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Endlos lange Vorbereitung für BA

BugglesBand

Neues Mitglied
Guten Abend,
Die Planung der Bachelorarbeit in BWL zieht bei mir schon seit März 2024. Die erste Zusammenarbeit mit meinem Professor, die ich aus Angst vor der Bachelorarbeit jedoch abbrach, ging bis Ende Juni 2024. Es scheiterte am Eigenanteil des ersten Vorschlags, welchen ich mir im Nachgang der Aufbereitung nicht zutraute. Ich fiel in ein tiefes Loch.
Dann hatte ich den Plan ein Praktikum zu absolvieren um ein Praxisunternehmen für meine Bachelorarbeit zu finden. Es sollte eine praxisorientierte BA anstelle einer Literaturarbeit werden. Dies scheiterte jedoch auch und zog mich noch weiter runter.
Nun bin ich seit April dieses Jahres wieder in Kontakt mit dem Professor und bereite eine Literaturarbeit vor. In Eigenregie habe ich dazu mittlerweile das vierte Expose zu einem beliebigen Unterthema meines Hauptthemas (Nachhaltigkeitscontrolling) erstellt, aber es scheitert weiterhin daran ein Konzept für den Eigenanteil der BA auszuarbeiten. Dabei sind die Ablehnungsgründe für das Expose vielseitig - Zu komplex und aufwendig für BA, keine fiktiven Unternehmen erfinden, zu hohe Anlehnung an eine bereits bestehende BA oder MA, etc.. Vom Professor fühle ich mich mittlerweile nur noch alleine gelassen. Während man zu Beginn noch mit ihm sprechen konnte, geht die Sprechstunde mittlerweile nur noch so nach dem Motto "Sie kennen ja das Prozedere und die Thematik, kommen Sie in einem Monat wieder. Dann können wir bald anmelden" Dazu kommt es aber bekanntlich nie. Für nächste Woche stelle ich ihm wieder drei neue Exposes mit unterschiedlichen Konzeptionen vor. Dabei arbeite ich gefühlt jedes Mal ins Schwarze hinein ohne zu wissen, inwiefern das Konzept im Zuge einer Bachelorarbeit überhaupt umsetzbar ist.
Die Bachelorarbeit wird bei mir zu einer unendlichen Qual und das liegt nicht einmal an der Thematik an sich sondern dem wissenschaftlichen Arbeiten. Seltsamerweise hatte ich mit Hausarbeiten bisher nie solche Probleme. Ein Wechsel des Professors ist auch schwer möglich, da ich sonst komplett den Studienschwerpunkt, d.h. von Controlling zu Rechnungswesen oder Marketing, wechseln müsste. Von dem anderen Themengebiet habe ich dann natürlich auch deutlich weniger Ahnung und müsste wieder vom Neuen anfangen. Durch die Aktion mit der Bachelorarbeit studiere ich jetzt schon die doppelte Zeit der Regelstudienzeit. Von meinem Vater höre ich nur so Sätze "Wann geht das denn mal mit dem Professor voran?, Wann bist du endlich fertig?, etc." Ebenso mache ich meiner Mutter Kummer, weil es absolut nicht weitergeht. Ich selbst leide seit der Vorbereitung der BA mit dem Professor an Schlafmangel, Übelkeit und Erbrechen, einem fehlenden Hungergefühl sowie Kopfschmerzen. Mir fehlt an für sich nur noch die Bachelorarbeit, aber momentan überlege ich echt eine Alternative zum Studium. Ich weiß langsam nicht mehr weiter.
 
Hallo BugglesBand,
oje, das kommt mir sehr bekannt vor. Einer Bekannten ging es fast genau so wie dir. Sie hat jetzt das Studium ohne Masterarbeit beendet, weil sie nur noch Gebühren bezahlen musste, aber der Prof hat sich nicht bewegt und immer neue, teils unsinnige Sachen von ihr gefordert.

Da ist guter Rat teuer ... ich würde mal mit einer neutralen Person von der Uni sprechen und vielleicht dann zusammen zum Professor gehen, um das Thema final zu klären. Eventuell auch einen Rechtsanwalt zu Hilfe nehmen. Auf jeden Fall nicht mehr von dem, was bisher schon nicht funktioniert hat! Es scheint Profs zu geben, die auf diese Weise Aufmerksamkeit bekommen und Macht ausüben wollen. Da musst du deutlich ein Stopp-Signal setzen! Nicht der Fluchttendenz nachgehen, sondern dein Recht verteidigen und dir Unterstützung holen!

Alles Gute und viel Erfolg!
Werner
 
Gibt es an Deiner Uni eine psychologische Beratung? Ganz unabhängig vom Thema klingst Du psychisch sehr belastet und festgefahren. Es liest sich, als ob Du momentan weder vor noch zurück kannst.

Das Wichtigste ist, eine gute, abgegrenzte Fragestellung zu finden - das ist superschwer, aber die halbe Miete. Grundsätzlich ist es der Job des Profs, Dich hier zu beraten. Ich stolpere ein bisschen darüber, dass Du innerhalb einer Woche drei Exposees schreibst - mit allem, was da an Recherche dazugehört, ist das recht schwierig.

Hast Du ein Thema/einen Gegenstand, der Dich interessiert? Dann einige Dich erstmal darüber mit Deinem Prof. Dann bleib dabei und versuche, eine Fragestellung zum Thema zu entwickeln, ausgehend von möglichst aktueller Literatur. Die soll der Prof dann mit Dir zusammen korrigieren und eingrenzen (Themen, die Studis vorschlagen, sind immer zu gross für eine BA). Dann einigt ihr euch auf die Gliederung.
 
Gibt es an Deiner Uni eine psychologische Beratung? Ganz unabhängig vom Thema klingst Du psychisch sehr belastet und festgefahren. Es liest sich, als ob Du momentan weder vor noch zurück kannst.

Das Wichtigste ist, eine gute, abgegrenzte Fragestellung zu finden - das ist superschwer, aber die halbe Miete. Grundsätzlich ist es der Job des Profs, Dich hier zu beraten. Ich stolpere ein bisschen darüber, dass Du innerhalb einer Woche drei Exposees schreibst - mit allem, was da an Recherche dazugehört, ist das recht schwierig.

Hast Du ein Thema/einen Gegenstand, der Dich interessiert? Dann einige Dich erstmal darüber mit Deinem Prof. Dann bleib dabei und versuche, eine Fragestellung zum Thema zu entwickeln, ausgehend von möglichst aktueller Literatur. Die soll der Prof dann mit Dir zusammen korrigieren und eingrenzen (Themen, die Studis vorschlagen, sind immer zu gross für eine BA). Dann einigt ihr euch auf die Gliederung.
Da habe ich mich wohl etwas unverständlich ausgedrückt. Ich habe jetzt in gut einem Monat zwei neue Exposes erstellt und ein älteres Expose nochmal konzeptionell überarbeitet. Davor habe ich bereits zwei Wochen mir schon allgemeine Stichpunkte zu den Themen aufgeschrieben, d.h. praktisch die Grundlagen notiert und Quellen rausgesucht.
Thematisch befassen sich alle Exposes mit meinem Hauptthema Nachhaltigkeitscontrolling. In jedem Expose beleuchte ich das Nachhaltigkeitscontrolling jedoch aus anderen Blickwinkeln. So befasst sich ein Expose mit einem Leitfaden für KMU zur Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie, während ein anderes Expose auf einem Vergleich von Wesentlichkeitsanalysen zweier Unternehmen aus verschiedenen Unternehmensbranchen basiert. Nächste Woche Sonntag werde ich die Exposes abschicken und ihn bitten mir eine kurze Rückmeldung bzgl. der Machbarkeit der einzelnen Exposes zugeben. Welches Expose ist für ihn am vielversprechendsten? Ich befürchte, dass die Ideen aber wieder zu umfangreich sein werden oder das Konzept nicht hinhaut.
Nachhaltigkeitscontrolling an sich interessiert mich, aber ich habe kein Unterthema welches für mich besonders heraussticht. Es kommt für mich viel mehr darauf an, was mit den einzelnen Unterthemen überhaupt möglich ist und inwieweit ich es dann noch verstehe. Ich möchte mich auch nicht zu einem Thema drängen lassen nur weil ich im Juli eigentlich beginnen wollte. In Prinzip möchte ich nur einen Eigenanteil, bei welchem ich nicht das Gefühl habe durchzufallen. Das Thema kann theoretisch noch so interessant klingen, wenn der Eigenanteil dann doch bockschwer ist.
Innerhalb der Sprechstunde wird mir meistens nur sowas gesagt wie "Schau dir mal die Themen xxx und xxx an. Vielleicht ist da ja etwas dabei für dich". Dann suche ich allgemeine Informationen zu den Themen raus, sammle Quellen und schaue mir alte BA an. Im nächsten Gespräch zeige ich ihm mein Dokument und werde daraufhin von ihm gefragt, ob mir ein Thema gefällt. Einige Male habe ich ihm dann eine dieser alten BA vorgestellt und gesagt, dass ich sowas ähnliches vorstellen könnte. Dies sei jedoch aufgrund eines fehlenden Partnerunternehmens, dem Verbot eines fiktiven Unternehmens oder unzureichenden Quellen in der übrigen Literatur für mich nicht möglich. Die Möglichkeiten, die mir mit meiner Literatur bleiben, sprechen mich oftmals nicht an bzw. machen die Thematik für mich unverständlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin kein BWLer, Deine Ansätze klingen aber für mich vernünftig. Wichtig wäre eine FRAGE, nicht nur ein Thema. Also: Welchen Einfluss hat xy auf z in KMUs am Beispiel von abc.
 
Eine Forschungsfrage habe ich jeweils formuliert. Im Expose zu der Wesentlichkeitsanalyse kam ich z.B. auf die Idee, erst jeweils die Wesentlichkeitsanalysen zweier DAX-Unternehmen innerhalb der gleichen Branche zu vergleichen und dann später wiederum diese mit zwei weiteren DAX-Unternehmen einer anderen Branche zu vergleichen. Bei der Idee habe ich mich an einer Masterarbeit orientiert, wobei ganze 34 Wesentlichkeitsanalysen untersucht wurden. Ich befürchte aber, dass es sich in meinem Fall dann um ein Strukturplagiat handelt. Die einzelnen Analyseschritte wären vom Vorgehen ähnlich, aber ich wende sie auf andere Unternehmen an und verfolge damit ein anderes Ziel. Ich weiß auch nicht wie ich da das Rad neu erfinden soll, da ich mir keine neuen Inhalte ausdenken kann. KI gibt auch keinen anderen Aufbau für eine Analyse an.
Grundsätzlich kann ich aber nicht einschätzen, ob dies überhaupt noch Bachelorniveau ist. Diese Antwort erhalte ich erst, wenn ein fertiges Expose steht und ich es eingereicht habe.

Ich bemühe mich irgendwie voran zu kommen, aber es klappt vorne und hinten nicht. Ansonsten hätte ich auf Nachreden meiner Eltern bestimmt schon eine Lehre anfangen müssen. So nach dem Motto entweder du schaffst jetzt die Bachelorarbeit oder wirst *irgendein Beruf mit einem schlechten Ansehen*. Praktisch eine Lehre anfangen ohne Beachtung meiner Interessen sowie nur des Geldes wegen.
 
Du schreibst, dass dir Hausarbeiten besser von der Hand gingen. Wie bist du bisher bei Hausarbeiten vorgegangen?

Ich habe mir selbst sehr schwer mit der Abschlussarbeit gemacht und dachte, das sei jetzt Endstation, das schaffe ich nicht. Habe auch verhältnismäßig lange gebraucht, bis ich mal irgendwas anmelden konnte.

Überlege dir eine Forschungsfrage, schreib ein Exposée dazu, achte jetzt nicht so sehr darauf, ob es das irgendwo schon einmal in der ähnlichen Form gibt und melde es dann einfach an.
Solange man die Arbeit nicht anmeldet, passiert irgendwie nichts.

Sprich mit deinem Prof über das Thema und er soll dann das Go geben, sonst wird das nie was. Egal, auch wenn es jetzt nicht dein Traumthema ist. Du musst an einem Tag X anfangen.

Im Notfall änderst du das Thema und machst was Anderes, anscheinend kommst du ja mit Nachhaltigkeitscontrolling nicht so weiter. Vielleicht ein anderes Thema?
 
Es handelt sich hierbei immernoch um eine Bachelorarbeit. Dafür muss nicht das Rad neu erfunden werden.

Du schreibst, dass du dich bei der Wesentlichkeitsanalyse an einer MA orienterst.
Zu diesem Thema gibt es in der Google-Suche direkt 10 weitere BA, welche innerhalb der letzten 5 Jahre veröffentlicht wurden.
Ich bin mir sicher, du hast die alle schon überflogen und eine Struktur erkennen können, die alle Arbeiten gemeinsam haben? Aus diesen allen Arbeiten hast du doch bestimmt schon einen Mix an Analyse tools zusammenstellen können, genau so wie den Theorieteil mit den sich wiederholenden Begriffserklärungen?

Meine Empfehlung: Aus all diesen BA leitest du deine eigene BA ab und beziehst im Praxisteil auf deine Wahl der DAX Unternehmen.

Du kommst mir sehr Widersprüchlich rüber. Einerseits schreibst du ein Exposé nach dem anderen, welche teilweise abgelehnt werden, da die BA zu umfangreich wäre. Hausarbeiten waren vorher auch kein Problem. Bei deinem streben nach Perfektion scheiterst du an deinen eigenen Anforderungen.
Anderseits bist du im 12 Semester und sitzt seit einem Jahr an deiner BA und hast noch nichts zu Papier gebracht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei arbeite ich gefühlt jedes Mal ins Schwarze hinein ohne zu wissen, inwiefern das Konzept im Zuge einer Bachelorarbeit überhaupt umsetzbar ist.
Davon wäre ich als Prof auch schwer genervt.
Ich befürchte, dass die Ideen aber wieder zu umfangreich sein werden oder das Konzept nicht hinhaut.
An dieser Stelle würde ich halt mal auf die Tipps des Prof hören.
Ich möchte mich auch nicht zu einem Thema drängen lassen nur weil ich im Juli eigentlich beginnen wollte.
Klingt logisch. Aber in diesem Leben schon noch, oder wäre das zu viel Bedrängnis?
Die Möglichkeiten, die mir mit meiner Literatur bleiben, sprechen mich oftmals nicht an bzw. machen die Thematik für mich unverständlich.
Ja also mich wundert es, dass dich der Professor überhaupt noch ernst nimmt.
Ein Wechsel des Professors ist auch schwer möglich, da ich sonst komplett den Studienschwerpunkt, d.h. von Controlling zu Rechnungswesen oder Marketing, wechseln müsste. Von dem anderen Themengebiet habe ich dann natürlich auch deutlich weniger Ahnung und müsste wieder vom Neuen anfangen.

Ganz ehrlich. Ich bin Betriebswirtin. Wenn Du schreibst, dass du außer Controlling nix gelernt hast (deutlich weniger Ahnung) und in Themen wie Marketing und Rechnungswesen nicht sattelfest bist, dann ist aber was oberfaul als BWL-Student. Und innerhalb dieses Controllings muss es unbedingt Nachhaltigkeitscontrolling sein weil: alles andere "spricht dich nicht an". Bist du zu gut für, was?

Ich will dir wirklich nicht zu nahe treten aber den Professor für deine Defizite verantwortlich zu machen ist natürlich einfach.
 
Ganz ehrlich? Für mich klingt das nach einem seltsamen Professor, der keine Lust mehr hat, sich mit dir auseinanderzusetzen. Ich komme aus einem anderen Fachbereich (NaWi) aber bei meiner Bachelorarbeit wurde mir das Thema inhaltlich relativ eng vorgegeben und gut begleitet. Zudem ist es nur eine Bachelorarbeit, die eh niemand so ganz für voll nimmt, da einfach zu kurzer Zeitraum. Da erfindet niemand das Rad neu!
Versuch dich nicht zu arg unter Druck zu setzten!
 

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