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einsamkeit, depressionen, keine freundin

jack7

Mitglied
[FONT=Arial, sans-serif]Hallo Zusammen[/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]wahrscheinlich gibt es viele solcher berichte, ich bin trotzdem sehr dankbar für antworten[/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]keine Ahnung wo ich anfangen soll.. ich schreibe einfach mal drauflos.[/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Ich bin 18 Jahre alt und mein leben ist einfach scheisse. Habe kürzlich meine lehrstelle gekündigt weil ich es im büro nicht mehr ausgehalten habe. Jetzt sitze ich schon ein par monate rum und mache praktisch nichts. Ich habe keine motivation mehr. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ich habe keine freunde (hatte eigentlich nie richtige) und keine freundin, das macht mich echt fertig. Das ganze ist mittlerweile so schlimm dass ich einen regelrechten menschenhass entwickelt habe, vor allem auf frauen. Dabei bin ich eigentlich ein guter mensch, ich wollte schon immer die welt verbessern und den menschen helfen. [/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Das problem ist die verdammte angst. Es ist wie ein fluch. Sobald ich aus dem haus gehe ist sie da und ich kann nichts dagegen machen, sie zerstört mir so viel in meinem leben. (ist immer schwer zuzugeben, vor allem für männer aber ich bin sicher das es vielen so geht. Nur ist es bei mir extrem) [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Sobald auch nur ein einzelner mensch in meiner nähe ist geht es mir scheisse. Ich kann nicht mehr klar denken, mein herz rast, zittern usw...ich muss mich extrem überwinden damit ich auch nur in die nähe von menschen gehe. Menschenmassen sind der horror für mich. Ich erlebe dauernd sehr peinliche situationen deswegen sinkt mein selbstvertrauen noch mehr. Wenn ich rausgehe sehe ich alle miteinander reden und lachen wie es selbstverständlich wäre. Für mich ist das unheimlich schwer. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Die angst zu versagen ist immer mächtiger. Früher (Schule) hat mich das nicht gestört, die Heuchelei und das blöde gesellschaftliche getue hat mich schon immer genervt. Und dann laufen alle mit dem handy vor der schnauze durch die gegend, wie programierte roboter[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Doch mittlerweile bin ich nur noch einsam.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Bei hübschen frauen ist es noch viel schlimmer. Dabei wäre es kein problem für mich,. Bin sportlich, sehe gut aus und die frauen rennen mir eigentlich hinterher (bitte nicht selbstsüchtig verstehen, ich schildere nur meine Situation) und doch habe ich überhaupt keinen Kontakt zu frauen. Mittlerweile werde ich schon wütend, wenn ich nur eine sehe. Ich denke jedesmal. Du idiot, du idiot, es ist doch nicht so schwierig . Jeder Blick von einer frau ist für mich ein direkter angriff auf meine seele. (so im sinn: du könntest mich haben bist aber zu feige) [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Dabei bin ich eigentlich im herzen abenteuerlustig, wild und voller tatendrang, nur sobald ich unter menschen bin setzte ich sofort mein pokerface auf (wahrscheinlich habe ich mir das so angewöhnt um nicht verletzt zu werden). Die leute halten mich wahrscheinlich für einen bad boy mit der lederjacke und dem ganzen zeug. [/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Ich lebe völlig isoliert bei meiner mutter in der wohnung. Dabei möchte ich doch nur einmal leben ohne stress. Ich habe so viele träume für die zukunft (auswandern nach australien, weltreise, rockband gründen...), aber meine Angst zu versagen steht mir überall im weg. Habe früher kampfsport gemacht, habe dann aufgehört weil ich es nicht ertragen konnte nach der arbeit wieder unter menschen zu sein. Bin momentan am motorrad fahren lernen, doch auch da habe ich wieder scheisse erlebt und möchte am liebsten aufhören.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Keine ahnung von wo das kommt.... meine eltern hatten sich schon früh geschieden.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ich hatte eigentlich nie richtig kontakt zu meinem vater und auch heute ist er fast ein fremder. Ich denke das könnte der grund sein . Mein vater war weg und meiner mutter war alles scheiss egal. Ich hatte nie jemanden der mir beigebracht hat zu leben und mit problemen umzugehen. Ich war immer allein. Ich hasse meine eltern dafür was sie mir angetan haben. Aber da bin ich wahrscheinlich nicht der einzige. Viele eltern machen alles falsch und zerstören somit die leben ihrer kinder, wahrscheinlich waren ihre eltern auch nicht besser. Mir ist klar das ich zuerst einen job suchen sollte vor allem weil ich kein geld mehr habe, aber ich habe einfach keine motivation ich möchte zuerst etwas schönes erleben um zu sehen das es doch noch gutes im leben gibt.. im moment lebe ich abwechselnd zwischen hoffnung das alles einmal besser wird und der absoluten depression in der ich mich am liebsten umbringen würde. Ich will irgendetwas verrücktes machen. Was ich schon länger im kopf habe ist eine ca. 3 Monatige velotour ans mittelmeer,alleine, muss nur noch genügen geld zusammenbringen. Vieleicht gibt mir das wieder mehr lebenswillen.[/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Vielen dank für die die das durchgelesen haben.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Sorry wegen des langen textes, habe sonst niemanden zum reden, keine ahnung was ich davon erwarte....[/FONT]
 
hallo, lieber Jack,

du bist jetzt 18 Jahre alt. Es ist langsam an der Zeit, erwachsen zu werden. Die Lehrstelle zu schmeissen war Mist.
Es gibt immer schwierige Situationen im Leben. Und immer stehst Du vor der Wahl: Standhalten oder Weglaufen

Und wie sieht Dein Leben jetzt aus? Wohl eher wie weglaufen... sich verkrümeln in Träume, Grübeleien. Am liebsten würdest Du hören: Du kannst nichts dafür, Du bist krank und die Eltern sind schuld.

Den Wunsch wegzulaufen verstehe ich ... aber er führt zu keiner guten Lösung. Aufgaben anpacken, sich ihnen stellen, ja - sich Aufgaben suchen. Und wenn es schwer wird? Dann wird es eben schwer. Willst Du im Leben zu den Gewinnern gehören, dann solltest Du lernen, Dich Deinen Aufgaben zu stellen.

LG, Nordrheiner
 
Moin Jacky,

bevor ich es vergesse, sieh mal hier: Startseite - Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke.
Es gibt viele Möglichkeiten, jungen Menschen wie Dir zu helfen.

So alleine bist Du mit Deiner Erfahrung nicht, sondern teilst sie mit vielen jungen Menschen. Es ist leider so, dass sich in vielen Elternhäusern weder Vater (wenn denn einer da ist), noch Mutter für die schulische Laufbahn ihrer Kinder besonders interessieren. Deiner Schilderung entnehme ich, dass dies in deiner Familie der Fall war und ist.

Das ist gewissermaßen Deine Hypothek, die Du von zu Hause mitbekommen hast, und die Du nun mit Dir herumschleppst. Wärst Du jetzt 35, dann könnte man sagen "Scheiße gelaufen, und Du wirst Dich wohl begnügen müssen damit, dass das alles nichts mehr wird."

Aber, junger Mann, Du bist gerade 18 Jahre. Und Du hast Dein Leben noch vor Dir. Deshalb ist es wichtig für Dich, Dich äußerlich und in Deinem Denken von Deinen bisherigen Erfahrungen zu lösen. Ich weiß, das klingt simpel, was es nicht ist, aber Du musst diesen ersten Schritt tun, um die Spirale zu durchbrechen.

Die erste - sicher nicht ganz leichte - Aufgabe für Dich besteht aus meiner Sicht darin, Dich von Deinem Elternhaus zu lösen und Dich im wahrsten Sinne des Wortes auf die Socken zu machen. Ich sage es krass: Was Besseres findest Du überall!

Aus diesem Grund habe ich Dir gleich zu Beginn diesen Link in meine Antwort gelegt. In den Förderungswerken haben sie große Erfahrungen mit jungen Menschen wie Dir und sie verfügen über entsprechende Einrichtungen und Hilfsangebote.

Wende Dich an die oben genannte Adresse und schreib ihnen. Deine Ausbildung kannst Du dann in einer Internats ähnlichen Einrichtung machen. Dort erfährst Du fachliche und soziale Unterstützung. Mir sind aus meiner langjährigen früheren Tätigkeit als Lehrer viele ehemalige Schüler/innen bekannt, die diesen Weg dann erfolgreich gegangen sind, und die schließlich in Beruf und Leben Fuß gefasst haben.

Also: Sieh Dir das mal an und dann telefoniere mit dem für Dich zuständigen Förderungswerk. Dort bekommst Du weitere Hinweise.

Ich wünsche Dir den Mut, das zu tun und Menschen, die Dich endlich unterstützen!

Alles Gute!

Burbacher
 
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