• Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Einfach weg.......für immer

G

Gast

Gast
Hallo Ihr lieben,

erstmal bin ich sehr froh dieses Forum endeckt zu haben. Ich hätte nie im Traum gedacht das ich mal auf sowas zurückgreifen muss, zumal es eher so ist das ich versuche zu helfen.....
Es ist sehr sehr viel passiert in dem letzten halben Jahr und ich habe zu kämpfen das ich es hinbekomme den Tag zu überstehen.
Am 28.06.05 fing das ganze Unheil an und ich frage mich warum es immer wider mich trifft.
An dem besagten Datum starb nach langer langer schwerer Krebskrankheit mein Schwiegervater.Er war nicht immer ganz okey aber er war eben doch für mich wie ein Vater da ich nie einen hatte.Bei ihm war es klar das es so kommen würde und ich war irgendwo einigermassen drauf eingestellt das ich Ihn bald nicht mehr sehen würde.

Am 12.01.06 starb sehr unerwartet und plötzlich meine Schwiegermama (sie war für mich wie meine 2 Mutter den sie war egal was ich hatte immer da).
Sie kam am 11.01.06 ins Krankenhaus, weil sie ein offenes Bein hatte und mal wieder ganz durchgecheckt werden sollte.......
Am 12.01.06 wollte ich sie am Nachmittag besuchen, den ich hatte Ihr doch so einiges zu erzählen.
Als ich das Krankenzimmer betrat beschlich mich ein saukomisches Gefühl von dem ich noch nicht ahnte das wirklich was passiert war.
Ich ging zu meiner zweiten Mama und berührte sie den es sah für mich so aus als würde sie schlafen.
Doch sie rührte sich nicht........ich rannte in Panik auf den flur der Station und bat eine Schwester zu kommen die rief einen Arzt hinzu.
Ich stand die ganze Zeit auf dem Flur und wusste innerlich das sie gegangen war.....und heulte ohne ende.
Es waren noch schwestern auf dem Gang die das sahen aber glaubt mal nicht es hätte sich einer um mich gekümmert.
Eine Zeit lang später bat mich der doc mit Ihm zu kommen, er hätte mir was zu sagen.
Ich schaute ihn an und las in seinen augen das er nichts gutes zu sagen hatte,und ich sagte nur zu ihm ob er mich verarschen willl.......ich stand total neben mir und konnte und wollte es nicht glauben.
Ich wusste nicht eine Telefonnummer meiner Familie auswendig.....mein Handy hatte ich noch in meiner Tasche und die war bei Ihr im Zimmer.....der Doch war so frei mir die Sachen zu holen.
Ich durfte dann die Nummern aus meinem Handy ablesen und vom Festnetz aus alle anrufen.
Ich hätte nie gedacht das ich meinen Mann mal auf diese Art sagen muss das seine Mama Tod sei.......den mir und meinem Mann stand sie am nächsten....doch es ging einfach nicht anders.

Ich war dann noch eine Zeitlang alleine bei meiner 2 Mutter im Zimmer, fragt nicht wie lange ich dort gewesen bin den ich hatte kein Zeitgefühl mehr,vom Krankenhauspersonal kam auch hier keinerlei Hilfe......ich fühlte mich sehr alleine und fragte sie immer wieso sie einfach gegangen ist.....doch ich erhielt keine Antwort mehr.
Irgendwann kam dann meine Schwägerrin und der rest der Familie ins Krankenhaus ...es war schlimm bei mir laufen diese Bilder nonstop im Kopf herrum.....ich kann sie einfach nicht abstellen.
Der Doc kam dann irgendwann nochmal zu uns und sagte uns das es auch für sie völlig unerwartet kam.....der Hämoglobinwert war wohl zu niedrig gewesen.......man geht davon aus das sie verblutet ist.......und verabschiedete sich.
Wir weinten alle sehr und ich wusste nicht mehr wie ich meinen Mann meine Familie trösten sollte.
Am Tag der Beerdigung war es nochmal sehr hart......die Pfarrerrin hat vieles über sie erzählt, und auch das ich sie gefunden habe...ich habe geheullt ich konnte nicht mehr ehrlich.Mein kleiner Neffe(grade mal vier) saß neben mir und meinte ich müsse doch nicht weinen er hätte mich doch lieb.
Ich dachte nur gut das du die Tragweite noch nicht ganz verstehst.
Ich habe Ihr Tage vorrher einen langen Brief gschrieben und auch ein Gedicht ...und eine Fotocoolage habe ich mit Hilfe meines Gatten gemacht.
Ich hatte die Erlaubnis es mit ins Grab zu werfen....den ich wollte alle wieder zusammenbringen.
Ich kämpfe heute noch mit mir und kann es nicht verstehen das sie einfach weg sein soll den sie hat meinen Tagesablauf mitbestimmt.
Wir haben morgens und nachmittags telefoniert.....morgens mal zusammen gefrühstückt und und und....

Ich könnte heulen ohne ende doch das geht ja nicht den ich muss für meinen Mann da sein.

Danke fürs zulesen.....

Kücken
 
Hallo Kücken,

ich denke das wird jetzt erstmal eine Zeit dauern bis du das verarbeitet hast, denn trauern braucht seine Zeit und wenn wir um jemanden weinen der gegangen dann ist das auch immer ein Zeichen dafür wie sehr man jemanden im Leben geliebt hat. Ich wünsche dir viel Kraft für die erstmal schwere Zeit die vor dir steht. Ich umarme dich und schicke dir liebe Grüße Mäusemama
 
Hi Mäusemama,

schön geschrieben es trifft den Punkt genau, es tut einfach nur weh und man weiss nicht wie man so weiter machen soll als wäre nichts geschehen, meine zweite Mama fehlt einfach sehr, mehr als ich sagen kann.
Ich kann es meinem Mann nicht so zeigen den ich bin froh wenn er nicht so dran denken muss und es langsam verkraftet,ich kann ihn nicht damit belasten ehrlich nicht.
Er hat es schon schwer genung da kann ich nicht noch ihm das leben schwerer machen als es sowieso zur zeit schon ist.
Mir bleibt im moment also nur der Rückzug und die Hoffnung das der Schmerz irgendwann nachlässt.
Manchmal sitze ich einfach nur da sage kein Wort und weine innerlich still vor mich hin...........ich hätte Ihr so gern noch so vieles erzählt und um rat gefragt abder das geht jetzt einfach nicht mehr, so von heute auf morgen......nee das raffe ich noch nicht wirklich das es nun so sein soll....warum verdammt nochmal is sie einfach so ohne ein wort gegangen warum?
Diese Frage wird keiner beantworten können denke ich....warum auch...es würde and er Tatsache einfach nichts ändern.

Kücken die traurig ist
 
Hallo kücken,

du würdest deinen Mann damit nicht belasten. Es wirkt eher befreiend, wenn er spüren darf, wie sehr du sie vermisst, weil er es dann auch zeigen kann und ihr zusammen Trost finden könnt.


Sianus
 
Liebes kücken,
ich kann Deinen Schmerz in vollem Umfang nachvollziehen. Meine Schwiegermama ist zwar schon vor 18 Jahren gestorben, aber glaub mir sie fehlt mir heute noch. Sie war für mich zur 1. Mama geworden, denn sie hatte
mich in ihr Herz geschlossen und mich aufgefangen als ich am Ende war.
Es war die Hölle als sie ging, aber mein Mann und ich habe die Trauer gemeinsam durchlebt und das ist wichtig. Denn dadurch war auch er in der
Lage seine tiefe Trauer und den Schmerz des Verlustes zu zeigen. Ich für mei-
nen Teil halte heute noch Zwiesprache mit Ihr. Am Anfang bin ich noch täglich
an ihrem Grab gewesen und habe ihr meinen Tagesablauf erzählt und wie sehr sie mir fehlt. Später ging das auf Grund der Entfernung nicht mehr, das war
wahrscheinlich auch gut so. Denn ich fühlte auf einmal, daß sie auch bei mir ist, wenn ich nicht an ihrem Grab stehe. Sie ist in meinem Herzen und wenn
ich am Boden zerstört bin, dann steigen in mir ihre Worte auf "Mädchen steh auf und kämpfe, es lohnt immer!" und ich fühle ihre Umarmung, so als wäre sie körperlich anwesend. Wenn ich ratlos bin, dann geh ich in mich und frage sie um Rat und ich kenne ihre Antwort. Und das ist ein wunderbares Gefühl.
Menschen die wir lieben, verlieren wir nie ganz, wir können sie nur nicht mehr anfassen und sehen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und umarme Dich
Caro
 
danke für die antworten.
ich weiss nicht ob alles so sein muss wie es ist.
ich ahbe nach wie vor die Hoffnung das es nur ein böser Traum ist aus dem ich bald erwachen werde doch irgendwie werde ich einfach nicht wach, versteht Ihr was ich meine?
Ich kann es einfach nicht verstehn warum sie gehen musste, ich kann einfach nicht verstehn warum sie nicht einfach gekämpft hat den sie war eine Kämpfernatur.....

Was das zusammentrauern angeht auf eine art und weise tun wir das ja auch, nur habe ich in meinem kleinen leben schon sehr viel mit dem Thema tod oder freitod wie man es sehen mag erlebt das vieles wieder mit nach oben kommt.
Ich bin eher ein Typ Mensch der sich zurückzieht und es mit sich selbst klärt.Klar weiss ich das es nicht der Weg ist den ich gehe, klar weiss ich das sie dadurch nicht zurück kommen wird, klar weiss ich das sie es nicht wollen würde wenn wir so leben als gäbe es kein anderes leben mehr,aber es ist eben doch eine Umstellung seinen Ablauf den man hatte völlig neu gestalten zu müssen ohne eine ahnung wie.
Ich würde sie so gern anrufen doch es geht ja nicht,oh man S**** nun sitze ich hier und heule einfach drauf los und stelle mir erneut die Frage warum ist sie einfach gegangen?Warum lässt sie uns hier unten so im Stich warum fügt sie uns den schmerz zu?Verdammt nochmal warum???
Es wird auf die Frage warum nie eine Antwort geben doch ich fr meinen Teil werde wohl nie aufhören ach dem warum zu suchen......

das kleine kücken
 
Liebes Küken,
ich gebe Dir insofern recht, daß die Frage nach dem Warum? bleibt, aber ich
widerspreche Dir insofern, daß sie Dich im Stich gelassen hat!
Kann es sein daß Deine Schwiegermama kampfesmüde war und ihrem Mann
gefolgt ist? Wie Du schreibst hatte er ein schweres Krebsleiden und das
kostet auch den Partner unwahrscheinlich viel Kraft, vielleicht zu viel.
War sie eventuell zu schwach um noch einmal den Kampf aufzunehmen und
sie für Euch voll Zuversicht und Vertrauen in Eure Zukunft war, daß sie mit ruhigem Gewissen zu Ihrem Mann gehen konnte? Ich weiß es nicht. Wie alt
sind denn Deine Schwiegereltern geworden?

LG Caro

*Laß Deinen Tränen freien Lauf, und glaub mir dieser "Trance"-Zustand geht vorbei. Es dauert nur halt.
 
hallöchen,

es ist einfach sehr schwer das ganze zu verstehn der Sinn des Lebens des sterbens das warum...mir get so vieles durch den Kopf und doch komme ich keinen Schritt vorran aber auch keinen zurück.Ich finde einfach keine Antwort drauf wieso sie einfach gestorben ist ........so ganz alleine es war keiner bei ihr.....und ich frage mich hätte ich sie retten können wäre ich eher hingefahren?
Was wäre ggewesen wenn ich eher gefahren wäre.....hätte ich sie retten können.....ich weiss es nicht ....

Man hat auf dem friedhof nicht mal die Ruhe wenn man gerade heult den als ich am letzten donnerstag dort war kam die Grabnachbarrin udn wollte reden.....mir war garnicht dannach ehrlich nicht.
Doch sie redete einfach drauf los, sie schien garnicht gemerkt zu haben das sie mich störte......ach mensch ich weiss meine traurigkeit und all das garnicht mehr in worte zu fassen den für das was in mir los ist gibt es keine worte mehr.

Es bleiben nur ein paar Worte übrig die von einem Song stammen den meine Absoulute Lieblingsband vor ein paar Jahren aufnahm ,,,,die Strophen passen nicht ganz aber der Refain.....:

Mama, oh I miss you sometimes
Mama, can you hear me
When I cry
Mama, oh I miss you sometimes
Mama, can you hear me
When I cry

for you


kücken das weint
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
B Für den kleinen Fabian aus Güstrow Trauer 8
JPreston Für alle, die verloren haben... Trauer 1
Leere?Zukunft Für die Erdbebenopfer Trauer 0

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.
      Oben