Atoyot
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Berlin (dpa) - Bundesjustizministerin Zypries (SPD) hat sich im Zusammenhang mit der Integration von Ausländern für eine Art Schuluniform in Deutschland ausgesprochen. Angesichts der Debatte, ob muslimische Mädchen verschleiert zur Schule kommen dürfen oder nicht, sagte die Ministerin der "Welt am Sonntag": "Hier gibt es übrigens eine einfache Lösung zur Konfliktvermeidung - alle Schülerinnen und Schüler sollen einheitliche Schulkleidung tragen. Damit beseitigen wir nicht nur die Burkas, sondern auch Probleme, die sich durch soziale Unterschiede ergeben."
In Bonn waren kürzlich zwei muslimische Schülerinnen vom Unterricht ausgeschlossen worden weil sie mit Burkas total verschleiert in ihrer Klasse erschienen waren. Zypries warnte in dem Interview vor zunehmenden Ressentiments gegenüber Ausländern...
In Europa ist Großbritannien das Land der Schuluniformen. Dort sind Schulkinder an ihren blauen Pullovern und karierten Röcken oder blauen Hosen gleich erkennbar. Auch in Deutschland gab es immer wieder Versuche mit Schulkleidung, etwa in Berlin, Hamburg und Brandenburg.
Von Seiten der Kultusministerkonferenz (KMK) hieß es bisher, in der Bundesrepublik habe man sich aus historischen Gründen nach dem Zweiten Weltkrieg gegen Schuluniformen entschieden. Zu frisch seien noch die Erinnerungen an die Uniformen der Hitlerjugend und des Bundes Deutscher Mädel. Eine grundsätzliche Verordnung von einheitlicher Kleidung werfe auch die Frage auf, in wie weit in die Rechte von Schülern und Eltern eingegriffen werde.
Was ich denke: Uniformen beseitigen auch nicht zwangsläufig alle Ressentiments und alle interkulturellen Konflikte, man denke an Militär und Polizei wo es Ressentiments und interkulturelle Konflikte und Benachteiligung trotz Uniform geben kann.
Das Wort "Uniform" kann durch "Schulkleidung" ersetzt werden. Interkulturelle Konflikte zu vermeiden kann nicht der ausschlaggebende Grund sein Schulkleidung einzuführen, diese betreffen nicht alle, es hängt auch vom Einzugsgebiet ab ob diese Konflikte ein Problem sind - es kann nicht nur darum gehen "Burkas zu beseitigen".
"Schuluniformen gegen Burkas", so eine Schlagzeile am heutigen Tage, das alleine kann es nicht sein. Nicht vorrangig "gegen", sondern "für": ausschlaggebend für das Anziehen der Schulkleidung sollte eine positive Motivation für alle sein mit der sich alle identifizieren können - ein positiver Grund der für alle anziehend ist. Argumente für Schulkleidung die oft genannt werden sind: besserer Zusammenhalt, eine bessere Identifikation mit der Schule als Lern- und Lebensraum, also Wir-Gefühl anstelle des Cliquenwesens - und vor allem dass dem Status- und Konsumdruck entgegengewirkt werden könnte, sodass Platz geschaffen werden könnte in den Köpfen für die wirklich wichtigen Werte!
PRO und CONTRA Schulkleidung: was fällt Euch dazu ein?
In Bonn waren kürzlich zwei muslimische Schülerinnen vom Unterricht ausgeschlossen worden weil sie mit Burkas total verschleiert in ihrer Klasse erschienen waren. Zypries warnte in dem Interview vor zunehmenden Ressentiments gegenüber Ausländern...
In Europa ist Großbritannien das Land der Schuluniformen. Dort sind Schulkinder an ihren blauen Pullovern und karierten Röcken oder blauen Hosen gleich erkennbar. Auch in Deutschland gab es immer wieder Versuche mit Schulkleidung, etwa in Berlin, Hamburg und Brandenburg.
Von Seiten der Kultusministerkonferenz (KMK) hieß es bisher, in der Bundesrepublik habe man sich aus historischen Gründen nach dem Zweiten Weltkrieg gegen Schuluniformen entschieden. Zu frisch seien noch die Erinnerungen an die Uniformen der Hitlerjugend und des Bundes Deutscher Mädel. Eine grundsätzliche Verordnung von einheitlicher Kleidung werfe auch die Frage auf, in wie weit in die Rechte von Schülern und Eltern eingegriffen werde.
Was ich denke: Uniformen beseitigen auch nicht zwangsläufig alle Ressentiments und alle interkulturellen Konflikte, man denke an Militär und Polizei wo es Ressentiments und interkulturelle Konflikte und Benachteiligung trotz Uniform geben kann.
Das Wort "Uniform" kann durch "Schulkleidung" ersetzt werden. Interkulturelle Konflikte zu vermeiden kann nicht der ausschlaggebende Grund sein Schulkleidung einzuführen, diese betreffen nicht alle, es hängt auch vom Einzugsgebiet ab ob diese Konflikte ein Problem sind - es kann nicht nur darum gehen "Burkas zu beseitigen".
"Schuluniformen gegen Burkas", so eine Schlagzeile am heutigen Tage, das alleine kann es nicht sein. Nicht vorrangig "gegen", sondern "für": ausschlaggebend für das Anziehen der Schulkleidung sollte eine positive Motivation für alle sein mit der sich alle identifizieren können - ein positiver Grund der für alle anziehend ist. Argumente für Schulkleidung die oft genannt werden sind: besserer Zusammenhalt, eine bessere Identifikation mit der Schule als Lern- und Lebensraum, also Wir-Gefühl anstelle des Cliquenwesens - und vor allem dass dem Status- und Konsumdruck entgegengewirkt werden könnte, sodass Platz geschaffen werden könnte in den Köpfen für die wirklich wichtigen Werte!
PRO und CONTRA Schulkleidung: was fällt Euch dazu ein?
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