Aufenthalts nicht viel zum vererben übrig bleibt.

Ich würde an Deiner Stelle das Gespräch mit Deinem Bruder suchen. Viel Verständnis und Dankbarkeit dafür äußern, daß er aufgrund der räumlichen Nähe aktuell einen größeren Part bei der Unterstützung übernimmt und gemeinsam überlegen, wie Du trotz der Entfernung ihn entlasten kannst oder eben welchen finanziellen Ausgleich er dafür bekommt.
 
Grundsätzlich stimme ich @bird on the wire zu.

Erben kannst Du nur, wenn Deine Mutter sterben sollte. Zu ihren Lebzeiten dieses Thema anzugehen finde ich persönlich etwas geschmacklos, zumal Du 1.) auf das Erbe nicht angewiesen zu sein scheinst und 2.) nicht klar ist, ob es dann (nach ihrem Tod) noch irgendwas zu erben gibt. Ein Pflegeheim ist nicht gerade billig.

Sorry, das hat ja @bird on the wire schon gesagt...

Ich würde an Deiner Stelle das Gespräch mit Deinem Bruder suchen. Viel Verständnis und Dankbarkeit dafür äußern, daß er aufgrund der räumlichen Nähe aktuell einen größeren Part bei der Unterstützung übernimmt und gemeinsam überlegen, wie Du trotz der Entfernung ihn entlasten kannst oder eben welchen finanziellen Ausgleich er dafür bekommt.
Das sehe ich auch so.
 
Rein rechtlich sind Geschwister gleichberechtigt, wenn es kein Testament gibt – sie erben also zu gleichen Teilen, meist 50/50. Wer mehr für die Eltern getan hat, spielt gesetzlich keine Rolle. Allerdings können Eltern per Testament eine andere Aufteilung bestimmen. Wer kein Testament hinterlässt, hinterlässt automatisch eine Erbengemeinschaft mit gleichen Anteilen für die Kinder.
 
Rein rechtlich sind Geschwister gleichberechtigt, wenn es kein Testament gibt – sie erben also zu gleichen Teilen, meist 50/50. Wer mehr für die Eltern getan hat, spielt gesetzlich keine Rolle. Allerdings können Eltern per Testament eine andere Aufteilung bestimmen. Wer kein Testament hinterlässt, hinterlässt automatisch eine Erbengemeinschaft mit gleichen Anteilen für die Kinder.
Wovon man die Pflegeleistung , wenn sie gut dokumentiert ist beim Erben, der nicht gepflegt hat abziehen bzw. anrechnen lassen kann.
Das wissen nur viele nicht.
 

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