L
Leonlilly
Gast
Hallo Ihr Lieben,
ich beschäftige mich nun schon seit einigen Wochen mit obiger Frage und weiß einfach nicht mehr weiter.
Wie der Titel ja bereits sagt: es geht um meine (sogenannte) beste Freundin, an deren Freundschaft bzw. an ihrem Interesse an mir ich im Moment erheblich zweifele bzw. deren Verhalten ich im Moment nicht wirklich nachvollziehen kann und wo ich einfach nicht weiß, wie ich mich in Zukunft verhalten soll.
Wir kennen uns seit über 10 Jahren, ich bin Ende dreißig, wie sie auch. Bislang waren wir richtig enge Freundinnen, haben über alles geredet, haben zusammengehalten in guten und in schlechten Zeiten und einiges (auch einen richtig heftigen Schicksalsschlag in ihrem Leben) miteinander durchgestanden. Vor einigen Jahren hat sie hier im Ort mit ihrem Mann ein Haus gekauft, wodurch unsere Freunschaft noch enger wurde. Wir haben zusammen renoviert, Möbel gekauft und aufgebaut, etc. Sie sagte immer zu mir (und auch zu anderen Freunden), dass das quasi mein zweites zu hause wäre, weil ich ja ihre beste Freundin bin und ihr und ihrem Mann geholfen habe das Haus zu renovieren und einzurichten.
Anfang des Jahres fing sie langsam an sich zu verändern. Zunächst beschloss sie ab sofort ins Fitnessstudio zu gehen. Ich war ein wenig enttäuscht, da ich gerne mitgegangen wäre und sie auch vor längerem schon gefragt hatte, ob wir nicht zusammen gehen wollten. Zur Zeit ihres Entschlusses stand ich allerdings kurz vor den Abschlussprüfungen in meiner Fortbildung und hatte für sowas echt nicht den Kopf; zudem fragte sie auch gar nicht, ob ich mitgehen möchte.
Sie nahm dann infolge einer Kombination von Fitnessstudio u. Ernährungsumstellung über 20 kg ab. Ich freute mich herzlich für sie, auch wenn ich innerlich ein wenig neidisch war, da sowas bei mir dank einer Erkrankung leider nicht funktioniert, obwohl ich viel dafür tue.
Sie wurde (infolge dessen oder war es etwas anderes?) viel aufgedrehter und ich hatte das Gefühl, dass sie permanent im Mittelpunkt stehen musste...was mir auch von Außenstehenden bestätigt wurde, denn die sahen es genauso. Außerdem war sie plötzlich dauernd unterwegs, unternahm alles Mögliche mit anderen Bekannten, etc. Aber gut, das tat unserer Freundschaft ja keinen Abbruch. Mitte des Jahres kam sie auf einmal damit um die Ecke, dass sie das Gefühl habe, dass sie mit ihrem Mann nichts mehr verbindet, sie hätten sich auseinander gelebt. Abgesehen davon würde ihr ein anderer Mann, den sie im Bekanntenkreis kennengelernt hatte, recht gut gefallen und sie ihm auch.
Als sie mir von ihren Trennungsplänen erzählte, versicherte sie sich meiner Hilfe, meines absoluten Rückhaltes und meiner Loyalität, die ich ihr auch gab, da ich nichts davon halte wegen eines Hauses zusammen zu bleiben und unehrlich nebeneinander her zu leben.
Es ging dann alles Knall auf Fall: sie trennte sich von ihrem Mann, suchte sich 40 km von hier eine neue Wohnung. Da sie sich mehrfach bei mir beklagte, dass sie das Gefühl habe, dass ihr alles über den Kopf wächst (Umzug, Renovierung der neuen Wohnung, Ummeldung etc.) bot ich ihr mehrfach meine Hilfe an, zumal ich sowieso sehr gerne handwerklich arbeite. Trotzdem ließ sie mich außen vor. Familie und Bekannte renovierten die neue Wohnung, brachten und bauten Möbel auf, halfen beim Umzug. Als ich ihr sagte, dass mich die Ablehnung meiner Hilfe verletzt, bekam ich zur Antwort, dass sie mich nicht um Hilfe gebeten hätte, da sie dachte, dass ich auf der Arbeit zu viel Stress habe und sie wollte mich nur schonen, da ich dazu neigen würde bis zur Selbstaufgabe zu helfen. Ich denke aber, dass das einerseits ja wohl ganz alleine meine Entscheidung ist und zum anderen wäre das renovieren für mich eine willkommene Abwechslung zu meiner Bürotätigkeit gewesen.
Als ich sie dann einmal in der neuen Wohnung besuchte erzählte sie mir dann wer ihr wo mit was geholfen hat und von wem sie manche Einrichtungsgegenstände bekommen hat. Mich machte das alles total traurig, da ich, im Gegensatz zum Haus von ihr und ihrem Mann, null-komma-garnichts beigetragen hatte und mich dort auch einfach unwohl gefühlt habe.
Ich habe ihr dann auch gesagt, dass ich mich in ihrer neuen Wohnung nicht wohl fühle und auch einfach das Gefühl nicht los werde, dass unsere Freundschaft vor dem Aus steht und sie mich ja bereits durch andere Leute ersetzt hat bzw. dass ich das Gefühl habe, dass sie ihr "altes Leben" hinter sich lassen will und mich gleich dazu.
Sie war darüber total entrüstet, sagte, dass sich ihre Gefühle mir gegenüber überhaupt nicht geändert hätten und ich immer noch ihre beste Freundin und einer der wichtigsten Menschen in ihrem Leben wäre. Sie müsse sich nur erstmal an das neue Leben gewöhnen.
Ich frage mich, warum sich das dann für mich nicht so anfühlt. Seit sie umgezogen ist, ist ein Monat vergangen. In dieser Zeit haben wir uns einmal gesehen. Vorher haben wir uns mindestens einmal wöchentlich gesehen. Wir haben vorher in der Woche mehrfach miteinander telefoniert; seit dem Umzug schweigt mein Telefon. Ab und zu mal eine dünne SMS, in der sie noch nicht einmal fragt, wie es mir geht, sondern nur Statements über sich abgibt.
Ich fühle mich verletzt, dass diese Freunschaft so aprupt von 100 auf 0 zu fallen scheint. Ich bin enttäuscht, dass ich (scheinbar) an ihrem neuen Leben keinen Anteil mehr habe. Und ich weiß im Moment nicht, wie ich reagieren soll. Wir haben früher wirklich über alles geredet, ich wusste alles von ihr. Und jetzt, in der Trennungsphase, wo ich eigentlich dachte, dass man GERADE DA beste Freunde braucht, braucht sie mich überhaupt nicht. Ich verstehe die Welt nicht mehr und ringe mit mir, ob ich dieser Freundschaft überhaupt noch eine Chance geben soll.
Dazu sei erwähnt, dass ich scheinbar eine Art "Freundschaftstrauma" habe. In meiner Schulzeit hatte ich auch eine beste Freundin, mit der ich durch dick und dünn gegangen bin. Für die ich gelogen habe, als sie einen Freund hatte und ihre Eltern nichts davon wissen durften. Für die ich gelogen habe, als sie ihrem Freund fremd gegangen ist. Als er das herausfand stand er bei mir auf der Matte! Ich habe dann zwischen beiden vermittelt und es wurde (zwischen ihnen) alles wieder gut. Nur meine Freundin meldete sich kaum noch bei mir. Irgendwann fragte ich sie, was nicht mehr stimmt und bekam zur Antwort, dass ich scheinbar zu blöde sei zu merken, dass wir nicht mehr auf einer Wellenlänge liegen und dass ich ja sowieso nur jedem mit meiner Hilfsbereitschaft auf den Nerv gehen würde und auch das nicht merken würde. Das war das Ende. Und auch da war ich zutiefst verletzt. Jahrelang hab ich den Kopf für sie hingehalten, ihr immer geholfen und bekam dann sowas zur Antwort.
Ich habe Angst, dass es jetzt genauso ist und ich auch diesmal wieder zu blöde bin um zu kapieren, dass sie mich nicht mehr benötigt.
Welche Prognose habt ihr? Hat diese Freundschaft noch eine Chance verdient? Oder sollte ich besser einen Haken dahinter machen um nicht wieder so tief verletzt zu werden?
ich beschäftige mich nun schon seit einigen Wochen mit obiger Frage und weiß einfach nicht mehr weiter.
Wie der Titel ja bereits sagt: es geht um meine (sogenannte) beste Freundin, an deren Freundschaft bzw. an ihrem Interesse an mir ich im Moment erheblich zweifele bzw. deren Verhalten ich im Moment nicht wirklich nachvollziehen kann und wo ich einfach nicht weiß, wie ich mich in Zukunft verhalten soll.
Wir kennen uns seit über 10 Jahren, ich bin Ende dreißig, wie sie auch. Bislang waren wir richtig enge Freundinnen, haben über alles geredet, haben zusammengehalten in guten und in schlechten Zeiten und einiges (auch einen richtig heftigen Schicksalsschlag in ihrem Leben) miteinander durchgestanden. Vor einigen Jahren hat sie hier im Ort mit ihrem Mann ein Haus gekauft, wodurch unsere Freunschaft noch enger wurde. Wir haben zusammen renoviert, Möbel gekauft und aufgebaut, etc. Sie sagte immer zu mir (und auch zu anderen Freunden), dass das quasi mein zweites zu hause wäre, weil ich ja ihre beste Freundin bin und ihr und ihrem Mann geholfen habe das Haus zu renovieren und einzurichten.
Anfang des Jahres fing sie langsam an sich zu verändern. Zunächst beschloss sie ab sofort ins Fitnessstudio zu gehen. Ich war ein wenig enttäuscht, da ich gerne mitgegangen wäre und sie auch vor längerem schon gefragt hatte, ob wir nicht zusammen gehen wollten. Zur Zeit ihres Entschlusses stand ich allerdings kurz vor den Abschlussprüfungen in meiner Fortbildung und hatte für sowas echt nicht den Kopf; zudem fragte sie auch gar nicht, ob ich mitgehen möchte.
Sie nahm dann infolge einer Kombination von Fitnessstudio u. Ernährungsumstellung über 20 kg ab. Ich freute mich herzlich für sie, auch wenn ich innerlich ein wenig neidisch war, da sowas bei mir dank einer Erkrankung leider nicht funktioniert, obwohl ich viel dafür tue.
Sie wurde (infolge dessen oder war es etwas anderes?) viel aufgedrehter und ich hatte das Gefühl, dass sie permanent im Mittelpunkt stehen musste...was mir auch von Außenstehenden bestätigt wurde, denn die sahen es genauso. Außerdem war sie plötzlich dauernd unterwegs, unternahm alles Mögliche mit anderen Bekannten, etc. Aber gut, das tat unserer Freundschaft ja keinen Abbruch. Mitte des Jahres kam sie auf einmal damit um die Ecke, dass sie das Gefühl habe, dass sie mit ihrem Mann nichts mehr verbindet, sie hätten sich auseinander gelebt. Abgesehen davon würde ihr ein anderer Mann, den sie im Bekanntenkreis kennengelernt hatte, recht gut gefallen und sie ihm auch.
Als sie mir von ihren Trennungsplänen erzählte, versicherte sie sich meiner Hilfe, meines absoluten Rückhaltes und meiner Loyalität, die ich ihr auch gab, da ich nichts davon halte wegen eines Hauses zusammen zu bleiben und unehrlich nebeneinander her zu leben.
Es ging dann alles Knall auf Fall: sie trennte sich von ihrem Mann, suchte sich 40 km von hier eine neue Wohnung. Da sie sich mehrfach bei mir beklagte, dass sie das Gefühl habe, dass ihr alles über den Kopf wächst (Umzug, Renovierung der neuen Wohnung, Ummeldung etc.) bot ich ihr mehrfach meine Hilfe an, zumal ich sowieso sehr gerne handwerklich arbeite. Trotzdem ließ sie mich außen vor. Familie und Bekannte renovierten die neue Wohnung, brachten und bauten Möbel auf, halfen beim Umzug. Als ich ihr sagte, dass mich die Ablehnung meiner Hilfe verletzt, bekam ich zur Antwort, dass sie mich nicht um Hilfe gebeten hätte, da sie dachte, dass ich auf der Arbeit zu viel Stress habe und sie wollte mich nur schonen, da ich dazu neigen würde bis zur Selbstaufgabe zu helfen. Ich denke aber, dass das einerseits ja wohl ganz alleine meine Entscheidung ist und zum anderen wäre das renovieren für mich eine willkommene Abwechslung zu meiner Bürotätigkeit gewesen.
Als ich sie dann einmal in der neuen Wohnung besuchte erzählte sie mir dann wer ihr wo mit was geholfen hat und von wem sie manche Einrichtungsgegenstände bekommen hat. Mich machte das alles total traurig, da ich, im Gegensatz zum Haus von ihr und ihrem Mann, null-komma-garnichts beigetragen hatte und mich dort auch einfach unwohl gefühlt habe.
Ich habe ihr dann auch gesagt, dass ich mich in ihrer neuen Wohnung nicht wohl fühle und auch einfach das Gefühl nicht los werde, dass unsere Freundschaft vor dem Aus steht und sie mich ja bereits durch andere Leute ersetzt hat bzw. dass ich das Gefühl habe, dass sie ihr "altes Leben" hinter sich lassen will und mich gleich dazu.
Sie war darüber total entrüstet, sagte, dass sich ihre Gefühle mir gegenüber überhaupt nicht geändert hätten und ich immer noch ihre beste Freundin und einer der wichtigsten Menschen in ihrem Leben wäre. Sie müsse sich nur erstmal an das neue Leben gewöhnen.
Ich frage mich, warum sich das dann für mich nicht so anfühlt. Seit sie umgezogen ist, ist ein Monat vergangen. In dieser Zeit haben wir uns einmal gesehen. Vorher haben wir uns mindestens einmal wöchentlich gesehen. Wir haben vorher in der Woche mehrfach miteinander telefoniert; seit dem Umzug schweigt mein Telefon. Ab und zu mal eine dünne SMS, in der sie noch nicht einmal fragt, wie es mir geht, sondern nur Statements über sich abgibt.
Ich fühle mich verletzt, dass diese Freunschaft so aprupt von 100 auf 0 zu fallen scheint. Ich bin enttäuscht, dass ich (scheinbar) an ihrem neuen Leben keinen Anteil mehr habe. Und ich weiß im Moment nicht, wie ich reagieren soll. Wir haben früher wirklich über alles geredet, ich wusste alles von ihr. Und jetzt, in der Trennungsphase, wo ich eigentlich dachte, dass man GERADE DA beste Freunde braucht, braucht sie mich überhaupt nicht. Ich verstehe die Welt nicht mehr und ringe mit mir, ob ich dieser Freundschaft überhaupt noch eine Chance geben soll.
Dazu sei erwähnt, dass ich scheinbar eine Art "Freundschaftstrauma" habe. In meiner Schulzeit hatte ich auch eine beste Freundin, mit der ich durch dick und dünn gegangen bin. Für die ich gelogen habe, als sie einen Freund hatte und ihre Eltern nichts davon wissen durften. Für die ich gelogen habe, als sie ihrem Freund fremd gegangen ist. Als er das herausfand stand er bei mir auf der Matte! Ich habe dann zwischen beiden vermittelt und es wurde (zwischen ihnen) alles wieder gut. Nur meine Freundin meldete sich kaum noch bei mir. Irgendwann fragte ich sie, was nicht mehr stimmt und bekam zur Antwort, dass ich scheinbar zu blöde sei zu merken, dass wir nicht mehr auf einer Wellenlänge liegen und dass ich ja sowieso nur jedem mit meiner Hilfsbereitschaft auf den Nerv gehen würde und auch das nicht merken würde. Das war das Ende. Und auch da war ich zutiefst verletzt. Jahrelang hab ich den Kopf für sie hingehalten, ihr immer geholfen und bekam dann sowas zur Antwort.
Ich habe Angst, dass es jetzt genauso ist und ich auch diesmal wieder zu blöde bin um zu kapieren, dass sie mich nicht mehr benötigt.
Welche Prognose habt ihr? Hat diese Freundschaft noch eine Chance verdient? Oder sollte ich besser einen Haken dahinter machen um nicht wieder so tief verletzt zu werden?