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Einsamkeit und schönes Wetter

Blondine

Mitglied
Hallo zusammen!

Es ist schönes Wetter und das Wochenende steht vor der Tür. Aber man hat niemanden mit dem man was unternehmen kann, also bleibt man zu Hause?!

Ich frage, weil es mir so geht. Das Wetter macht mich leicht depressiv, obwohl es so schön ist. Da ich niemanden habe mit dem ich raus gehen könnte und das klasse Wetter nutzen könnte. Wenn ich aus meinem Fenster gucke und mir das rege Treiben auf der Straße angucke werde ich jedes Mal richtig neidisch und traurig.

An alle Betroffenen: Was macht ihr in solchen Fällen? Rafft ihr euch auf und geht alleine raus? Wenn ja, was motiviert euch dazu und wie geht es euch dabei? Und vorallem was unternehmt ihr dann?

Ich frage, weil ich eben raus aus diesem Trott möchte und ohne schlechtes Gefühl im Bauch wenigstens das Wetter genießen möchte, wenn ich schon niemanden habe. Aber momentan treibt mir diese Vorstellung eher Angstschweiß auf die Strin. Ich hab immer das Gefühl als könnte man es mir ansehen, dass ich niemanden habe und allein unterwegs sein muss. Auch wenn das völliger Quatsch ist. Nur abstellen kann ich das nicht.

LG Blondine
 
Hallo Dr. House,

ich habe das in einem anderen Thread schonmal geschrieben. Es ist so, früher hatte ich viele Bekannte. Immer jemanden um mich herum. Das verlief sich nach der Schulzeit im Sande. Später hatte ich nur noch wenige Freunde und Bekannte, denn die meisten kamen und gingen mit meinen Ex-Freunden.

Die letzten 2 hat mein Ex-Freund vergrault. Er hat mich mit Gewalt und psychischem Druck davon abgehalten allein etwas zu unternehmen, sogar Telefonate oder das chatten im Internet hat er unterbunden. Jetzt wo ich mich aus der Beziehung gelöst habe und versucht habe wieder den Kontakt herzustellen bin ich auf wenig verständnis gestoßen. Ich hätte mich früher trennen müssen (konnte ich nicht, ich hatte Angst- die sich bei der Trennung auch bestätigt hat), ich wäre deswegen selbst Schuld und wenn die beiden mir wichtig gewesen wären hätte ich schon Mittel und Wege gefunden um den Kontakt aufrecht zu erhalten. Diese Mittel und Wege habe ich eben nicht gefunden und so haben mir dann meine letzten zwei Bekannten auch völlig den Rücken gekehrt.

Sonst hatte ich dann immer meinen Ex um mich herum. Das war zwar nicht toll, aber ich musste mich nicht mit dem völligen allein sein auseinader setzen. Und eben das muss ich nun tun. Ich will nicht den ganzen Tag in der Bude hocken und mich selbstbemitleiden. Aber offensichtlich bin ich zu unkreativ und zu schüchtern allein was tolles zu unternehmen.

Gruß Blondine
 
Naja, es gibt zwei Möglichkeiten: Selbst was zu machen, also alleine. Oder du baust dir Stück für Stück wieder einen Freundeskreis auf. Wie sieht es denn mit Familie aus?
 
Naklar kenne ich das auch und sicher noch 100000Andere.
Also, ich kann auch allein raus gehen, aber es macht ja wirklich nicht so viel Spaß.
ich gehe ins Cafe auf der Straße und lese ein Buch.

Ich suche mir Bekannte, indem ich meinen Interessen nach einen Kurs an der VHS oder im christl Bildungsverein, besuche.
Ich gehe in die Gemeinde meiner Kirche, auch wenn ich nicht in der Kirche bin, höre zu und schaue was an Veranstaltungen angeboten wird. Dort lerne ich wieder Leute kennen.

Ich gehe ins Fitnessstudio und schau ob jemand schaut, oder auch ins Freibad oder in die Schwimmhalle.
Ich glotze auch die Mitglieder einer Selbsthilfegruppe an (irgendwas hat man ja immer) und gehe wenn mirs nicht gefällt, um nie wieder zu kommen.

Ich besuche gern Verwandte, die kennen dann auch immer welche.

Reicht das???

Lilly
 
Einen neuen Freundeskreis aufbauen... das wäre ein großer Wunsch. Ich weiß nur nicht wie.

Ich bin seit 3 Jahren an der Uni und habe keinen einzigen Kontakt mit jemandem mit dem ich über etwas anderes als den Uni-Stoff reden kann. Es wäre auch niemand dabei, wo ich mir vorstellen könnte dass man sich privat versteht. Versucht habe ich das schon ein paar Mal. Aber dann saß man irgendwo im Café, hat in sein Getränk gestarrt und wusste nicht recht was zu erzählen. Das hat zwischenmenschlich nicht funktioniert.

Meine Familie lebt ca. 750 km von mir entfernt. Mein Vater und meine Stiefmutter (leben in der Nähe) haben da kein Verständnis. Sie empfinden meine Probleme eher als nichtig, weil sie sich meine Situation gar nicht vorstellen können. Dort kann ich zwar alle 2-3 Wochen mal zum Abendessen vorbei kommen. Da gehts dann: "Wie läuft die Uni?" und "Du musst auf das Haus aufpassen und die Tiere versorgen, wir sind dann und dann nicht da!". Für das Zwischenmenschliche gibt es da kaum interesse. Habe mich mal versucht anzuvertrauen. Das ist allerdings gescheitert. Es wurde eher ins lächerliche gezogen. Also hab ich das auch aufgegeben.
 
Du studierst.

Das ist gut, denn es bedeutet, du hast zumindest regelmäßig Kontakt mit anderen Menschen. Ich kann das aus der Ferne jetzt nicht ganz nachvollziehen, wenn du schreibst, dass es da niemanden auf der Uni gibt, mit dem du dich privat verstehen könntest.

Wie meinst du das genau?

Weiterhin, welche Hobbies hast du denn? Möglicherweise kann man da ansetzen, ja, wird man sogar sehr wahrscheinlich ansetzen können. Für mich steht da die Frage im Vordergrund, wer du selbst bist? Wer bist du?

Was machst du gerne, was machst du nicht so gerne?
 
Ich fühle mich nicht so als der "klassische Student". Also der ganz nach Klischee bei ersten Sonnenstrahl trotz noch eisiger Temperaturen schon in Bermudashorts auf dem eiskalten Boden sitzt und nen Eis isst. Oder so überflüssiges Blabla von mir geben wie "Meine Freundin hat gestern mein Shampoo leer gemacht, deswegen konnte ich mir nicht die Haare waschen!", nur um mitzuteilen dass derjenige ne Freundin hat. Wenn ich das höre, da kann ich nur mit den Augen rollen. Und davon gibt es bei uns wohl ziemlich viele. Oder ich gerate einfach nur an sie.

Und zu "normalen" Mädels pass ich einfach nicht.
Ich höre gerne Metal und Hardrock und besuche gerne Konzerte, aber allein habe ich daran keinen Spaß. Habe ich schon ausprobiert... Außerdem stehe auf Autos, Motorräder und Motorsport und habe es damals (als es noch Bekannte gab die hoch gefahren sind) geliebt mich am Nürburgring rumzutreiben. Ich selbst habe leider aus finanziellen Gründen keinen Früherschein. Außerdem hab ich im Sommer immer gern mit vielen Leuten bis spät Nachts immer irgendwo draußen gesessen beim Grillen, Musik usw. oder bei schlechtem Wetter auch mal in der Kneipe sitzen. Was ich nicht so mag sind Discothekenbesuche oder öde DVD-Abende.
 
Das ist doch schon mal sehr gut.

Natürlich muss man sich ein wenig anpassen, wenn man von der Masse akzeptiert werden will. Aber so wie ich das lese, willst du das auch gar nicht. Und du musst es ja auch nicht, schließlich hast du genug Interessen und weißt, was du magst.

Du kannst dir einen spezielle Freundeskreis aufbauen, der mit deinen Interessen übereinstimmt.

Ich sehe da gerade nicht grundlegende Probleme, sondern nur Vollzugsprobleme. Du weißt doch, wer du bist und was du magst. Vielleicht schon mal an einen Verein gedacht, der deinen Interessen entspricht? Oder spezielle Communities im Netz, die deinen Interessen entsprechen, sich aber auch regelmäßg real treffen?

Weiß nicht, wo du wohnst, aber auch in deiner Nähe dürfte es z.B. etwas mit Hardrock oder Motorsport geben.
 
In diversen Communities bin ich angemeldet. Aber davon halte ich nicht so viel. Es gibt zwar oberflächliche Kontakte, aber die brechen meist schnell ab aus den unterschiedlichsten Gründen.

Ich danke dir auf jeden Fall für den "Schubs" in die richtige Richtung. Ich weiß, dass ich selbst aktiv werden muss. Vielleicht bin ich einfach nicht hartnäckig genug oder zu ungeduldig. Aber die Hoffnung geb ich nicht auf. 🙂
 

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